Neuerscheinungen 2021

Literaturskandale in der Weimarer Republik / Martin Georg Kraus

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2021
(Bamberger Studien zu Literatur, Kultur und Medien  ; 34)
978-3-86309-791-2

Preis: 22,00 €

Mit dieser literaturwissenschaftlich beheimaten Arbeit wird ein Beitrag zur Erschließung der Literaturgeschichte als eine Geschichte literarischer Skandale geleistet.
Angesichts der nach wie vor festzustellenden Forschungslücken auf dem Gebiet der literaturwissenschaftlichen Skandalforschung muss sich für diesen Beitrag zunächst allgemein mit dem Phänomen (Literatur-)Skandal an sich beschäftigt werden. Entsprechend werden theoretische Grundlagen ausgelotet, begriffliche Klärungen vorgenommen und einige Ansätze skizziert, mit denen die angestrebten Erschließungen produktiver vorgenommen werden können. Dies erfolgt u. a. im Rückgriff auf skandalogische Forschungen in anderen Wissenschaften (wie etwa in Politik-, Sozial-, Kommunikations- und Religionswissenschaften) sowie durch Anwendung dieser Überlegungen auf das sogenannte literarische Feld.
Es zeigt sich, dass konkrete (Literatur-)Skandale ohne eine Beachtung ihrer Umstände kaum hinreichend zu verstehen sind. Folglich erscheint es zweckmäßig, eine weitergehende Untersuchung auf eine bestimmte Zeit einzugrenzen. Hier wird der Fokus auf Kontexte, Skandalösitäten und Skandale in der Literatur in der Weimarer Republik gerichtet. Angestrebt wird, dass durch diesen Fokus weitere, über die bloße Theorie hinausgehende Aufschlüsse über Literaturskandale gewonnen werden können. Außerdem mögen dadurch die bisherigen Erkenntnisse zu den Jahren 1918 bis 1933 ergänzt werden.
Beispielhaft vertieft werden die Ergebnisse zu Literaturskandal und zur Weimarer Republik durch Blicke auf zwei prominente Skandalfälle der besagten Zeit. Namentlich schauen wir auf die Skandale um erstens Arthur Schnitzlers Reigen als Theateraufführung in Berlin (1920/21) und um zweitens Erich Maria Remarques Roman Im Westen nichts Neues (1928/29) sowie dessen Verfilmung All quiet on the Western Front (1929/30).

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https://doi.org/10.20378/irb-49892

 

Schluss mit dem Klischee vom draufgängerischen Kriegsreporter : Arbeitsbedingungen deutschsprachiger Journalisten während der Kriege im ehemaligen Jugoslawien / Marie-Kristin Kalich

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2021
(Bamberger Beiträge zur Kommunikationswissenschaft  ; 13)
978-3-86309-801-8

Preis: 18,00 €

In der vorliegenden Arbeit werden journalistische Arbeitsbedingungen während der Kriege im auseinanderbrechenden Jugoslawien untersucht. Anhand von Experteninterviews mit deutschsprachigen Journalistinnen und Journalisten, die in den 1990er Jahren in den Kriegsgebieten tätig waren, wird rückblickend analysiert, wie sie den vielfältigen Herausforderungen begegneten.
Wie waren die Arbeitsbedingungen während der Kriege? Welche Konsequenzen wurden daraus gezogen? Inwiefern haben die dramatischen Erfahrungen die weitere Arbeit geprägt?
Darüber hinaus erfolgt eine Charakterisierung und Typisierung der Berichterstattenden auf dem Balkan. Mythen und Klischees, die sich um den Beruf reihen, werden auf den Prüfstand gestellt.
Im Weiteren wird der Umgang mit der Komplexität vor Ort und der journalistischen Norm der Objektivität in der Berichterstattung untersucht. Die zeitliche Distanz ermöglicht es, die einstigen Erlebnisse zu reflektieren. Um diese Einsichten zu gewinnen, wurden zehn Journalistinnen und Journalisten aus Presse und Rundfunk interviewt.

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https://doi.org/10.20378/irb-50062

 

Approaches to Arabic Popular Culture / Peter Konerding, Felix Wiedemann, Lale Behzadi (eds.)

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2021
(Bamberger Orientstudien  ; 14)
978-3-86309-766-0

Preis: 26,70 €

Over recent years, Arabic popular culture has become a focal point of West Asian and North African studies. Most of the new research dealing with it concentrates on the ‘popular’ as opposed to an intellectual ‘high’ culture far from the harsh and hierarchically organized reality many Arabic-speaking societies face today. Popular cultural practices are thus seen as a rejection of the elite and a stance against those who have ‘something to loose’ within paralyzed and conservative communities. Albeit not denying the subversive political potential associated with these practices, this volume intends to take a more nuanced and broader perspective. Arabic popular culture might engage with emancipatory claims, but it might as easily follow the capitalist rulebook of global marketing. It might fight against oppressive authorities, yet it can equally become their symbol.
Approaches to Arabic Popular Culture therefore closely looks at the aesthetic implications of a topic ranging from Lebanese hip hop over Algerian pop novels to jihadi chants in the ‘Islamic State’ as well as from Egyptian mahraganāt music over sarcastic stories about hash dens and time travel in downtown Cairo to Saudi-Arabian YouTube-influencers. Thus, the theoretical scope widens and the reader is taken on a delightful journey to the unsettling pleasures of contemporary Arabic art and culture.

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https://doi.org/10.20378/irb-49890

 

Der Einfluss des wahrgenommenen Alterns auf die Akzeptanz von Smart-Home-Technologien: Wirkung der Future Time Perspective auf das Technology Acceptance Model / Falk Andreas Eichner

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2021
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg  ; 39)
978-3-86309-797-4

Preis: 32,00 €

Die bis dato eher verhaltene Nachfrage nach Smart-Home-Systemen gibt Anlass zu der Frage nach den maßgeblichen Adoptionsbarrieren. In Anbetracht des potentiellen Nutzens dieser Technologien für das Leben der Bewohner – besonders auch im fortschreitenden Alter – besteht darüber hinaus Forschungsbedarf, ob und in welcher Art sich das Alter(n) auf die Technologieakzeptanz auswirkt. Insbesondere sind auf subjektiver Wahrnehmung basierende Alterskonstrukte bisher kaum im Zusammenhang mit der Technologieadoption untersucht worden.
Die Arbeit befasst sich mit den Determinanten der Akzeptanz von Smart-Home-Anwendungen seitens potentieller Übernehmer anhand populärer Theorien und Modelle zum individuellen Adoptionsverhalten und mit Blick auf die Einflusswirkung des chronologischen Alters bzw. des subjektiv empfundenen Alterns. Das gewählte Untersuchungsmodell basiert auf dem in der wissenschaftlichen Forschung weit verbreiteten und empirisch bewährten Technology Acceptance Model (Davis, Bagozzi & Warshaw, 1989). Zusätzlich werden alternativ externe Variablen in Form des chronologischen Alters bzw. der Future Time Perspective (Carstensen & Lang, 1996) einbezogen, um insbesondere die Wirkung auf den wahrgenommenen Nutzwert und die empfundene Einfachheit der Nutzung von Hausautomatisierung zu untersuchen. Betrachtetet werden zudem Mediator- und Moderatoreffekte hinsichtlich der nachgelagerten Einstellungsbildung und Übernahmeintention.
Die Ergebnisse stützen die Hypothese, dass die subjektive Future Time Perspective (mit Blick auf die im Leben verbleibenden Möglichkeiten) einen größeren Erklärungsbeitrag zur individuellen Adoption von Smart Home-Systemen leisten kann als das chronologische Alter.

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https://doi.org/10.20378/irb-49946

 

„Heute keine Sitzung wegen zu teuren Bieres!“: Die Analyse des Bamberger Bierkriegs von 1907 als Thema der Öffentlichkeit /  Matthias Kast

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2021
(Bamberger Beiträge zur Kommunikationswissenschaft  ; 14)
978-3-86309-805-6

Preis: 19,00 €

Oktober 1907: In Bamberg herrscht ein unerbittliches Ringen um die Vorherrschaft über den Preis für das populäre Gesellschaftsgetränk Bier. Die Hersteller wollen den Gerstensaft stadtweit um zwei Pfennige pro Liter erhöhen, das trinkfreudige Publikum sieht das anders und rebelliert. Den anschließenden „Bierkrieg“ tragen verschiedenste Konfliktparteien aus – Brauer und Biertrinker, Wirte und Zeitungen. Und dennoch bleibt er ein Krieg ohne Schwertstrich und Blutvergießen. Vielmehr setzt die Antibierpreisbewegung auf Boykott und Protest und erreicht nach nur sieben Tagen eine Abkehr von der Verteuerung.
Der im vorliegenden Buch behandelte „Bamberger Bierkrieg“ versinnbildlicht, wie sich öffentliche Prozesse zu Anfang des 20. Jahrhunderts in einer deutschen Kleinstadt abspielten, welche Personen auf welchen Öffentlichkeitsebenen agierten, wie sich Proteste zu einer Bewegung formten und nicht zuletzt, welch hohen Stellenwert die Presse als einziges periodisches Massenmedium innerhalb der öffentlichen Kommunikation anno 1907 besaß.

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https://doi.org/10.20378/irb-50163

 

Mobility in a Globalised World 2020 / Eric Sucky, Niels Biethahn, Jan Werner (Hg.)

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2021
(Logistik und Supply Chain Management  ; 25)
978-3-86309-793-6

Preis: 23,00 €

The term mobility has different meanings in the following science disciplines. In economics, mobility is the ability of an individual or a group to improve their economic status in relation to income and wealth within their lifetime or between generations. In information systems and computer science, mobility is used for the concept of mobile computing, in which a computer is transported by a person during normal use. Logistics creates by the design of logistics networks the infrastructure for the mobility of people and goods. Electric mobility is one of today’s solutions from an engineering perspective to reduce the need of energy resources and environmental impact. Moreover, for urban planning, mobility is the crunch question about how to optimize the different needs for mobility and how to link different transportation systems. In this publication we collected the ideas of practitioners, researchers, and government officials regarding the different modes of mobility in a globalised world, focusing on both domestic and international issues.

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https://doi.org/10.20378/irb-50026

 

Unterwegs ins Mittelalter : Zeitreisen in der deutschsprachigen Jugendliteratur des 21. Jahrhunderts / Sarah Böhlau

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2021
(Bamberger interdisziplinäre Mittelalterstudien  ; 16)
978-3-86309-776-9

Preis: 23,00 €

Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit der Darstellung des Mittelalters in sechs deutschsprachigen Jugendromanen der Gegenwartsliteratur, in denen die fremde Epoche innerhalb der Erzählwelt im Rahmen einer Zeitreise erschlossen wird.
Die im Phänomen der Zeitreise manifestierte Verräumlichung der Zeit und die in der Jugendliteratur oft erhöhte Bedeutung liminaler Räume greifen ineinander: Der historische Raum wird zum Schwellenraum, der den Jugendlichen Entwicklung und Identitätssuche ermöglicht.
Auch Kultur und Gesellschaft sind in der Adoleszenz Konzepte von zentraler Bedeutung, da die Auseinandersetzung mit der Erwachsenenwelt die Entwicklung von Individualität und Geschlechtsbildern nach sich zieht. Die phantastische Metapher einer Reise durch die Zeit, in der sich Zeit und Raum verknüpfen und damit einen neuen Kulturraum zur Entwicklung bieten, eröffnet so eine Vielzahl von erzählerischen Möglichkeiten für die in der Jugendliteratur zentralen Themen von Weiterentwicklung und Selbstfindung.

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https://doi.org/10.20378/irb-50028

 

Mother Earth, Mother Africa and Biblical Studies : Interpretations in the Context of Climate Change / edited by Sidney K. Berman, Paul L. Leshota, Ericka S. Dunbar, Musa W. Dube, Malebogo Kgalemang

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2021
(Bible in Africa Studies; 29)
978-3-86309-787-5

Preis: 20,00 €

Climate change and its global impact on all people, especially the marginalized communities, is widely recognized as the biggest crisis of our time. It is a context that invites all subjects and disciplines to bring their resources in diagnosing the problem and seeking the healing of the Earth. The African continent, especially its women, constitute the subalterns of global climate crisis. Can they speak? If they speak, can they be heard? Both the Earth and the Africa have been identified with the adjective “Mother.” This gender identity tells tales in patriarchal and imperial worlds that use the female gender to signal legitimation of oppression and exploitation. In this volume, African women theologians and their female-identifying colleagues, struggle with reading and interpreting religious texts in the context of environmental crisis that are threatening life on Earth. The chapters interrogate how biblical texts and African cultural resources imagine the Earth and our relationship with the Earth: Do these texts offer readers windows of hope for re-imagining liberating relationship with the Earth? How do they intersect with gender, race, empire, ethnicity, sexuality among others? Beginning with Genesis, journeying through Exodus, Ruth, Ecclesiastes and the Gospel of John, the authors seek to read in solidarity with the Earth, for the healing of the whole Earth community.

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https://doi.org/10.20378/irb-49839

 

Letras na América Portuguesa : Autores – Textos – Leitores / Enrique Rodrigues-Moura (org.)

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2021
(Romanische Literaturen und Kulturen  ; 12)
978-3-86309-803-2

Preis: 22,00 €

Os textos produzidos na denominada América Portuguesa (1500-1822) abrangem os mais variados campos das letras ocidentais – lírica, épica, dramaturgia, historiografia, epistolografia, parenética, lexicografia, etc. – e seguem um modelo retórico-poético e teológico-político comum, próprio das Letras do Ancien Régime. Manuscritos e impressos escritos em várias línguas (português, principalmente, mas também em latim, castelhano, francês, italiano, tupi-guarani, língua geral, etc.), por um número de autores considerável (Pero Vaz de Caminha, José de Anchieta, Antônio Vieira, Francisco Manuel de Melo, Gregório de Matos, Manoel Botelho de Oliveira, Sebastião da Rocha Pita, Basílio da Gama, Antônio da Costa Peixoto, Francisco Alves de Sousa, etc.), corriam com avidez entre os leitores. São justamente esses textos, esses autores e esses leitores os que conformam o sistema cultural das Letras na América Portuguesa.

A historiografia brasileira, portuguesa e inclusive internacional tem se debruçado há já vários decênios no estudo dos Estados do Brasil e do Maranhão e Grão-Pará, tanto de um ponto de vista micro-histórico como macro-histórico, salientando-se nos últimos tempos a sua relação com o resto do mundo, no âmbito próprio da global history. Nos últimos decênios, ao mesmo tempo, a literatura vem perdendo, paulatinamente, o seu poder de conhecimento legitimador das elites culturais de uma nação. Esse esquecido «Parnaso Brasileiro» mantinha, no entanto, um fluido diálogo cultural com Lisboa assim como com outras cidades europeias, diálogo esse que os processos de formação das literaturas exclusivamente nacionais, brasileira e/ou portuguesa, vieram apagar ou até mesmo ignorar.

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https://doi.org/10.20378/irb-50063

 

Interpretationskonzepte von Deutschlehrkräften und ihren Schüler*innen : Eine explorative Studie / Daniela Matz

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2021
(Bamberger Studien zu Literatur, Kultur und Medien  ; 33)
978-3-86309-789-9

Preis: 36,00 €

Die Dissertation untersucht Konzepte der Literaturinterpretation bei Deutschlehrkräften und ihren Schüler*innen. Theoretischer Ausgangspunkt sind Ansätze zur Beschreibung sowohl von Interpretationsprozessen als auch von interpretatorischem Handeln. Forschungsgrundlage bildet eine Datentriangulation (Lehrmittel, Interviews, Interpretationsaufsätze und ihre Bewertung durch Lehrkräfte). Die erhobenen Daten wurden inhaltsanalytisch ausgewertet. Die dabei entwickelten Kategorien bildeten die Grundlage für individual- und gruppenspezifische Fallanalysen. Eines der wichtigsten Ergebnisse der Forschungsarbeit ist, dass Lehrkräfte und ihre Schüler*innen Interpret*innengemeinschaften ausbilden, die durch die in ihnen jeweils geltenden – zum Teil sehr verschiedenen – Regeln beschrieben werden können. Lehrkräfte erreichen damit eine hohe Wirksamkeit in ihrer Praxis. Festgestellt werden kann weiterhin, dass die erforschten Konzepte mehrheitlich reduktiv sind und zentrale Komponenten der literarischen Rezeptionskompetenz nicht einbeziehen. Auch das interpretierende Handeln wird nur ansatzweise konzeptionalisiert.

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https://doi.org/10.20378/irb-49947

 

Kleine Funde, große Geschichten : Archäologische Funde aus dem Bamberger Dom ; Begleitheft zur Ausstellung im Historischen Museum Bamberg  / Nelo Lohwasser, Rainer Schreg (Hg.)

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2021
(AMANZ notizhefte; 1)
978-3-86309-799-8

Preis: 14,50 €

Der Bamberger Dom, das bedeutendste Bauwerk der Stadt, besteht seit gut 1000 Jahren. Prof. Dr. Walter Sage, nachmalig erster Inhaber des Lehrstuhls für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit (AMANZ) an der Universität Bamberg, führte dort von 1969-72 großangelegte Ausgrabungen durch. Er ließ nahezu das gesamte Hauptschiff öffnen, dazu große Bereiche der Seitenschiffe. Man traf Fundamente aller Bauphasen an, dazu viele Bestattungen und eine große Zahl von Kleinfunden. Diese Funde stammen zum Teil von der Innenausstattung des ersten Doms, dessen grundsätzliche Boden- und Wandgestaltung somit gut rekonstruierbar ist.
Die wissenschaftliche Aufarbeitung der Funde – 50 Jahre nach ihrer Bergung – war Anlass und Inhalt einer Sonderausstellung im Historischen Museum, bewerkstelligt vom Lehrstuhl AMANZ in Zusammenarbeit mit dem Historischen Verein und dem Historischen Museum Bamberg, den Eigentümern der Funde und unterstützt vom Erzbistum Bamberg. Mit dieser Ausstellung und dem Begleitheft, beides hauptsächlich von Studierenden erarbeitet, feiert der Lehrstuhl AMANZ zudem sein 40-jähriges Bestehen.

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https://doi.org/10.20378/irb-50035

 

Zeichenlandschaften : Religiöse Semiotisierungen im interdisziplinären Diskurs / Herausgegeben von Jürgen Bründl, Thomas Laubach und Konstantin Lindner

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2021
(Bamberger Theologische Studien  ; 41)
978-3-86309-795-0

Preis: 29,00 €

Ob »spatial« oder »topographical turn« – »Raum« erfreut sich in den Geistes- und Kulturwissenschaften gegenwärtig hoher Aufmerksamkeit. Er wird als »Semiosphäre« der Einschreibung wahrgenommen – auch und gerade in Bezug auf religiöse Bedeutungen. Die Beiträge im Sammelband widmen sich aus theologischer und philosophischer Perspektive, aber auch in interdisziplinärer Hinsicht Raumkonstellationen religiöser Semiosen – unter anderem der theologisch produktiven topologischen Repräsentation des Unräumlichen.
Indem die Beiträge exegetische, systematische und praktische Disziplinen christlicher und jüdischer Theologie mit der Archäologie, der Philosophie und der Soziologie ins Gespräch bringen, setzen sie die Reflexion des Raumes in mehrfache Richtung in Bewegung: Sie legen »Zugänge« zu Glaubens- und Lebensräumen offen oder verfolgen »Grenzgänge«, auf denen Theologinnen und Theologen die Unsagbarkeit Gottes bzw. des Göttlichen erkunden. Und sie zeichnen die »Ausgänge« der spezifischen Urbanität jüdischer und christlicher Eschatologie nach. Ortsbeschreibungen historischer und mythischer Räume, sowie »Personalisierungen« einzelner Herrschaftsfiguren und ihrer raumprägenden Machtansprüche runden das Panorama des Bandes ab. So entsteht ein repräsentativer Einblick in die ganz verschiedenen Weisen, wie Theologien sowie Geistes- und Kulturwissenschaften die Zeichenlandschaften des Raumes lesbar machen.

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https://doi.org/10.20378/irb-50039

 

Der satirische Agon : Das erste Satirenbuch des Horaz als agonale Mischgattung und als Dispositiv der Macht / Florian Langbein

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2021
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg  ; 35)
978-3-86309-785-1

Preis: 21,00 €

Das erste Satirenbuch des Horaz ist nach einhelliger Forschungsmeinung eine Mischung verschiedener literarischer Gattungen. In dieser Dissertation werden erstmals die Wortgefechte im Satirenbuch untersucht und die Einflüsse anderer agonaler Gattungen (Epos, Tragödie, Komödie) festgestellt. Weiterhin wird das Satirenbuch als politisch erwiesen nach Foucaults Dispositiv der Macht.

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https://doi.org/10.20378/irb-49749

 

Vielfalt vor Ort : Die Entwicklung des privaten Rundfunks in Bayern / herausgegeben von Markus Behmer und Vera Katzenberger unter Mitwirkung von Julia Gürster

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2021
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg  ; 34)
978-3-86309-782-0

Preis: 34,00 €

In der bayerischen Verfassung steht seit 1973, dass Rundfunk allein in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft betrieben wird. Seit Mitte der 1980er Jahre hat sich aber gerade im Freistaat die vielfältigste privatwirtschaftliche Radio- und Fernsehlandschaft entwickelt. In jeder größeren Stadt, in allen Regierungsbezirken gibt es lokale Sender.
Auf 600 Seiten bietet der Band einen Überblick, wie sich diese Medienszene unter dem Dach der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) entwickelt hat – von der Vorgeschichte bis in die Gegenwart.
In sechs Kapiteln und mehr als 30 Aufsätzen werden Einblicke vermittelt in die Anbieterstruktur sowie die rechtlichen, technischen und ökonomischen Grundlagen, in die Programmangebote und deren Nutzung, wie auch beispielsweise in Ansätze, die Medienkompetenz zu fördern und die Qualität dessen, was da tagaus und tagein, landauf und landab gesendet wird, vergleichend zu messen.
Detailstudien bieten darüber hinaus aktuelle Befunde etwa zu Ansätzen crossmedialen Arbeitens und zur Entwicklung von Redaktionsstrukturen sowie zur Stellung von Frauen in den Redaktionen, zu Hochschulradioangeboten, zur inhaltlichen Ausgestaltung von Regionalnachrichten, zur wachsenden Bedeutung auch von Podcasts, zu Musikformaten und Moderationsformen im Wandel der Jahrzehnte und zu vielem anderen mehr.
Die Vielfalt vor Ort des privaten Rundfunks in Bayern wird damit umfassend abgebildet.

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https://doi.org/10.20378/irb-49753

 

Geschichte von Helden : Beiträge aus dem W-Seminar am E.T.A. Hoffmann Gymnasium / herausgegeben von Valentina Ringelmann und Detlef Goller

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2021
(MimaSch – Mittelalter macht Schule  ; 5)
978-3-86309-780-6

Preis: 19,00 €

Im vorliegenden fünften Band der Reihe MimaSch werden Entstehung, Realisierung und Ergebnisse einer immer wieder geforderten Zusammenarbeit zwischen Schule und Universität dokumentiert. Im Zuge der themen- und kompetenzorientierten Vermittlung Mittelhochdeutscher Sprache und Literatur des Lehrstuhls für Deutsche Philologie des Mittelalters wurde zusammen mit dem E.T.A-Hoffmann-Gymnasium Bamberg in der gymnasialen Oberstufe ein wissenschaftspropädeutisches Seminar zum Heldenbegriff durchgeführt, an dessen Ende erste wissenschaftliche Arbeiten verfasst und präsentiert wurden. In einer Einführung wird u.a. das mittelhochdeutsche Nibelungenlied als Ausgangstext für eine schulische Auseinandersetzung mit dem Heldenbegriff diskutiert. Darüber hinaus wird aus der Sicht der betreuenden Lehrkraft der Mehrwert einer Kooperation zwischen Schule und Universität gerade im Hinblick der aktuellen Kompetenzorientierung dargelegt. Abschließend werden die Qualifikationsarbeiten der Schüler:innen gesammelt, die eindrucksvoll die Lernprozesse und erzielten Lernerfolge verdeutlichen.

Zugriff auf den Volltext:
https://doi.org/10.20378/irb-49309

 

Verzauberung der Welt? Religiöse Symbolsysteme in Geschichte und Gegenwart / Herausgegeben von Thomas Laubach und Christina Potschka

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2021
(Bamberger Theologische Studien  ; 40)
978-3-86309-778-3

Preis: 18,50 €

Religion verschwindet im Nebel des Pluralen, verdunstet in der Hitze des Säkularen. So lautet eine gängige These, die an die moderne ‚Meistererzählung‘ von der Entzauberung der Welt und vom Untergang des Religiösen anknüpft. Doch dem postulierten Megatrend vom Verschwinden der Religion steht ihre Rückkehr in vielen Bereichen gesellschaftlichen Lebens entgegen. Die vermeintliche Säkularisierung sieht sich einer Resakralisierung gegenüber. Religion besitzt offenkundig jenseits ihrer vermeintlichen Entzauberung einen produktiven ‚Glutkern‘. Zu denken ist dabei an die Dimension der Transzendenz, die Genese und Durchsetzung von religiös geprägten Werten, die Bedeutung religiöser Symbolsysteme in scheinbar säkularisierten Gesellschaften oder auch Vorstellungen der Heiligkeit von Menschen, Göttern, Lebewesen und Dingen.
Die Beiträge von Klaus Bieberstein, Ernst Peter Fischer, Hans Joas, Thomas Laubach, Angelika Neuwirth, Peter B. Steiner und Reinhard Zintl reflektieren diese spannungsvolle Lage und bieten Ansatzpunkte für einen neuen Dialog zwischen Säkularisierung und Sakralisierung.

Zugriff auf den Volltext:
https://doi.org/10.20378/irb-49704

 

Analyse des Geschäftsmodells : Verkehrsinfrastrukturgenossenschaft aus Sicht der Stakeholder / Melanie Beck

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2021
(Logistik und Supply Chain Management  ; 24)
978-3-86309-772-1

Preis: 30,00 €

In Deutschland werden zahlreiche Infrastrukturprojekte durch eine Zusammenarbeit der öffentlichen Hand mit einem privaten Unternehmen umgesetzt. Dies geschieht im Rahmen einer Öffentlich-Privaten-Partnerschaft kurz ÖPP bzw. PPP (Public Private Partnership).
Auch im Bereich der Verkehrsinfrastruktur erfolgt die Umsetzung vieler Projekte als ÖPP. Privatunternehmen übernehmen den Ausbau, ggfs. Neubau, Erhalt und Betrieb eines vertraglich festgelegten Autobahnabschnittes, mit zumeist einer Vertragslaufzeit von 25-30 Jahren. Erfüllt das Unternehmen die zuvor definierten Leistungen, erhält es von der öffentlichen Hand ein Entgelt. Laut aktuellen Planungen des Bundes sollen ca. 1.280 km des deutschen Autobahnnetzes durch ÖPP-Projekte erneuert werden. Jedoch existiert eine kontroverse Diskussion dieser Projekte sowohl in der Theorie als auch in der Praxis. Zum einen sind, laut Bundesrechnungshof, solche Projekte teurer als eine konventionelle Umsetzung und zum anderen profitieren, gemäß Untersuchung der TU Braunschweig, hiervon besonders große Baukonzerne. Die mittelständischen, regionalen Bauunternehmer haben kaum Möglichkeiten sich bei ÖPP zu beteiligen.

Ziel des Forschungsvorhabens war die Analyse einer Verkehrsinfrastrukturgenossenschaft, welche eine Alternative zu den bisherigen ÖPP-Projekten darstellt. Die Grundidee dieser Genossenschaft ist es, sowohl den Baumittelstand zu berücksichtigen, als auch eine regionale Wertschöpfung herbei zu führen.

Zugriff auf den Volltext:
https://doi.org/10.20378/irb-49150

 

“The wounded Beast?” : Single Women, Tradition, and the Bible in Zimbabwe / Kudzai Biri. With a foreword by Joachim Kügler

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2021
(Bible in Africa Studies  ; 28) (Exploring Religion in Africa ; 6)
978-3-86309-770-7

Preis: 19,00 €

BiAS 28/ ERA 6 captures the experiences of single women in Zimbabwe. It brings out the indigenous cultural socialisations that negatively impact on them. The vibrancy of Pentecostalism did not save them from stigma and negative perceptions but rather fuels their challenges and misery. The over-glorification of marriage over and above singlehood and in extreme cases denunciation of singlehood, has implications for single women, especially for those who have divorced. The attitudes and perceptions towards single women in the families, society and Church are largely adversarial and do not attach dignity and value, in a nation where marriage and motherhood remain important and cherished statuses. Therefore, the author adopts a multi-dimensional approach in analysing and critiquing the pitfalls of Shona indigenous cultures, limitations of Pentecostal gender ideology and proffers avenues that can create safe spaces for single women.

Zugriff auf den Volltext:
https://doi.org/10.20378/irb-48992

 

Die Steinmetzzeichen des Ulmer Münsters : Erfassung und Auswertung 1966 - 2020 / Reinhard Wortmann. Herausgegeben von Claudia Eckstein

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2021
(Forschungen des Instituts für Archäologische Wissenschaften, Denkmalwissenschaften und Kunstgeschichte  ; 11)
978-3-86309-768-4

Preis: 27,00 €

Die „steinernen Signaturen“ der mittelalterlichen Steinmetzen besitzen bis heute einen ganz besonderen Reiz und bergen als persönliche Marke des einzelnen am Bau beteiligten Individuums wertvolle Informationen für die Baugeschichte. An zahlreichen historischen Objekten wurde ihr Wert für die Rekonstruktion von Bauabläufen und bauhistorischen Zusammenhängen bereits erwiesen. Um die Steinmetzzeichen für bauforscherische Fragestellungen nutzbar zu machen, bedarf es im Vorfeld allerdings ihrer systematischen Erfassung und Auswertung.
Als 1966 die Sanierungsarbeiten im Innenraum des Ulmer Münsters begannen und verschiedene Bauteile mit einer Gerüststellung versehen wurden, nutzte Reinhard Wortmann, promovierter Kunsthistoriker und langjähriger Mitarbeiter des Landesamtes für Denkmalpflege Baden-Württemberg, die einmalige Gelegenheit, die Steinmetzzeichen der eingerüsteten Bauteile über Jahrzehnte hinweg zu dokumentieren und in steingenauen Plänen zu verzeichnen. Nach über 50 Jahren zeugen 92 Pläne, etwa 900 verschiedene erfasste Zeichen und deren Auswertung in vier umfangreichen Tabellen von der beeindruckenden und langwierigen Arbeit, der Reinhard Wortmann neben seiner damaligen beruflichen Tätigkeit bis zuletzt mit großer Genauigkeit und Leidenschaft nachging. Dieses Buch ist Zeugnis seiner strukturierten Dokumentationsarbeit an auf lange Zeit nicht mehr zugänglichen Bauteilen des Ulmer Münsters und kann damit bauhistorischen und kunsthistorischen Forschungen als bedeutende Quelle dienen.

Zugriff auf den Volltext:
https://doi.org/10.20378/irb-49184