Studium

Interesse am Studium

Allgemeine Informationen zum Lehramt an Realschulen in Bayern

Druckfassung(106.0 KB) der Kurzinformation Lehramt an Realschulen

1. Ausbildungsaufbau

Die Ausbildung für ein Lehramt an Realschulen in Bayern gliedert sich in zwei Abschnitte: in ein siebensemestriges Studium (Regelstudienzeit) an einer Universität (Abschluss: I. Lehramtsprüfung) und in eine zweijährige schulpraktische Ausbildung, den "Vorbereitungsdienst" (Abschluss: II. Lehramtsprüfung). Das Studium an der Universität Bamberg erfolgt in einer Modulstruktur. Für alle im Studium erbrachten Leistungen werden Leistungspunkte (LP) vergeben. Diese Studienstruktur lehnt sich an die Vorgaben der Lehramtsprüfungsordnung (LPO I) vom 13.03.2008 an.

2. Das Studium umfasst:

  • das erziehungswissenschaftliche Studium (EWS),
  • das Studium von zwei Unterrichtsfächern mit fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Lehrveranstaltungen,
  • Praktika.

Im letzten Studienabschnitt ist eine „schriftliche Hausarbeit“ zu verfassen, welche im Umfang von 12 LP in das Studium einfließt.

Grundlage für das Studium zur Vorbereitung auf die I. Staatsprüfung (u.a. Inhalte des Studiums, erforderliche Leistungsnachweise) ist die Lehramtsprüfungsordnung (LPO I) in der Fassung vom 13.03.2008. 

Die Beschreibung der universitätsinternen Modulprüfungen (Studien- und Prüfungsordnung, Modulhandbuch) finden Sie hier.

3. Schematischer Aufbau

Das Studium Lehramt an Realschulen umfasst insgesamt 210 Leistungspunkte (LP). Diese gliedern sich wie folgt (idealtypischer Aufbau):

Aufbau des Lehramtes an Realschulen
Unterrichtsfach IUnterrichtsfach II Erziehungswissenschaftliches Studium (EWS)Zulassungsarbeit
60 LP +
12 LP Fachdidkatik
60 LP +
12 LP Fachdidkatik
35-43 LP +
11 LP Praktika
12 LP

Weitere detaillierte Informationen zum Studium liefert das Modulhandbuch:

www.uni-bamberg.de/bazl/leistungen/studium/modulhandbuecher

4. Erziehungswissenschaftliches Studium

Das erziehungswissenschaftliche Studium (EWS-Bereich, § 32 LPO I) dient besonders der pädagogischen Befähigung der angehenden Lehrkraft für ihre Aufgaben der Erziehung und des Unterrichts und ist integraler Bestandteil des Curriculums. Es umfasst die verpflichtende Teilnahme an Modulen in einem Umfang von 35 LP während des gesamten Studiums (zuzüglich 8 LP Gesellschaftswissenschaften, oder Leistungen aus Wahlpflichtmodulen der belegten Fächer, vgl. §7 StuPO für das Lehramtsstudium):

Erziehungswissenschaftliches Studium in einem Umfang von 35-43 LP
Allgemeine Pädagogik 8 LP
Schulpädagogik12 LP
Psychologie15 LP
Politikwissenschaft bzw. Soziologie bzw. Volkskunde und
Evangelische Theologie bzw. Katholische Theologie oder
Philosophie oder
Wahlpflichtmodule der belegten Fächer
8 LP

Die Regularien bezüglich des EWS–Studiums beziehen sich auf die Studien- und Prüfungsordnung für die Lehramtsstudiengänge an der Universität Bamberg.

5. Studium der Unterrichtsfächer

Folgende Kombinationen von je zwei Unterrichtsfächern sind an der Universität Bamberg wählbar:

Fächerkombinationen 
DeutschEnglisch
DeutschFranzösisch
DeutschGeographie
DeutschGeschichte
DeutschKunst
DeutschMusik
DeutschEvangelische bzw. Katholische Religionslehre
EnglischFranzösisch
EnglischGeographie
EnglischGeschichte
EnglischKunst
EnglischMusik
EnglischEvangelische bzw. Katholische Religionslehre
EnglischPsychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt
FranzösischGeographie
MusikEvangelische bzw. Katholische Religionslehre


Weitere in Bayern mögliche Fächerkombinationen, die aber in Bamberg nicht studiert werden können und auf die hier nicht näher eingegangen wird:

Weitere in Bayern mögliche  Fächerkombinationen
BiologieChemie
BiologiePhysik
BiologieEnglisch
ChemieEnglisch
ChemieMathematik
ChemiePhysik
DeutschMathematik
DeutschPhysik
DeutschSport
EnglischInformatik
EnglischMathematik
EnglischPhysik
EnglischSport
EnglischWirtschaftswissenschaften
GeographieWirtschaftswissenschaften
InformatikMathematik
InformatikPhysik
InformatikWirtschaftswissenschaften
KunstMathematik
MathematikMusik
MathematikPhysik
MathematikPsychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt
MathematikEvangelische bzw. Katholische Religionslehre
MathematikSport
MathematikWirtschaftswissenschaften
MusikPhysik
MusikSport
SozialkundeWirtschaftswissenschaften
SportWirtschaftswissenschaften


5.1 Das Studium der Unterrichtsfächer umfasst Lehrveranstaltungen im Umfang von 72 LP pro Fach. Nach dem Absolvieren aller Pflichtmodule und –praktika sowie dem Verfassen der schriftlichen Hausarbeit erfolgt die Anmeldung zur I. Staatsprüfung. Die während des Studiums erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen fließen zu 40 % in die I. Staatsprüfung mit ein.

Nähere Hinweise zu den inhaltlichen Anforderungen enthalten die LPO I von 2008 (vgl. 2) und fachspezifische Informationsblätter zu den an der Universität Bamberg wählbaren Fächern. Eine weitere inhaltliche Ausgestaltung erfolgt über die Modulbeschreibungen, welche zusammen mit allen relevanten Studien- und Prüfungsordnungen im Internet hier zu finden sind. 


5.2 In einigen Unterrichtsfächern müssen bei der Meldung zur I. Staatsprüfung Fremdsprachenkenntnisse nachgewiesen werden und zwar für folgende Unterrichtsfächer:

Fremdsprachenkenntnisse
Deutsch"Kenntnisse" in einer Fremdsprache* (Niveau A2)
Englisch"Kenntnisse" in Latein** oder einer romanischen Fremdsprache*  (Niveau A2)
Französisch"Kenntnisse" in Latein** oder einer weiteren romanischen Fremdsprache* (Niveau A2)
Geschichte"Kenntnisse" in zwei Fremdsprachen*  (Niveau A2) oder Kenntnisse in Latein** und einer modernen Fremdsprache* (Niveau A2)

*"Kenntnisse": zum Beispiel durch ein Jahreszeugnis (mindestens „ausreichend“) nach drei Jahren aufsteigendem Pflichtunterricht in der Fremdsprache = Niveau A2)

** "Lateinkenntnisse": Das Niveau wird im 8-jährigen Gymnasium als 1. oder 2. Fremdsprache in Jahrgangsstufe 8 mit mindestens Note 4 im Jahreszeugnis nachgewiesen.

Die geforderten Sprachkenntnisse können auch an der Universität Bamberg erworben werden; dies sollte unbedingt während der ersten Semester des Studiums geschehen.


5.3 Wird Kunst oder Musik als Unterrichtsfach gewählt, so muss eine Eignungsprüfung abgelegt werden. Nähere Informationen fordern Sie bitte bei der Zentralen Studienberatung an bzw. lesen Sie in den entsprechenden Fachinformationsseiten im Internet nach.  Bitte beachten Sie, dass diese Eignungsprüfungen im Juli abgehalten werden, die Anmeldefrist hierfür jedoch bereits am 30.04. (für Musik) und am 30.06. (für Kunst) endet.

6. Erweiterungen

Das Studium der aufgeführten Fächerkombinationen kann an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg erweitert werden:

  • durch das Studium eines dritten, in den Fächerkombinationen aufgeführten Unterrichtsfaches (§ 39 LPO I) oder das Fach Ethik (§ 45 LPO I),
  • durch das Studium, das zu der pädagogischen Qualifikation der Beratungslehrkraft führt (§ 111 LPO I),
  • durch das Studium der Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt (§ 110 LPO I)

7. Praktika

Während des Semesters sind Praktika abzuleisten, die die Studierenden in die Schulpraxis und in die Unterrichtspraxis der von ihnen gewählten Fächer einführen sollen:

  • ein mindestens 3-wöchiges Orientierungspraktikum möglichst vor Studienbeginn,
  • ein 8-wöchiges Betriebspraktikum vor bzw. während des Studiums,
  • ein pädagogisch-didaktisches Schulpraktikum im Rahmen von 6 LP,
  • ein studienbegleitendes fachdidaktisches Praktikum (in einem Semester) in einem der gewählten Fächern im Rahmen von 5 LP.

8. Regelstudienzeit

Die Regelstudienzeit für ein Lehramt an Realschulen beträgt 7 Semester. Wird das Studium erweitert (vgl. 6.), verlängert sich diese um 2 Semester.

9. Zulassungsbeschränkungen und Studienbeginn

Für das Studium Lehramt an Realschulen bestehen an der Universität Bamberg nur für Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt und für das Erweiterungsfach Beratungslehrkraft Zulassungsbeschränkungen. Über das Zulassungsverfahren informiert die Internetseite: www.uni-bamberg.de/studium/interesse/bewerben

Das Studium Lehramt an Realschulen kann zum Wintersemester oder zum Sommersemester aufgenommen werden. Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt und das Erweiterungsstudium der Beratungslehrkraft kann nur zu einem Wintersemester begonnen werden. Auskünfte erteilt die Studierendenkanzlei:

Tel. 0951/863-1024
E-Mail: studierendenkanzlei(at)uni-bamberg.de

Die Einschreibefristen liegen jeweils im September (für ein Wintersemester) bzw. im März (für ein Sommersemester). Eine vorherige Bewerbung für zulassungsfreie Fächerkombinationen ist nicht erforderlich (vgl. aber 5.3).

10. Wechsel des Bundeslandes

Da Lehramtsexamina zwischen den Bundesländern eventuell nur bedingt gegenseitig anerkannt werden, empfiehlt es sich, die I. und II. Staatsprüfung in dem Bundesland abzulegen, in dem eine Lehrtätigkeit angestrebt wird.

Für alle Personen, die den Studienort- und Studiengang wechseln wollen, gilt: Bitte informieren Sie sich bei der Zentralen Studienberatung. Weitere Auskünfte über die Möglichkeit der Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen und der u.U. damit verbunden Einstufung in ein entsprechendes Fachsemester erteilt der zuständige Prüfungsausschussvorsitzende für die Lehramtsstudiengänge an der Universität Bamberg.
www.uni-bamberg.de/lehrerbildung/studierende/studienkontext/pruefungswesen/

11. Hinweise für ausländische Studieninteressierte

Für ausländische Studieninteressentinnen und -interessenten, die ihre Schul- und gegebenenfalls Hochschulausbildung im Ausland erworben haben, gelten bei einer Bewerbung um einen Studienplatz in einem grundständigen Studiengang (Lehramt) gesonderte Bestimmungen. Informationen hierüber erhalten Sie bei folgender Stelle:

Akademisches Auslandsamt
Kapuzinerstraße 25
96047 Bamberg
Telefon: +49 (0)951-863-1051
Fax: +49 (0)951-863-1054
E-Mail: auslandsamt[at]uni-bamberg.de
Homepage: www.uni-bamberg.de/auslandsamt/