Fotoserie zum Thema "Grün"
Antonia Urban - Der Hainpark: Bambergs grünes Wohnzimmer
Zwischen den Armen der Regnitz erstreckt sich im Süden Bambergs auf rund 48 Hektar der Hainpark. Heute ist der Hain ein Ort der Erholung und Begegnung: Das „grüne Wohnzimmer Bambergs“, wie Robert Neumann, Vorsitzender des Bürgerparkverein Bamberger Hain e. V., ihn im Gespräch beschreibt. Gleichzeitig bewahrt die inzwischen mehr als 200 Jahre alte Parkanlage als Gartendenkmal und Teil des europäischen Naturschutzgebietes Natura 2000 eine besondere Verbindung aus Kulturgeschichte und dem Schutz wertvoller Lebensräume. Die Natur des Parks ist geprägt von seiner Vergangenheit als Hartholzaue, von jahrhundertealten Bäumen und einem außergewöhnlichen Artenreichtum, erklärt Neumann.
Die Fotografien zeigen die Vielfalt dieses besonderen Lebensraums.

Die Eiche ist die sogenannte Leitart des Bamberger Hains. „Hier stehen Eichen, die teilweise 250 bis 300 Jahre alt sind“, erzählt Neumann. (Bild 1) Der abgebildete Baum ist Teil eines im Jahr 1880 angelegten Eichenkranzes um die Schillerwiese. Durch Nachpflanzungen bleibt der historische Landschaftspark erhalten und ist zugleich ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tierarten.

Der Hain war ursprünglich eine Hartholzaue. Regelmäßige Überschwemmungen schufen nährstoffreiche Böden und einen artenreichen Lebensraum, erklärt Neumann. (Bild 2) Der abgebildete Wasserlauf ist einer von vielen im Hainpark, die bis heute an diese ursprüngliche Flusslandschaft erinnern.

(Bild 3) Abgestorbene Bäume sind ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems. In ihrer Zerfallphase bieten sie mit morschem Holz, Höhlen und Rissen Lebensraum für zahlreiche Arten. „Ein spitzenmäßiges Biotop für verschiedene Großkäfer“, beschreibt Neumann. Gerade deshalb werden solche Bäume im Bamberger Hain bewusst erhalten.


(Bild 4) Der Hainweiher entstand, laut der Website des Bürgerparkverein Bamberger Hain e. V., aus einem ehemaligen Altarm der Regnitz und wurde in den 1920er-Jahren als Parkgewässer angelegt. Heute bietet er zahlreichen Wasser- und Uferarten Lebensraum. (Bild 5) Die abgebildete Nordamerikanische Schmuckschildkröte, die auf dem Foto am Ufer des Hainweihers in der Sonne liegt, gehört jedoch eigentlich nicht zur typischen heimischen Tierwelt.


