Ganztagsschule als Lern- und Lebensraum

Beteiligte
Dr. Bettina König, Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Dr. Anna-Maria Seemann, Akademie für Ganztagspädagogik, 2. Vorsitzende des Ganztagsschulverbandes
Bezug zum Berufsfeld
- zentrales Berufsfeld für angehende Grundschullehrkräfte
- steigende Bedeutung des Ganztags für die Lehramtsausbildung (Rechtsanspruch ab 2026)
- Bedeutung von Kooperation bereits im Studium und in der Ausbildung
- frühe Auseinandersetzung mit multiprofessioneller Zusammenarbeit bereits im Studium
Weitere Informationen
Ein großer Teil der Schulen in Deutschland und auch in Bayern bietet inzwischen Ganztagsangebote an, ob in offener, gebundener, teilgebundener Form oder als Hortangebot. Künftige Lehrkräfte werden mit großer Wahrscheinlichkeit an einer Schule mit Ganztagsangeboten arbeiten. Zugleich ist an den Schulen vor Ort spürbar, dass ein einheitliches Konzept von Ganztagsschule und ihren Möglichkeiten (noch) nicht existiert. Dabei geht es um Rahmenbedingungen und Organisationsformen, vor allem aber um pädagogische Ideen. Im Seminar “Ganztagsschule als Lern- und Lebensraum” soll gemeinsam erarbeitet werden, welche Gründe der Ausbau hat, welche Ziele mit Ganztagsschulen verfolgt werden, auf welche Weisen der Ausbau in den Bundesländern umgesetzt wird und was Forschungsergebnisse zur Ganztagsschule zeigen. Ein Blick in die Geschichte der zeitlichen Organisation der Schultage soll den Horizont über die aktuellen Gegebenheiten hinaus erweitern. Ein besonderer Fokus liegt auf der multiprofessionellen Zusammenarbeit. Der Projekttag mit Studierenden der Sozialen Arbeit oder mit angehenden Erzieher:innen ermöglicht bereits im Studium fachliche Zusammenarbeit der Professionen und Kennenlernen der je spezifischen Denk- und Arbeitsweisen.
Impressionen zum multiprofessionellem Projekttag
Im Rahmen eines gemeinsamen Projekttags kamen angehende Grundschullehrkräfte und angehende Sozialpädagog:innen zusammen, um multiprofessionelle Zusammenarbeit im Kontext der Ganztagsschule praktisch zu erleben und zu reflektieren. Ziel war es, Einblicke in die jeweils andere Profession zu gewinnen und zentrale Aspekte schulischer Kooperation kennenzulernen.
Studierende des Grundschullehramts der Universität Bamberg und Studierende der Sozialen Arbeit der TH Georg Simon Ohm Nürnberg tauschten sich über unterschiedliche Perspektiven auf Schule, über Ziele im Alltag der Ganztagsschule sowie über professionsspezifische Begrifflichkeiten aus. Dabei brachten beide Gruppen ihre jeweilige Expertise ein und diskutierten gemeinsame Chancen und Herausforderungen der Zusammenarbeit.
Der Projekttag bot Raum für Dialog, Vernetzung und gegenseitiges Verständnis – und leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Vorbereitung auf multiprofessionelles Arbeiten im schulischen Ganztag.
Feedback zum Seminar und dem multiprofessionellen Projekttag
„Die Arbeit mit den Sozialarbeitern ist super wertvoll gewesen.”
(Student:in aus dem Seminar)
„Austausch- und Diskussionsrunden, theoretischer Input und passend dazu praktische Bezüge und Austausch untereinander”
(Student:in aus dem Seminar)
„Die freie Gestaltung - es hat einfach super viel Spaß gemacht so offen über unterschiedliche Themen zu diskutieren. Es war eine perfekte Mischung zwischen aktiv arbeiten und Input-Phasen. Die Informationen, die man aufgenommen hat, waren sehr interessant."
(Student:in aus dem Seminar)
„Der Aufbau: ich fand es sehr schön, dass wir viel miteiander reden und arbeiten konnten und nicht nur saßen und zugehört haben. Der theoretische Input gemeinsam: unsere Gruppenarbeiten hatten eine sehr gute Balance. Dass es in Nünrberg stattfand, da es so eine Abwechslung für uns war."
(Student:in aus dem Seminar)
„Die Bearbeitung vom Fallbeispiel fande ich besonders interessant, da man sich in die beteiligten Personen hineinversetzen konnte - und die vielen Gruppenarbeiten"."
(Student:in aus dem Seminar)


