Better Research Sabbatical für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in der Qualifikationsphase

Mit dem Better Research Sabbatical möchte die Universität Bamberg die wissenschaftliche Qualifikation von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern in der Postdoc-Phase fördern und dadurch deren Berufungschancen nachhaltig verbessern.

Vorgesehen ist die Möglichkeit der Reduktion der Lehrverpflichtung für die Dauer eines Semesters im Rahmen der Möglichkeiten gemäß § 7 (7) Satz 2 in Verbindung mit Satz 5 der LUFV. Der gewonnene Freiraum soll für die wissenschaftliche Weiterqualifizierung, insbesondere für die Erhöhung der Berufungschancen, genutzt werden, beispielsweise durch ein Forschungsprojekt oder die Fertigstellung eines größeren Drittmittelantrags oder auch mittels eines Forschungsaufenthalts an einer anderen Einrichtung z. B. zwecks (internationaler) Vernetzung.

Die angestrebte Fertigstellung von Qualifikationsschrift(en) kann nur in begründeten Ausnahmefällen als Grund für die Gewährung eines Better Research Sabbaticals gelten, z. B. wenn sich die Fertigstellung der Qualifikationsschrift(en) aufgrund von Aktivitäten verzögert hat, die der Erhöhung der Berufungschancen im Sinne dieser Förderlinie gedient haben.

Die Möglichkeit der Doppelförderung und einer wiederholten Förderung besteht nicht. In jeder Auswahlrunde können maximal 3 Better Research Sabbaticals vergeben werden.

In der Zielvereinbarung mit dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (2019-2022) wurde dieses Instrument speziell für Habilitandinnen zusätzlich mit einer Zuweisung von Sondermitteln verstärkt. Dadurch können im genannten Zeitraum bei Vorliegen geeigneter Bewerbungen zusätzliche Better Research Sabbaticals für Habilitandinnen, bevorzugt jene, die Kinder bis zum Alter von 12 Jahren erziehen oder enge Familienmitglieder betreuen, vergeben werden.

 

Reduktion des Lehrdeputats

Reduktion der Lehrverpflichtung für die Dauer eines Semesters im Rahmen der Möglichkeiten gemäß § 7 (7) Satz 2 in Verbindung mit Satz 5 der LUFV.

Finanzielle Förderung

Die Förderung pro ausgewählten Antrag beträgt 5.000 Euro. Diese Summe wird wie folgt verteilt

  • 3.000 Euro für die Professur/den Lehrstuhl (für Lehraufträge und wissenschaftliche Hilfskräfte)
  • 2.000 Euro Pauschale für die antragstellende Person (z. B. für forschungsbezogene Reisekosten, Literatur/Materialien, wissenschaftliche Hilfskräfte etc.)

Antragsberechtigt sind Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in der Qualifizierungsphase nach positiver Zwischenevaluation auf Stellen der Universität Bamberg (insbesondere Juniorprofessur, Akademische Ratsstelle a. Z., vergleichbare Stelle im Angestelltenverhältnis; je nach Verfügbarkeit der Mittel auch Akademische Oberratsstelle a. Z.).

Für das letzte Semester vor dem Ende des voraussichtlich letzten Arbeitsvertrages im wissenschaftlichen Bereich an der Universität Bamberg außerhalb von Drittmittelprojekten ist die Gewährung eines Better Research Sabbaticals ausgeschlossen.

Folgende Kriterien leiten prioritär die Auswahl:

  1. Qualität der Projektskizze, insbesondere in Bezug auf die zu erwartende Nachhaltigkeit der Weiterqualifizierung und Stärkung der Berufungschancen
  2. Wissenschaftliche Exzellenz (z. B. Qualität der Promotion, hochrangige Publikationen, Preise, Stipendien, Drittmittel)
  3. Besonderes Engagement und/oder besondere Belastung in der Lehre

Besonderes Augenmerk wird auf die internationale Vernetzung sowie die Förderung der Chancengleichheit gerichtet.

Die Anträge werden über das auf der Internetseite des Graduiertenzentrums Trimberg Research Academy (TRAc) bereitegstellte Bewerbungsformular eingereicht.

Sie werden in einem kompetitiven universitätsinternen Verfahren nach mehreren Auswahlkriterien begutachtet. Die Beratung und Bewertung der Anträge erfolgt durch die Ständige Kommission für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs (FNK) unter dem Vorsitz der Vizepräsidentin bzw. des Vizepräsidenten für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs.

Die Universitätsleitung entscheidet über den Vergabevorschlag der FNK.

  • Die Mittel müssen grundsätzlich jeweils innerhalb des Semesters, für das die Freistellung erfolgt, verausgabt werden.
  • Spätestens zwei Monate nach Ablauf des Semesters, in dem die Lehrverpflichtung reduziert ist, ist der Vizepräsidentin bzw. dem Vizepräsidenten für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs ein Abschlussbericht(1.2 MB, 2 Seiten) vorzulegen. 
  • Das Dekanat und die jeweilige Lehreinheit stellen sicher, dass die geförderte Person von den Aufgaben in Lehre und – bezogen auf Akad. Rätinnen bzw. Räte a. Z. – Verwaltung freigestellt wird und dass die dadurch entfallene Lehre im selben Semester aus den Mitteln der Förderung gewährleistet ist.

Bewerbungen können jeweils bis zum 1.4. (für das Wintersemester) bzw. 1.10 (für das Sommersemester) eingereicht werden. Die Anträge werden über das auf der Internetseite des Graduiertenzentrums Trimberg Research Academy (TRAc) bereitegstellte Bewerbungsformular eingereicht. Dabei sind folgende Unterlagen hochzuladen:

  1. Projektskizze im Umfang von max. 2 Seiten zu der geplanten wissenschaftlichen Weiterqualifizierung und der geplanten Mittelverwendung 
  2. Tabellarischer Lebenslauf inkl. Angaben zu Drittmitteleinwerbungen, Auszeichnungen/Preisen, Gremienarbeit und Lehrveranstaltungen (insgesamt max. 4 Seiten).
  3. Schriftenverzeichnis (ggf. nur ausgewählte Publikationen, max. 4 Seiten)
  4. Empfehlungsschreiben (max. 1 Seite, Bezug nehmend auf die Auswahlkriterien), der organisational vorgesetzten Person (z. B. der Lehrstuhlinhaberin oder des Lehrstuhlinhabers)
  5. Empfehlungsschreiben (max. 1 Seite, Bezug nehmend auf die Auswahlkriterien), der Sprecherin bzw. des Sprechers des Fachmentorats (im Falle der Habilitation) bzw. des Evaluationsausschusses (im Falle einer Juniorprofessur). Sollte diese Person identisch mit der organisational vorgesetzten Person sein, ist das zweite Empfehlungsschreiben von einem anderen Mitglied des Fachmentorats bzw. Evaluationsausschusses zu verfassen.
  6. Bericht der Zwischenevaluation
  7. Stellungnahme der Dekanin bzw. des Dekans, ob die Freistellung unterstützt wird. (Es wird empfohlen, sich rechtzeitig um dieses Dokument zu bemühen.)