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University of Bamberg Press

Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften

Profil der Reihe

Es erscheinen Schriften aus dem Fächerspektrum der sprach- und literaturwissenschaftlichen Disziplinen über Philosophie bis Geschichte, Archäologie, Geographie und Katholische Theologie. Es besteht eine kulturwissenschaftliche Ausrichtung der einzelnen Fächer, die Bereiche wie Denkmalpflege, Kulturgutsicherung und Kunstgeschichte ebenso abdecken wie die verschiedenen Philologien, Geschichte/Europäische Ethnologie und Geographie.

Schriftenreihe auf dem OPUS-Hochschulschriftenserver

Bisher erschienene Bände

Aleksandr Puškin und der Kaukasus : Literatur. Geschichte. Bilder / herausgegeben von Ada Raev und Dietmar Stüdemann unter Mitarbeit von Helene Cau  

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2018
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg  ; 25)
978-3-86309-549-9

Preis: 27,00 €

Der Band Aleksandr Puškin und der Kaukasus. Literatur. Geschichte. Bilder beleuchtet jene Phase der russischen Geschichte und Kultur, als im Zuge der Expansionspolitik des Zarenreiches neue, ferne Gebiete in den Blick gerieten. Gerade die Kaukasusregion bildete mit ihrer atemberaubenden Bergwelt und den dort seit alters her ansässigen Völkern mit unterschiedlichen Religionen, Sitten und Gebräuchen für die Konstituierung des Selbstverständnisses des Dichters Aleksandr Puškin (1799-1837) und der russischen Gesellschaft eine Herausforderung. Die Beiträge von Rolf-Dietrich Keil, Elisabeth von Erdmann, Leonid Arinštejn, Wolfgang Stephan Kissel, Andreas Ebbinghaus, Thomas Grob, Ada Raev und Sebastian Kempgen bewegen sich räumlich, zeitlich und methodisch zwischen unterschiedlichen Polen. Die Zugangsweisen umfassen biographische, macht- und geopolitische, literaturwissenschaftliche, ideengeschichtliche, kulturwissenschaftliche, kunsthistorische und wissenschaftsgeschichtliche Fokussierungen. In der Zusammenschau von unterschiedlichen Quellen, literarischen Werken und bildkünstlerischen Zeugnissen wird herausgearbeitet, dass der Kaukasus aus russischer Sicht im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts viele Gesichter hatte: Er war gleichermaßen mythengesättigter „Mundus Imaginalis“, Ort romantischer Sehnsucht und orientalischer Phantasien, „imperiale Landschaft“ und vielgestaltige Kulturlandschaft. Darüber hinaus diente er als Inspirationsquelle für neue literarische und bild-künstlerische Genres, als Erkenntnisraum und Prüfstein für den Begriff der Zivilisation. Neben Besonderheiten des russischen Orientdiskurses wird abschließend der Umgang des modernen Georgien mit dem kulturellen Erbe der einstigen Besatzer thematisiert.

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Freiheit – Reflexion – Erfüllung : Der Begriff der Glückswürdigkeit bei Kant und Fichte und seine Folgen für unser Bild vom Menschen / von Kai Gregor

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2017
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 24)
978-3-86309-481-2

Preis: 26,00 €

Die Studie entwickelt am Begriff der Glückswürdigkeit bei Kant und Fichte ein ebenso fundamentales wie innovatives Verständnis von Freiheit, Wissen und Glück. Sie stellt darüber hinaus wichtige Probleme der Freiheits- und Wissensbegründung in den Kontext gegenwärtiger Debatten und Perspektiven. Dadurch gelingt ein grundlegender Ausblick auf die Potentiale und Gefahren unseres gegenwärtigen Bildes vom Menschen.

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Funktion und Normativität bei Darwin und Aristoteles / hg. von Marko J. Fuchs und Annett Wienmeister

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 23)
978-3-86309-407-2

Preis: 22,00 €

In immer mehr Bereichen der modernen Humanwissenschaften wird die Evolutionstheorie als maßgebliches Erklärungsmodell angewendet. Die Attraktivität dieses Modells für andere Wissenschaften besteht in der Verbindung der historischen Entwicklungsdimension mit einer naturwissenschaftlich-nüchternen Betrachtungsweise, in der Phänomene funktional als auf Anpassung ausgerichtete Zusammenhänge begriffen werden. Mit Blick auf die Moral scheint dies jedoch auf die Alternative hinauszulaufen, entweder die Moral auf evolutionäre Anpassungsleistungen zurückzuführen oder moralische Normativität als irreduzibel anzukennen, was dann aber dazu führt, dass Ethik und Evolutionstheorie als zwei Perspektiven, unter denen menschliches Verhalten betrachtet werden kann, unvermittelt nebeneinander stehen. Dieser Befund ist jedoch insofern defizitär, als in der gegenwärtigen philosophischen Ethik in zunehmendem Maße die Notwendigkeit gesehen wird, menschliches Verhalten an die Natur zurückzubinden. Daher wird im modernen ethischen Diskurs nicht nur die Vernünftigkeit des Menschen, sondern auch seine biologische Verfassung zum Gegenstand der Untersuchung. Dieser Perspektivwechsel ist maßgeblich mit einer Wiederaufnahme aristotelischer Grundfiguren verbunden, so dass sogar von einer ‚Re-Aristotelisierung der praktischen Philosophie‘ (Höffe) gesprochen wird. Was diese antike Ethik so attraktiv erscheinen lässt, ist die Verwendung eines Naturbegriffs (physis), der zugleich die Grundlage der aristotelischen Naturphilosophie darstellt. Es scheint somit, dass die aristotelische Philosophie die Möglichkeit eröffnet, den Menschen sowohl als natürliches als auch als moralisches Wesen zu begreifen, ohne die moralische Dimension auf Naturvorgänge zu reduzieren. Der Sammelband diskutiert unter anderem die Frage, inwieweit Aristoteles’ Philosophie mögliche Lösungsansätze für das oben beschriebene Problem der Disparität von Moral und Evolutionstheorie anbieten kann.

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Einführung in die Didaktik der romanischen Sprachen und Literaturen / von Christine Michler

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2015
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 22)
978-3-86309-354-9

Preis: 17,00 €

Die „Einführung in die Didaktik der romanischen Sprachen und Literaturen’“ unterstützt mit einem zusammenfassenden Überblick fachdidaktisch relevanter wissenschaftlicher Themen und mit Anregungen für die Umsetzung im Unterricht die Studierenden des Französischen, Spanischen oder Italienischen bei der Vor- und Nachbereitung der während des Studiums und in der späteren Unterrichtspraxis notwendigen didaktischen Inhalte. Inhaltlich reicht die ‚Einführung’ von der historischen Perspektive des Fachs, die den Hintergrund für gegenwärtige Entwicklungen liefert, bis zum aktuellen Stand fremdsprachendidaktischer Forschung. Im Detail werden besprochen: Die Begriffe ‚Didaktik’ und ‚Methodik’, die Verortung der Didaktik der romanischen Sprachen im universitären Fächerkanon, ihre Aufgaben und Schwerpunkte sowie ihre Anbindung an wesentliche Bezugswissenschaften, die Geschichte des Unterrichts der romanischen (Schul-)Sprachen in Deutschland, die Methodengeschichte, Sozialformen, Rahmenbedingungen des Unterrichts, Funktion von Medien, Spracherwerbs- und Sprachlerntheorien, die Rolle der individuellen Lernervariablen, Möglichkeiten der Binnendifferenzierung, Aspekte der Mehrsprachigkeitsdidaktik. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die zentralen Handlungsfelder des aktuellen, der kommunikativen interkulturellen Kompetenz verpflichteten Unterrichts der romanischen Sprachen: Kompetenz- und Aufgabenorientierung, funktionale kommunikative Kompetenzen, landeskundliche, inter- bzw. transkulturelle Themen, Literaturdidaktik, Methodenkompetenz, Leistungserhebungen. Die Vorstellung des Berufsfelds ‚Lehrkraft für romanische (Schul-)Sprachen‘, ein Glossar zu fachdidaktischen Begriffen und eine Bibliographie beschließen die ‚Einführung‘. Mit der Beschreibung dieser didaktischen Themenbereiche zeigt die ‚Einführung’ den zukünftigen Lehrkräften Wege, wie sie den unterschiedlichen Unterrichtsvoraussetzungen und –bedingungen kompetent begegnen und den Unterricht zielgerichtet so durchführen können, dass die Schüler sprachliche Handlungskompetenz erlangen und zu erfolgreicher interkultureller Kommunikation fähig sind.

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Kontrastive Analyse zu phraseologischen Somatismen im Deutschen und Italienischen / von Stephanie Kahl

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2015
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 21)
978-3-86309-336-5

Preis: 21,00 €

Im Teil I dieser Untersuchung wird in das Thema der Phraseologie eingeführt. Die folgenden Abschnitte beschäftigen sich mit dieser Teildisziplin aus den verschiedenen Perspektiven der Germanistik und Italianistik und geben einen Überblick über den bisherigen Forschungsstand. Im Kapitel III stehen die Phraseologismen als sprachliche Erscheinung im Mittelpunkt: Es schließt sich ein kurzer Exkurs an (Kapitel V), der die Phraseologismen aus psycholinguistischer Sicht betrachtet. Gegenstand des Kapitels VI sind die Somatismen, der Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit. Den Abschluss von Teil II bildet das Kapitel VII, das sich mit verschiedenen Äquivalenzmodellen und den falschen Freunden beschäftigt. Der Teil III ist auf die Analyse der vorliegenden Belege ausgerichtet. Dafür werden auf die Vorgehensweise, auf sprachtypologische Differenzen zwischen dem Deutschen und Italienischen und auf die Grundlage der Klassifizierung der Äquivalenztypen eingegangen. Anschließend stelle ich die ersten Ergebnisse meiner Untersuchung vor (Kapitel IX). Die Phraseologismen werden in Hinblick auf die Körperteile, auf Fachbegriffe und auf umgangssprachliche Bezeichnungen für Körperteile untersucht. Auch auf Euphemismen für bestimmte Körperteile wird eingegangen. Im Zusammenhang mit den Körperteilen steht die oft postulierte These, dass Phraseologismen vorrangig Gefühle nominieren. Diese These wird im Kapitel X überprüft. Der Gegenstand des letzten Kapitels ist die Auswertung der Äquivalenzbeziehungen zwischen deutschen und italienischen Phraseologismen.

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Moral Realism and Political Decisions : Practical Rationality in Contemporary Public Contexts / ed. by Gabriele De Anna and Riccardo Martinelli

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2015
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 20)
978-3-86309-294-8

Preis: 21,50 €

The challenge of realism is one of the common features of current philosophical debates, across different cultural traditions, and in many areas of investigation (epistemology, metaphysics, ethics, aesthetics, theory of action, etc.). The implications of realism for political philosophy and political practice, though, are just starting to become an object of systematic discussions. Such implications, however, are significant, since the area of politics is contiguous with that of ethics and action, for example. This volume intends to contribute to debates on the relevance of realism – especially moral realism – for politics. The essays included in the collection address a number of related issues, ranging from foundational problems of realism in ethics, action theory and politics, to questions about pragmatics, to difficulties in political theory, and to political hindrances related to economics and legal theory. The common focus of all essays is the relevance of realism for a conception of practical rationality in political contexts.

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Denkmalschutz und Denkmalpflege von 1975 bis 2005 mit Schwerpunkt Bayern / Viktoria Lukas-Krohm

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2014
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 19)
978-3-86309-272-6

Preis: 22,00 €

Die Denkmalpflege in Deutschland hat seit dem europäischen Denkmalschutzjahr 1975 bis in das Jahr 2005 eine bewegte Entwicklung durchgemacht. Verschiedene Debatten prägten diese Zeit, in der aus historischer Sicht die Vereinigung der beiden deutschen Teilstaaten die stärkste Zäsur darstellt. Die dadurch bedingten Änderungen wirkten sich nicht nur inhaltlich, sondern auch finanziell, strukturell und personell auf die gesamtdeutsche Denkmalpflege aus und stießen unter anderem eine bis heute aktuelle Rekonstruktionsdebatte an. Mit Blick auf die geführten Theoriediskussionen wird die Stellung der Denkmalpflege in den vergangenen dreißig Jahren aufgezeigt. Die Vielfalt der Themen, mit denen sich die Denkmalpfleger beschäftigten, wird dargelegt und eingeordnet. Manche Themen, wie z. B. die Diskussion um das Für und Wider von Rekonstruktionen, werden immer wieder aufgegriffen. Die Arbeit der Denkmalpflege steht in einer Beziehung zwischen Gesetzgebung, Politik, Fördermitteln, den Denkmaleigentümern und weiteren Faktoren. Die politischen Rahmenbedingungen werden ebenso dargelegt wie der Blick der Denkmalpfleger nach innen, der das eigene Handeln reflektiert. Diese Entwicklung wird anhand von ausgewählten Beiträgen geschildert und mit Einzelbeispielen aus der praktischen Denkmalpflege in Bayern paradigmatisch verdeutlicht. Es wird aufgezeigt, welcher historischen Dimension die Denkmalpflege jeweils unterliegt und wie sie in ihrer Zeit und aus unserer Rückschau bewertet wird. Die Erkenntnisse dieser Einschätzungen können – sicher auch – ein Zugewinn für die heutige denkmalpflegerische Arbeit sein.

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Bausteine zur deutschen und italienischen Geschichte :  Festschrift zum 70. Geburtstag von Horst Enzensberger / Hrsg. von Maria Stuiber und Michele Spadaccini

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2014
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 18)
978-3-86309-264-1

Preis: 42,00 €

Die Festschrift zum 70. Geburtstag von Horst Enzensberger greift mit ihren Beiträgen die Forschungsgebiete des Jubilars auf. Das Spektrum reicht von der spätantiken Geschichte Italiens bis zur deutschen Mittelalterforschung im 20. Jahrhundert. Die Beiträge geben Einblick in die vielfältigen kulturellen Einflüsse und Überlagerungen auf Sizilien, in die Geschichte religiöser Orden, Praktiken und kirchlicher Strukturen sowie in die kriegerischen Auseinandersetzungen Europas. Besonders hervorgehoben werden dabei die Kontakte zwischen der italienischen Halbinsel und Mitteleuropa.

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Wiederaufbau der Warschauer Altstadt nach dem Zweiten Weltkrieg : Im Spannungsfeld zwischen denkmalpflegerischen Prinzipien, politischer Indienstnahme und gesellschaftlichen Erwartungen / Grazyna Ewa Herber

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2014
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 17)
ISBN 978-3-86309-212-2
Preis: 29,00 €

Der Wiederaufbau des von den Nationalsozialisten völlig zerstörten Warschau liegt inzwischen über 60 Jahre zurück. Warschau ist wie Phönix aus der Asche auferstanden und gibt Zeugnis über eine sehr schwierige politische Epoche. Der Wiederaufbau ist unter der Herrschaft kommunistischer Machthaber erfolgt: Die wieder aufgebaute Altstadt ist daher einerseits als sozialistische Arbeitersiedlung angelegt, andererseits ist ein historischer Aufbau vorgenommen worden. Der Wiederaufbau von Warschau wird im Hinblick auf die erfolgte Abweichung von der Theorie der Denkmalpflege in der Wissenschaft stark kritisiert; es wird daher dem Wiederaufbau im Ergebnis jede denkmalpflegerische Qualität abgesprochen. Die für die Warschauer Altstadt verwendeten Label wie „Phönix aus der Asche“, „denkmalpflegerische Fälschung“, „Attrapolis“, „verwirklichte Vision“, „der große Bluff“, „gebaute Geschichtsfiktion“ und auch andere negative Wertungen verstärken die Neugier, dieses Projekt vertieft zu erforschen und gerade auch auf seine denkmalpflegerische Qualität zu überprüfen. Die vorliegende Dissertation setzt sich insbesondere mit dieser Kritik auseinander und kommt zu dem Ergebnis, dass der Wiederaufbau von Warschau im Spannungsfeld von denkmalpflegerischen Prinzipien, politischer Indienstnahme und gesellschaftlichen Erwartungen stattgefunden hat. Es wird die großartige Arbeit der beteiligten Denkmalpfleger gewürdigt und heraus gearbeitet, dass Polen seinen ganz eigenen Weg gefunden hat, der unter den seinerzeit schwierigen politischen Rahmenbedingungen kaum anders gegangen werden konnte.

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Didaktik des Deutschen als Zweitsprache - DiDaZ in Bamberg lehren und lernen : Eine Bilanz des Faches in Forschung und Lehre (2010 bis 2015) / hrsg. von Claudia Kupfer-Schreiner und Annette Pöhlmann-Lang

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2015
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 16)
978-3-86309-200-9

Preis: 18,50 €

Seit 2010 kann an der Universität Bamberg die Didaktik des Deutschen als Zweitsprache (DiDaZ) studiert werden. Der vorliegende Band unternimmt den Versuch, eine Zusammenschau der Ansätze, Konzepte und Initiativen in Forschung und Lehre von 2010 bis 2015 zu geben und insgesamt das spezifische Profil der neuen eigenständigen Fachdisziplin in Bamberg zu skizzieren. Wenngleich eine systematische und vollständige Darstellung des Faches nicht beabsichtigt ist, so werden die im Rahmen des DiDaZ-Studiums ausgebildeten Schwerpunkte einer Deutschlehrerausbildung, die Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund im Blick hat und verschiedene Sprachen im Klassenzimmer als Normalität anerkennt, klar herausgearbeitet. Die zentralen Themen dieses Bandes werden konsequent aus der Perspektive des Deutschunterrichts in den Blick genommen, den es braucht, um Lernenden verschiedener Herkunft, Erstsprache und Kultur gerecht zu werden. Dabei werden die Veränderungen und Erweiterungen, die das Fach in den letzten Jahren und Jahrzehnten erfahren hat, aufgezeigt: Mehrsprachigkeit und Interkulturalität erweitern die lange vorherrschende Fokussierung auf zweisprachige und bikulturelle Kontexte und Kontraste, und neuere fachdidaktische Konzepte öffnen den Blick zu anderen Fächern, Zielgruppen und Themen, wobei dem Service Learning als einem Schwerpunkt in Bamberg ein eigenes Kapitel gewidmet ist.

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Metaphysics or Modernity? : Contributions to the Bamberg Summer School 2012 / ed. by Simon Baumgartner, Thimo Heisenberg and Sebastian Krebs

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 15)
ISBN 978-3-86309-180-4
Preis: 22,50 €

This collection of essays originated in the Summer School ‘Metaphysics or Modernity?’, which was held at the University of Bamberg in August 2012. Designed as a forum for graduate students in philosophy, the Summer School brought together a highly diverse group of young academics who – more often than not – came from utterly different schools and traditions of thought. This pluralism is reflected in the pages of this book. While the volume is roughly divided into two halves – one with a more historical focus, the other with a more systematic focus – the reader will find an unusually wide array of topics and questions treated here. Since the aforementioned pluralism was one of the main strengths of our Summer School, this is something in which we take much pride.


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Animalia in fabula : interdisziplinäre Gedanken über das Tier in der Sprache, Literatur und Kultur / hg. von Miorita Ulrich und Dina De Rentiis

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 14)
ISBN 978-3-86309-168-2
Preis: 22,50 €

Interdisziplinäre Untersuchungen über das Tier in der Sprache, Literatur und Kultur. Mitwirkende Fächer: Anglistik, Arabistik, Judaistik, Geschichte, Katholische Theologie, Kunstgeschichte, Romanistik, Slawistik

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Kasusmarkierungen der Gegenwartssprache in deutschen Lokal- und Regionaltageszeitungen / von Alexandra Paulfranz

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 13)
ISBN 978-3-86309-144-6
Preis: 24,00 €

Nach Abbauprozessen existieren heute im substantivischen Deklinationssystem des Deutschen nur noch vier Endungen, die noch weiter schwinden. Obwohl es in einigen Fällen schon anerkannt ist, auf eine Kasusmarkierung zu verzichten, wird sie bisweilen entgegen standardsprachlichen Empfehlungen weggelassen. Die Dissertation „Kasusmarkierungen der Gegenwartssprache in deutschen Lokal- und Regionaltageszeitungen“ von Alexandra Paulfranz soll die Tragweite der Regression in der journalistischen Praxis anhand des Genitiv-s starker und gemischter Maskulina und des singularischen Dativ- und Akkusativ-en schwacher Maskulina ermitteln. Laut Forschungsliteratur wäre zu erwarten, dass der normwidrige Umgang mit den Kasusendungen vor allem im Journalistendeutsch weit fortgeschritten ist. In der vorliegenden Analyse traten in einer Textmenge von rund 200.000 Wörtern 1616 Genitive starker und gemischter Maskulina und Neutra sowie 66 schwach flektierte Dative und Akkusative auf. Mit 16 normwidrig deklinierten Genitiven, was einer Quote von 0,99 Prozent entspricht, lagen die standardsprachlich nicht anerkannten Endungen in einem extrem niedrigen Bereich, genauso wie bei den schwachen Dativen und Akkusativen mit drei Abweichungen beziehungsweise einer Quote von 4,55 Prozent. Die durchschnittliche Normabweichungsquote sämtlicher untersuchter Kasus betrug 2,03 Prozent. Dies ist gerade deswegen hervorzuheben, weil Grammatiken und Rechtschreibratgeber zum Teil komplizierte und kaum zu durchschauende Regeln aufstellen, wann es normgerecht ist, ein Flexiv wegzulassen und wann nicht.

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Deutschlernen in den ungarischen Ländern vom 16. Jahrhundert bis 1920 : Eine teilkommentierte Bibliographie / Rolf Lenhart ; Teofil Kovács. Hrsg. von Helmut Glück

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 12)
ISBN 978-3-86309-133-0
Preis: 23,00 €

Die Verbindungen zwischen dem deutschen und dem ungarischen Sprachraum reichen weit in die Geschichte zurück. Sprecher germanischer Dialekte lebten schon vor der Landnahme der Ungarn im Karpatenbecken. Mehrere Wellen deutschsprachiger Siedler erreichten das Land vom späten 10. Jahrhundert bis in die Neuzeit. Die nach Ungarn kommenden Deutschen brachten oft Formen des Zusammenlebens und technische Kenntnisse mit, die dort noch unbekannt waren. Seit dem 18. Jahrhundert gab es Pläne, das Deutsche als Pflichtsprache an ungarischen Schulen zu etablieren. Es erschienen Erlasse, die den Sprachunterricht betrafen. Die „Ratio Educationis“ (1777) war von weitreichender Bedeutung: Das Deutsche wurde als lebende Sprache im Gymnasium ab der zweiten Klasse wöchentlich mit zwei Stunden unterrichtet. Die Bibliographie befasst sich mit Materialien für den Deutsch¬unterricht, die vom 16. Jahrhundert bis 1920 im historischen Königreich Ungarn für Personen mit dem Ungarischen als Muttersprache verfasst und benutzt worden sind. Der Untersuchungszeitraum dieser Bibliographie endet 1920 mit dem Frieden von Trianon, der den Untergang der Doppelmonarchie bedeutete. Diese Arbeit ist eine Fortführung der Bibliographien zum historischen Königreich Böhmen (Glück et al. 2002), zu Polen (Glück – Schröder 2007) sowie zu Russland und den baltischen Ländern (Glück – Pörzgen 2009).

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Transbaikalien : Erinnerungen an meine sibirische Verbannung / Benedykt Dybowski. Hg. von Daniel Schümann, Carsten Eckert und Christian Prunitsch

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 11)
ISBN 978-3-86309-132-3
Nur als Online-Publikation erschienen

Als der Naturforscher und Arzt Benedykt Dybowski (1833-1930) am Ende eines Jahrhundertlebens seine Erinnerungen an die zwischen 1864 und 1878 in Sibirien verbrachten Jahre niederschrieb, war er in Polen eine bekannte Persönlichkeit. Die 1930 erschienen Memoiren sind heute ein Zeugnis für den Beitrag, den polnische Patrioten in russischer Verbannung zur Erschließung Sibiriens geleistet haben. Benedykt Dybowski, der in Dorpat, Breslau und Berlin studierte, war einer der ersten Dozenten an der Warschauer Universität, die sich aktiv für die Verbreitung der Evolutionslehre von Charles Darwin einsetzten. Seine Warschauer Lehrtätigkeit währte nur kurz, da er 1864 von den zaristischen Behörden wegen Beteiligung am Aufstand gegen die russische Teilungsmacht verhaftet und hinter den Baikalsee, in das russisch-chinesische Grenzgebiet, deportiert wurde. Während der Verbannungszeit gelang es ihm, sich als einer der kompetentesten Erforscher der Fauna des größten Süßwassersees der Erde zu profilieren; bis heute werden Dybowskis Arbeiten zur Lebewelt des Baikalsees weltweit von Zoologen geschätzt. Bisher waren Dybowskis Memoiren nur im polnischen Original zugänglich. Im Rahmen eines deutsch-polnischen Begegnungs- und Übersetzungsprojekts wurden die Sibirien-Erinnerungen von Polonistikstudierenden der Universitäten Bamberg, Dresden und Köln ins Deutsche übertragen; hiervon sollen nun ausgewählte Kapitel vorgestellt werden.

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Existenzialistische Absurdität und kein Ausweg? : Rausch und Kunst von der französischen Décadence bis zur Literatur der Moderne / von Katja Frank

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 10)
ISBN 978-3-86309-108-8
Preis: 23,00 €

Ausgehend von Albert Camus' Absurditätshypothese, d.h. einer möglichen Sinnlosigkeit angesichts der menschlichen Vergänglichkeit, stehen Rausch und Kunst als Auswege im Zentrum der vorliegenden Studie. Dabei werden die philosophischen Theoreme literarisch untermauert, beginnend bei der französischen Dekadenzliteratur mit Charles Baudelaire, weiterführend über den deutschen Expressionismus – namentlich Gottfried Benn, besonders unter dem Einfluss Friedrich Nietzsches – bis hin zum modernen deutschen Drama bei Wolfgang Hildesheimer. Es wird aufgezeigt, inwiefern der zu unrecht oft als Nihilismus missverstandene französische Existenzialismus, speziell bei Camus, erhebliches Potenzial birgt für eine friedvoll-solidarische Gesellschaftsperspektive.

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Literatur als Fach in der sowjetischen Schule der 1920er und 1930er Jahre : zur Bildung eines literarischen Kanons / Erna Malygin

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 9)
ISBN 978-3-86309-070-8
Preis: 60,00 €

Nicht von vielen Schulfächern kann man behaupten, dass sie eine Bedeutung haben, die weit über den Rahmen des Faches hinausgeht. Noch weniger Schulfächer haben Kunst als Gegenstand des Unterrichts. Der Literaturunterricht hat beides, was ihm einen einzigartigen Platz in der Schule verschafft. Die Geschichte des Faches spiegelt auf besonders deutliche und bezeichnende Weise die ideologisch-politische, soziale und geistige Geschichte Russlands wider. Dabei hat der Literaturunterricht eine doppelte kulturell-soziologische Funktion: er spiegelt(e) und er prägt(e). Um die heutige Demontage des sozialistischen Erbes bzw. die Dekonstruktion des sowjetischen Kanons nachzuvollziehen, muss man prüfen, wie er sich herauskristallisierte, wobei von entscheidender Bedeutung ist, dass die „musterhaften“ Autoren bzw. Werke von „oben“ bestimmt waren, genau wie der Prozess der Kanonisierung selbst, der auch nicht nur nach qualitativen, rein ästhetischen Kriterien durchgeführt wurde, sondern in erster Linie auf den ideologischen Postulaten des sozialistischen Realismus basierte. Der sowjetische Literaturunterricht zeigt sehr deutlich, wie eng die Geschichte des Faches mit der ideologisch-politischen Situation verbunden war. Deswegen ist der sozialistische literarische Kanon in der Schule nicht nur ein kultursoziologisches, sondern vor allem ein ideologisches Phänomen. Nach der Analyse von mehr als 50 Lehrplänen im Fach Literatur in der Zeitspanne von 50 Jahren kann man feststellen, dass beim Übergang vom russischen zum sowjetischen Diskurs die Lehrpläne trotz aller ideologisch-politischen Transformationen des staatlichen Systems eine klare Kontinuität aufweisen. Diese erstaunliche Kontinuität zeigt sich auch in der Bildung des sowjetischen literarischen Kanons, wobei der schulische literarische Kanon nicht mit dem allgemeinen literarischen Kanon gleichgesetzt wird. Obwohl die Literaturlisten bezüglich der Auswahl der Dichter- bzw. Werke eine klare Kontinuität zeigen, ist dabei von entscheidender Bedeutung, dass die Hermeneutik des literarischen Werkes sowjetisch geworden war. Die Weise des Lesens änderte sich grundsätzlich und wurde nun durch die kommunistische Ideologie geprägt. Dazu verhalf die „einzig richtige“ künstlerische Methode – der Sozialistische Realismus – mit seinem ausgeprägten pädagogischen Charakter hervorragend, der sich in der Literaturwissenschaft seit den 1930er Jahren etablierte und die Bildungsziele bzw. Bildungsinhalte im Literaturunterricht bestimmte. Die Frage der Kontinuität der russischen bzw. sowjetischen Lehrpläne ist auch im Zusammenhang mit der großen Diskussion über Bildungsstandards im heutigen Russland spannend. Auf Grund der Transformationsprozesse in der russischen Gesellschaft nach 1985 muss auch die Rolle des Literaturunterrichts neu definiert werden.

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Wider das System : der gesellschaftliche Aussteiger in Genazinos "Ein Regenschirm für diesen Tag" und literarische Verwandte bei Kleist und Kafka / von Alexander Fischer

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 8)
ISBN 978-3-86309-086-9
Preis: 15,50 €

Zur Motivik des Aussteigens gibt es generell kaum Forschungsliteratur, obwohl sie literarhistorisch wie gesellschaftlich von großer Relevanz ist. Diese Arbeit untersucht den Figurentypus des Aussteigers, definiert ihn mithilfe soziologischer, diskurstheoretischer und philosophischer Ansätze und skizziert ihn anhand dreier Figuren: des Protagonisten in Genazinos "Ein Regenschirm für diesen Tag", Kafkas Gregor Samsa und Kleists Michael Kohlhaas. Die drei untersuchten Texte spiegeln nicht nur wichtige Phasen in der kulturgeschichtlichen Genese von Aussteiger-Konzepten und schreiten repräsentative gesellschaftliche Felder von Aussteigertum aus, vielmehr stellt Kleists "Michael Kohlhaas" auch ganz basal-philologisch einen Prätext für Kafkas "Die Verwandlung" dar – von beiden wiederum sind deutliche Spuren in Genazinos Roman zu finden. Kleists, Kafkas und Genazinos Texte sind letztlich als Versuchsanordnungen zu lesen, in denen (mit anthropologischem, psychologischem, philosophischem und soziologischem Interesse) die Aussteigerfiguren in ihrer Interaktion mit der Gesellschaft analysiert werden. Hierbei wird eine Vergleichbarkeit der drei Figuren deutlich, die sich an verschiedenen Verhaltensweisen, die der Definition nach zu Aussteigertum gehören, untersuchen lässt. Konkret geht es dabei um Anpassung an die / Abweichung von der Gesellschaft, die Gründe und Formen abweichenden Verhaltens, einen diachron-epochalen Blick auf die Verbindung von Entfremdung und Moderne im Lebensgefühl der Figuren, sowie deren Streben nach Individualität und individueller Selbstverwirklichung.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/407

 

 

„mit wachen und mit gebete, mit almuosen und mit vasten“ : die Kasteiung des Fleisches in den Werken Hartmanns von Aue und Wolframs von Eschenbach / von Daniele Gallindo Gonçalves Silva

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2011
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 7)
ISBN 978-3-86309-047-0
Preis: 19,50 €

Die Thematik der Kasteiung des Fleisches evoziert Bilder von Flagellanten, Büßern, schmerzverzerrten Körpern und von unterschiedlichen asketischen Praktiken wie Fasten, Beten und körperlicher Züchtigung, welche besonders im Mittelalter in einem direkten Verhältnis zu Martyrium, Heiligkeit oder Erlösung stehen. Aber nicht nur die religiösen Diskurse verbreiteten dieses Ideal, sondern es wurde – wie diese Arbeit zu zeigen versucht – auch in den höfischen Romanen rezipiert. Der Körper fungiert in diesem Kontext als Schauplatz ritueller Handlungen, die auf sprachlicher Ebene literarisch inszeniert werden. Die hier vorliegende Untersuchung unternimmt es zu zeigen, dass die Begriffe ,Körper‘ und ,Ritual‘ als Analysekategorien eine wichtige Rolle für die literarische Inszenierung der Kasteiung des Fleisches spielen. Deshalb zeigt diese Arbeit den Dialog zwischen Literaturwissenschaft und Ritualtheorien aus kulturwissenschaftlicher Perspektive. Ausgehend von der Kategorie des Körpers wird eine vergleichende Analyse ausgewählter Figuren durchgeführt sowie eine Typologie der Kasteiung in den Werken Hartmanns von Aue (Der arme Heinrich, Gregorius) und Wolframs von Eschenbach (Parzival) erstellt. Im Mittelpunkt der Analyse stehen dabei die Fragen nach der Konzeption der Kasteiung des Fleisches und ihrer Darstellung besonders auch in Hinblick auf das Konzept der Liminalität sowie nach einer möglichen Analogie zwischen den in den Texten präsentierten höfischen Körpern und den religiösen Diskursen.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/356

 

 

Zur Geschichte und Theorie der Gartendenkmalpflege : vergleichende Analysen an Beispielen in Bamberg, Brühl und Großsedlitz / von Ellen Brandenburger

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2011
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg; 6)
ISBN 978-3-86309-033-3
Preis: 41,50 €

Zunächst wird auf die geschichtliche Entwicklung der Gartendenkmalpflege und auch auf die Entwicklung innerhalb der Baudenkmalpflege und des Naturschutzschutzes eingegangen. Die beiden wichtigen Charten sind für die Baudenkmalpflege die Charta von Venedig und für die Gartendenkmalpflege die Charta von Florenz, die vorgestellt und verglichen werden. Die Begriffe Erhaltung, Konservierung, Instandsetzung, Restaurierung, Sanierung und Rekonstruktion werden erläutert. Die unterschiedlichen Maßnahmen und ihre Auswirkungen auf die Gartenanlagen in Bamberg, Brühl und Großsedlitz werden anhand von Archivmaterial und Bildern beleuchtet. Die Gartenanlagen der Terrassengärten in Potsdam-Sanssouci und Kamp-Lintfort sowie die Schlossparks von Schwetzingen, Benrath, Nordkirchen und Schloss Neuhaus und der Große Garten von Hannover Herrenhausen und das Parterre von Charlottenburg werden nur auf der Grundlage von der Sekundärliteratur vorgestellt. Anschließend werden sämtliche Maßnahmen in den Gartenanlagen verglichen und eingeordnet. Zu letzt wird die Charta von Florenz mit Punkten aus der Charta von Venedig, die für den gartendenkmalpflegerischen Umgang mit Parkanlagen wichtig sind, ergänzt.

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http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2012/348/

 

 

Zur Polychromie der Bamberger Domskulptur / von Walter Hartleitner

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2011
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 5)
ISBN 978-3-86309-013-5
Preis: 26,50 €

Die im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts entstandenen, weltberühmten Bamberger Domskulpturen zeigen sich heute im wesentlichen steinsichtig. Obwohl bereits Versuche unternommen wurden, ursprüngliche Farbfassungen zu rekonstruieren, liegt bislang nur im Fall der Skulptur des Papstes Clemens II. eine fundierte Fassungsuntersuchung vor.
Die vorliegende Arbeit schließt diese Lücke: Sie behandelt die vor den nördlichen Chorschranken des Georgenchores platzierten Skulpturen, die Statuen des Papstes Clemens, der so genannten Elisabeth und der Maria, des Kronenengels und des hl. Dionysius und zwei Prophetenreliefs dieser Seite. Ein Schwerpunkt liegt auch auf der Behandlung der Reiterskulptur. Auch die historischen Farbfassungen des Fürstenportals werden betrachtet, einschließlich des Posaunenengels, der Ecclesia- und der Synagogenfigur. Zu klären waren ebenso mögliche Beziehungen einzelner Skulpturen zueinander, die durch die Farbgebungen hergestellt werden und mögliche Bezüge der einzelnen Plastik zu ihren heutigen, meist wohl nicht ursprünglichen Standorten. Auch zahlreiche über das Ensemble hinaus weisende Fragestellungen, beispielsweise zu maltechnischen Aspekten, werden behandelt.
Trotz der überwiegend sehr geringen Reste der früheren Polychromien wurden Aufschlüsse über die Erstfassungen aller Werke gewonnen, die bisherige Rekonstruktionsversuche hinfällig machen und eine neue Sichtweise der Skulpturen vermittelt.

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http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2011/320/

 

 

Wirtschaftsethik als Brücke zwischen westlicher Vernunftethik und islamischem Denken / von Peter Schmiedel
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 4)
ISBN 978-3-923507-56-6
Preis: 20,00 €

Die Arbeit zeigt auf, dass die sich auf die Vernunft beziehende Ethik und die auf der Offenbarung des Islam gründende Ethik einen gemeinsamen, unbedingt und universal gültigen normativen Gehalt hinsichtlich einer Ethik des Wirtschaftens haben, der in krassem Gegensatz zu der sich in der gegenwärtigen Praxis des kapitalistischen Wirtschaftssystems äußernden normativen Logik des Marktes steht.

Eine kritische Reflexion der verbreiteten ökonomischen Denk- und Handlungsweisen deckt die hinter der behaupteten reinen Sachlogik des Marktes normativ wirkenden Überzeugungen auf. Dabei erweisen sich die in der Konkurrenz des Marktes angeblich wirkenden Sachzwänge als ein selbst auferlegter Denkzwang und die die Marktwirtschaft rechtfertigende Gemeinwohlthese als eine Ideologie. Beide bewirken eine moralische Enthemmung des Agierens im Markt. Hingegen erweist sich moralisch vertretbares Wirtschaften als legitimes, die moralischen Rechte anderer Menschen berücksichtigendes Handeln, das konkreten Grundsätzen genügt, die ihnen folgendes Handeln als praktisch richtig ausweisen, unbedingt gelten und als objektiv verstanden werden können.

Eine praktische Verwirklichung legitimen ökonomischen Handelns wird entscheidend behindert von den vorwiegend ökonomistisch geprägten Einstellungen der Menschen und der gesetzlichen Rahmenordnung der Wirtschaft, die sich wechselseitig bedingen. Beide sind das Ergebnis einer historischen Entwicklung und daher grundsätzlich änderbar. Diese Entwicklung wird anhand der Auffassungen von Eigentum und Kapitalzinsen sowie deren jeweiliger Begründungen nachgezeichnet, um Aufschluss darüber zu gewinnen, welche Elemente und Motivationen für die Herausbildung der gegenwärtigen Auffassungen dieser Begriffe maßgeblich waren und welche Richtung die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft nehmen müsste, um den moralischen Defiziten ökonomischen Handelns entgegen zu wirken.

Im islamischen Denken wurden im Gegensatz zur westlichen Welt die Prinzipien für ökonomisches Handeln und für Handeln schlechthin nie getrennt. Aus dem islamischem Recht und der islamischen Ethik sowie daraus folgenden Auffassungen von Eigentum und Zinsen wird der normative Gehalt des Islams hinsichtlich ökonomischen Handelns in konkrete, objektiv geltende Grundsätze expliziert. Es zeigt sich, dass die Normativität des Islam für vernunftethisches Denken westlicher Tradition zugänglich ist und beide aneinander anschlussfähig sind.

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http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2010/214/

 

 

Deutsch-spanischer Sprachkontakt am Rio de la Plata : eine Untersuchung am Korpus deutsch-argentinischer Zeitungssprache / von Hartmut Stößlein
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 3)
ISBN 978-3-923507-51-1
Preis: 18,00 €

Die synchronisch ausgerichtete Untersuchung von Zeitungsartikeln verfolgt die Absicht auf verschrifteten Sprachkontakt des Deutschen mit dem Spanischen in Argentinien im Rio de la Plata-Raum und darüber hinaus aufmerksam zu machen. Der verschriftete Sprachkontakt selbst, der sich aus bilingualen Situationen in seinen zahlreichen Ausprägungen, Erscheinungsformen und Auswirkungen ergibt, ist Gegenstand der komparatistisch orientierten Untersuchung und Sprachbetrachtung.

Ein Hauptanliegen dieser Untersuchung bestand vor allen Dingen in dem Versuch, im Kontext und auf der Grundlage eines umfassenden Zeitungskorpus anhand repräsentativer Beispiele eine umfassende Sammlung zu spanisch-deutschen Sprachkontakterscheinungen bereitzustellen und zu belegen, dass nicht nur in der Nähesprache, sondern auch in der verschrifteten Sprache, der Distanzsprache, massiver Sprachkontakt stattfindet.

Die Untersuchung wirft eine Menge neuer Fragen auf, die im Rahmen dieser Untersuchung unbeantwortet bleiben müssen. Dennoch können viele Beobachtungen und Feststellungen darüber hinaus als neue Hypothesen verstanden werden und Anlass zu weiteren Untersuchungen auf diesem Gebiet geben.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2009/206/

 

 

Sprachlich-stilistische Untersuchungen zu den frühen römischen Historikern / von Christoph Reichardt
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2008
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 2)
ISBN 978-3-923507-37-5
Preis: 19,50 €

Die Monographie wertet in der Zusammenschau der gesamten frührepublikanischen Geschichtsschreibung von Fabius Pictor bis Sisenna die Grundlagen aus, auf denen die heutigen Schulautoren und "Klassiker" Sallust, Livius und Tacitus stehen, und zeichnet ein facettenreiches Bild der frühen römischen Geschichtsschreibung, ihrer Themen und ihrer sprachlichen Möglichkeiten. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf der stilistischen Beurteilung der fragmentarischen Überlieferung. Dabei werden maßgebliche Entwicklungsstufen bei der Herausbildung des Lateins als Literatursprache erhellt.

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http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2008/153/

 

 

Der Einfluss der Frauen auf Kafkas Werk : eine Einführung / von Florian Kraiczi
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2008
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 1)
ISBN 978-3-923507-30-6
Preis: 12,50 €

Diese Einführung beschäftigt sich mit den wichtigsten Partnerinnen Franz Kafkas und analysiert unter Zuhilfenahme biographischer Skizzen deren Einfluss auf sein literarisches Schaffen. Neben grundlegenden Informationen zu seinem Leben werden auch die bekanntesten und wichtigsten Werke Kafkas vorgestellt, analysiert und in Beziehung zum Einfluss der Frauen gesetzt, sowie der schwelende Konflikt zwischen seiner Arbeit, seinem Schreiben und seinen Beziehungen als Grundproblematik herausgearbeitet.

„Der Einfluss der Frauen auf Kafkas Werk“ dient sowohl als Hilfestellung beim ersten Herantasten an Franz Kafka, als auch als Übersicht über seine wichtigsten Erzählungen und Romane. Mit dem chronologischen Abriss seiner Beziehungen und Werke fungiert diese Einführung damit als Grundlage für das weiterführende Studium.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2008/138/