Bamberger Geographische Schriften - Sonderfolge

Profil der Reihe

Fortsetzung der Institutsreihe „Bamberger Geographische Schriften – Sonderfolge“ (bisher erschienene Bände: 8); inhaltlich werden verschiedene kultur- und physisch-geographische Themen behandelt

Herausgegeben vom Institut für Geographie ; Hans Becker, Andreas Dix, Karsten Garleff, Daniel Göler, Marc Redepenning, Gerhard Schellmann ; Schriftleitung: Astrid Jahreiß

Schriftenreihe auf dem OPUS-Hochschulschriftenserver

Bisher erschienene Bände

Bamberger physisch-geographische Studien 2012 - 2014  : Teil IV: Geomophologisch-quartärgeologische Kartierungen im bayerischen Donautal zwischen Sontheim und Dillingen / Gerhard Schellmann (Hrsg.)

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2017
(Bamberger Geographische Schriften - Sonderfolge ; 13)
978-3-86309-513-0

Preis: 34,00 €

Der vorliegende Band ist der vierte Teil einer Reihe physisch-geographischer Arbeiten, die in den Jahren 2012 bis 2014 am Bamberger Lehrstuhl für physische Geographie und Landschaftskunde in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Geologischen Dienst des Landesamtes für Umwelt (LfU) entstanden sind. Dabei handelt es sich um quartärgeologische Kartierungen des Donautals zwischen Sontheim an der Brenz und Dillingen.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/50137

 

 

Bamberger physisch-geographische Studien 2008 - 2015 : Teil III: Geomorphologisch-quartärgeologische Kartierungen im bayerischen Lech-, Wertach- und Schmuttertal / Gerhard Schellmann (Hrsg.)

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Bamberger Geographische Schriften - Sonderfolge ; 12)
978-3-86309-456-0

Preis: 36,00 €

Der vorliegende Band ist der dritte Teil einer Reihe physisch-geographischer Arbeiten, die in den Jahren 2007 bis 2015 am Bamberger Lehrstuhl für physische Geographie und Landschaftskunde entstanden sind. Dabei handelt es sich um quartärgeologische Kartierungen im Lech-, Schmutter- und Wertachtal.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/47506

 

 

Obstlandschaften 1500 – 1800 : Historische Geographie des Konsums, Anbaus und Handels von Obst in der Frühen Neuzeit / Jochen Alexander Hofmann

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2014
(Bamberger Geographische Schriften - Sonderfolge ; 11)
978-3-86309-223-8

Preis: 29,50 €


Historisch-geographische Untersuchung durch Konsum, Handel und Produktion evozierter räumlicher Strukturen und Prozesse. Als historisch-geographische Prozessanalyse untersucht Obstlandschaften 1500-1800, vorwiegend an Beispielen aus Franken, die Entwicklung räumlicher Strukturen, die sich im Zusammenspiel von Konsum, Handel und Produktion von Obst konstituierten. Die Entwicklung der Obstkultur zwischen dem Aufgang der Neuzeit und dem Ende des Alten Reichs wird als Abfolge verschiedener Innovations- und Intensivierungsprozesse interpretiert, die zu einer Ausdehnung des Anbaus, Handels und Verzehrs von Obst führten. Es wird die These vertreten, dass Obst als Nahrungsmittel und Agrarprodukt in der Frühen Neuzeit einen höheren Stellenwert und größere raumprägende Kraft hatte, als vielfach angenommen. Um dies zu belegen, werden Strukturen und Funktionen des Obstanbaus im Gefüge der vorindustriellen Kulturlandschaft erörtert, die Bedeutung frischen und verarbeiteten Obstes als Handelsware, sowie der Stellenwert von Obst als Nahrungsmittel aufgezeigt. Eingehend werden auch die bisher weniger beachteten Strukturen städtischer Obstmärkte untersucht. Die Analyse charakteristischer Obstlandschaften in Franken, basierend auf den Modellen Johann Heinrich von Thünens, zeigt die bei der Entstehung marktorientierter Obstanbaugebiete wirksamen geographischen Faktoren und Regelhaftigkeiten auf.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/6757

 

 

Zur Stratigraphie und Altersstellung der jungquartären Lechterrassen zwischen Hohenfurch und Kissing unter Verwendung hochauflösender Airborne-LiDAR-Daten / von Benjamin Gesslein

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Bamberger Geographische Schriften - Sonderfolge ; 10)
ISBN 978-3-86309-128-6
Preis: 27,50 €

Im jungquartären Lechtal zwischen den Jungendmoränen des Lechgletschers bei Hohenfurch und Kissing bei Augsburg können 20 Einzelterrassen ausgegliedert werden, die, abgesehen von der Übergangsterrasse, in drei Terrassenkomplexe zusammengefasst werden können. Demnach bildet die hoch- und späthochglaziale Terrassenabfolge die Hauptniederterrasse (inklusive Ältere Hauptniederterrasse), die „Stufe von St. Ursula“, die „Stufe von Altenstadt“, die „Stufe von Hohenfurch“ und die „Stufe von Schongau-Peiting“. Spätglaziale Terrassenbildungen sind die „Stufe von Unterigling“, die „Zwischenstufe“ und die „Stufe von Friedheim“. Der holozäne Terrassenkomplex setzt sich aus zehn Einzelterrassen zusammen („Epfachstufen“, „Mundrachinger Stufe“, „Lorenzbergstufen“, „Seestallstufen“ und drei jungholozänen „Auenstufen“), wobei die „Epfachstufen“, die „Lorenzbergstufen“ und die „Seestallstufen“ Terrassenpaare darstellen, die aufgrund ähnlicher Oberflächenniveaus und beinahe identischer Gerinnestrukturen auf ihren Oberflächen zusammengefasst behandelt werden können. Eine stratigraphische Sonderstellung nimmt die Übergangsterrasse ein, die wegen ihrer Verknüpfung mit den Endmoränen des „Stoffener Stadiums“, ihrer morphostratigraphischen Lage oberhalb des jungquartären Talbodens und den Lössdeckschichten älter als die hochwürmzeitliche Hauptniederterrasse ist und damit höchstwahrscheinlich eine früh- bzw. mittelwürmzeitliche Bildung darstellt. Die Altersstellung der durch deutliche Terrassenstufen voneinander abgegrenzten hoch- und späthochwürmzeitliche Lechterrassen wird primär durch die Tatsache belegt, dass sie direkt mit den Übergangskegeln der beiden beteiligten Vorlandgletschersystemen und zwar des Iller-Lechgletschers und des Isar-Loisachgletschers verknüpft werden können. Lediglich für die „Stufe von Schongau-Peiting“ ist eine solche Verknüpfung nicht gesichert, jedoch wahrscheinlich. Die Sedimentkörper der hoch- und späthochwürmzeitlichen Lechterrassen charakterisiert das typische Schichtungsbild eines hochenergetischen verwilderten Flusses (braided river), das sich durch Trog- bis Kreuzschichtung („V-Schotter“, sensu Schirmer 1983) auszeichnet. Auf den sandigen Deckschichten sind vorwiegend mittel- bis flachgründige Parabraunerden ausgebildet. Bei der Entstehung der spätglazialen Terrassen hatten sich die Vorlandgletscher bereits in die Alpen zurückgezogen, eine Parallelisierung mit Endmoränenständen ist daher nicht mehr möglich. Im Gegensatz zu den hoch- und späthochglazialen Lechterrassen besitzen die Sedimentkörper der spätglazialen Terrassen meist eine schwache horizontale Schichtung und eine deutlich höhere Zahl von Mergelschollen. Beides weist auf eine erhöhte Abflusstätigkeit, einhergehend mit verstärkter Seitenerosion bei nur wenigen lagestabilen Rinnensystemen, hin. Als Bodenbildungen dominieren flachgründige Parabraunerden und Braunerden mit beginnender Tondurchschlämmung. Der holozäne Terrassenkomplex wird aus zehn Einzelterrassen aufgebaut, die im südlichen Untersuchungsabschnitt, ebenso wie die jungpleistozänen Terrassen eine markante Terrassentreppe bilden. Im nördlichen Talabschnitt gleichen sich die Oberflächenniveaus sukzessive aneinander an, bis sie eine weit gestreckte, nahezu höhengleiche Reihenterrassenlandschaft darstellen, die den Lech über viele Kilometer flankiert. Die Schotterkörper der holozänen Terrassen zeigen vorwiegend Horizontal-, seltener auch Trogschichtung, zudem konnten Areale mit gut ausgebildeter großbogiger Schrägschichtung („L-Schotter“, sensu Schirmer 1983) nachgewiesen werden. Die Böden der alt- bis mittelholozänen Lechterrasse bilden Braunerden, die durch den Ackerbau meist zu Pararendzinen bzw. Kultorendzinen degradiert wurden. Die durch die Hochflutdynamik des Lechs tangierten jungholozänen Terrassenbildungen besitzen meist Auenrendzinen auf Flussmergeln. Neben der morphostratigraphischen, geologisch-sedimentologischen und pedologischen Abgrenzung der Terrassen, erlauben vor- und frühgeschichtliche Fundstellen, historische Kartenwerke und letztlich (AMS) 14C- und OSL-Datierungen folgende zeitliche Einstufungen der Lechterrassen: Übergangsterrasse: Früh- bzw. Mittelwürm (Ältere) Hauptniederterrasse: Würm-Hochglazial Stufe von St. Ursula: Würm-Späthochglazial Stufe von Altenstadt: Würm-Späthochglazial Stufe von Hohenfurch: Würm-Späthochglazial Stufe von Schongau-Peiting: Würm-Späthochglazial Stufe von Unterigling: Präbölling – Jüngere Dryas Zwischenstufe: Ende Jüngere Dryas Stufe von Friedheim: Übergang Spätglazial – Holozän Epfachstufen: Präboreal Mundrachinger Stufe: Atlantikum Lorenzbergstufen: Atlantikum/Subboreal(?) Seestallstufen: Subboreal/Subatlantikum Ältere Auenstufe: Römerzeit Jüngere Auenstufe: Mittelalter/Ältere Neuzeit Jüngste Auenstufe: Frühes 19. Jh. - Flusslauffestlegung Das flussmorphologische Erscheinungsbild des Lechs vom Würmhochglazial bis zu den Flusskorrektionen im frühen 19. Jahrhundert konnte mit Hilfe von LiDAR-Daten und für das 19. Jahrhundert auf Basis historischer Karten rekonstruiert werden. Dabei wird deutlich, dass klimatische Veränderungen als initialer Faktor Veränderungen im fluviatilen Haushalt bewirken. Diese zeigen sich jedoch in Abhängigkeit von talinternen Komponenten (Talbreite, Talenge, Talüberhöhung etc.) in verschiedener Ausprägung. So stellt sich das flussmorphologische Erscheinungsbild im Hoch- und Späthochglazial für das gesamte Lechtal als vertikal aufschotternder, hochenergetischer, verwilderter Fluss (braided river) dar. Im schmalen und stark überhöhten Talabschnitt unterhalb der Endmoränen kam es bereits im Übergang Spätglazial – Holozän zur Anlage erster größerer Mäanderbögen. Im Holozän setzte sich ein von nur wenigen Verzweigungen geprägter mäandrierender Lechlauf (sinuous point bar anabranching river) durch. Im deutlich breiteren und auch flacheren nördlichen Talabschnitt entstand seit dem Präboreal ein stark verzweigter Lech, bei dem sich im Laufe des Holozäns ein dominierender, mäandrierender Hauptstromstrich (braided point bar) durchsetzte. Die jungquartäre fluviale Morphodynamik im untersuchten Lechtal zeigt viele Ähnlichkeiten zu der des Inns und insbesondere zur Isar. Insofern ist ein überregional wirksamer klimatischer Steuerungsmechanismus anzunehmen. Nach der hochglazialen Aufschotterung der Hauptniederterrasse dokumentieren die einzelnen späthochglazialen Lechterrassen den schrittweisen Eiszerfall im Alpenvorland. Den kräftigen klimatischen Umschwung vom Hoch- zum Spätglazial weist eine markante Erosionsphase nach, der nahezu alle hoch- und späthochglazialen Terrassen im nördlichen Talabschnitt zum Opfer fielen. Die Aufschotterung der „Stufe von Unterigling“ belegt eine erneute spätglaziale Akkumulationsphase, deren Schwerpunkt vermutlich in die jüngere Dryaszeit zu setzen ist. Der Übergang Spätglazial – Holozän wird durch eine kurze Terrassenabfolge über wenige hundert Jahre angezeigt. Aufgrund der unterschiedlichen Talkonfigurationen zwischen den beiden Talabschnitten stellt sich die holozäne Morphodynamik so dar, dass sich im weiterhin stark überhöhten südlichen Talabschnitt die Ausbildung einer Terrassentreppe, die bereits im Späthochglazial begann, fortsetzte, während sich im nördlichen Talabschnitt sukzessive eine Reihenterrassenlandschaft etablierte.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/2817

 

 

Jungquartäre Flussgeschichte des Lechs unterhalb von Augsburg und der angrenzenden Donau / von Patrick Schielein

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Bamberger Geographische Schriften - Sonderfolge ; 9)
ISBN 978-3-86309-102-6
Preis: 21,00 €

Im Lechtal unterhalb von Augsburg und im angrenzenden Donautal wurden die jungquartären Talböden auf Basis morphologischer und geologisch-sedimentologischer Geländeaufnahmen in zwei würmzeitliche und neun holozäne Terrasssen gegliedert. Die chronostratigraphische Einstufung der einzelnen Terrassen wurde mittels absoluter Datierungen (14C, Dendrochronologie, Lumineszenz) aus Flussbettablagerungen und Rinnenfüllungen sowie archäologischer Daten und historischer Karten erreicht, wobei die Zuverlässigkeit und zeitliche Auflösung der Lumineszenzalter im Vergleich mit den übrigen Altershinweisen geprüft und diskutiert wurde. Aus der Verbreitung und dem Aufbau der fluvialen Ablagerungen sowie der Morphologie der Terrassen und deren Alterseinstufung ließ sich die Flussgeschichte von Lech und Donau im Untersuchungsgebiet rekonstruieren und mit derjenigen anderer Abschnitte dieser beiden Flüssen und weiterer Täler im Alpenvorland und im angrenzenden Mittelgebirgsraum vergleichen. Dabei konnten die überregional wirksamen flussdynamischen Umbrüche am Ende des Pleistozäns und zu Beginn des Subatlantikums zwar auch im Untersuchungsgebiet festgestellt werden, jedoch reagierte der untere Lech mit einer eigenen Entwicklung auf die klimatischen und anthropogenen Einflüsse. Grund dafür waren externe und interne Raumfaktoren in den beiden untersuchten Tälern. Im Lechtal kam es aufgrund des alpinen Einzugsgebiet und des relativ starken Gefälles häufig zu starken Hochwässern. Daraus folgte, dass der Lech im Holozän zu Verzweigungen und kurzfristigen Laufwechseln neigte, während die Donau oberhalb der Lechmündung mit ihrem Einzugsgebiet vorwiegend in der Mittelgebirgszone und dem relativ niedrigen Gefälle einen ausgeglichenen Abfluss und eine mäandrierende Dynamik aufwies. Die Donau unterhalb der Lechmündung zeigte im Holozän meist eine Übergangsform beider Flusstypen.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/1010