Unser Anliegen ist es Theorie und Praxis stärker zu verbinden und so einen Beitrag zur besseren Vernetzung der Ausbildungsphasen zu leisten.

In diesem Kontext ist insbesondere der Austausch mit den Seminarrektor:innen, die für die zweite Phase der Lehrkräftebildung verantwortlich sind, von großem Wert, um deren Erfahrungsschatz und Expertise in die universitäre Lehrkräftebildung einzubeziehen und nutzbar zu machen.

 

Im Folgenden können Sie die bisherigen Treffen und etwaige Ergebnisse einsehen:

Am 27.11.2025 fand das erste Treffen zur Verzahnung der 1. und 2. Phase der Lehrkräftebildung statt. Der Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und -didaktik freute sich sehr über die vielen Teilnehmenden. Viele Grund- und Mittelschulrektor:innen sowie Kathrin Sigg von der Regierung Oberfrankens sind unserer Einladung gefolgt.

 

In der GrundschulWerkstatt tauschten wir uns über Ziele, wahrgenommene Schwachstellen oder Probleme sowie viele spannende Lösungs-/Umsetzungsmöglichkeiten aus. Dabei galt es sich in Gruppenarbeitsphasen auf konkrete oder zeitnah umsetzbare Minimalziele zu einigen. Wesentliche Bereiche, die herausgearbeitet wurden sowie erste Pläne und Schritte zur Umsetzung sind folgende:

 

  • Studierende sollen gezielt in die zweite Phase der Ausbildung hineinschnuppern können. V.a. verbindliche Hospitationen stellen hier eine gewinnbringende Möglichkeit dar, um schon erste Einblicke in die spätere Ausbildungsphase zu erhalten.

  • Gemeinsames Lehren und voneinander Lernen der Dozierenden und Seminarrektor:innen soll verstärkt werden, um sinnvolle Brücken aufzubauen. Unterstützt wird dies etwa durch die Verständigung über einen gemeinsamen Konsens, etwa bezüglich grundlegender Lehr-/Lerninhalte oder der gezielten Unterrichtsplanung/-analyse. Gegenseitige Hospitationen und Kooperationen stärken den zugrundeliegenden Teamgedanken.

  • Bei Studierenden soll der Austausch mit den LAA (Lehramtsanwärter:innen) gezielt ermöglicht und angeregt werden. Durch Informationsweitergabe, den Austausch über wesentliche Kernwerkzeuge im Lehrberuf sowie ergänzende Maßnahmen (etwa Befragungen) soll besser auf die zweite Phase der Lehrkräftebildung vorbereitet werden.

  • Nicht nur ein reiner Informationsaustausch zwischen den Studierenden und den LAA soll angeregt werden, sondern ebenfalls die konkrete Zusammenarbeit. Mögliche Umsetzungen, die sich am Ablauf einer typischen Lesson Study orientieren, sind in Planung.

An dieser Stelle ergeht ein herzliches Dankeschön an alle, die sich auf dieses Treffen eingelassen und mitgewirkt haben! Die positive Resonanz während des Austausches bestärkte uns in unserem Ziel fortan noch praxisorientierter arbeiten und lehren zu wollen. Wir sind sicher, dass dieses erste Treffen zur besseren Verzahnung der Lehrkräftebildungsphasen nur der Auftakt einer gewinnbringenden und regelmäßigen Zusammenarbeit war! 

Am 09. Juli 2026 fand das zweite Treffen zur Verzahnung der 1. und 2. Phase der Lehrkräftebildung im Rahmen des BaCore Projektes statt. Aufbauend auf dem Auftakttreffen vom November 2025 kamen erneut Seminarrektor:innen, Dr. Alexander Wiernik vom Praktikumsamt sowie Dozierende des Lehrstuhls für Grundschulpädagogik und -didaktik zusammen, um die Zusammenarbeit zwischen der ersten und zweiten Ausbildungsphase weiterzuentwickeln. 

Im Mittelpunkt stand die gemeinsame Konkretisierung, der beim ersten Vernetzungstreffen entwickelten Ideen. Ziel des Treffens war es, bestehende Maßnahmen weiter auszugestalten, neue Kooperationsformate zu planen und die Verzahnung von Theorie und Praxis in der Lehrkräftebildung nachhaltig zu stärken. 

Durch verschiedene Arbeitsphasen wurde es uns möglich, die zentralen Themen der Zusammenarbeit zu vertiefen und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten zu diskutieren. Dabei standen insbesondere folgende Aspekte im Fokus: 

  • Eine Entwicklung verbindlicher Hospitationsmöglichkeiten für Grundschullehramtsstudierende, die Rahmen des Grundlagenmoduls im Vorbereitungsdienst hospitieren sollen, um so die Auseinandersetzung mit der Qualität von Unterricht anzuregen. 

  • LAA (Lehramtsanwärter:innen) sollen auch während des Vorbereitungsdienstes einen Zugang zu wissenschaftlicher Lektüre und den Bibliotheksangeboten der Universität Bamberg erhalten. Dadurch soll der Transfer aktuell fachdidaktischer und bildugswissenschaftlicher Forschung in die schulische Praxis unterstützt werden. 

  • Ebenso soll der Austausch zwischen Studierenden und den LAA (Lehramtsanwärter:innen) gezielt ermöglicht werden, um so die Gelegenheit zu schaffen, dass die Erfahrungen aus beiden Ausbildungsphasen miteinander verknüpft werden können. Dies soll unter anderem durch einen gesonderten Bereich in der ByCS (Bayern Cloud Schule) ermöglicht werden. 

  • Durch die Weiterentwicklung gemeinsamer Unterrichts- und Reflexionsformate im Hinblick auf Lesson Study Ansätze sollen ebenso zu einer kollegialen Unterrichtsentwicklung beitragen. 

Gemeinsam wurden nächste Schritte für die Umsetzung der geplanten Maßnahmen besprochen und weitere Kooperationsmöglichkeiten zwischen Universität, Praktikumsamt und Seminarleitung entwickelt. 

Die regelmäßigen Vernetzungstreffen bilden einen wichtigen Baustein des Teilprojektes BaCore. Sie schaffen einen kontinuierlichen Austausch zwischen den beiden Ausbildungsphasen und tragen somit zur professionsorientierten Weiterentwicklung der Lehrkräftebildung der Universität Bamberg bei. Wir bedanken uns für Ihre zahlreiche Teilnahme und Mitgestaltung!

Ein weiteres Treffen findet ebenfalls in der GrundschulWerkstatt am 17. November 2026 statt. Weitere Informationen und Ergebnisse hierzu finden sich zu gegebener Zeit hier auf der Homepage. 

Wichtiger Hinweis
Unabhängig von bereits abgehaltenen oder geplanten Treffen kann jederzeit Kontakt mit dem Lehrstuhl aufgenommen werden, etwa bei weiteren Fragen oder konkreten Ideen und Vorschlägen – auch gerne zur Mit- und Ausgestaltung der Verzahnung! Schreiben Sie gerne an Prof. Dr. Miriam Hess oder an die/den jeweiligen Zuständige/n aus dem Team. Gerne können Sie auch etwaige Seminarinhalte, Projektideen oder Forschungsvorhaben direkt auf der Homepage des Lehrstuhls einsehen und sich bei Interesse gezielt an die Mitarbeitenden wenden.