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FRITZI! Preis für gute Abschlussarbeiten studierender Eltern

Knarik Martirosyan

Geboren 1980 in Armenien. 1997 bis 2001 in Bachelor Psychologie-Studium an der Staatsuniversität der Stadt Yerewan (Armenien), Abschluss: Bachelor. 2001 bis 2002 Tätigkeit im Bereich Kunsttherapie in der Mental Health Foundation Armenien. 2002 bis 2003 sprachpraktische Ausbildung an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. 2004 Beginn des Psychologie-Studiums (Diplom) an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. 2004 Geburt der Tochter Emily. 2007 Geburt des Sohnes Robert. Ehrenamtliche Tätigkeit während des Studiums in Förderverein Patientenclub-Besucherdienst e.V..
2010 Abschluss des Psychologie-Studiums. Seit 2011 Leiterin von Kinderpräventionskursen gegen Missbrauch in der VHS Bamberg. Seit September 2011 Tätigkeit als Psychologin im Bezirkskrankenhaus Bayreuth.

Diplomarbeit: Entwicklungsveränderungen im Zahlverständnis: Unterschiede bei den Kindern zwischen drei und vier Jahren bei nonverbalen Aufgaben zur Erfassung numerischer Kompetenzen in unterschiedlichen Zahlräumen

Numerische Kompetenzen entwickeln sich nicht erst im Laufe des schulischen Lernens. Bereits bei Neugeborenen finden sich Hinweise auf Verarbeitungsmechanismen der kleinen Mengen. Diese Arbeit stellt zunächst dar, wie die numerische Entwicklung bei jüngeren Kindern verläuft, mit welchen Modellen sie erklärt wird und welche Systeme für deren Entwicklung verantwortlich sind.
Hierzu wurde eine Untersuchung in Bamberger Kindergärten durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, welche numerischen, allgemein-kognitiven und sprachlichen Fähigkeiten die Kinder je nach Alter und „knower- level“ erbringen können. Die nonverbale Durchführung der Aufgaben zeigt,dass schon drei- und vierjährige Kinder beträchtliche numerische Kompetenzen aufweisen. Die jüngeren Kinder, die die Zahl „drei“ als Kardinalzahl erfassen, können ähnliche numerischen Leistungen im kleinen Zahlenraum erzielen wie die älteren Kinder. Ähnlich dieser Untersuchung könnten Eltern sowie Erzieherinnen und Erzieher bereits im Kindergartenalter durch kleine Anregungen und Spiele das Interesse der Kinder an mathematischen Inhalten wecken, fördern und somit ein großen Beitrag zur weiteren Entwicklung der numerischen Kompetenzen leisten.

Gutachterin: Prof. Dr. Sabine Weinert