Fotoserie zum Thema "Nachhaltigkeit"
Alicia Poppinger - Ist das Müll oder kann das bleiben?
Müll begegnet uns überall in der Umgebung: neben Straßen und Gehwegen, in der Stadt verteilt oder auf Rastplätzen an der Autobahn. Das kommt so oft vor, dass es dafür mittlerweile einen eigenen Begriff gibt: Littering. Er beschreibt das achtlose Wegwerfen von Müll im öffentlichen Raum. Dieser "Litter" bringt laut Schweizer Kompetenzzentrum gegen Littering einige negative Auswirkungen mit sich. In der Umwelt verschmutzen die Abfälle Boden, Pflanzen und Gewässer. Städte haben höhere Kosten zu bewältigen, da der Müll sich auf einer größeren Fläche verteilt. Und weil es überall dreckig und unaufgeräumt aussieht, fühlen sich Menschen weniger wohl.
Eine einfache Lösung, um das Problem des Litterings zu minimieren, ist es, sich immer wieder zu fragen: "Ist das Müll oder kann ich daraus noch etwas Schönes machen?" Denn in vielen Dingen, die lieblos weggeworfen werden, steckt einiges an Potential.

Trinkglas
An einer viel befahrenen Kreuzung in Erlangen liegt dieses Trinkglas in einem Gebüsch. Die Blätter im Innenraum lassen darauf schließen, dass es vor längerer Zeit hier weggeworfen wurde. Sogar eine Schnecke hat sich eingenistet.

Trotz der starken Verschmutzung ist es nicht schwierig, dem Glas neues Leben einzuhauchen. Zweimal abgespült und kräftig gebürstet und es sieht wieder aus wie neu. Innerhalb von zehn Minuten kann man sich seinen Tee aus einem geretteten Glas schmecken lassen.
Kleine Flasche
Nicht nur Trinkgläser werden liegen gelassen. Auch kleine Flaschen von alkoholischen Getränken und anderen Flüssigkeiten sind keine Seltenheit. Das Fläschchen in diesem Bild wurde in der Nähe des Waldkrankenhauses in Erlangen im Wald gefunden. Auf den ersten Blick sieht es nach nicht viel aus, aber das Nachher-Bild zeigt, dass sich auch hieraus etwas Nützliches machen lässt: ein Nadelkissen für das Wollregal. Durch die Aufkleber mit Klett kann das leichte Glas direkt im Regal angebracht werden und ist somit immer zur Hand.



Tabakdose
Auf einem Parkplatz vor dem Universitätsgebäude in Bamberg liegt diese Dose. Es ist früh am Morgen und der Gegenstand ist feucht von der Nacht. Für viele Leute ein unschöner Anblick. Doch was, wenn sich auch hieraus etwas machen lässt?

Die Dose wird erstmal ordentlich abgewaschen und zum Lüften rausgestellt, damit der Tabakgeruch verfliegt. Dann geht es ans Basteln: Mit weißer Farbe wird der Aufdruck übermalt. Als Verzierung werden alte Nagelaufkleber auf den Deckel geklebt. Und siehe da: Schon hat man eine hübsche neue Schatulle für seinen Schmuck.
Abgebrochener Stift
Unter dem eher alltäglichen Müll lassen sich hin und wieder kleine Schätze finden. Dazu gehört zum Beispiel dieser abgebrochene Stift. Er liegt direkt auf dem Fußgängerweg vor einem Wohngebiet. Es braucht nur wenige Sekunden, um ihn wieder zum Ausmalen benutzen zu können. Nur kurz anspitzen und einmal abwischen, um den Dreck der Straße zu entfernen.


Abgebrochene Kerze
Ein weiterer außergewöhnlicher Fund ist diese Kerze. Unachtsam wurde sie auf einen Gehweg in Erlangen geworfen. Der mittlere Teil wurde rausgebrochen und überall verteilt. Dabei lassen sich vor allem Kerzen besonders gut wiederverwehrten. Man kann das Wachs in einem Wasserbad schmelzen und in eine beliebige Form füllen. Dafür bieten sich alte Marmeladengläser oder Kerzenhalterungen an, da diese wärmeresistent sind.


