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University of Bamberg Press

Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften

Profil der Reihe

Es erscheinen Schriften der Fächer Pädagogik und Psychologie sowie aus verschiedenen der Lehramtsausbildung gewidmete Fächern. Die Schriften beschäftigen sich mit Theorien und empirischer Forschung in den Bereichen Lehren, Lernen und Sozialisation in verschiedenen Lebensaltern sowie in schulischen und außerschulischen Feldern bzw. erforschen das menschliche Erleben, Verhalten und Handeln.

Schriftenreihe auf dem OPUS-Hochschulschriftenserver

Bisher erschienene Bände

Distal and Proximal Indicators of Teacher Effectiveness : As Predictors of Students' Mathematics Competence in Germany (Grade 5 – 7) / von Saba Hanif

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 26)
978-3-86309-452-2

Preis: 17,50 €

The study aims to investigate the role of teacher factors (teacher belief, professional training, planning, cooperation among teachers, job satisfaction and stress in planning and classroom) and their instruction (cognitive activation, cooperative learning, cognitively challenging tasks, student engagement and differentiation.) in the mathematics competence development of students. The design of my study is longitudinal in nature. National Educational Panel (NEPS) data is used to investigate the effect of teachers on students’ mathematics competence development from grade 5-7 with a sample of 151 teachers and their 1706 students. Confirmatory factor analysis was carried out on the data in order to confirm the construct validity of the questionnaires. Mathematics competence was measured by NEPS through a standardized test at the beginning of grade 5 and grade 7. Multiple regression analyses and multi-group analyses were carried out in Mplus 7.11 to analyze the research questions. The study found that the following distal indicators are significant predictors of mathematics competence belief about deep learning, professional collaboration, individual needs of students, and stress in planning and classroom. Among proximal indicators student engagement, cognitively challenging tasks and differentiation showed the significant effect. Distal indicators explained 11% and proximal indicators explained 6% of the total variance in mathematics competence of students. The study found that distal indicators are stronger predictors of mathematics competence than proximal indicators and the importance of distal factors cannot be undermined. Once student previous mathematics competence was controlled for professional collaboration was no longer significant predictor and the amount of variance explained by distal and proximal factors decreased. A multi-group analysis was performed in order to examine do teachers in different school tracks (lower secondary school, middle secondary school, multi-track school, comprehensive school and grammar school) vary in effectiveness. However, no meaningful pattern of difference in teacher effectiveness across schools types was found. Implications of the findings are discussed.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/47870

 

 

Stabilität, Kontinuität und interindividuelle Unterschiede in der Entwicklung schriftsprachlicher Kompetenzen / von Maximilian Pfost

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 25)
978-3-86309-433-1

Preis: 15,50 €

Der sichere Umgang mit Schrift ist Voraussetzung für die Partizipation an den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Möglichkeiten unserer Gesellschaft. Schulleistungsstudien verweisen allerdings auf substanzielle interindividuelle Unterschiede in der Fähigkeit, geschriebene Texte zu lesen und zu verstehen: Neben Schülerinnen und Schülern mit sehr guter Lesekompetenz finden sich auch Schülerinnen und Schüler mit sehr schwacher Lesekompetenz. Die vorgelegte Synopse zur kumulativen Habilitation bezieht Position zur Entwicklung interindividueller Unterschiede schriftsprachlicher Kompetenzen, insbesondere der Lesekompetenz. Ferner wird die Frage nach dem Potenzial pädagogischer Einflussnahme diskutiert. Die Arbeit führt zunächst in relevante Konzepte von Stabilität und Entwicklungskontinuität ein. Im Anschluss werden die einzelnen dieser Synopse zugrunde liegenden Publikationen jeweils kurz dargestellt. Die Studien werden drei thematischen Schwerpunkten zugeordnet: 1) Die Rolle der phonologischen Bewusstheit für die Entwicklung schriftsprachlicher Kompetenzen, 2) Kumulative, stabile und kompensatorische Entwicklungsmuster schriftsprachlicher Kompetenzen, 3) Der Einfluss individueller Verhaltenstendenzen auf die schriftsprachliche Entwicklung – Lesepraxis und Lesekompetenz. Aus der Gesamtsicht der im Rahmen dieser Synopse diskutierten Studien werden fünf Hypothesen über die Entwicklung schriftsprachlicher Kompetenzen formuliert.

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Humor als Förderfaktor für Innovationen : Analyse eines Innovationscoachings und Entwicklung eines theoretischen Modells ; (qualitative Einzelfallstudien) / von Christina Dornaus

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 24)
978-3-86309-421-8

Preis: 38,00 €

Humor erfolgreich als Förderfaktor für Innovationen nutzen – ein Zusammenhang, den inzwischen einige Ratgeber thematisieren und durchaus mit Erfolg propagieren. Wissenschaftliche Forschung zu diesem Thema existiert bislang jedoch nur für den Zusammenhang von Humor und bestimmten Teilkonzepten von Innovation. Daher hat sich diese Arbeit zwei Ziele gesetzt: Zum einen die Entwicklung und Evaluierung eines Personalentwicklungsinstruments (Innovationscoaching), das mit Humor arbeitet und Führungskräften zeigt, wie sich Humor zur Innovationsförderung einsetzen lässt; zum anderen die Entwicklung eines theoretischen Modells für die Beziehungsstruktur zwischen Humor und innovationsbezogenem Verhalten. Anhand qualitativer Einzelfallstudien wird deshalb untersucht, wie Humor als Förderfaktor Innovationen unterstützen kann. Zur Förderung von Humor im Rahmen eines Innovationscoachings werden im Anschluss an die Diagnostik des Humors der Teilnehmer verschiedene humorbezogene Methoden erprobt und evaluiert. Ebenso findet eine Überprüfung statt, inwiefern sich erlebnisaktivierende Methoden mit Humor kombinieren lassen. Zur Erörterung des theoretischen Zusammenhangs von Humor und Innovation können mit Hilfe qualitativer Interviews im ersten Schritt subjektive Theorien für die Einzelfälle erstellt werden. Eine Zusammenführung und Erweiterung der individuellen Modelle führt im zweiten Schritt zu einem theoretischen Modell, das Erklärungen liefert, wie Humor Innovationen fördern kann. Hierzu finden ein Abgleich mit bereits bestehenden Forschungsergebnissen sowie eine Reflektion der methodischen Herangehensweise statt. Eine Integration der beiden Zielstellungen führt abschließend zu einem neuen Trainingskonzept für die Nutzung von Humor als Förderfaktor für Innovationen und zeigt weiteren Forschungsbedarf in diesem Bereich auf.

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Mit Teamreflexion zum Teamerfolg: Analyse, Modellierung und gezielte Förderung kollektiver Reflexionsprozesse / von Ilona Weixelbaum

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 23)
978-3-86309-415-7

Preis: 40,00 €

In der Literatur wird der Reflexion, also dem kritischen Hinterfragen des eigenen Denkens und Handelns, eine Schlüsselrolle für die Steuerung von Anpassungsprozessen zugeschrieben. Trotz dieser zentralen Bedeutung ist der Erkenntnisstand über das Wesen und die Effekte von individueller und Teamreflexion bis dato unzureichend. Darüber hinaus existieren derzeit wenige standardisierte und in ihrer Wirksamkeit erprobte Trainingsansätze zur Schulung von Reflexionskompetenz in Arbeitsgruppen. Die vorliegende Arbeit trägt zur Erweiterung des bisherigen Erkenntnisstands bei, indem Reflexionsprozesse in Gruppen unter einem ganzheitlichen Blickwinkel erforscht werden. Zu diesem Zweck wurde auf der Basis einer umfassenden Literaturanalyse und einer Interviewstudie mit Praktikern aus der Produktentwicklung eine Theorie der Teamreflexion und ihrer Effekte entwickelt. Die theoretischen Annahmen wurden in einer quasi-experimentellen Laborstudie mit acht Studententeams validiert. Die gewonnenen Erkenntnisse bildeten die Basis für die Konzeption eines dreitägigen Trainingsprogramms zur Förderung von Reflexionskompetenz in Produktentwicklungsteams, welches im Rahmen einer empirischen Einzelfalluntersuchung auf seine Wirksamkeit überprüft wurde. Dazu nahmen drei Projektteams aus deutschen Unternehmen an der Trainingsmaßnahme teil. Für die Beurteilung des Trainingserfolgs wurde deren Reflexionsverhalten beim Lösen einer komplexen Problemstellung mit dem einer studentischen Kontrollgruppe verglichen. Zusätzlich wurde in allen Gruppen eine qualitative Analyse der Zusammenarbeit, der Entwicklung geteilter mentaler Modelle und des Problemlöseerfolgs vorgenommen. Die Ergebnisse der Untersuchung sprechen für die Wirksamkeit des Trainingsprogramms und liefern darüber hinaus Erkenntnisse über die positiven Auswirkungen von Teamreflexion auf das Denken, die Zusammenarbeit und die Arbeitsergebnisse von Gruppen.

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Störung durch Glücksspielen : Entwicklung und Bewertung von Unterstützungsmöglichkeiten für Angehörige / von Ursula Gisela Buchner

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 22)
978-3-86309-391-4

Preis: 17,50 €

Die vorliegende Arbeit beleuchtet erstmalig das Versorgungssystem für Personen mit pathologischem Glücksspielverhalten und ihre Angehörigen in Deutschland und identifiziert vorhandene Lücken in der Versorgung. Als wesentlicher Bestandteil werden innovative zielgruppenspezifische Angebote für Angehörige entwickelt und bewertet. Die erhobenen Daten zeigen, dass es sich bei hilfesuchenden Angehörigen tatsächlich um eine hoch belastete, zum Teil im klinisch relevanten Bereich belastete, Klientel handelt. Dies spricht für einen hohen Hilfebedarf und die Notwendigkeit adäquater Angebote. Das neu entwickelte Entlastungstraining ETAPPE kann gut in das vorhandene Hilfesystem integriert werden, lässt sich von Beraterinnen und Beratern effizient anbieten und zeigt signifikante, zum Zeitpunkt der Katamnese anhaltende, positive Ergebnisse. Die Adaptation des Angebots als E-Mental-Health-Programm EfA bietet unter Nutzung neuer Medien einen niedrigschwelligen Zugang zum Hilfesystem und stellt als mögliche Ergänzung traditioneller Angebote eine gute Erweiterung des Portfolios zur Unterstützung dieser Klientel dar. Perspektivisch gilt es, die Angebote auszubauen und weitere Lücken in der Versorgung dieser Klientel zu schließen.

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Knowledge-Based Decision Making in Complex Environments : Methodological Aspects of Proactive Airport Security Management / von Mara Gwen Cole

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2015
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 21)
978-3-86309-332-7

Preis: 16,00 €

An airport is the gateway which facilitates access to air transport. As a reaction to very diverse attacks on the air transport system during the last decades a broad range of security measures has been introduced to mitigate possible threats. The challenge to provide a trouble free experience for the passenger and, at the same time, to oper-ate more efficiently calls for a proactive approach. This requires the definition of future requirements that allow an adaptation of the security system. When dealing with uncertainty that future-oriented decisions inevitably display, it is important to gain as much knowledge as possible about a system’s general structure. The approach described in this paper systematically documents elements and relationships of the airport security system. It consists of threat scenario elements as well as security measures. The development of a software tool, the so-called Scenario Builder, is described and its application for the identification of possible future threats ex-plained. The presented approach offers intuitive access to the underlying structure of the airport security system. It provides decision makers with a possibility to interact with the system and anticipate effects of threat development, thereby enabling robust, future-oriented decisions.

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Die Architektur des Psychischen : Eine begrifflich-konzeptuelle Grundlegung der Psychologie und ihres Gegenstandes / von Mike Lüdmann

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2015
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 20)
978-3-86309-304-4

Preis: 28,50 €

Das zentrale Ziel dieser Arbeit ist die Bereitstellung eines begrifflich-konzeptuellen Fundaments der Psychologie in Form der Formulierung eines allgemeinen Modells einer Architektur des Psychischen. Es ist die Klärung einer längst überfälligen Frage, die Frage nach einer eindeutigen Bestimmung des Gegenstandes der Psychologie und seiner Einordnung in das (Gesamt-)System wissenschaftlicher Größen. Ihre Betrachtung ist nunmehr dringend notwendig geworden, da im Zuge der zunehmenden Erhebung biologischer Parameter zu psychologischen Konzepten die lange Zeit (vermeintlich) gewahrte „Neutralität“ bei der Interpretation der Beziehung zwischen diesen Daten nicht mehr aufrecht erhalten werden kann. Auf der Basis der Teil-Ganzes-Beziehung in Form von Mechanismen unterschiedlicher Hierarchieebenen wird ein allgemeines Modell zur Einpassung von Daten unterschiedlichster Komplexitätsstufen etabliert. Dabei wird sich zeigen, dass das Psychische eine höherstufige Ebene in der natürlichen Organisation eines (menschlichen) Organismus bildet, zugleich aber dennoch mit seinen physischen Grundlagen eine voneinander unablösbare Einheit darstellt. Man könnte auch sagen, dass nach Maßgabe psychischer Eigenschaften aus dem diffusen Geflecht neuronaler Strukturen überhaupt erst funktionale Einheiten gebildet werden. Der Geist ist gewissermaßen das strukturbildende oder formende Prinzip auf allen Ebenen der natürlichen Organisation des Gehirns. Nicht nur trotz, sondern gerade aufgrund der Koextensivität bzw. Identität natürlicher Organisationsebenen handelt es sich beim Psychischen sowohl um ein reales als auch ein kausal wirksames Phänomen. Obgleich jede mentale Eigenschaft neben der psychischen Struktur, wie sie von der Psychologie beschrieben wird, eine Vielzahl (mikro-)struktureller Konfigurationen aufweist (u.a. auf der neuronalen Ebene) und viele Aspekte psychischer Phänomene daher mit Rückgriff auf diese Mikroebenen von z.B. der Neurobiologie erklärt werden können, gibt es weder einen ontologischen noch einen explanatorischen Vorrang der Mikroebenen. Die Annahme eines solchen Primats ist lediglich das Produkt einer kognitiven Verzerrung, einer fehlgeleiteten Interpretation wissenschaftlicher Erklärungsmuster bzw. des Prozesses der wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung. Auch wenn sich das Psychische in das Gesamtsystem der Entitäten und Prozesse, wie sie von den Naturwissenschaften untersucht werden, einordnen lässt, und eine gewisse Reduktion psychischer Theorien und Konzepte auf solche der Biologie potentiell möglich sein mag, ist hierdurch keine Gefährdung des wissenschaftlichen Status‘ der Psychologie begründet. Ohne das begrifflich-konzeptuelle Gerüst der Psychologie bleibt auch die methodisch ausgefeilteste Neurowissenschaft der Zukunft bei der Erforschung mentaler Phänomene gänzlich blind.

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Die Nürnberger Kinderpredigten Andreas Osianders d.Ä. : Entstehungsgeschichte, theologischer Duktus, didaktisch-methodischer Gehalt und Rezeptionsgeschichte / von Susanne Klemens

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2014
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 19)
978-3-86309-290-0

Preis: 21,00 €

Im Zuge der Förderung allgemeinreligiöser Bildung gewann im Zeitalter der Reformation auch die katechetische, bereits im Kindesalter beginnende Vermittlung der grundlegenden Inhalte des christlichen Glaubens einen neuen Stellenwert. Eines der herausragenden Werke, in dem die Vorstellung einer katechetischen Unterweisung von Heranwachsenden umfassend und mit Liebe zum theologischen Detail verschriftlicht ist, sind die Nürnberger Kinderpredigten aus dem Jahre 1531. Verfasst von Andreas Osianders d.Ä. erfreute sich dieser zur Gattung der Katechismuspredigten zählende Textkorpus besonders im 16. Jahrhundert großer Beliebtheit, und dies über die Grenzen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation hinaus. Die vorliegende Untersuchung sucht die Kinderpredigten aus mehreren Perspektiven zu erfassen. Neben den gesellschaftlichen und religiösen Entwicklungen, welche ihrer Entstehung vorausgingen, liegt dabei ein besonderes Augenmerk auf der in den Kinderpredigten formulierten Theologie und ihrem didaktisch-methodischen Gehalt. In den Blick genommen wird darüber hinaus auch, vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen und religiösen Umwälzungen der auf die Reformation folgenden Jahrhunderte, die Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte der Kinderpredigten bis zu ihrem Publikationsende im 19. Jahrhundert. Insofern bietet die Untersuchung zugleich einen umfassenden Einblick in den aktuellen Forschungsstand zur katechetischen Unterweisung von der Reformation bis in die Neuzeit.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/25471

 

 

Zur Differenzierung von Angst und Depression : Ein Beitrag zur Konstruktvalidierung des State-Trait-Angst-Depressions-Inventars / von Ralf Bergner-Köther

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2014
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 18)
978-3-86309-260-3

Preis: 24,00 €

Im Rahmen dieser Arbeit werden die beiden Konstrukte Angst und Depression aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet. Den theoretischen Hintergrund bilden Modelle und Theorien der Persönlichkeitspsychologie als auch der klinischen Psychologie. Somit werden Angst und Depression einerseits als Persönlichkeitseigenschaften, andererseits als Störungsbilder betrachtet. Hierbei werden unter anderem Zusammenhänge, aber auch Unterscheidungsmerkmale genannt und zusammenfassend diskutiert. Die Betrachtung von Angst und Depression in psychometrischen Selbstbeurteilungsverfahren und die hiermit in Zusammenhang stehenden Probleme bei der Erfassung von Angst und Depression stellen weitere wesentlichen Aspekt dieser Arbeit dar. Besonders das State-Trait-Angst-Depressions-Inventar (STADI; Laux, Hock, Bergner-Köther, Hodapp & Renner, 2013), ein Selbstbeurteilungsverfahren, das Angst und Depression mittels zwei mal zwei Subskalen erfasst, steht im Mittelpunkt dieser Arbeit. Die Subskalen Aufgeregtheit und Besorgnis werden dem Konstrukt der Angst zugeordnet, während die Subskalen Euthymie und Dysthymie zur Erfassung von Depression dienen sollen. Somit wird im STADI der Versuch unternommen, Angst und Depression in ein und demselben Selbstbeurteilungsverfahren zu erfassen und voneinander zu trennen.Es soll am Beispiel der Validierung des STADI der Frage nachgegangen werden, ob es möglich ist, in einem Selbstbeurteilungsverfahren zwischen Angst und Depression zu unterscheiden. Besonders bemerkenswert ist hierbei, dass Angst und Depression mit ein und demselben Selbstbeurteilungsverfahren und nicht mit zwei getrennten Verfahren erfasst werden. Da durch die konfirmatorische Faktorenanalyse des STADI bereits eine zufriedenstellende Faktorenstruktur belegt werden konnte (Laux et al., 2013), werden für die vorliegende Arbeit nur testexterne Kriterien zur Bestimmung der konvergenten und diskriminanten Validität herangezogen. Bei diesen testexternen Kriterien handelt es sich um konstruktnahe und konstruktferne Variablen, die sich im Wesentlichen in drei Kategorien unterteilen lassen: (1) persönlichkeitspsychologische Selbstbeurteilungsverfahren (2) situative Einflüsse (3) klinische Selbstbeurteilungsverfahren Das methodische Vorgehen der vorliegenden Arbeit variiert je nach Kriterium. Um am Ende dieser Arbeit studienübergreifende Aussagen tätigen zu können, wurden zu jeder der drei Kategorien mehrere Untersuchungen durchgeführt, deren Ergebnisse integrativ diskutiert werden. Die gefundenen Ergebnisse bestätigen insgesamt die Konstruktvalidität des STADI, implizieren jedoch Veränderungen für die Subskalen, die bei einer Überarbeitung des STADI unbedingt bedacht werden müssen. Insbesondere die angstbezogenen Subskalen fallen immer wieder durch unerwartete Ergebnisse auf.In einem weiteren Schritt werden die Ergebnisse von der Ebene des STADI abstrahiert und in einem verfahrensunabhängigen nomologischen Netzwerk zusammengetragen. Die einzelnen Variabeln weisen auf Unterscheidungsmerkmale von Angst und Depression hin, zeigen aber gleichzeitig Bereiche auf, in denen Angst und Depression eng miteinander verknüpft sind. Auch für die praktische Arbeit als klinischer Diagnostiker lassen sich wesentliche Erkentnisse ableiten. Die Ergebnisse stützen die Annahme, dass Angst ohne Depression möglich ist, Depression ohne Aspekte der Angst jedoch nicht. Implikationen für die therapeutische und medikamentöse Therapie, aber auch die wissenschaftlich-theoretisch Arbeit werden diskutiert.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/10647

 

 

Ich bin nicht wie die Anderen : Heirats-/EliteimmigrantInnen aus Brasilien in Franken und die Auswirkungen auf die Kindererziehung / Flávia Silva Cruz Brunner

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2014
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 17)
978-3-86309-256-6

Preis: 24,00 €

Das Ziel dieser Arbeit war, die Konstellationen der deutsch-brasilianischen familiären Lebensformen zu verstehen, insbesondere soll klar werden: Motivation für die binationale Eheschliessung, Lebenstile und Lebensbewältigung binationaler Ehen und wie die Kindererziehung, Schulleben und die Interaktion mit der (neuen) Umgebung gestaltet werden. Dieser Arbeit soll zum denken anregen, wie man diese “neuen Bürger“ in die deutsch Kultur integrieren kann, ohne die brasilianische Kultur und die portugiesische Sprache zu diskrimminieren und/oder zu zestören, umd zwar so, dass diese Kinder nicht als “Schulversager” enden und an den Rand der Gesellschaft geschoben werden. Deutschland wird zwar “noch” nicht offiziel als Einwanderungsland gesehen, aber die Realität sieht anders aus. Brasilien wird immer noch in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung als Entwicklungsland gesehen, aber BRICs zeigt etwas anders.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/10728

 

 

Kriterienkatalog Textkorpus 1 : Ein Instrument zur Bestimmung von Textqualität in Klasse 1 / von Anja Kürzinger und Sanna Pohlmann-Rother

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2014
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 16)
ISBN 978-3-86309-227-6
Preis: 15,50 €

Der Frage nach der Bestimmung von Textqualität kommt in der gegenwärtigen Diskussion im Kontext internationaler Schulleistungsstudien und der Überprüfung von Bildungsstandards eine besondere Bedeutung zu. Damit rücken geeignete Textbewertungsinstrumente, die empirischen Gütekriterien sowie linguistischen und schreibdidaktischen Anforderungen gerecht werden, in den Blickwinkel. Neben der holistischen Beurteilung erweisen sich in diesem Zusammenhang vor allem Kriterienkataloge als fundierte Verfahren, um Schreibprodukte zu erfassen. Im Rahmen des DFG-Projekts NaSch1 (Narrative Schreibkompetenz in Klasse 1), das Textqualität in Abhängigkeit von individuellen, familiären und unterrichtlichen Bedingungen untersucht, wurde ein umfangreicher Kriterienkatalog für die Textanalyse von Schreibprodukten aus der ersten Jahrgangsstufe entwickelt. Auf Basis von insgesamt 30 Kriterien aus sprachlichen, inhaltlichen und formal-strukturellen Bereichen sowie eines Null-Teils, der nicht in die Bewertung eingeht, wird ein differenziertes Urteil über die Qualität von 618 Schreibprodukten aus dem PERLE-Projekt ermöglicht. Präzise Beschreibungen der einzelnen Kriterien sowie die Angabe von Benchmarktexten bilden dabei die Grundlage für eine reliable und objektive Analyse der Texte. Das zugrunde liegende Modell der Textqualität wird durch die Schreiberfahrung der Lernenden sowie das schreibdidaktische Setting bedingt und lässt sich anhand des vorliegenden Analyseinstruments illustrativ nachvollziehen.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/6936

 

 

BiKS - Ergebnisse aus den Längsschnittstudien : Praxisrelevante Befunde aus dem Primar- und Sekundarschulbereich / Michael Mudiappa und Cordula Artelt (Hg,)

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2014
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 15)
ISBN 978-3-86309-170-5

Preis: 19,50 €

Wie verlaufen Entwicklungs- und Bildungsprozesse im Kindergarten, in der Grundschule und der weiterführenden Schule? Welche Rolle spielen dabei Familien und Lebens- und Lernbedingungen und welche Bedeutung kommt schulischer Förderung zu? Mit Fragen wie diesen hat sich die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderter Forschergruppe BiKS an der Universität Bamberg acht Jahre beschäftigt. Praxisnahe Befunde aus den acht Teilprojekten des interdisziplinären Forschungsverbundes sind in diesem Band zusammengetragen worden. Dargestellt werden Forschungsergebnisse aus den zwei Längsschnittstudien der Forschergruppen, die zusammengenommen den Entwicklungszeitraum vom 1. Kindergartenjahr bis zur 9. Jahrgangsstufe umfassen und an denen Eltern, Kinder, Erzieher(innen) und Lehrkräfte in Bayern und Hessen teilgenommen haben. Die Beiträge beziehen sich u. a. auf Fragen der Kompetenzentwicklung (z. B. Lese-kompetenz, Grammatikverständnis) und der Entwicklung von Interessen und schulischen Haltungen (z. B. Anstrengungsbereitschaft) von Kindern und Jugendlichen, aber auch auf die Analyse von Bildungsbiographien und Bildungsverläufen, der Genauigkeit von Lehrerurteilen und der Bedeutung sozialer Beziehungen für den Schulerfolg. Die Ergebnisse liefern wichtige Anhaltspunkte für das Verständnis von Prozessen, die in internationalen Vergleichsstudien (wie PISA und TIMSS) wiederholt berichtetet werden. Zudem können aus den Ergebnissen praxisrelevante Hinweise abgeleitet werden.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/6958

 

 

The Development of Reading Literacy from Early Childhood to Adolescence : Empirical Findings from the Bamberg BiKS Longitudinal Studies / ed. by Maximilian Pfost, Cordula Artelt, and Sabine Weinert

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 14)
ISBN 978-3-86309-164-4
Preis: 20,00 €

The BiKS research group (“Educational processes, competence development, and selection decisions in preschool- and school age”) founded in 2005 and financed by the German Research Foundation (DFG), was established by a consortium of researchers combining expertise from the disciplines of psychology, education, and sociology. Two longitudinal studies were being conducted by the BiKS research group and followed until 2012. In the first study, a cohort of preschool children was traced until grade 4 in primary school. The second study comprises a cohort of primary school children who were followed until their 9th grade in secondary school. Besides the multidisciplinary perspective, the studies can be well characterized by their broad use of different methods, such as test data, interviews, questionnaires, and live observations of behaviour as well as a consideration of different agents, i.e. students, parents, and teachers. The book focuses on empirical research findings concerning the development of reading literacy from a longitudinal perspective and the chapters cover findings from both longitudinal studies of the BiKS research group. As authors from different academic disciplines have contributed, this volume covers a range of psychological, educational as well as sociological perspectives on causes and effects of stability and interindividual differences in the development of reading literacy.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/3770

 

 

Fachwissen von Grundschullehrkräften : Effekt auf die Rechtschreibleistung von Grundschülern / von Irene Corvacho del Toro

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 13)
ISBN 978-3-86309-152-1
Preis: 18,00 €


Early literacy studies conducted in Germany has tended to concentrate on didactic approaches, instructional methods and classroom interaction (Einsiedler et al. 2002; Hanke, 2005; Hofmann, 2008; Weinhold, 2009). While these studies do not find any significant differences in achievement regarding the teaching approach, there is some empirical evidence that shows that the development of literacy skills is more dependent on the quality of instruction for pupils who struggle (Poerschke, 1999; May, 2001; Helmke et al., 2008). The current study investigates the influence of teachers’ ‘subject matter content knowledge’ (Shulman, 1986) on pupils’ spelling based on the theoretical model of teachers’ competence of the study COACTIV (Baumert & Kunter, 2011a). The sample comprised 421 elementary school children from 29 classes. Intelligence and phonological awareness were examined at entering 1st grade, spelling at the end of 2nd grade. Teachers’ knowledge was assessed employing a questionnaire. The data was analysed using a multilevel regression analysis (Hox, 2010) containing a cross-level-interaction between teachers’ knowledge and the pupils’ intelligence. The results reveal that the teachers’ knowledge moderates the strength of the relationship between intelligence and spelling achievement. In general, when teachers reach higher scores in knowledge the effect of intelligence on spelling is weaker. This effect is significant (.10*) and remains after controlling for the phonological awareness at entering school. These results show first empirical evidence of the effect of teachers’ subject matter knowledge on pupils’ spelling and speak for more linguistics in the teachers’ training classroom.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/3579

 

 

Aufgeklärte Vernunft und konkurrierende Handlungsrationalitäten am Ende des 20. Jahrhunderts : Sozialtheorie zwischen prädisponiertem Nutzenkalkül, Werterelativismus und den Vorzeichen islamischen Absolutismus / von Bernd Martin

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 12)
ISBN 978-3-86309-150-7
Preis: 23,50 €

Philosophische Aufklärung und Vernunft sowie ihr entsprechende Wertrationalität scheinen in den traditionell als modern charakterisierten wie auch jenen Gesellschaften, die durch eine sogenannte nachholende Entwicklung gekennzeichnet sind, keine Kategorien mehr zu sein, an denen sich soziales Handeln zu orientieren hat. Die Insinuation von und Idiosynkrasie gegen Moderne, Vernunft und Aufklärung als Elendsverursacher bzw. Elendsverwaltung einer unübersichtlichen, als „chaotisch“ erlebten Welt sind im Gegenteil sowohl den wissenschaftskritischen wie wissenschaftlich argumentierenden Ansätzen zur unreflektierten Pflicht geworden. Der islamisch-universalistische Gedanke kann darüber hinaus als anti-modern bzw. anti-aufklärerisch bezeichnet werden. Wie die ökonomischen, auf Handlungsnutzen angelegten Aspirationen auf menschliche Natur Rekurs nehmen, so rechtfertigen sich andererseits die biologischen über einen vermeintlich in der Stammesgeschichte angelegten Nutzengewinn. Postmoderne bzw. poststrukturalistische Gesellschaftskritik sowohl wie auch das islamische Welt- und Menschenbild greifen ebenfalls auf die menschliche Natur zurück, wenn sie kulturelle und/oder religiöse Differenz ontologisieren und somit dogmatisieren. Die in der Arbeit untersuchten Ansätze verweisen in ihrer Weigerung, die Grundlagen ihrer Argumentation als Produkt einer – sicher ideologischen – spezifischen Form aufgeklärter Kritik zu begreifen auf die Unfähigkeit oder Unwilligkeit zur Reflexion eigener Standpunkte und Widersprüche. Im Fall des islamisch-absolutistischen Menschenbilds wird der Impuls, der besonders durch das allmählich mehrheitsfähig werdende postmoderne Selbstverständnis sich verstetigt, Menschenrechte gegen kulturelle Differenz auszuspielen, besonders drastisch greifbar. Subjektivität und Individualität werden obsolet und einem Kollektivismus der Ununterscheidbarkeit geopfert.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/3482

 

 

Biblische Metaphern und Grundschulkinder : Eine qualitative empirische Studie zum Verständnis ausgewählter Ich-bin-Worte in Kinderbildern / von Nina Evelyn Reuschlein

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 11)
ISBN 978-3-86309-146-0
Preis: 24,00 €

Metaphern sprechen Grundschulkinder an! - Das ist eine wesentliche Aussage der empirisch-qualitativ ausgerichteten, religionspädagogischen Arbeit, die metaphorische Verstehenspotentiale von Grundschülern untersucht. Die Studie analysiert Kinderbilder und Gruppengespräche zu zwei ausgewählten, johanneischen Ich-bin-Worten mit Hilfe einer auf Basis der dokumentarischen Methode geführten Auswertung. Metaphorisches Verstehen stellt sich dabei als ein durch komplexe, un-bewusste sowie emotionale Vorgänge begleiteter und gesteuerter Prozess dar, der in hohem Maße kontextabhängig ist. Dabei wird deutlich, dass viele Grundschulkinder bereits über ein Gespür für metaphorische Sprache verfügen. Die vorliegende Studie kann auf der Ebene der bildlichen Gestaltung fünf Typen metaphorischen Verständnisses herausarbeiten. Darüber hinaus liefern die Kinder nicht nur aus Sicht kindertheologischer Bestrebungen fruchtbringende Deutungsmuster der beiden Ich-bin-Worte, sondern es sind wichtige, religionspädagogische Beobachtungen festzuhalten. Die Schüler lassen sich u.a. von Ansätzen sogenannter hoher Christologie des Johannesevangeliums und einer engen Verwobenheit von Theologie und Christologie anregen und gehen mit ihr – entgegen bisheriger Bedenken – in höchst kreativ-gestalterischem Maße um. Die Arbeit tritt damit in die Fußstapfen kindertheologischer Forschung, die einen konsequenten Perspektivenwechsel in der Erforschung kindlicher Deutungsmuster und Ausdrucksweisen verlangt. Sie zeigt auf, wie ein möglicher forschungsmethodischer Weg aussehen kann und möchte eine Sensibilität für kindliche, insbesondere auch non-verbale Ausdrucksweisen sichtbar machen.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/2591

 

 

Arbeitsbedingungen und Gesundheit bei älteren Personen in Familienunternehmen : eine clusteranalytische Betrachtung / von Christian Hetzel

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 10)
ISBN 978-3-86309-088-3
Preis: 23,50 €

Arbeit im Alter ist bedeutsam wegen der besseren Gesundheit und steigenden Lebenserwartung nachfolgender Geburtskohorten, wegen des Fachkräftemangels und knapper Ressourcen bei der sozialen Sicherung sowie wegen der individuellen Bewältigung der Ruhestandsproblematik. Kleine Familienunternehmen bieten dafür ein Setting, sind jedoch empirisch wenig untersucht. Die Ziele der vorliegenden Arbeit sind, (1) Arbeitsbedingungen und Gesundheit bei älteren, auch jenseits der gesetzlichen Renteneintrittsalters erwerbstätigen oder mithelfenden Personen in Familien¬unternehmen am Beispiel der bayerischen Land und Forstwirtschaft zu beschreiben, (2) eine valide empirische Gesundheitstypologie zu ermitteln sowie daraus (3) Ansätze für gesundheitsbezogene Interventionen abzuleiten. Es wird eine dreistufige, proportional nach regionalem Populationsumfang geschichtete Zufallsstichprobe gezogen. Arbeitsbedingungen und Gesundheit werden nach Alter, Geschlecht, Betriebsgröße und struktur dargestellt und sofern vorhanden in Bezug zu Vergleichswerten gesetzt. Auf der theoretischen Basis eines orthogonalen Gesundheitskonzeptes ist die deterministische 4 Clusterlösung inhaltlich interpretierbar. Sie weist eine ausreichende, der 3 bzw. 7 Clusterlösung überlegene Modellanpassung auf und ist extern valide bezüglich der Arbeitsunfähigkeitstage, der Regelung der Betriebsübergabe und der subjektiven Arbeitsbedingungen. Die Betriebsübergabe in Familienunternehmen ist gesundheitsrelevant, was über das bislang wenig untersuchte Setting hinaus von Bedeutung sein dürfte. Die Befunde können in Bezug auf die alternde Gesellschaft ein positives Altersbild unterstützen.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/467

 

 

Diagnostische Kompetenz von Grundschullehrkräften : strukturelle Aspekte und Bedingungen / von Christian Lorenz

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2011
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg; 9)
ISBN 978-3-86309-056-2
Preis: 20,00 €

In der vorliegenden Dissertation wird sich mit der diagnostischen Kompetenz von Grundschullehrern beschäftigt, wobei deren Struktur und ihre Bedingungen im Zentrum der Betrachtungen stehen. Unter diagnostischer Kompetenz wird bei Lehrern deren Fähigkeit verstanden, Schülerleistungen und -merkmale sowie die Schwierigkeit von Aufgaben korrekt einzuschätzen. Diese Fähigkeit gilt als Schlüsselkompetenz in Lehr- und Lernkontexten, da ihr eine hohe Bedeutung für adäquate Unterrichtsgestaltung sowie faire und objektive Beurteilungen beigemessen wird. Eine Vielzahl an Forschungsbefunden belegt, dass Lehrkräfte zwar im Mittel gute Diagnostiker sind, dass jedoch große interindividuelle Unterschiede bestehen. Dabei waren die bisherigen Untersuchungen überwiegend querschnittlich angelegt und auf einzelne oder wenige Leistungsbereiche bezogen. Aussagen dazu, wie bereichsspezifisch und stabil die Güte von Lehrerurteilen ist, waren somit bislang kaum möglich. Ebenso erfolgte die Suche nach den Ursachen für die Unterschiedlichkeit zwischen Lehrern in aller Regel nur anhand weniger Lehrer- oder Klassenmerkmale, ohne dass jedoch erklärende Variablen gefunden wurden. An diese Desiderata wird in dieser Arbeit angeknüpft, indem quer- und längsschnittlich und unter Einbezug einer Vielzahl potentiell erklärender Merkmale die Urteilsgüte in mehreren kognitiven und emotional-motivationalen Bereichen erhoben wird. Zentrale Fragestellungen beziehen sich dabei auf strukturelle Aspekte wie jenen der Bereichshomogenität und Stabilität der Urteilsgüte sowie der Reliabilität der Urteilskomponenten. Bedingungen der Urteilsgenauigkeit werden auf Ebene der Lehrer, der Klassen und der individuellen Schüler vermutet und untersucht. Darüber hinaus werden auch Zeugnisnoten als eine besonders bedeutungsvolle Form der Lehrerurteile betrachtet.

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http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2012/395/

 

 

Die Seele im Gespräch mit sich selbst : Bewusstsein und die Fähigkeit zur Selbsterkenntnis und -veränderung / von Albrecht Georg Zeißner

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2011
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 8)
ISBN 978-3-86309-005-0
Preis: 45,00 €

Die besondere Fähigkeit des Menschen, sich flexibel an neuartige und sich dynamisch verändernde Problemstellungen anzupassen, wird von zeitgenössischen psychologischen und neurowissenschaftlichen Menschenbildern nur unzureichend berücksichtigt. Nicht ohne Grund fällt diese konzeptionelle Lücke mit einer Neigung zusammen, das menschliche Bewusstsein bei der Erforschung des menschlichen Geistes auszuklammern oder als rein epiphänomenal zu behandeln. Dabei schließt dieses – im Sinne seiner grundsätzlichen Befähigung, über sich selbst zu reflektieren und sein Denken und Handeln im Einklang mit den so gewonnenen Erkenntnissen zu verändern, verstanden – genau die erwähnte Lücke. In der Tat existieren sowohl Theorien (Dörner, 1999) wie auch empirische Ergebnisse (Reither, 1979 sowie Tisdale, 1998), die einen engen Zusammenhang zwischen Bewusstsein und Problemlösegüte nahelegen. Zielsetzung der vorliegenden Arbeit war es, die Tätigkeit dieser bewussten Handlungskontrolle im Detail zu beobachten, um deren Bedingungen und Erscheinungsformen genauer herausarbeiten zu können.

Sechzehn Versuchspersonen wurden mit einem Versuchsparcours aus drei Versuchsteilen konfrontiert: Dem Führen einer fiktiven Farm in einem einfachen computersimulierten ökologischen System, der Bearbeitung von Entscheidungsszenarien sowie dem Deuten und Bewerten von Sprichwörtern. Dabei hielt der Versuchsleiter die Probanden dazu an, ihre Gedanken laut auszusprechen, damit er die Entwicklung des Problemlöseprozesses online verfolgen konnte. Acht Probanden wurden als Eckfälle ausgewählt und ihre Versuchsdaten einer Einzelfallanalyse unterzogen.

Für die Eckfälle konnten Theorien entwickelt werden, die den individuellen Verlauf der Computersimulation erklären. Die verschiedenen Episoden im Simulationsverlauf, an denen die Probanden sich und ihre Problemlösebemühungen immer wieder in den Blick nahmen, leisteten hierbei einen besonders großen Erklärungsbeitrag. Sie wurden in einem weiteren Schritt probandenübergreifend betrachtet, geordnet und in Beziehung gesetzt. Die resultierende Theorie ist in der Lage, die Stellen des Vorkommens, sowie den Inhalt und die Auswirkungen dieser bewussten Episoden in Abhängigkeit von der jeweiligen Situation und der Persönlichkeit des Probanden zu erklären. In einer abschließenden Prüfung durch Triangulation und Modellierung am Rechner hat sich diese Theorie bewährt.

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http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2011/310/

 

 

Empirische Evaluation des Modellversuchs "Kindergarten der Zukunft in Bayern - KiDZ" : Ergebnisse der Kindergartenphase / von Hans-Günther Roßbach, Jutta Sechtig und Ulrike Freund

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 7)
ISBN 978-3-923507-84-9
Preis: 13,50 €

Ein Überblick über die gegenwärtig diskutierten frühpädagogischen Ansätze und Modellprojekte weist auf erhebliche Wissensdefizite darüber hin, was tatsächlich mit diesen Ansätzen und Projekten in der Praxis erreicht wird. Dies gilt vor allem im Hinblick auf die Auswirkungen bei den beteiligten Kindern: Systematische empirische Evaluationen von Modellprogrammen und ihren Auswirkungen auf die teilnehmenden Kinder sind in Deutschland äußerst selten. Der Modellversuch „KiDZ – Kindergarten der Zukunft in Bayern“ (2004-2009), der auf die inhaltliche und strukturelle Verzahnung der beiden Bildungsbereiche Kindergarten und Grundschule zielte und maßgeblich charakterisiert war durch die gemeinsame Bildung, Erziehung und Betreuung von Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen und Grundschullehrerinnen im Kindergarten, wurde daher von Beginn an empirisch evaluiert.
Der hier vorliegende Bericht der wissenschaftlichen Begleitung durch den Lehrstuhl für Elementar- und Familienpädagogik (OFU Bamberg) stellt die wesentlichen Ergebnisse dar und zeigt, dass die KiDZ-Kindergartenförderung ein erfolgreicher Weg ist, die tatsächliche Förderqualität im Kindergarten zu verbessern und auf diese Weise die Entwicklung der Kindergartenkinder positiv zu beeinflussen.

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https://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/260

 

 

Unternehmens- und Arbeitsstrukturen von Automobilkonzernen im Wandel : die Beispiele Daimler, Volkswagen und General Motors / von Markus J. Heibler

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 6)
ISBN 978-3-923507-76-4
Preis: 20,00 €

Die Automobilindustrie, die neben der Chemischen Industrie und dem (Werkzeug-)Maschinenbau zu den Säulen der traditionellen deutschen Industrie zählt, durchlebt seit Jahren einen grundlegenden Wandel. Dieser Wandel äußert sich neben einer zunehmenden Internationalisierung des gesamten Industriezweiges in Konzentrationsprozessen und einer stärker werdenden Konkurrenz- und Wettbewerbssituation. Dies bleibt nicht ohne Folgen für die Unternehmens- und Arbeitsstrukturen.

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http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2010/286/

 

 

Nikotin: Molekulare und physiologische Effekte im Zentralnervensystem : ein stereospezifisches Modell zur Analyse der Nikotinperzeption, liking und sensorisch induziertem Craving / von Andrea Goßler

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 5)
ISBN 978-3-923507-69-6
Preis: 16,80 €

Die Nikotinabhängigkeit ist von großer Bedeutung für die aktuelle Gesellschaft, weil sie die Nummer eins der vermeidbaren Todesursachen unserer Zeit ist. Viele Mechanismen, die ihr zugrunde liegen, werden in neuerer Zeit auch mit der Pathophysiologie verschiedener psychiatrischer Störungsbilder wie z.B. Morbus Alzheimer oder ADHS in Verbindung gebracht. Nikotinerg-cholinerge Schaltkreise stellen sich außerdem zunehmend als entscheidender Faktor für kognitive Prozesse wie Gedächtnis, Lernen, Aufmerksamkeit und Wahrnehmung heraus. Viele grundlegende Mechanismen sind jedoch nach wie vor unbekannt.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit neurophysiologischen und psychophysiologischen Reaktionen von Rauchern, Rauchern im Entzug und Nichtrauchern auf olfaktorische und trigeminale Nikotinreize sowie auf Kontrollsubstanzen. Hierfür wurden die evozierten Antworten mit EEG und funktioneller Magnetresonanztomographie aufgezeichnet und analysiert. Der kombinierte Einsatz verschiedenster Verfahren zur Messung von Reaktionen des menschlichen Gehirns in verschiedenen Zuständen (Rauchen, Nichtrauchen, im Entzug) auf intranasale Reize ist neuartig und liefert neben der Bestätigung bereits vorliegender Ergebnisse eine Reihe neuer Erkenntnisse, die sowohl für die Forschung als auch für die Praxis wertvolle Anregungen geben können.

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http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2010/238/

 

 

Der Einfluss von Coaching auf die Sportaktivität : Konzeption, Vermittlung und Evaluation eines Coachings zur sportbezogenen Ziel- und Handlungsregulation / von Andrea Fuchshuber
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 4)
ISBN 978-3-923507-50-4
Preis: 17,50 €

Trotz der nachweislich positiven Wirkung regelmäßiger sportlicher Aktivität findet man einen gewohnheitsmäßig aktiven Lebensstil nur bei einer Minderheit der Bevölkerung. Die massenmedialen Interventionen zur Bewegungsförderung übersehen immer noch, dass Angebot und Distribution von Interventionsmaßnahmen zielgruppenspezifisch vermittelt werden müssen, um den Erreichungs- und Wirkungsgrad der Maßnahmen zu verbessern.
Die Gestaltung einer zielgruppenspezifischen Intervention kann durch das Coaching zur sportbezogenen Ziel- und Handlungsregulation verwirklicht werden. Einerseits werden im Coaching die Einflüsse der Lebenswelt einer Person berücksichtigt, andererseits werden gezielt die individuellen selbstregulatorischen Fähigkeiten des Klienten gefördert.
Inhalt dieser Arbeit war es, ein Coaching zur Implementierung und Aufrechterhaltung von Sportaktivität theoriegeleitet zu entwickeln, das Konzept an Multiplikatoren zu vermitteln und sowohl den Prozess als auch die Ergebnisse des Coachings zu evaluieren. Teilnehmer der Studie waren 13 sportpädagogisch ausgebildete Fachkräfte, die die Coachings mit je zwei Besuchern eines Fitness-Studios durchführten. Nach sieben Coaching-Sitzungen in einem Zeitraum von zehn Wochen wurde entsprechend des dynamischen Selbstregulationsmodells die Evaluation des Coachings auf drei Ebenen durchgeführt: Als psychometrische Variablen wurden die sportbezogene Selbstwirksamkeit und die sportbezogene Selbstkonkordanz herangezogen; auf der biometrischen Ebene wurden Gewicht, Blutdruck sowie Ruhe- und Belastungspuls gemessen; schließlich konnten die Häufigkeit und die Stabilität der sportlichen Aktivität durch die Verwaltungssysteme der Fitness-Studios objektiv gemessen werden. Der Erfassung der Variablen lag ein Ein-Gruppen-Prätest-Posttest-Design zu Grunde. Nach weiteren zehn Wochen erfolgte eine Follow-up-Erhebung zum Trainingsverhalten. Um den Effekt des Coachings auf die Veränderung im Trainingsverhalten nachzuweisen, wurde ein ABA-Einzelfallversuchsplan eingesetzt. Ergänzend erfolgte die systematische Darstellung der Fallgeschichten von fünf Klienten.
Die Ergebnisse der vorliegenden Studie dokumentieren den Wert einer personenbezogenen Intervention in Form eines Coachings zur Förderung der sportlichen Aktivität. Es konnte nachgewiesen werden, dass das Coaching einen positiven und nachhaltigen Effekt auf die Trainingshäufigkeit und Trainingsstabilität der Klienten hatte. Sowohl der Gesamtwert der sportbezogenen Selbstwirksamkeit als auch der sportbezogenen Selbstkonkordanz stiegen nach dem Coaching signifikant an. Durch die Prozessevaluation wurden konkrete Hinweise zur methodischen Gestaltung von Interventionen zur Förderung von Sportaktivität ermittelt. Qualitative Ergebnisse geben Aufschluss darüber, mit welchen Strategien sich die Klienten unterstützten, um ihr Zielverhalten auszuführen.
Implikationen für die Übertragung der Ergebnisse in die Praxis sowie für die weitere Forschung wurden diskutiert.

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http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2009/201/

 

 

Individuelles Mensch-Sein in Freiheit und Verantwortung : die Bildungsidee Edith Steins / von Cordula Haderlein
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 3)
ISBN 978-3-923507-46-7
Preis: 16,50 €

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich auf Grundlage der philosophischen Hermeneutik Gadamers mit der Bildungsphilosophie Edith Steins (1891-1942).
Basis dieser Bildungsphilosophie ist Steins Anthropologie, die sowohl philosophisch als auch theologisch fundiert ist. Die Philosophie – Stein stützt sich hier auf die Methode der Phänomenologie – macht es möglich, zu erfassen, was der Mensch ist. Die Theologie ermöglicht es zu sehen, was der Mensch sein soll.
Grundsätzlich gehört es für Stein zum Menschsein, dass der Mensch eine Einheit von Seele und Leib darstellt, dass er einen individuellen Persönlichkeitskern besitzt und dass es ein Ich gibt, das sich seiner selbst bewusst ist, das apriorisch frei ist und das kraft seiner Freiheit Leib und Seele gestalten kann. Aus dieser Freiheit entspringt die Verantwortung des Menschen für sich und sein Tun – auch gegenüber seiner eigenen Entwicklung.
Menschliches Handeln ist so definiert als Realisation von Wesensmöglichkeiten, die durch Können, Wollen und Sollen bestimmt ist. Nicht die Begrenzungen einer Person stehen im Fokus sondern die Möglichkeiten! Dies gilt besonders bei Steins Aussagen zur Frauenbildung, ihre Haltung hier ist als geschlechtsemanzipatorisch zu bezeichnen. Sie leugnet die leiblich-geschlechtliche Identität nicht, sieht das Menschsein aber individuell und frei. Dadurch begründet sich, dass Stein keinen Unterschied der Bildungsinhalte bezüglich des Geschlechts machen will. Nur so ist echte Wahlfreiheit gewährleistet. Bildung als Basis für individuelle Selbstverwirklichung im Beruf könnte als Oberbegriff für Steins Perspektive stehen.
Diese Anthropologie ist Basis ihrer Bildungsphilosophie, in deren Zentrum die Grundgedanken von Individualität, Freiheit und Verantwortung stehen.
Bildung ist für Stein ausdrücklich kein äußerer Wissensbesitz, sondern ein aktiver Prozess der Bildung des ganzen, individuellen Menschen mit all seinen Kräften und Fähigkeiten.
Von dieser Prämisse ausgehend, müssen Bildungsangebote so gestaltet sein, dass sie den Menschen in die Lage versetzen, sich im Leben zurecht zu finden. Dabei ist Bildung immer ein Angebot – der zu Bildende ist Subjekt im Bildungsprozess. Seine Freiheit ist unhintergehbar, er selbst ist verantwortlich für die Entfaltung seiner angelegten Potenzen und seiner Persönlichkeit.
Bildung versteht Stein als Weg, den Menschen bei der Realisation seiner Freiheit zu unterstützen. Damit ist ein emanzipatorischer Anspruch erhoben, der die Freiheit des Menschen ernst nimmt und den Menschen als nicht manipulierbar und nicht verfügbar versteht. Machbarkeit in Bezug auf Bildung von Menschen ist nach Stein ethisch nicht vertretbar, aber auch praktisch nicht durchführbar. Selbst Gott respektiert in Steins Konzept die Freiheit des Menschen.
Steins Bildungsphilosophie fundiert eine zeitlos gültige Idee individuellen Mensch-Seins in Freiheit und Verantwortung. Gerade wenn der Mensch – wie bei Stein – individuell und frei gedacht ist, kann Bildung die Individualität und Freiheit nicht ignorieren, sondern muss das Bildungswesen unter genau diesen Aspekten betrachten – das könnte ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu echter Bildungsgerechtigkeit sein.

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http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2009/184/

 

 

Modellierung der Alltagsorganisation : ein psychologisch basiertes Agentenmodell zur Erzeugung der Verkehrsnachfrage / von Ulrike Brüggemann
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 2)
ISBN 978-3-923507-42-9
Preis: 37,80 €

Die Entscheidungsträger unserer Gesellschaft müssen heutzutage hoch komplexe sozio-technische Systeme managen. Dies ist nach Ansicht der Autorin nur mit Hilfe von Computersimulationsmodellen in Form von Multiagentensystemen möglich, die auf einem psychologisch validen Agentenmodell basieren.
Diese These wird in dieser interdisziplinären Dissertation am Beispiel städtischer Mobilität begründet und die Notwendigkeit eines psychologisch basierten Modells der Alltagsorganisation zur Erzeugung der Verkehrsnachfrage hergeleitet. Es wird die Verwendung der PSI-Theorie von Prof. Dr. Dietrich Dörner als psychologische Basis begründet; die Theorie wird entsprechend differenziert, auf Alltagsorganisation angewendet und in Form eines Agentenmodells implementiert.
Hiermit ist ein erster Schritt auf dem Weg zu einer anderen Art von Verkehrsnachfragemodellierung getan, die Verkehrsverhalten kausal und psychologisch valide auf individueller Ebene erklärt. Die Zukunft wird zeigen, ob dies hilft, die im Rahmen der klassischen Verkehrsmodellierung auftretenden Erklärungs- und Prognoseprobleme zu lösen, jedoch zeigen die Systemanalyseergebnisse mögliche Quellen für diese Probleme auf, die durch den in dieser Arbeit vorgeschlagenen Ansatz eliminiert werden.

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http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2009/174/

 

 

Sorgen und Grübeln: Zwei Seiten derselben Medaille? Ein Konzeptvergleich von Worry und Rumination in einer multizentrischen Studie an Patienten mit Depression und einer nichtklinischen Vergleichsstichprobe / Angela Rischer
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2008
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 1)
ISBN 978-3-923507-34-4
Preis: 30,00 €

Wiederkehrende Sorgen- und Grübelgedanken können manchmal lästig sein, sie können im schlimmsten Fall jedoch auch regelrecht krankmachen. In der internationalen psychologischen Forschung werden beide kognitiven Prozesse, Worry und Rumination, derzeit einer konzeptionellen Überprüfung unterzogen, nicht zuletzt, um gezieltere psychotherapeutische Behandlungsmethoden dafür zu entwickeln (z.B. Borcovec et al. 1998; Fresco et al. 2002; Segerstrom et al. 2000; Watkins 2003, 2004; Watkins et al. 2005). Rumination spielt bei klinischen Störungen wie der Depression eine große Rolle, während Worry ein Kennzeichen von Angststörungen darstellt. Aber sind Sorgen und Grübeln wirklich so zu trennen, und müssen sie getrennt behandelt werden?

In der vorliegenden Multicenter-Studie werden zum ersten Mal die Konzepte von Rumination und Worry nicht nur an gesunden Personen (n=391), sondern auch an jenen, die an einer depressiven Störung erkrankt waren (n=104), hinsichtlich deskriptiver, emotionaler, Bewertungs- und Copingmerkmalen verglichen.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2008/141/