Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften

Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft

Kolloquium Ulrike Draesner

Beziehungen: Familien – Geschlechter – Macht
im Werk Ulrike Draesners

Dienstag, 11. Juli, 20 Uhr:
An der Universität 7, Hörsaal 105
Mittwoch, 12. Juli, 9.00 Uhr – 18.45 Uhr:
Internationales Künstlerhaus Villa Concordia

Tagungsprogramm als pdf(58.8 KB)(zum Lesen wird der Adobe Reader benötigt)

Unter der Rubrik "Jetzt erschienen" finden Sie einen Hinweis zu Ulrike Draesners Veröffentlichung Zauber im Zoo. Vier Reden von Herkunft und Literatur.

 

Ulrike Draesner, geboren am 20. Januar 1962 in München, studierte Rechtswissenschaft, Anglistik, Germanistik und Philosophie in München und Oxford. 1992 wurde sie in Germanistischer Mediävistik promoviert und war von 1989 bis 1993 wissenschaftliche Assistentin an der LMU München. Seit 1994 lebt sie als freie Autorin, Übersetzerin und Literaturkritikerin in Berlin.

Sie publizierte in den vergangenen elf Jahren vier Gedicht- und zwei Erzählbände, drei Romane, Hörspiele, Übersetzungen, Essays und beteiligte sich an zahlreichen intermedialen Projekten. Im Jahr ihres schriftstellerischen Debüts erhielt sie den Förderpreis des Leonce-und-Lena-Preises, weitere Auszeichnungen folgten. 2006 wurde Ulrike Draesner der Droste-Preis verliehen – und die Poetikprofessur der Otto-Friedrich Universität Bamberg.

Weitere Informationen und Texte unter www.draesner.de

 

Zum Kolloquium

Die Gegenwartsautorin Ulrike Draesner spürt in ihren Gedichten und ihrer Prosa in rhythmischer Sprache dem modernen Subjekt, seinen Sozialisations- und Beziehungsproblemen nach. Ihre Figuren werden getrieben von den Tabus und Traumata der eigenen (Familien-)Geschichte, der Erfahrung des Körpers und der Macht der Geschlechterrollen. Die Oszillationen von Wahrnehmung und Erinnerung, von Geschichte und Gegenwart, von Körper und Geschlecht bilden die Signatur des Werks von Ulrike Draesner, das zugleich spielerisch zahlreiche andere Texte, Filme, Mythen und Kunstwerke aufgreift.

Die Tagung konzentriert sich auf diese zentralen Motive und verbindet sie mit aktuellen anthropologischen, kulturtheoretischen und gesellschaftlichen Fragestellungen.