Fotoserie zum Thema "Nachhaltigkeit"
Jessica Neimann - Wo jedes Leben gleich viel wert ist

Die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen umfassen unter anderem soziale Aspekte der Nachhaltigkeit, wie beispielweise die Beseitigung von Ungleichheiten und Armut. Die Welttierschutzgemeinschaft kritisiert, dass das „Thema Tierwohl (...) in den Nachhaltigkeitszielen bisher keine Berücksichtigung“ findet und die Ziele nur im Hinblick auf das Wohl der Menschen formuliert sind.

Diese ungleiche Behandlung von Mensch und Tier nennt sich Speziesismus, die Diskriminierung von Arten allein wegen ihrer Artenzugehörigkeit. Der oberfränkische Lebenshof Vegan Bullerbyn e.V. aus Rehau prangert diese Form der Diskriminierung an, lädt dazu ein, das System der Ausbeutung von Tieren zu hinterfragen und geht auch aktiv gegen dieses vor. „Als Lebenshof nehmen wir Tiere auf, die früher in der Tierwirtschaft ausgebeutet wurden, und schenken ihnen ein nutzfreies Leben, das ihnen bislang vorenthalten wurde und nun zurückgegeben wird“, schreiben die Bullerbyn-Bäuer*innen auf ihrer Website.

Offenes Zusammenleben
Auf dem Lebenshof in Rehau leben alle Tiere wie die Schweinedame namens Frida und ihre Hühner-Freunde friedlich beieinander. Das aufgeschlossene und geistig behinderte Schwein verbringt seine Zeit gerne am Eingang des Hofes in Gesellschaft der Hühner.

Das zurückgelassene Pony
Das ehemalige Zirkuspony Miela hat den traurigen Bereich der Tierwirtschaft in der Unterhaltungsindustrie am eigenen Leib erlebt. Nach einem Unfall während einer Trainingseinheit hat Miela ihr Augenlicht permanent verloren, ist für den Zirkus unbrauchbar und wurde deshalb zurückgelassen. Ihre Augen mussten wegen dieses Unfalls herausoperiert werden.

Das Wildschwein ist los!
Das Wildschwein Gezi schnüffelt sich heutzutage seinen Weg über das Hofgelände, weil Bullerbyn nicht nur Tieren aus der Tierindustrie eine weitere Chance ermöglicht. Es wurde als einsames Ferkelmädchen und Überlebende einer illegalen Jagd mit Hunden gefunden und großgezogen.

Ein verschmuster Straßenhund
Laut Bullerbyn-Bauer Moritz gleicht der ehemals einsame Straßen- und Kettenhund Fiete seine Erfahrungen aus Rumänien damit aus, dass er tagelang gekuschelt und gestreichelt werden möchte. Das Leben auf der Straße hat für ihn zu einigen Krankheiten geführt, weshalb der verschmuste Hund nur noch mit drei Beinen umhertollen kann.



