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University of Bamberg Press

Bamberger Orientstudien

Profil der Reihe

hrsg. von Lale Behzadi, Patrick Franke, Geoffrey Haig, Christoph Herzog, Birgitt Hoffmann, Lorenz Korn und Susanne Talabardon

Schriftenreihe auf dem OPUS-Hochschulschriftenserver

Bisher erschienene Bände

Narratives of the History of the Ottoman-Kurdish Bedirhani Family in Imperial and Post-Imperial Contexts : Continuities and Changes / Barbara Henning

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2018
(Bamberger Orientstudien ; 13)
978-3-86309-551-2

Preis: 25,50 €

This volume traces the history of the Ottoman-Kurdish Bedirhani family in Ottoman imperial and post-imperial times. Following various members of the extended Bedirhani family over the late 19th and early 20th centuries, it takes the family’s history as a starting point to inquire about dynamics of post-imperial identity formation before and after the collapse of the Ottoman Empire – a decisive moment in the formation of the current geopolitical structure of the Middle East, marked by the emergence of nationalisms and nationalist identities.

Strategies family members used to negotiate the shift from empire to post-imperial contexts are being analyzed, along with the stories they told about themselves and their family’s history and the network structures they operated in. At the core of the argument lies the observation that with the end of the Ottoman Empire, imperial structures of solidarity and frameworks of identification did not vanish overnight, to be replaced by nationalist identities and loyalties. Instead, the history of the Bedirhani family shows post- imperial identity formation as a long-term process and complex, multi-layered phenomenon.

Hans-Löwel-Preis 2018

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/50996

 

 

Press and Mass Communication in the Middle East : Festschrift for Martin Strohmeier / Börte Sagaster, Theoharis Stavrides and Birgitt Hoffmann (eds.)

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2017
(Bamberger Orientstudien ; 12)
978-3-86309-527-7

Preis: 23,00 €

This book is a Festschrift for Professor Martin Strohmeier. It consists of various articles in German and English language on press and mass communication in the Eastern mediterranean region.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/50016

Selbstentwürfe in der Fremde : Der iranische Schriftsteller Bozorg Alavi im deutschen Exil / von Roja Dehdarian

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2018
(Bamberger Orientstudien ; 11)
978-3-86309-493-5

Preis: 23,50 €

Gegenstand der Dissertation ist die Untersuchung von Leben und Exilerfahrung des prominenten iranischen Schriftstellers und Intellektuellen Bozorg Alavi. Er hat den Großteil seines Lebens im Exil in Deutschland verbracht, und zwar bis zur Wiedervereinigung in der DDR, wo er an der Humboldt-Universität als Iranist forschte und lehrte. Auch im Exil hat er nicht aufgehört, das Geistesleben und die Literatur in seiner Heimat entscheidend mitzuprägen. Die historische und kulturwissenschaftliche Erforschung des Exils iranischer Intellektueller, Literaten und Künstler, die im Laufe des 20. Jahrhunderts als politisch oder religiös Verfolgte in Deutschland Zuflucht fanden, stellt ein Desiderat dar. Desgleichen ist auch zu Bozorg Alavi, dessen Lebensweg in exemplarischer Form die historischen Entwicklungen in seiner Heimat Iran mit ihren soziokulturellen und politischen Veränderungen reflektiert, bisher kaum geforscht worden. Im Rahmen des Dissertation wurden zwei Ziele erreicht: Zum einen ist es gelungen, den Lebensweg Bozorg Alavis auf zum gegenwärtigen Zeitpunkt breitest möglicher Quellengrundlage darzustellen und zu deuten. Zum anderen konnten auf der Grundlage bisher unbearbeiteter autobiographischer Zeugnisse des Autors, in Verbindung mit ausgewählten literarischen Quellen, Alavis Identitätsentwürfe während seiner Exilzeit herausgearbeitet werden. Im Kontext der politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen sowohl in seiner Heimat Iran, als auch in Deutschland, wurden seine autobiographischen Zeugnisse als der Ort identifiziert, an dem er über sich selbst und die Ereignisse, die auf ihn einwirkten, retrospektiv reflektierte. Vor diesem Hintergrund war es möglich, die Konflikte und Entwicklungen aufzuzeigen, denen Alavi während seiner Exilzeit ausgesetzt war. Es ließen sich entscheidende Veränderungen beobachten, sowohl was Alavis öffentliche, berufliche und politische Rollen, aber auch seine Sicht auf die Welt und seine Wertvorstellungen angeht. Gleichzeitig konnten aber auch Merkmale von Kontinuität und Kongruenz wahrgenommen werden. Alavi ist es trotz aller Veränderungen gelungen, immer wieder seiner ‚Berufung’, dem Schreiben, zu folgen. Die Ergebnisse aus diesem Projekt sind als personenbezogener Beitrag zur Exilforschung in Bezug auf iranische Literaten und Intellektuelle in Deutschland zu betrachten.

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Regesten der zweisprachigen georgisch-persischen Urkunden der Safavidenzeit / Nana Kharebava

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2017
(Bamberger Orientstudien ; 10)
978-3-86309-477-5

Preis: 31,00 €

Die Arbeit befasst sich mit quellenkundlichen Fragen zur gemeinsamen Geschichte Georgiens und des safavidischen Irans in der frühen Neuzeit und stellt die Dynamik der fiskalen Differenzen dieser Machtzentren in den Vordergrund der Betrachtung. Die philologische Grundlage der Untersuchung bilden 204 bilinguale, georgisch-persische Urkunden, die ins Deutsche übertragen und als Schwerpunkt dieser Arbeit in den Regesten erfasst worden sind. Bei den Promulgierenden handelt es sich mehrheitlich um die Könige bzw. Thronanwärter der ostgeorgischen Königreiche Kartli und Kacheti. Als Vasallen des Safavidenreiches nahmen diese Herrscher den Islam an und bekleideten die höchsten militärischen sowie administrativen Ämter des suzeränen Staates, gleichwohl repräsentierten sie sich vor ihren georgischen Untertanen weiterhin als christliche Herrscher und strebten nach politischer Unabhängigkeit. In der Untersuchung werden die geschichtlichen Hintergründe, die zur Entstehung der zweisprachigen, persisch-georgischen Urkunden beitrugen, umrissen. Im analytischen Teil wird es aufgezeigt, wie die bilingualen Urkunden die Komplexität der bestehenden Machtkorrelation widerspiegeln, was in besonderem Maße anhand der Erfassung der fiskalen Sachverhalte in Termini technici verdeutlicht wird. Die Analyse der formalen, inhaltlichen sowie diplomatischen Aspekte und Besonderheiten dieser Dokumente führt zu Erkenntnissen über die Frage, wie ein und dasselbe Dokument in seiner diplomatischen Gestaltung zwei von Grund auf unterschiedlichen politisch-ökonomischen Systemen entsprechen konnte: Dem georgischen Feudalwesen und den iranischen lehensähnlichen Übertragungen.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/26740

 

 

The Dowry of the State? : The Politics of Abandoned Property and the Population Exchange in Turkey, 1921-1945 / Ellinor Morack

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2017
(Bamberger Orientstudien ; 9)
978-3-86309-463-8

Preis: 20,00 €

When the Greeks and surviving Armenians of present-day Turkey were forced to leave their homeland in 1922, the movable and immovable property they had to leave behind became known as „abandoned property“(emval-i metruke). In theory, this legal term implied that the absent owners continued to enjoy their property rights and were represented by the state. In practice, however, their houses, fields and belongings were stolen. They were used for the immediate housing needs of the remaining population, distributed among the rich and powerful and sold in public auctions. Initially, only a small part of abandoned property was under control of the new Ankara government, which was eager to use it as a source of revenue for the empty state coffers. Before it could do so, however, the government had to deal with various forms of active and passive resistance: homeless people and refugees squatted „abandoned“ homes and fields, and members of parliament initially refused to pass laws that would have legalized government administration of „abandoned“ property. From 1924 onwards, the property compensation for among incoming migrants from Greece (the so-called exchangees) threatened the financial interests of the state and pitted the newcomers against the existing population. By focusing on all these aspects of the „abandoned property“ question and the multiple forms of resistance against its administration by the state, this book offers unique insights into the social and political history of early republican Turkey.

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Osmanische Welten : Quellen und Fallstudien ; Festschrift für Michael Ursinus / hg. von Johannes Zimmermann, Christoph Herzog und Raoul Motika

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Bamberger Orientstudien ; 8)
978-3-86309-413-3

Preis: 26,50 €

Die Festschrift für Michael Ursinus versammelt insgesamt 23 internationale Forschungsbeiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache zumeist aus dem Gebiet der Osmanistik. Die Beiträge stammen von Hüseyin Ağuiçenoğlu, Jean-Louis Bacqué-Grammont, Rainer Brunner, Elif Elmas, Werner Ende, Susanne Enderwitz, Rossitsa Gradeva, Tobias Heinzelmann, Christoph Herzog, Colin Heywood, Colin Imber, Raif Georges Khoury, Klaus Kreiser, Robert Langer, Hans Georg Majer, Nenad Moačanin, Viorel Panaite, Claudia Römer, Nicolas Vatin, Henning Sievert, Martin Strohmeier, Erdal Toprakyaran, Benjamin Weineck und Johannes Zimmermann.

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Concepts of Authorship in Pre-Modern Arabic Texts / Lale Behzadi, Jaakko Hämeen-Anttila (eds.)

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2015
(Bamberger Orientstudien ; 7)
978-3-86309-383-9

Preis: 21,50 €

The objective of the contributions presented in this volume is the investigation of authorship in pre-modern Arabic texts. From several angles and different perspectives it has been asked how the author in his various facets and aspects, and as a principle of organization and guidance, can be traced and understood. The author can be perceived as a historical individual, a singular genius, or a gifted anthologist; he can claim authority or pass it on to others. The author can be invisible, applying textual strategies for steering the reader’s perception and interpretation, trying to leave the reader oblivious to his authorial interference. Although authors can be proud to present their knowledge and their opinions, they can also be reluctant to show themselves and can even disclaim their responsibility, depending on the issue at hand. The contributions gathered in this volume provide a fresh view on the multilayered nature of authorial functions and open up new perspectives on our understanding of the rich and diverse pre-modern Arabic culture and literature.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/46181

 

 

Code-Switching im algerischen und tunesischen Rap : Eine vergleichende Analyse von Lotfi Double Kanons „Klemi“ und Baltis „L'album avant l'albombe“ / von Felix Wiedemann

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2015
(Bamberger Orientstudien ; 6)
978-3-86309-346-4

Preis: 19,00 €

Mit Beginn des sogenannten “Arabischen Frühlings” vergrößerte sich die arabische Rap-Szene als eine musikalische Protestform und wurde auch international stärker wahrgenommen. Das täuscht darüber hinweg, dass diese Kunstform schon seit längerem existiert und eigene sprachliche Besonderheiten herausgebildet hat. Eine der bedeutendsten ist Code-Switching in maghrebinischem Rap; also das Verwenden mehrerer Sprachen innerhalb eines Lieds und das Wechseln zwischen diesen Sprachen. Exemplarisch werden hier je ein Album des Tunesiers Balti und des Algeriers Lotfi Double Kanon hinsichtlich dieses Phänomens untersucht. Zuerst wird das in der Linguistik zur Analyse von Code-Switching in Gesprächssituationen verwendete Matrix Language Frame Model von Carol Myers-Scotton auf Rap-Texte angewendet. Anschließend wird erörtert, welche Funktion Sprachwechsel haben, die sich durch dieses Modell nicht erklären lassen. Es wird sichtbar, dass Code-Switching den betrachteten Künstlern auf unterschiedliche Art zum Aufbau einer facettenreichen Identität als maghrebinischer Rapper dient.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/26722

 

 

Die Muršidiyya : Entstehung und innere Entwicklung einer religiösen Sondergemeinschaft in Syrien von den 1920er Jahren bis heute
/ Dzmitry Seuruk

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Bamberger Orientstudien ; 5)
ISBN 978-3-86309-182-8
Preis: 24,50 €

Im Jahr 1923 erschien in Ǧawbat Burġāl, einem alawitischen Dorf im westlichen Syrien, ein junger „Prophet“ namens Salmān Muršid, der über das baldige Kommen des jüngsten Gerichtes sprach und seine Glaubensgenossen zur Rettung durch Reue und Buße aufrief. Sehr schnell verwandelte sich die ursprünglich religiöse Botschaft in eine egalitaristische politische und soziale Bewegung, die überwiegend Interessen von unteren Schichten der alawitischen Gemeinschaft vertrat. Allmählich wurde Salmān Muršid zu einem der einflussreichsten alawitischen Führer und zu einer ernstzunehmenden Person im politischen Leben Syriens. Selbst nach seiner Hinrichtung 1946 ist der von ihm aus verschiedenen alawitischen Sippen gegründete Stamm al-Ġasāsina nicht verschwunden sondern verwandelte sich unter Führung seiner Söhne Muǧīb (1930-1952) und Sāǧī (1932-1998) in eine eigenständige religiöse Gemeinschaft - die Muršidiyya, - die nach dem Machtantritt von Ḥāfiẓ al-Asad als solche de facto anerkannt und durch das Regime instrumentalisiert wurde. Dabei ist die Geschichte der Botschaft von Salmān, ihrer Umwandlung in eine politische Bewegung und dann in eine eigenständige religiöse Gemeinschaft untrennbar von der Geschichte Syriens im 20. Jahrhundert. Die vorliegende Arbeit ist der erste Versuch einer kompletten Beschreibung der Muršidiyya, ihrer Geschichte und der Evolution ihrer religiösen Lehre. Die Beschreibung der religiösen Lehre der Gemeinschaft und die Analyse ihrer Geschichte basieren in weiten Teilen auf den Ergebnissen der Feldforschungen, die der Autor 2010 unternommen hat.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/4760

 

 

Osmanische Herrschaft und Modernisierung im Irak : die Provinz Bagdad, 1817-1917 / von Christoph Herzog

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Bamberger Orientstudien ; 4)
ISBN 978-3-86309-104-0
Preis: 31,00 €

Der Irak galt gemeinhin als „imperial backwater“ des Osmanischen Reiches. Nichtsdestotrotz betrachtete ihn die osmanische Verwaltung als integralen Bestandteil des osmanischen Staates und die dort im 19. und frühen 20. Jahrhundert ins Werk gesetzten Modernisierungsprozesse entschieden mit über Gelingen und Mißlingen des gesamtosmanischen Reformprojekts. Die vorliegende Studie untersucht Aspekte der osmanische Herrschaft in der Provinz Bagdad vom Amtsantritt des letzten sogenannten Mamlukengouverneurs Davud Paşa bis zur Eroberung der Provinz im Ersten Weltkrieg durch Großbritannien. Anhand von Archivmaterial, zeitgenössischer Presse und Reiseberichten versucht sie, neue Einblicke sowohl in die Geschichte des Iraks als auch der osmanischen Reformpolitik zu geben.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/861

 

 

Kulturelle Identität und religiöser Pluralismus bei Ḥusayn Aḥmad Amīn / von Frank Schellenberg

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Bamberger Orientstudien ; 3)
ISBN 978-3-86309-074-6
Preis: 16,50 €

Die Arbeit analysiert das Werk des bekannten ägyptischen Diplomaten und Publizisten Ḥusayn Aḥmad Amīn unter besonderer Berücksichtigung seiner Positionierung innerhalb zeitgenössischer Identitätsdiskurse in der arabischen Welt. Ausgangspunkt ist ein Zitat des Politikwissenschaftlers Thomas Meyers, welches Identitätspolitik mit dem „Kampfes gegen Pluralismus und Demokratie“ in Verbindung bringt und das Wissen, dass Amīn einerseits als liberaler und säkularistischer Denker gilt, andererseits jedoch häufig mit Forderungen nach einer Stärkung „islamischer Identität“ assoziiert wird. Auf Basis einer breiten Beschäftigung mit seinem Überzeugungssystem werden die identitäts­politischen Forderungen Amīns untersucht und in vorsichtiger Abgrenzung von islamischen und westlichen Diskursen dargestellt. Die erwähnte These Meyers wird zum Anlass genom­men, Amīns Anschauungen darüber, wie sich islamische Identität im Verhältnis zu kultureller und religiöser Alterität konstituiert, in den Blick zu nehmen Dabei wird gezeigt, dass die Identität, welche Amīn zu restaurieren sucht, zwar vorgeblich islamischen Charakter hat, der Islam jedoch keinen universalistischen Anspruch begründet, sondern als abstraktes und wandelbares Wertesystem und verbindende Komponente seines Konfessions- und Sprachbarrieren überwindenden Identitätsmodells dienen soll. Die inhalt­liche Flexibilität korreliert mit dem weitgehend integrativen Charakter der Gruppensetzung. Das Identitätsmodell Amīns zeigt also keine Affinität zu moderne- oder pluralismusfeindlichen Tendenzen, sondern affirmiert liberale und säkulare Positionen, die stark vom westlich-bürgerlichen Denken der Gegenwart geprägt sind und die islamistische Ideologie zum zen­tralen Antagonisten seines Überzeugungssystems bestimmen. Dennoch eignen sich die Ergebnisse nicht zur Widerlegung der These Meyers, da sich nicht wenige Leerstellen und Inkonsistenzen im Werk Amīns finden lassen. Vieles spricht dafür, das Misstrauen gegenüber Identitätspolitik beizubehalten, jedoch eine stärkere Ausdifferenzier­ung der Kategorie zu forcieren. Das Beispiel Amīns macht deutlich, dass divergierende Positionierungen beispielsweise zu Moderne, Rationalität oder Inklusivität an verschiedensten Stellen auch innerhalb des Identitätsdiskurses möglich sind.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/355

 

 

Musikpolitik im Kemalismus : die Zeitschrift Radyo zwischen 1941 und 1949 / von Patrick Bartsch

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2011
(Bamberger Orientstudien ; 2)
ISBN 978-3-86309-027-2
Preis: 36,50 €

Im Zentrum dieser Untersuchung steht die Frage, inwieweit in der Türkei der 1940er Jahre die theoretischen Grundsätze der kemalistischen Musikpolitik innerhalb des staatlichen Rundfunks in die Praxis umgesetzt wurden. Als Hauptquelle diente die türkische Rundfunkzeitschrift Radyo, die von 1941 bis 1949 monatlich erschien und einen qualitativen wie quantitativen Einblick in das Konzept, die Gestaltung und die Durchführung des Musikprogramms von Radio Ankara erlaubt. Das Ziel der türkischen Musikpolitik bestand darin, eine türkische Nationalmusik zu erschaffen, indem man nach den Leitlinien von Ziya Gökalp die türkische Volksmusik mit Techniken der westlichen Kunstmusik verband. Damit war in erster Linie die Harmonisierung der türkischen Volksmusik gemeint. In den 1940er Jahren ist festzustellen, dass diese Leitlinien wie bisher ihre Gültigkeit besaßen, jedoch bei der Etablierung der Nationalmusik nun auch die bisher ausgeschlossene osmanische Kunstmusik berücksichtigt wurde. Während sich die polyphonisierten Volkslieder bei den Hörern einer gewissen Beliebtheit erfreuten, konnten sich die anderen Produkte der türkischen Nationalmusik wie Sinfonien, Opern usw. nicht durchsetzen. Neben der geringen Beliebtheit der westlichen Klassik dürften vermutlich zwei weitere Faktoren eine entscheidende Rolle für den geringen Erfolg der türkischen Musikpolitik gespielt haben. Erstens befand sich die türkische Nationalmusik in den 1940er Jahren noch in ihrer Aufbau- und Entwicklungsphase und zweitens sollte sie schließlich mit der Abwahl der CHP Anfang der 1950er Jahre ihre staatliche Förderung verlieren.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/348

 

 

Bamberger Orientstudien / Lale Behzadi, Patrick Franke, Geoffrey Haig, Christoph Herzog, Birgitt Hoffmann, Lorenz Korn und Susanne Talabardon (Hg.)

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2014
(Bamberger Orientstudien ; 1)
978-3-86309-286-3

Preis: 39,00 €

Der Band versammelt insgesamt vierzehn Beiträge von Mitgliedern des Instituts für Orientalistik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg zu verschiedenen Forschungsthemen. Das Institut umfasst sieben Professuren/Lehrstühle: Allgemeine Sprachwissenschaft (Prof. Dr. Geoffrey Haig), Arabistik (Prof. Lale Behzadi), Iranistik (Prof. Dr. Birgitt Hoffmann), Islamische Kunstgeschichte und Archäologie (Prof. Dr. Lorenz Korn), Islamwissenschaft (Prof. Dr. Patrick Franke), Judaistik (Prof. Dr. Susanne Talabardon) und Turkologie (Prof. Dr. Christoph Herzog).
Bei den Artikeln handelt es sich um Forschungsbeiträge zur Sprachgeographie Ostanatoliens (Geoffrey Haig), der türkischen (Patrick Bartsch), persischen (Roxane Haag-Higuchi) und arabischen (Lale Behzadi) Literatur, der Religionswissenschaft (Patrick Franke, Johannes Rosenbaum, Susanne Talabardon), zu verschiedenen Aspekten der Geschichte des Nahen und Mittleren Ostens (Birgitt Hoffmann, Nana Kharebava, Andreas Wilde, Barbara Henning, Christoph Herzog) sowie zur islamischen Architektur (Lorenz Korn, Mustafa Tupev).

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/25326