Forschungen des Instituts für Archäologische Wissenschaften, Denkmalwissenschaften und Kunstgeschichte

Profil der Reihe

Herausgegeben vom Institut für Archäologische Wissenschaften, Denkmalwissenschaften und Kunstgeschichte der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Abteilung Archäologische Wissenschaften: Michaela Konrad, Andreas Schäfer, Till Sonnemann. Abteilung Denkmalwissenschaften: Stefan Breitling, Mona Hess, Rainer Drewello, Gerhard Vinken. Abteilung Kunstgeschichte: Stephan Albrecht, Wolfgang Brassat

Bis Band 3 erschienen unter dem Titel "Forschungen des Instituts für Archäologie, Denkmalkunde und Kustgeschichte"

Schriftenreihe auf dem OPUS-Hochschulschriftenserver

Bisher erschienene Bände

Risikoziffer : Umweltschäden an Marmor und Sandsteinskulpturen erfassen und objektiv bewerten / Rainer Drewello (Hg.)

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2018
(Forschungen des Instituts für Archäologische Wissenschaften, Denkmalwissenschaften und Kunstgeschichte ; 12)
978-3-86309-553-6

Preis: 25,50 €

Entscheidungen zu Konservierungsfragen an Parkfiguren aus Marmor und Sandstein werden bis heute im Dialog zwischen Eigentümer, Denkmalpfleger, Restaurator und Fachgutachtern getroffen. Die Bewertung von Schäden erfolgt durch rein qualitative und subjektive Begriffe wie „stark“, „gravierend“ oder „bedrohlich“. Die Konzept Risikoziffer verfolgt den Ansatz, die qualitativ, subjektiven Begriffe durch quantitative, objektive Messzahlen zu ersetzen. Zu diesem Zweck werden die messtechnischen Inhalte von Untersuchungen ausgewertet und durch Normierung auf Bezugsgrößen in Zahlenwerte zwischen Null und Eins umgewandelt. Als Endergebnis der Berechnungen steht eine einzige Zahl, die Risikoziffer, mit der der Gesamtzustand und die Gefährdung der Skulptur ausgedrückt werden. Diese Zahl liegt immer zwischen Null und Eins, entsprechend Null oder 100 % Risiko, so dass das Risiko von Skulpturen in einem Parkensemble direkt miteinander verglichen werden kann. Die Risikoziffer verhilft Entscheidungsträgern zu objektiv prüfbaren Entscheidungen. Sie ist auch für das Monitoring von Skulpturenbeständen im Freien geeignet.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/51093

 

 

Kulturlandschaft in neuem Licht : Eine Einführung zu LiDAR in der Archäologie / Jonas Nyffeler

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2018
(Forschungen des Instituts für Archäologische Wissenschaften, Denkmalwissenschaften und Kunstgeschichte ; 8)
978-3-86309-537-6

Preis: 48,00 €

Gegenstand dieser Arbeit ist die methodische und praktische Auseinandersetzung mit LiDAR-Daten und deren Einsatz in der Archäologie. Hierzu wurde ein Gebiet von 51 km2 Fläche im Kanton Zürich, Schweiz, ausgewertet. Als Basis diente ein digitales Geländemodell, dem ein hochauflösender Airborne Laser Scanning-Datensatz aus dem Jahr 2014 zu Grunde liegt. Hauptaugenmerk der Arbeit liegt auf der Prüfung, der Verarbeitung und der Auswertung des digitalen Geländemodells. Die dafür verwendeten Visualisierungen und die verschiedenen Arbeitsschritte werden erklärt und auftretende Schwierigkeiten besprochen. Die Ergebnisse dieser Arbeit sollen einerseits dazu dienen, den Einstieg in die Auswertung von LiDAR-Datensätzen zu erleichtern. Andererseits zeigen die Ergebnisse der Auswertung deutlich das Potenzial von LiDAR für die Archäologie des Schweizer Mittellands auf. In einem weiteren Kapitel werden Möglichkeiten diskutiert, wie die Ergebnisse von LiDAR-Kartierungen im Fundstellenmanagement einer Denkmalpflege sowie in der archäologischen Forschung genutzt werden können.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
Online-Veröffentlichung im Februar 2019

 

 

Luxemburger Eisen : Montanarchäologische Untersuchungen zur frühen Eisenproduktion im Umland des Titelbergs in Südwestluxemburg / Guntram Gassmann ; Andreas Schäfer

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2017
(Forschungen des Instituts für Archäologische Wissenschaften, Denkmalwissenschaften und Kunstgeschichte ; 6)
978-3-86309-497-3

Preis: 29,00 €

Die Eisenerzlagerstätten Luxemburgs gehören zusammen mit den lothringischen Vorkommen zu den bedeutendsten Erzressourcen Kontinentaleuropas. Luxemburg zählte im Zeitalter der Industrialisierung zu den wichtigsten Eisen- und Stahlproduzenten. Anders als in den Nachbarländern liegen auf dem Gebiet Luxemburgs die Anfänge der Produktion von der vorrömischen Eisenzeit bis ins Frühmittelalter aber bis heute nahezu vollständig im Dunkeln. Gleichwohl sind aus diesen Perioden bedeutende Besiedlungsspuren bekannt, wie das gallo-römische Oppidum auf dem Titelberg oder die prunkvollen Grabfunde von Clemency oder Göblingen-Nospelt aus dem 1. Jh. v. Chr. Ihr Reichtum wurde schon lange mit der antiken Ausbeutung der Erzressourcen in Verbindung gebracht, ohne dass bisher ein direkter Nachweis gelungen wäre. An dieser Stelle setzten ab den späten 1990er Jahren moderne, landschaftsbezogene Untersuchungen an, deren Ergebnisse in diesem Band vorgelegt werden. Besonders zwischen den Jahren 2002 bis 2008 wurde die alte Bergbauregion im Umland des Titelbergs in jährlichen Kampagnen durch Geländeprospektionen, geophysikalische Vermessungen, die Auswertung von Lidar-Geländedaten, Bohrsondagen und archäometallurgische Laborforschungen einer systematischen montanarchäologischen Analyse unterzogen. Trotz der massiven Überprägung und oftmals vollständigen Zerstörung durch den industriellen Bergbau des 17.-20. Jahrhunderts ist es dabei gelungen, Spuren eisenzeitlich-römischer bis frühmittelalterlicher Eisengewinnung aufzudecken und zu erforschen und damit ein erstes Fenster zur ältesten Montanproduktion in Luxemburg aufzustoßen.

Bauforschung in der Denkmalpflege : Qualitätsstandards und Wissensdistribution / Stefan Breitling, Jürgen Giese (Hg.)

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2018
(Forschungen des Instituts für Archäologische Wissenschaften, Denkmalwissenschaften und Kunstgeschichte ; 5)
978-3-86309-573-4

Preis: 32,00 €

Bauforschung hat sich seit den 1970er Jahren in Deutschland als unverzichtbarer Bestandteil der praktischen Denkmalpflege etabliert. Die durch sie bereitgestellten Möglichkeiten zur Dokumentation und Analyse von Bauwerken sowohl in technisch-konstruktiver wie auch historischer Sicht liefern wichtige Voraussetzungen für den behutsamen Umgang mit dem baulichen Erbe. Zielgerichtet eingesetzt trägt sie dazu bei, den in der Denkmalpflege oft als dominierend wahrgenommenen Konflikt zwischen Denkmalerhalt und Denkmalverwertung aufzulösen. Bauforschung fördert Denkmalwerte zu Tage, und diese sind nicht nur kulturhistorischer sondern auch technisch-konstruktiver Natur, deren Erkennen die Voraussetzung für ressourcenschonendes Bauen im Bestand ist. Durch genaue Kenntnis der Leistungen des historischen Bauschaffens, die unsere gebaute Umwelt prägen, kann es gelingen, eben diese Umwelt einschließlich ihrer komplexen materiellen Authentizität an künftige Generationen weiterzugeben. Bauforschung agiert als Schnittstellenfach zwischen verschiedenen Ingenieur- und Geisteswissenschaften und löst die Trennung zwischen „technischer“ und „historischer“ Forschung am Bauwerk zunehmend auf. Die an das Fach gerichteten Anforderungen und die von ihm bearbeiteten Aufgabenfelder sind einem steten Wandel unterworfen, und auch die technischen und methodischen Möglichkeiten haben sich gerade in den letzten Jahren sprunghaft entwickelt. In diesem dynamischen Prozess eine Standortbestimmung durchzuführen und Entwicklungspotenziale für die Zukunft aufzuzeigen, ist Ziel des vorliegenden Bandes. Er vereint die Beiträge von 24 Fachleuten aus Denkmalpflegebehörden und weiteren mit dem Bauwesen befassten staatlichen Institutionen, außerdem aus Ingenieurbüros und Hochschulen, die sich 2015 an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg für eine zweitägige Tagung versammelt haben. Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Sichtweisen, Schwerpunkten und Interessen der verschiedenen Akteure werden darin ebenso deutlich wie die aktuellen Perspektiven für Vernetzung, Qualitätssicherung und nachhaltiges Wissensmanagement in diesem Fach, die nicht allein durch die zunehmende Digitalisierung geprägt werden, sondern auch durch sich wandelnde personelle und finanzielle Ressourcen.

Online-Veröffentlichung im Januar 2019

 

 

Die hochmittelalterliche Stadtmauer der Bamberger Inselstadt  : unter besonderer Berücksichtigung der Ergebnisse der Ausgrabung "Am Kranen 14" / Roman Schöpplein

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Forschungen des Instituts für Archäologie, Denkmalkunde und Kunstgeschichte ; 3)
978-3-86309-423-2

Preis: 12,50 €

Im Zuge der raschen Expansion der im frühen 11. Jahrhundert gegründeten Kaiser- und Bischofsstadt Bamberg entwickelte sich bereits hundert Jahre später auf einer Flussinsel der Regnitz eine neuer Stadtteil. Diese vor allem von Bürgern, Händlern und Handwerkern bewohnte Siedlung wurde vermutlich schon kurz nach ihrer Entstehung mit einer Stadtmauer umschlossen. Ein solches Bauwerk war nicht nur zum Schutz der Bürger, sondern auch zur Abgrenzung eines Rechtsbezirks notwendig. Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung einer Befestigung stammt allerdings erst aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Bei einer im Jahr 2011 von der Universität Bamberg durchgeführten Stadtkerngrabung auf dem Anwesen „Am Kranen 14“ traten Reste dieses Bauwerks zu Tage. Die Ergebnisse der Grabung gaben Anlass zu einer Neubewertung der bis dato bekannten Fakten. Fragen nach der Erbauungszeit, dem Verlauf und dem Habitus dieser Stadtmauer konnten neu bewertet werden. Dabei wurde der Versuch unternommen, alle verfügbaren bildlichen, archäologischen, schriftlichen und baulichen Quellen zu analysieren und im Zusammenhang mit den jüngsten Untersuchungen kritisch zu beurteilen. Das besondere Interesse dieser Arbeit gilt vor allem der Rekonstruktion des Verlaufs sowie dem Versuch einer Datierung dieses Bauwerks, da es bisher keine eindeutigen Befunde zum genauen Alter der hochmittelalterlichen Stadtmauer der Bamberger Inselstadt gab.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/48192

 

 

Das Erbe der Anderen : Denkmalpflegerisches Handeln im Zeichen der Globalisierung / Gerhard Vinken (Hg.)

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2015
(Forschungen des Instituts für Archäologie, Denkmalkunde und Kunstgeschichte ; 2)
978-3-86309-314-3

Preis: 20,00 €

Im Begriff des Kulturerbes verschiebt sich der Fokus der Denkmalpflege von einer fachwissenschaftlichen zu einer ethischen und gesellschaftlichen Aufgabe, und damit zu einer Auseinandersetzung um kulturelle Identität. Denn Erbe ist immer Ergebnis konkurrierender Deutungen, die mit vielfältigen Prozessen der Aneignung, Transformation und Zerstörung verbunden sind. Lokale wie globale Deutungsansprüche können gleichermaßen widersprüchlich wie vorläufig sein; auch geteiltes Erbe (shared heritage) ist nicht für Jeden und Jede (und jederzeit) das Gleiche. Wer bestimmt, was (wie?) erinnert, was (wie?) rekonstruiert, erhalten oder eben vergessen werden darf? Wie gehen wir als Wissenschaftler mit den oft konfliktträchtigen Ansprüchen der jeweiligen Gesellschaften um, ihr Erbe zu bestimmen? Ein multinationales Autorenteam geht an markanten Beispielen der Frage nach, was Denkmalpflege im Zeichen zunehmender Globalisierung heißen kann. Die thematisch breit gefächerten Beiträge umfassen das Kulturerbe des Alten Ägyptens und des Osmanischen Reichs ebenso wie iranische und US-amerikanische Denkmalpolitiken, "wanderndes" Erbe oder aktuelle Deutungskonflikte in Tunesien, Brasilien und Deutschland.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/26261

 

 

Eine Glockengussanlage vom Gelände der Elisabethkirche in Marburg : Untersuchungen zur mittelalterlichen Glockengießertechnik / Alissa Theiß

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2015
(Forschungen des Instituts für Archäologie, Denkmalkunde und Kunstgeschichte ; 1)
978-3-86309-154-5

Preis: 23,50 €

Bereits in den 1970er Jahren wurde in unmittelbarer Nähe der Elisabethkirche in Marburg (Lahn) eine Glockengussanlage aus dem späten Mittelalter ausgegraben. Die sehr gut erhaltene Anlage konnte damals nicht ausgewertet werden und wird im vorliegenden Band nun umfassend vorgestellt. Das Zusammenspiel der Disziplinen Glockenkunde, mittelalterliche Geschichte und Kunstgeschichte ermöglichte, Aussagen zu treffen, die weit über die Erkenntnisse der rein archäologischen Analysen hinausgehen. So konnte nachgewiesen werden, dass die in der Gussanlage hergestellte Glocke noch heute in der Elisabethkirche läutet. Es handelt sich dabei um die spätmittelalterliche Elisabethglocke. Dies ist als besonderer Glücksfall für die Forschung zu werten, da nur in den seltensten Fällen sowohl die Glocke wie auch die dazugehörende Gussanlage erhalten geblieben sind. Den Untersuchungen kommt dadurch eine überregionale Bedeutung zu. Die Forschungsergebnisse lassen sich sehr gut mit den schriftlichen Überlieferungen zum Guss der berühmten Erfurter Gloriosa parallelisieren, dort fehlen allerdings die archäologischen Zeugnisse. Im Vergleich mit anderen archäologisch untersuchten Gussanlagen in Europa kommt dem Marburger Ensemble aus Glocke samt zugehöriger Gussgrube dadurch eine besondere Stellung im kulturellen Erbe des Mittelalters zu.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/44336