Personalisiertes Selbstmanagement Unterstützungsprogramm (P-SUP)

Inhaltliche Skizze und Ziele

Im Projekt soll ein Programm zur Gesundheitsförderung entwickelt und evaluiert werden. Die Zielgruppe des Programms besteht aus zwei verschiedenen Personengruppen: 1) Personen, die an Typ-2 Diabetes leiden, und 2) Personen mit einem erhöhten Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Das Programm soll diesen Personen helfen, sich mehr zu bewegen und sich gesünder zu ernähren. Dazu sollen drei verschiedene Instrumentarien eingesetzt werden: 1) Gruppentreffen, die von Betroffenen geleitet werden, 2) telefonische Beratungen und 3) Zugang zu einer Internetplattform mit gesundheitsrelevanten Angeboten. Die Gruppentreffen und der Zugang zur Internetplattform sind für alle teilnehmenden Personen gedacht, die telefonische Beratung nur für Personen mit besonders nachteilhaftem Gesundheitsverhalten.

Methode/Forschungsdesign

Im ersten Projektjahr wird das Programm unter Nutzung einschlägiger empirischer Forschungsergebnisse weiter ausgearbeitet und die Internetplattform wird erstellt. In der darauffolgenden Projektzeit wird das Programm erprobt und evaluiert. Dies geschieht mit Personen, die bei AOK Rheinland-Hamburg oder der BARMER versichert sind, in einem Disease Management Programm für Diabetes Mellitus Typ 2 oder Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems eingeschrieben sind und ihren Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen haben. Diese Personen werden per Zufall in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe erhält das Programm sofort, die andere erst nach Ablauf von 9 Monaten. Um die Wirksamkeit des Programms beurteilen zu können, werden beide Gruppen nach Ablauf der 9 Monate miteinander verglichen. Insbesondere interessieren dabei die Einstellungen der Teilnehmenden zum Gesundheitsverhalten, das tatsächliche Gesundheitsverhalten, die gesundheitsbezogene Lebensqualität und die Inanspruchnahme medizinischer Dienstleistungen.

Anwendungsbezug, gesellschaftliche Relevanz und Nutzung der Ergebnisse

Wenn sich das Programm bewährt, wird es von den kooperierenden Krankenkassen in deren Disease Management Programme eingebaut. Dies könnte zu einer Verringerung der durch Diabetes Typ 2 oder durch Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems bedingten Komplikationen, zu einer Erhöhung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität und zu einer Verringerung der Inanspruchnahme medizinischer Dienstleistungen und damit zu einer Verringerung der Ausgaben der Krankenkassen führen.

Bamberger Kompetenzen

Die Universität Bamberg koordiniert die Evaluation und führt wesentliche Teile der Evaluation selber durch. Zudem arbeitet die Universität Bamberg an der Entwicklung des Programms mit.