Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften

Profil der Reihe

Die Schriften spiegeln den aus der besonderen Fächerkombination der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften resultierenden multiperspektivischen Blick auf die Gesellschaft und ihre wirtschaftlichen, sozialen und politischen Zusammenhänge, insbesondere auch zu Fragestellungen, die aus dem Zusammenwachsen Europas und der Globalisierung resultieren.

Schriftenreihe auf dem OPUS-Hochschulschriftenserver

Bisher erschienene Bände

Einstellungen zur Kernenergie im internationalen Vergleich : Politisierungsniveaus, gegenstandsspezifische Salienz und nukleare Zwischenfälle / von Marco Meyer

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2018
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 35)
978-3-86309-543-7

Preis: 25,00 €

Die Untersuchung widmet sich energiepolitischen Einstellungen im internationalen Vergleich am Beispiel der Sachfrage Kernenergie – sowohl in Abwesenheit von exogenen Schocks als auch im Kontext nuklearer Zwischenfälle. Da davon auszugehen ist, dass Bürger energiepolitischen Themen nicht zwangsläufig eine hohe Bedeutung beimessen, werden die Implikationen der relativen Sachfragensalienz, insbesondere mit Blick auf Politisierungsunterschiede, aus verschiedenen Perspektiven theoretisch diskutiert. Die empirische Analyse für „ruhige Phasen“ offenbart markante kontextspezifische Einflussmuster bei der individuellen Verknüpfung von Voreinstellungen und der Technologiebewertung. Theoretische Wirkungsmechanismen, die in der Literatur oftmals pauschal angenommen werden, treten empirisch vornehmlich in ökonomisch fortschrittlichen Staaten auf. Anhand des Fukushima-Unglücks zeigt die Untersuchung anschließend, dass Einstellungs- und politische Verhaltensreaktionen als das Resultat eines komplexen Wechselspiels aus Elitenbotschaften, individuellen Voreinstellungen und der langfristigen Salienzdynamik verstanden werden müssen. Auf Basis von drei Fallstudien wird deutlich, dass von einer Salienzsteigerung höchstens im unmittelbaren Kontext eines nuklearen Zwischenfalls auszugehen ist. Da kontextspezifische Politisierungsprozesse für diverse Sachfragen vorstellbar sind, insbesondere für vergleichsweise spezielle Fragen der politischen Auseinandersetzung, beinhaltet die Untersuchung Implikationen, die über das Fallbeispiel Kernenergie hinausweisen.

Entscheidungsprozesse im strategischen Währungsmanagement internationaler Unternehmen : Ein Vergleich zwischen Automobilherstellern und Airlines mit Fokus auf realwirtschaftlichem Hedging / von Daniel Kaumanns

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2018
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 34)
978-3-86309-539-0

Preis: 25,50 €

In der vorliegenden Dissertation werden die Entscheidungsprozesse im strategischen Währungsmanagement internationaler Unternehmen betrachtet. Dabei liegt der Fokus auf der Auswahl, Anwendung und Evaluation von realwirtschaftlichen Hedgingstrategien (z. B. Natural Hedging). Im Rahmen einer vergleichenden Fallstudienanalyse werden Interview- und Unternehmensberichtsdaten erhoben und die empirischen Ergebnisse der Unternehmen aus der Automobil- mit denen aus der Airline-Branche verglichen. Auf dieser Basis werden wesentliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen einer Produktions- und einer Dienstleistungsbranche in Bezug auf das strategische Währungsmanagement herausgearbeitet und unternehmenspolitische Implikationen formuliert.

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KriMI: A Multiple Imputation Approach for Preserving Spatial Dependencies : Imputation of Regional Price Indices using the Example of Bavaria / von Sara Bleninger

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2017
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 33)
978-3-86309-523-9

Preis: 22,50 €

Multiple imputation is a method to handle the problem of missing values in a dataset. As it accounts for the uncertainty brought in by the missing data, it is possible to conduct reliable statistical tests after this method has been implemented. Kriging uses neighbourhood effects to predict values of unobserved regions. It can be seen as an imputation technique. The unobserved regions are missing data points, and the kriging predictions are the imputations. Due to the fact of being a single imputation technique, no proper statistical inferences are possible after filling the dataset. If spatially dependent data face the problem of missing data and a proper statistical inference is needed, a modelling of the spatial correlation in the multiple imputation model is needed. Here this is prevailed by implementing kriging in the model used for multiple imputation. We call the resulting method KriMI. The exact problem can be found when looking at regional price levels in Bavaria. The Bavarian State Office for Statistics surveys the prices which are needed to compute the price index only in a few regions. The prices of the unobserved regions are treated as missing data.

Die Integrationsdynamik des Europäischen Emissionshandelssystems / von Irene Haller

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2017
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 32)
978-3-86309-521-5

Preis: 25,00 €

Das Europäische Emissionshandelssystem hat sich seit seiner Einführung 2005 grundlegend gewandelt. Die 2003 beschlossene Richtlinie zur Einführung eines europäischen Emissionshandelssystems kann dabei als kleinster gemeinsamer Nenner bewertet werden, denn wichtige Mitgliedstaaten stehen dem Konzept des Emissionshandels skeptisch gegenüber. So enthält das Handelssystem lasche Regelungen und belässt zentrale Befugnisse sowie große Handlungsspielräume bei den Mitgliedstaaten. Nur sechs Jahre später fordern die gleichen Mitgliedstaaten ein System mit strikten Regelungen und beschließen eine neue Richtlinie, die sie im künftigen Handelssystem vollständig entmachtet. Was hat zu dieser Entwicklung geführt und wie kann diese nachgezeichnet und erklärt werden? Dieses Buch deckt die Integrationsdynamik der Institution Emissionshandel auf europäischer Ebene inkrementell auf. Hierzu wird ein theoretisches Modell entwickelt, das die einzelnen Schritte, die zur Revision des Handelssystems geführt haben, erklären kann. Dabei werden mit Hilfe von großen Energieunternehmen in Deutschland, Großbritannien und Frankreich die zentralen Akteure dieser Entwicklung identifiziert und ihr Zusammenspiel mit den politischen Akteuren offengelegt. Konkret wird dabei die Entwicklung zwischen den ersten gescheiterten Versuchen der EU Anfang der 1990er, ein Instrument zur Reduktion von Treibhausgasen einzuführen, bis zu den ersten beiden Jahren der dritten Handelsphase (2013/ 2014) berücksichtigt.

Bilanzielle Aspekte der Betriebsverpachtung : unter besonderer Berücksichtigung der Vertragspraxis / von Armin Friedrich

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2017
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg  ; 31)
978-3-86309-505-5

Preis: 22,50 €

Die Arbeit befasst sich mit den grundlegenden Bilanzierungsfragen bei Betriebsverpachtungen. Ausgehend von den in der Vertragspraxis anzutreffenden Regelungen erfolgt eine systematische Ableitung aller relevanten Regelungsvarianten. Für diese werden im weiteren Fortgang die jeweils zutreffende bilanzielle Abbildung abgleitet und auf Übereinstimmung mit der Behandlung in Literatur und Rechtsprechung geprüft.

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Die Diffusion von Verwaltungsreformen : Eine Analyse der Reform des kommunalen Haushalts- und Rechnungswesens aus neoinstitutionalistischer Perspektive / von Doris Böhme

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2017
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 30)
978-3-86309-475-1

Preis: 26,00 €

Als klassische neoinstitutionalistische Diffusionsstudie hat die vorliegende Arbeit die Übersetzung von Umweltvorgaben in Organisationsstrukturen und damit den einhergehender Organisationswandel mit quantitativen Methoden und multivariaten Analysemethoden untersucht. Im Zentrum stand die Frage nach den Einflussfaktoren für die Adoption einer Innovation – insbesondere einer Verwaltungsreform – um damit die Diffusion dieses Elements und den daraus folgenden organisationalen Wandel erklären zu können. Der theoretischen Argumentation von DiMaggio und Powell 1983 folgend kann die Verbreitung von Innovationen, welche im Ergebnis zur Homogenisierung organisationaler Felder führt, mit den Mechanismen Zwang, Unsicherheit und normativer Druck erklärt werden. Die Überprüfung dieser Mechanismen erfolgte anhand der Analyse der Verbreitung der Reform des Haushalts- und Rechnungswesens (HRW) auf der Kommunalebene. Die Untersuchungsperspektive richtete sich besonders auf das organisationale Feld und auf die am Diffusionsprozess beteiligten Akteure. Damit ist die vorliegende Untersuchung anschlussfähig an die verwaltungswissenschaftliche Organisationsforschung und trägt zur Weiterentwicklung des Neoinstitutionalismus und der Diffusionsforschung bei.

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Die Ansiedlung von Aufgaben in der Aufbauorganisation deutscher Landesministerialverwaltungen : Eine handlungstheoretische Erklärung von Organisationsentscheidungen über aufbauorganisatorische Arrangements am Beispiel der Migrations- und Integrationspolitik / von Daniel Schamburek

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 28)
978-3-86309-454-6

Preis: 29,00 €

Das Kernanliegen dieser Arbeit besteht darin, zu ergründen, wie Politikfelder in der Aufbaustruktur von Ministerialverwaltungen angesiedelt werden. Diesem Ziel folgend werden vier zentrale Erkenntnisbausteine gewonnen. Der erste Baustein ist deskripti-ver Natur: Am Beispiel der Migrations- und Integrationspolitik wird gezeigt, dass sich die organisatorische Ansiedlung von Politikfeldern in Landesministerialverwaltungen über Zeit und Bundesländer hinweg stark unterscheidet. Dies zeigt die empirische Aufarbeitung von Aufbaustrukturen in insgesamt sechs Bundesländern (Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen) über einen Zeitraum von 15 Jahren mittels einer detailtiefen Formalstrukturanalyse. Es drängt sich die Frage auf, wie sich die gefundene Varianz erklären lässt. Zur Beant-wortung dieser Frage wird ein theoretisches Argument herausgearbeitet, welches den zweiten Erkenntnisbaustein darstellt. Das theoretische Argument stellt der Komplexität von Aufbauorganisationen einen Wirkmechanismus gegenüber, der mit wenigen Fak-toren das Zustandekommen organisatorischer Arrangements erklären kann. Damit unterscheidet sich das Argument von herkömmlichen Erklärungsversuchen in diesem Bereich, die oft auf sehr umständliche Theoriemodelle setzen. Der Wirkmechanismus zeigt auf, dass die Ansiedlung von Politikfeldern in komplexen Aufbauorganisationen im Wesentlichen a) vom Interesse des Akteurs am Politikfeld, b) von der Zielrichtung, die vom jeweiligen Akteur verfolgt wird, und c) von den institutionellen Rahmenbedin-gungen, in denen die beteiligten Akteure handeln, abhängt. Einige Versäumnisse der Politikwissenschaft insbesondere bei der theoretischen Mikrofundierung von Salienz-basierten Konzepten in komplexen Auswahlsituationen machen es dabei notwendig, einige Modifikationen am bisherigen Forschungsstand vorzunehmen. Der empirische Test bringt sodann die beiden verbleibenden Erkenntnisbausteine her-vor. Zunächst fördert dieser Test Erkenntnisse zu politischen Positionen der maßgeb-lichen Akteure in sechs Bundesländern über einen Zeitraum von 15 Jahren zutage, die sich gut untereinander vergleichen lassen. Die Bestimmung von Akteurspositionen erfolgt dabei vorwiegend über primärdatenbasierte Textanalysen und die Auswertung zahlreicher Interviews. Zudem plausibilisiert der empirische Test das herausgearbeite-te theoretische Argument und verdeutlicht den ‚Primat der Politik‘ bei der Ansiedlung politikfeldspezifischer Aufgaben in der Aufbaustruktur von Landesministerialverwaltungen.

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Der Diskurs der deutschen Bundesregierung über Unternehmensverantwortung 1991–2013 : Freiheit in Verantwortung? / von Johanna Horzetzky

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 27)
978-3-86309-448-5

Preis: 21,00 €

Corporate Social Responsibility (CSR) wird heute in Deutschland auch im politischen Raum als Begriff verwendet, um an Unternehmen gerichtete Erwartungen hinsichtlich verantwortungsvollen Verhaltens zu formulieren. Unternehmensverantwortung in ihren vielfältigen Facetten hat jedoch in Deutschland – unabhängig von diesem Begriff – eine lange Tradition. In der Wissenschaft wird kontrovers diskutiert, ob die relativ neue Bezeichnung auch für eine veränderte Erwartung von Politik und Gesellschaft an Unternehmensverantwortung steht. Diese Frage ist nicht nur für den politischen sondern auch für den wirtschaftsinternen Diskurs von Interesse. Denn Legitimität wird Unternehmen nur dann zugesprochen, wenn sie den Erwartungen gerecht werden, die aus Politik und Gesellschaft an sie gerichtet werden. Die Haltung der Bundesregierung ist dabei von besonderer Bedeutung. Denn sie kann einerseits gesellschaftliche Erwartungen an Unternehmen beeinflussen. Andererseits kann sie bei einem Verlust von Legitimität Unternehmen rechtlich bindende Vorgaben machen. Es stellt sich also die Frage, ob aus der Verwendung des Begriffs CSR durch die Bundesregierung eine veränderte Erwartungshaltung gegenüber Unternehmen abgeleitet werden kann. Dieser Frage wird in einer auf der Wissenssoziologischen Diskursanalyse und der institutionellen Logik-Perspektive aufbauenden Analyse von Redemanuskripten aus dem Bundeskanzleramt der Jahre 1991 bis 2013 nachgegangen. Ergebnis dieser Analyse ist die Erkenntnis, dass die Veränderung eher gradueller Natur ist und einer zunehmenden Verantwortungszuschreibung der Bundesregierung an Unternehmen entstammt. Die Bundesregierung misst jedoch in dem untersuchten Zeitraum dem Fortbestand von Unternehmen eine grundlegende Bedeutung zu. Die eigene Aufgabe sieht sie darin, langfristig die Ziele Unternehmensverantwortung und Wirtschaftlichkeit am Standort Deutschland in Übereinstimmung zu bringen. Für Unternehmen ergibt sich daraus die Erkenntnis, dass die Zuschreibung von Verantwortung durch die Bundesregierung auch davon abhängt, ob die Regierung wirtschaftlichen Handlungsspielraum für Unternehmen in dem relevanten Bereich sieht. Auf die Wahrnehmung eines wirtschaftlichen Handlungsspielraums können Unternehmen in gesellschaftlichen Diskursen jedoch Einfluss nehmen. Auf diese Weise ist verantwortungsvolles Unternehmenshandeln nicht nur als Reaktion auf externe Verantwortungszuschreibung zu sehen. Sondern diese Verantwortungszuschreibung und damit letztlich auch der Inhalt von an sie gerichteten Erwartungen können von Unternehmen aktiv beeinflusst werden.

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Unternehmensüberwachung in der Europäischen Aktiengesellschaft (SE) : Gestaltungsmöglichkeiten und Leistungsfähigkeit des Überwachungsorgans / von Markus Moelgen

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 26)
978-3-86309-437-9

Preis: 24,00 €

Die Überwachungspraxis des Aufsichtsrats der deutschen Aktiengesellschaft ist wiederholt sowohl im Hinblick auf ihre organrechtliche Verfasstheit als auch auf ihre personelle Zusammensetzung und Arbeitsweise kritisch hinterfragt worden. Wiederkehrende Diskussionspunkte betreffen vor allem die mangelnde Gestaltungsfreiheit des deutschen Gesellschaftsrechts im Hinblick auf die Wahl des Leitungssystems, die Größe des Überwachungsorgans sowie die Auswirkungen der Mitbestimmung auf Entscheidungsprozesse und personelle Zusammensetzung. Mit der Europäischen Aktiengesellschaft (SE) hat der europäische Gesetzgeber zum 8. Oktober 2004 eine Rechtsform eingeführt, die den Anspruch erhebt, für grenzüberschreitende Belange im europäischen Binnenmarkt ein effizienteres und sachgerechteres Bündel spezifischer Rechtsnormen zu bieten. Die SE bietet in Deutschland ansässigen Unternehmen erstmals die Möglichkeit, in einer Aktiengesellschaft zwischen einem System aus Vorstand und Aufsichtsrat oder einem Verwaltungsrat zu wählen, die Organgröße unternehmensindividuell anzupassen sowie Arbeitnehmervertreter aus verschiedenen europäischen Mitgliedsstaaten in das Aufsichtsorgan zu integrieren. Ziel der Untersuchung ist es, der Frage nachzugehen, inwiefern die SE neue Gestaltungsoptionen für die Unternehmensüberwachung eröffnet und welche Auswirkungen von der Nutzung dieser Optionen auf die Überwachungspraxis ausgehen.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/47550

 

 

Die Anerkennung der Europäischen Union in internationalen Kooperationsprojekten / von Marc Mühleck

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 25)
978-3-86309-427-0

Preis: 19,50 €

Der Europäischen Union (EU) gelingt es zunehmend, in dem um Staaten zentrierten internationalen System als eigenständiger Akteur anerkannt zu werden. Sie beansprucht damit eine herausgehobene Rolle im Vergleich zu anderen nichtstaatlichen Akteuren und tritt neben oder gar an die Stelle ihrer eigenen Mitgliedsstaaten. Es stellt sich die Frage, wann und warum die EU in einem internationalen Kooperationsprojekt eine solche Anerkennung erfährt. Die vorherrschenden Ansätze der EU- und IGO-Forschung bieten keinen geeigneten Rahmen für diese Frage. Daher wird ein neuer Ansatz auf der Basis von James Colemans korporativen Akteur, seinem Modell der Ressourcenzusammenlegung und systemtheoretisch-inspirierten Autonomieüberlegungen entwickelt. Eine Anerkennung der EU für ein Kooperationsprojekt wird auf der Basis von Relevanz, welche sich aus interner Handlungsfähigkeit ergibt, erklärbar. Auf empirischer Seite werden 24 Fälle aus der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) sowie dem Regime zur Bekämpfung weiträumiger grenzüberschreitender Luftverschmutzung (LRTAP) untersucht und auf die Anwendbarkeit und Erklärungskraft des Ansatzes geprüft. Dabei handelt es sich um alle Subregime im Rahmen der FAO, um das Engagement der Union in der FAO-Organisation selbst sowie um die Konventions- und Protokollverhandlungen des LRTAP-Regimes.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/47212

 

 

Regionale Bindung von Familienunternehmern : Konzeption und Einfluss auf Entscheidungsprozesse zur Verlagerung von Arbeitsplätzen in deutschen und spanischen Familienunternehmen / von Sonia Vilaclara Fatjo

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 24)
978-3-86309-411-9

Preis: 22,50 €

Eine insbesondere in Deutschland gängige Vorstellung über ein typisches Charakteristikum von Familienunternehmen bezieht sich auf eine ihnen unterstellte Verbundenheit mit dem heimischen Standort des Unternehmens, die sowohl auf der Betonung von Traditionen wie auch einem Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Region und dem dort beschäftigten Personal basiert. Diese regionale Bindung von Familienunternehmern fand als eigenständiges Konstrukt bislang nur wenig Beachtung in der betriebswirtschaftlichen Forschung. Dennoch kann angenommen werden, dass sich eine regionale Bindung von Familienunternehmern auch auf strategische Entscheidungen in diesen Unternehmen auswirkt. Zudem sehen sich im Zuge einer allgemein steigenden internationalen Ausrichtung von Unternehmen auch Familienunternehmen der Notwendigkeit gegenüber, ihre Wertschöpfungsketten international zu optimieren. Ausgehend von dieser Forschungslücke liefert die Studie eine systematische Erfassung der regionalen Bindung von Familienunternehmern und untersucht diese empirisch im Rahmen von Arbeitsplatz-verlagerungsentscheidungen ins Ausland. Besonderheiten in Familienunternehmen können mit dem Einfluss von familiensystemischen Eigenschaften auf die Unternehmensführung erklärt werden. Für die ländervergleichende Arbeit werden Familienunternehmen aus dem eher individualistischen Deutschland sowie dem vergleichsweise stärker kollektivistisch geprägten Spanien gegenübergestellt. Auf diese Weise werden auch landeskulturelle Besonderheiten regionaler Bindung von Familienunternehmern untersucht.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/46538

 

 

Who retires when and why? : A Comparative Analysis of Retirement Processes on the Case Study Denmark / by Julia Schilling

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 23)
978-3-86309-401-0

Preis: 21,00 €

The present dissertation traces how trends relating to globalization and demographic change impact on the labor market situation and retirement processes of older workers. The work focuses on Denmark, which is often cited as a role model for other OECD countries due to its specific institutional context and its traditionally high labor market participation of older people. In addition, the results from this Danish country study are compared to findings from Germany and the Netherlands, enabling an assessment of Denmark’s performance from a cross-country comparative perspective. In that context, the empirical analyses combine an examination of observed experiences in both the late career and the retirement process with how people themselves view their transition into the state of retirement.

 

 

Die Proliferation regionaler Integrationsabkommen in Südamerika : Die Entstehung des institutionellen Komplexes und seine Konsequenzen / von Julia Dinkel

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 22)
978-3-86309-403-4

Preis: 21,00 €

Seit mehr als fünf Jahrzehnten sind intensive Bemühungen seitens der südamerikanischen Staaten zu beobachten, regionale Institutionen für eine verstärkte Zusammenarbeit und Integration in Südamerika zu etablieren. So besteht auf dem südamerikanischen Kontinent seit 1969 die Andengemeinschaft (Comunidad Andina de Naciones, CAN), seit 1980 die Lateinamerikanische Integrationsvereinigung (Asociación Latinoamericana de Integración, ALADI), seit 1991 der Gemeinsamen Markt des Südens (Mercado Común del Sur, Mercosur), seit 2005 die Bolivarianische Allianz für die Völker unseres Amerika (Alianza Bolivariana para los pueblos de Nuestra América, ALBA), seit 2008 die Union Südamerikanischer Nationen (Unión de Naciones Suramericanas, UNASUR) und schließlich seit 2012 die Pazifische Allianz (Alianza del Pacífico). Diese Institutionen formen ein Netz an Institutionen, das im Verlauf der vorliegenden Arbeit als institutioneller Komplex zur regionalen Integration in Südamerika bezeichnet wird. Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, die Entstehung dieses institutionellen Komplexes zur regionalen Integration in Südamerika und den sich ergebenden Konsequenzen theoretisch und empirisch zu untersuchen. Das Modell zur Erklärung der institutionellen Komplexe in Südamerika wird auf der Grundlage der Forschung zu institutionellen Komplexen entwickelt. Zur Untersuchung der Konsequenzen, die sich aus der Entstehung des institutionellen Komplexes ergeben haben, wird auf kausale Mechanismen aus der Forschung zur Wechselwirkung von Institutionen und auf Argumente aus der Organisationsökologie zurückgegriffen. Dazu wird mittels qualitativer Fallstudien und der Methode der Prozessanalyse untersucht, wie die Performanz der bestehenden Institutionen einen Einfluss auf die Entstehung des institutionellen Komplexes entwickeln konnte und welche Konsequenzen sich hieraus ergeben haben.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/46258

 

 

Innovation landscape in developed and developing markets : A conceptual and empirical study on technology convergence and low cost innovations / von Nivedita Agarwal

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 21)
978-3-86309-397-6

Preis: 18,00 €

Innovation is proven to be an absolute requirement for growth in both developed and developing countries, but the type and motivation of innovations differ depending on various surrounding factors. In developed countries innovations are often technology-driven and associated with delighting the end customers. On the contrary, in the emerging markets; due to the unique settings and infrastructural gaps innovations are focused towards meeting customer’s fundamental needs. Considering these vast differences, this research focuses on the comparison of the on-going innovation fostering in both developed and developing world individually.

In developed world, where information technology (IT) is emerging out as the key enabling technology, thesis focuses on technology convergence and IT enabled business transformations. It illustrates the case of General electric and describes its Industrial Internet initiative.

On emerging markets side, thesis discusses various types of innovation approaches adopted by local firms and multi-national companies to develop bottom-up low-cost products. It attempts to consolidate the research insights into a unified framework. It also touches upon the topic of social enterprises as a medium to diffuse social innovations into emerging markets to address social challenges and developmental issues like poverty and access to healthcare services.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/46256

 

 

Enterprise Resource Planning Systeme im kaufmännischen Unterricht / von Clemens Frötschl

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2015
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 20)
978-3-86309-363-1

Preis: 20,00 €

In einer Zeit, in der Enterprise Resource Planning Systeme einerseits in nahezu allen Industrie- und Handelsbetrieben genutzt werden und auf der anderen Seite von kaufmännischen Auszubildenden anwendbares Wissen über betriebliche Abläufe und Zusammenhänge gefordert wird, kann Lernenden im schulischen Umfeld durch den Einsatz von integrierter Unternehmenssoftware eine realitätsnahe Lernumgebung verfügbar gemacht werden, die aktuelle Anforderungen an kaufmännische Sachbearbeiter aufgreift und im Unterricht erfahrbar macht. Der Unterrichtseinsatz von ERP-Systemen ist aber an diverse Bedingungen geknüpft, die Lehrpersonal und Lernende vor besondere Herausforderungen stellen. Die vorliegende Arbeit versucht einen Beitrag zur Einführung ERP-Systemen in den kaufmännischen Unterricht an Berufsschulen zu leisten. Dabei werden die angesprochenen Bedingungen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und bei der anschließenden Gestaltung eines prototypischen Unterrichtsarrangements zur Einführung in die Arbeit mit integrierter Unternehmenssoftware berücksichtigt. Das Unterrichtsarrangement wird nach mehreren Praxisläufen empirisch untersucht, um seine Eignung, einen einfachen Einstieg in die Arbeit mit integrierter Unternehmenssoftware zu ermöglichen, zu überprüfen.

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Strategische Frühaufklärung und der Einfluss auf die Innovationsfähigkeit : Eine Fallstudienanalyse / von Jacqueline Kundt

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2014
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 19)
978-3-86309-250-4

Preis: 21,50 €

Die Innovationsfähigkeit von Unternehmen stellt einen zentralen Erfolgsfaktor dar, die vor allem durch das frühzeitige Aufspüren und Nutzen von Innovationspotential geprägt ist. Nichtsdestotrotz erschweren zunehmende Komplexität und Dynamik des Unternehmensumfeldes ein rechtzeitiges Agieren. Bekannte Unternehmensbeispiele wie Nokia und Kodak zeigen, dass Unternehmen häufig Produktwandel und damit neue Anforderungen an Innovationen verschlafen. Vor diesem Hintergrund wird die Nutzung einer strategischen Frühaufklärung diskutiert, die frühzeitig Trends und Entwicklungen aus dem Unternehmensumfeld identifiziert und geeignete Maßnahmen ableitet und damit auch in der Lage ist, die Innovationsfähigkeit von Unternehmen zu verbessern. Trotz der hohen wissenschaftlichen und praktischen Relevanz ist es bisher nicht gelungen, den Einfluss einer strategischen Frühaufklärung auf die Innovationsfähigkeit wissenschaftlich zu fundieren, um diesen Zusammenhang abschließend zu bewerten. Diese Forschungslücke wird anhand einer multiplen Fallstudienuntersuchung in internationalen Unternehmen geschlossen. Indem alle relevanten Entscheidungsträger im Prozess befragt werden, wird der Wirkungsmechanismus auf die Innovationsfähigkeit identifiziert und analysiert. Darüber hinaus werden Faktoren identifiziert, die ein Wirken der strategischen Frühaufklärung ermöglichen und verbessern. Im Ergebnis entsteht ein umfassendes Bild über das Wirken der Frühaufklärung und dessen Anwendung im Innovationsmanagement.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/10460

 

 

Hochschulreformen in Deutschland : Hochschulen zwischen staatlicher Steuerung und Wettbewerb / von Ruth Kamm

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2014
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 18)
ISBN 978-3-86309-248-1

Preis: 20,00 €

Wettbewerb hat in der jüngeren Vergangenheit im Zusammenhang mit Reformbemühungen im deutschen Hochschulwesen hohe Aufmerksamkeit erfahren. Er ist mittlerweile in vielfältigen Ausprägungen Teil der Koordinations- und Steuerungsprozesse im deutschen Hochschulsystem und aus der Vielfalt der etablierten Governance-Instrumente nicht mehr wegzudenken. Trotzdem resultiert aus dieser Entwicklung keineswegs eine Abkehr von der grundlegenden staatlichen Verantwortung für das Hochschulwesen. Vor diesem Hintergrund wird in der vorliegenden Arbeit die Bandbreite beobachteter Wettbewerbsphänomene theoretisch fundiert erfasst und hinsichtlich der Folgen für Ausübung von Koordination und Steuerung im deutschen Hochschulsystem bewertet. Mithilfe eines dafür entwickelten analytischen Rahmens, der politik- und governance-theoretische Elemente verbindet, werden etablierte und neue Wettbewerbsinstrumente in ihrer je spezifischen Funktionsweise erfasst und voneinander abgegrenzt. Dabei wird neben der nationalen Konfiguration auch die Einbettung in den europäischen und internationalen Kontext berücksichtigt. Auf diese Weise wird ein umfassendes Bild der Rolle von Wettbewerb im Gesamtkontext bestehender Governance-Instrumente gezeichnet und aufgezeigt, inwiefern Wettbewerbsinstrumente bewusst zur Steuerung und Koordination in Hochschulsystemen eingesetzt werden können.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/10213

 

 

Interkulturalisationsprozesse in multikulturellen Kreativteams : Theoretische Konzeption und empirische Überprüfung / Carolin Fleischmann

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2014
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 17)
978-3-86309-237-5

Preis: 21,00 €

Aufgrund des europäischen Binnenmarktes und zunehmender globaler wirtschaftlicher Vernetzung sind Unternehmen mit einer multikulturellen Belegschaft konfrontiert. Der Austausch zwischen unterschiedlich kulturell geprägten Mitarbeitern findet in sogenannten kulturellen Überschneidungssituationen statt. Dabei wird die eigene Lebenswelt infrage gestellt, indem das Individuum mit divergierenden Orientierungssystemen und Interpretationsmustern konfrontiert wird. Dies kann zu einem breiten Spektrum an Lösungsansätzen jedoch ebenso zu dysfunktionaler Kommunikation und Konflikt führen. Es herrscht bislang keine Einigkeit darüber, ob positive oder negative Auswirkungen der Multikulturalität die Zusammenarbeit dominieren und welche Teamprozesse durch Multikulturalität überhaupt angestoßen werden. Kulturelle Überschneidungssituationen sind aus der Unternehmenspraxis nicht mehr wegzudenken: Sie entstehen beim Transfer von Managementkapazitäten, im Rahmen von Mergers & Acquisitions sowie bei der Zusammenarbeit multikulturell besetzter Teams. Um die Bearbeitung komplexer Aufgaben zielführend zu gestalten, greifen Unternehmen zunehmend auf multikulturelle Teams zurück. Dies gilt insbesondere für die Erarbeitung innovativer Lösungen. Kreativität nimmt dabei als Basis für Innovation eine bedeutende Rolle ein. Die Interaktion von Mitgliedern multikultureller Teams sowie die Herausbildung einer neuen Kultur im Sinne einer „Interkultur“ haben bislang in der betriebswirtschaftlichen Forschung kaum Beachtung gefunden. Diese Studie setzt sich mit der empirischen Überprüfung und Integration der fragmentierten konzeptionellen Ansätze zur Interkulturalisation auseinander.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/10083

 

 

Ursachen und Erfolgswirkung der Interaktionsstrukturen in Unternehmenskooperationen : Eine Untersuchung am Beispiel internationaler Forschungs- und Entwicklungskooperationen / von Dieter Dresel

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2014
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 16)
ISBN 978-3-86309-235-1
Preis: 26,00 €

Strategische Allianzen und insbesondere Forschungs- und Entwicklungskooperationen stellen für Unternehmen ein verbreitetes Instrument zur Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit dar, erweisen sich für beteiligte Organisationen jedoch häufig als wenig erfolgreich. Ein wesentlicher Grund hierfür besteht in der Schwierigkeit diese institutionellen Arrangements so zu gestalten, dass das wechselseitig interdependente Verhalten der Partner dauerhaft einen kooperativen Charakter aufweist. Die Ursachen sowie die Erfolgswirkung und die Varianz möglicher Ausprägungen wechselseitigen Verhaltens sind dabei bislang weitestgehend unerforscht. Vor diesem Hintergrund besteht die grundsätzliche Zielsetzung der Arbeit darin, das Spektrum möglicher Strukturen wechselseitiger Handlungen in Kooperationen zu identifizieren sowie die Zusammenhänge zwischen diesen Interaktionsstrukturen, den Handlungsursachen und dem Kooperationserfolg der Teilnehmer am Beispiel internationaler Forschungs- und Entwicklungskooperationen theoretisch und empirisch zu untersuchen. Hierzu wird zunächst eine Meta-Analyse erfolgsrelevanter Faktoren in Forschungs- und Entwicklungskooperationen durchgeführt. Daran anschließend entwickelt die Arbeit ein die Interaktion der Kooperationsteilnehmer explizit berücksichtigendes handlungstheoretisches Modell. Dieses bestimmt das Spektrum möglicher Interaktionsstrukturen und setzt diese kausaltheoretisch sowohl zu Konfigurationen relevanter Erfolgseinflüsse als auch zum Erfolg der Kooperationsteilnehmer in Beziehung. Die empirische Analyse der resultierenden Hypothesen erfolgt auf Grundlage eines Querschnittssamples von 471 Organisationen aus 359 internationalen Forschungs- und Entwicklungskooperationen der Forschungsförderungsprogramme „Eureka“ und „Eurostars“. Die Testresultate der linearen, hierarchischen Regression stützen generell die modelltheoretischen Vorhersagen.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/10058

 

 

Survey-Based Study on Partial Aspects of Retirement Decisions of Private Persons in Germany / Ivonne Honekamp

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2014
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 15)
ISBN 978-3-86309-229-0
Preis: 20,00 €

In Germany, private retirement provision is a topic of increasing importance. The ageing population in combination with unemployment, an increasing number of temporary work contracts, more individuals who work part-time or in jobs not subject to social insurance contributions, make it problematic to finance the pensions of the retired in a pay-as-you-go financed pension system. Besides, the number of individuals not able to acquire sufficient pension claims exceeding the needs-oriented basic pension is increasing. Several pension reforms have taken place in order to alleviate the pressure on the pay-as-you-go system. In 2001, a voluntarily funded part was introduced to close the pension gap which has slowly been rising due to a declining replacement rate in the statutory pension system. Individuals now have to decide if they start to provide for retirement privately, how much they are going to save and where to invest. Such decisions require a sound knowledge of the German pension system and general financial knowledge in order to be able to approximate retirement needs and to compare financial products. Based on the theory of saving and its behavioral refinements, a decision model has been developed in this thesis which describes each step from thinking about retirement to actually saving for retirement. Each of these steps has been investigated empirically in order to find out more about the hurdles individuals face on their way towards private retirement savings. Based on an instrumental variable estimation, it will be shown that providing information about retirement provision alone will not be sufficient to make people think about an appropriate retirement income, to induce people to make concrete retirement plans and to increase the number of individuals who translate their plans into action. Instead of providing general pension knowledge, offering concrete and targeted information at the time it is needed might be a more successful strategy. These idea, results and conclusions stem from Oehler and Wilhelm-Oehler 2009a, 2011 who analyze the data from „Altersvorsorge macht Schule” („retirement planning goes school”). They recommend a practice-oriented, case-based financial education as well as a „meta education” to improve the „meta literacy” as shown by Oehler (2004, 2009a, 2011, 2012a, 2012d-e, 2013a-b). „Meta literacy” in this sense means that it is more important to know methods or people who can solve the problem when it appears, than acquiring all knowledge themselves being prepared to solve all possible problems (Oehler/Wilhelm-Oehler 2009, 2011; Oehler 2011, 2012a, 2012d-e, 2013a-b). This strategy may also be successful to solve the problem of time constraints which many individuals stated to be the main reason why they would not participate in a retirement seminar. Furthermore, the confidence in one’s own knowledge seems to be more important than actual knowledge which requires measures to increase consumer confidence. Such a measure could be, for example, a hypothetical situation in which seminar participants have to evaluate the offer they received from a financial advisor (Oehler 2004, 2005b, 2006, 2011, 2012a, 2012d-e, 2013a-b). According to the literature findings in the last five decades it is known that individuals fall back to heuristics in order to simplify decision. This behavior has also been observed in this work. Even though they own a pension product, they stated they did not try to figure out how much retirement wealth would be necessary to live an adequate retirement life. Hence, they must have followed some kind of decision rule to decide, among others, about the amount they save. Using heuristics was more prevalent among individuals owning a “Riester Pension” than among individuals owning a company pension. Since individuals with a company pension often receive information about the pension plan through the employer or via employer sponsored retirement seminars, such seminars seem likely to have the potential of increasing the number of individuals who engage in retirement planning before starting to save. The second one is that individuals who admit that they tend to procrastinate on financial decisions are more likely to join a retirement seminar than individuals who indicate that they would rather not procrastinate. Making people aware of the widespread problem of procrastinating retirement savings might increase the number of individuals who realize that they have procrastinated retirement planning and henceforth increase the number of individuals participating in retirement seminars.

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Der Übergang in die Sekundarstufe I: Die Bedeutung sozialer Beziehungen für den Schulerfolg und die Formation elterlicher Bildungsentscheidungen / von Lydia Kleine

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2014
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 14)
ISBN 978-3-86309-220-7

Preis: 16,00 €

Einer der wichtigsten Bildungsübergänge im deutschen Schulsystem ist der von der Primar- in die Sekundarstufe, da hier Weichen für den gesamten weiteren Bildungsverlauf gestellt werden. Die Dissertation widmet sich diesem Thema anhand der Fragen nach der Bedeutung sozialer Beziehungen für den Schulerfolg sowie der Genese der elterlichen Bildungsentscheidung für eine Schulform der Sekundarstufe I. Die empirischen Analysen basieren auf Grundschuldaten des zweiten Längsschnittes der BiKS-Studie 8-14. Als Fazit aller drei empirischen Kapitel lässt sich festhalten, dass die Ergebnisse für die Entwicklung der übertrittsrelevanten Noten, des schulischen Selbstkonzeptes sowie der Genese der Bildungsentscheidung insgesamt die Bedeutung sozialer Beziehungen verdeutlichen. Diese schaffen eine Basis für die Transmission von Humankapital sowie bildungsförderlicher Werte. Mit dem Fischteicheffekt kann auch ein anderer Wirkmechanismus sozialer Beziehungen als bedeutsam identifiziert werden. Für die Genese der Übertrittsentscheidung zeichnen sich darüber hinaus Kosten- und Nutzenabwägungen verantwortlich, wie es die Rational Choice Theorien postulieren. Inwiefern eine Kalkulation zu beobachten ist, hängt stark an den Übergangsregeln der Bundesländer sowie dem Bildungshintergrund der Eltern.

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Interkulturalisation in multikulturellen Teams : Entwicklung eines theoriegeleiteten und empirisch gestützten Analysekonzeptes
 / Laura-Christiane Folter

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2014
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 13)
ISBN 978-3-86309-202-3
Preis: 21,00 €

Kulturelle Überschneidungssituationen sind ein fester Bestandteil der Unternehmenspraxis geworden, ob beim Transfer von Managementkapazitäten im Rahmen des Auslandseinsatzes von Führungskräften, bei der Arbeit in multikulturellen Teams oder im Zusammenhang mit internationalen Verhandlungen. Eine wesentliche Herausforderung der Unternehmen besteht dabei im Verbinden differierender Werte, Normen und Verhaltensweisen der verschieden kulturell geprägten Teammitglieder. Im Falle der Herausbildung einer „neuen Kultur“ als Ergebnis kultureller Überschneidungssituationen ist unter anderem von der Entstehung einer „Interkultur“ die Rede. Interkultur ist das Resultat eines Prozesses im „Dazwischen“ von Kulturen, der durch Interaktion und Reflexion eigen- und fremdkultureller Verhaltensweisen gegenseitige Anerkennung und eine gemeinsame Teamidentität stiftet und durch Kreation eines dritten, neuen innovativen Orientierungssystems zu Synergien führen kann. Trotz der hohen wissenschaftlichen Relevanz kultureller Überschneidungssituationen und deren Resultate, existiert bis dato keine wissenschaftliche Untersuchung zur Existenz und den Folgen einer Interkultur. Um diese Forschungslücke zu schließen, werden zunächst multikulturell besetzte Studententeams in einer Längsschnittstudie mit Hilfe eines problemzentrierten, halbstrukturierten Interviewleitfadens zur Teamarbeit und Teamentwicklung befragt. Die aus dieser Befragung und aus der Literaturanalyse gewonnenen Ergebnisse werden in eine experimentelle Beobachtungsstudie überführt. Diese Studie, die ebenfalls mit Studententeams durchgeführt wird, überprüft und erklärt die Existenz einer Interkultur, um daraufhin Implikationen zur Handhabung einer Interkultur für die unternehmerische Praxis zu generieren.

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Werthaltungen und Ethos von Lehrern : Empirische Studie zu Annahmen über den "guten" Lehrer / von Paul Harder

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2014
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 12)
ISBN 978-3-86309-214-6
Preis: 21,00 €

Die wissenschaftliche Frage nach dem guten Lehrer stellt sich durchaus auch heute noch. Das Problem liegt dabei bei der Definition von gut selbst, das als Platzhalter viele Meinungen und Auffassungen zu seiner semantischen Füllung zulässt. Eingedenk der Tatsache, dass gut in der zeitgenössischen philosophischen Betrachtung im Zuge der Aufklärung und Säkularisierung metaphysisch vom summum bonum entkoppelt wurde und somit seinen Anspruch auf allgemeingültige Objektivität eingebüßt hat, können Personen, Dinge oder Handlungen nicht mehr in Ansehung des höchsten Gutes konnativ mit dem Prädikat gut versehen werden. Wenn also nicht das eine Gut gilt, sondern viele Gute (Güter) ihre Berechtigung anmelden, dann geht es darum, in einem fortwährenden Diskurs gesellschaftlich gültige Normen auszuloten. Nun wird aber nicht von Gütern gesprochen, wenn es um ein individuelles Präferenzmodell geht, sondern von unterschiedlichen Werten. Somit erfolgt eine Auseinandersetzung mit Werten und Werthaltungen als deren individuell verinnerlichten Entsprechungen. Mit der gesellschaftspolitischen Frage, wofür die Lehrer zuständig sein sollen und wollen, wird auch die Frage nach dem Lehrerethos erneut gestellt. Dabei ist das Wesen von ethos zu bedenken, welches eine individuelle und eine kollektive Komponente enthält. Der gewöhnliche Ort des (professionellen) Lebens, den das (Berufs-)Ethos meint, schließt neben ethisch-moralischen und pädagogischen Aspekten auch eine Positionierung zu sozialen, ökonomischen, politischen oder ästhetisch-religiösen Fragen der Berufspraxis ein. Mit der Konkretisierung eines Lehrerethos in diversen Konstruktionen und Modellen wird ersichtlich, wie die Ethoskomponenten Gewohnheit, Sitte, Brauch und Charakter operationalisiert werden. Es sind stets Werthaltungen, deren Bündel als Ethos festgehalten werden. Das (Berufs-)Ethos lässt sich ergo als Konzentrat von (berufsspezifischen) Werten begreifen, was das Ethos somit für das konkrete (professionelle) Handeln als Bestimmungsgrund wertgerichteten Handelns bestätigt. Für Verhältnisse und Vollzüge des Lehrerethos ergeben sich einige spezifische dimensionale Implikationen. Aus empirischer Sicht wird ein Untersuchungsdesign vorgeschlagen, das es ermöglicht, die tatsächlichen, berufsspezifischen Werthaltungen zu erheben. Ziel der Erhebung sollte dabei nicht sein, Werthaltungen innerhalb vorgefertigter Skalen oder Vorlagen bewerten oder sortieren zu lassen. Mit der Means-End-Theorie und dem Laddering-Ansatz wird es ermöglicht, individuelle Werthaltungen als Mans-End-Ketten aufzudecken und im Zusammenhang mit dem Ethos zu diskutieren.

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Soziale Ungleichheiten beim Vermögen und Immobilienbesitz : Eine Analyse von Vermögens- und Wohneigentumsungleichheiten im internationalen, innerdeutschen sowie historischen Vergleich / von Kathrin Kolb

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 11)
ISBN 978-3-86309-184-2
Preis: 18,50 €

Ziel der vorliegenden Dissertation ist es, Vermögens- und Wohneigentumsungleichheiten in Ost- und Westdeutschland sowie im europäischen Vergleich detailliert zu untersuchen. Die Analyse von Vermögensungleichheiten mit einem Fokus auf die zentrale Vermögenskomponente Wohneigentum und damit eine Abkehr von der bislang vorherrschenden Fokussierung auf Bildungs- und Arbeitsmarktprozesse ermöglicht ein umfassenderes und multidimensionales Verständnis sozialer Ungleichheitsstrukturen. Durch diese Herangehensweise wird der hohen soziostrukturellen Bedeutung von Vermögen und Wohneigentum Rechnung gezollt. Im Rahmen der Arbeit wird aus international vergleichender Perspektive die Vermögens- und Immobiliensituation Deutschlands analysiert. Mit Hilfe umfangreicher empirischer Analysen kann gezeigt werden, dass die einseitige Fokussierung auf Einkommen zu einer Unterschätzung oder, wie im Falle der skandinavischen Länder, sogar zu einer falschen Beurteilung von sozialen Ungleichheiten führt. Eine Betrachtung der Vermögenssituation, welche vor allem durch Wohneigentum bestimmt wird, ist daher in der sozialen Ungleichheitsforschung unerlässlich. Zudem wird die Entwicklung von Wohneigentumsungleichheiten im innerdeutschen Vergleich untersucht. Noch immer bestehen signifikante Unterschiede bei der Wohneigentümerquote zwischen Ost- und Westdeutschland. Bemerkenswert ist jedoch, dass diese Divergenzen für die jüngeren Kohorten beim Zugang zu Wohneigentum nicht festgestellt werden können. Dieses Ergebnis ist ein Indiz dafür, dass sich die Wohneigentumssituation zwischen den zwei Landesteilen künftig immer mehr annähern wird.


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Valuation, Empirical Analysis, and Optimal Exercise of Open-End Turbo Certificates / von Sebastian Paik

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 10)
ISBN 978-3-86309-178-1
Preis: 21,00 €

This dissertation analyzes Open-End Turbo Certificates (OETCs), a popular class of retail derivatives. OETCs can be exercised at any time at the investor’s discretion. In order to explain the existence of the certificates jump risk must be considered. We propose and implement an optimal stopping approach to price these securities, which further allows for determining optimal exercise thresholds. They result from the trade-off between benefits from downward jump protection and financing costs. We show that early exercise right has a significant impact on their values. In an empirical analysis pertaining to the years 2007 through 2009 it turns out that certificates which could be rationally held are very rare, although the degree by which the underlying exceeds the optimal exercise thresholds continually declines over the considered period. We suggest three lines of explanation: general market movement, jump risk perception by the market, and increased competition among issuers.


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Mechanismen institutioneller Dynamiken : eine vergleichende Prozessanalyse der Entwicklung des ASEAN-Handelsregimes / Axel Obermeier

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 9)
ISBN 978-3-86309-176-7
Preis: 18,50 €

Die allgemeine Zielsetzung dieser Arbeit besteht darin, die Dynamik internationaler Institutionen theoretisch und empirisch zu untersuchen. Dazu wird in dieser Arbeit ein handlungstheoretisches Argument entwickelt, das strukturinduzierte Interessen und akteursspezifische Ideen als kombinatorische Einflussfaktoren für die Präferenzbildung von Staaten hinsichtlich institutioneller Dynamiken konzipiert. Die kausale Logik des Argumentes wird in zwei Mechanismen abgebildet: Der Mechanismus der Präferenz-Destabilisierung enthält Aussagen darüber, wie Veränderungen relevanter Strukturen die Präferenz eines Staates hinsichtlich einer Institution beeinflussen. Mit dem Mechanismus der Präferenz-Delegitimierung wird hingegen plausibilisiert, wie Veränderungen von Ideen die Präferenz eines Staates hinsichtlich einer Institution beeinflussen. Schließlich wird von der kombinatorischen Wirkung dieser Mechanismen auf die Ausprägung institutioneller Dynamiken geschlossen, die Staaten anstreben. In der empirischen Analyse wird die Entwicklung des ASEAN-Handelsregimes seit seiner Gründung 1977 untersucht. Dazu wird in einer Kombination aus qualitativem Fallvergleich und Prozessanalyse analysiert, welche Variablen kausalen Einfluss haben und ob die Mechanismen entsprechend der formulierten Annahmen wirken.

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Analyse von Einkommensverteilungen : Ansätze, Methoden und Empirie / von Johannes Schwarze und Susanne Elsas

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 8)
ISBN 978-3-86309-158-3
Preis: 27,00 €


Das vorliegende Lehrbuch behandelt die Analyse der personellen Einkommensverteilung aus wohlfahrtsökonomischer Perspektive. Es stellt einerseits wichtige Ungleichheitsmaße und Methoden der graphischen Darstellungen vor, die zur Charakterisierung der personellen Einkommensverteilung in Wissenschaft und Politik verwendet werden. Dabei werden systematisch die Eigenschaften und auch Zusammenhänge der verschiedenen Maße thematisiert. Andererseits werden Konzepte und Methoden der Erhebung von Einkommen vorgestellt, und vor dem Hintergrund diskutiert, aus der Verteilung der personellen Einkommen möglichst valide Aussagen über die Verteilung der individuellen Wohlfahrt in einer Gesellschaft abzuleiten. Das Lehrbuch bietet einen fundierten und kritischen Zugang zur Einkommensverteilungsanalyse, sowohl für Studierende der Sozialwissenschaften, als auch für Interessierte und Engagierte in Beratung und Politik.

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Fehlende Werte in den Sozialwissenschaften : Analyse und Korrektur mit Beispielen aus dem ALLBUS / Martin Messingschlager

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 7)
ISBN 978-3-86309-122-4
Preis: 27,00 €

Fehlende Werte bilden seit jeher eine große methodische Herausforderung für quantitative Analysen in den Sozialwissenschaften. Die Methodenforschung deutet darauf hin, dass sich in einigen Bereichen das Problem fehlender Werte noch verschärfen wird. In dieser Arbeit werden zunächst die wichtigsten Theorien zu Item und Unit Nonresponse zusammengefasst. Anhand von Beispielen aus dem ALLBUS werden anschließend Analysen zu Item und Unit Nonresponse vorgenommen. Im Weiteren werden Korrekturmethoden für fehlende Werte durch ein auf realen Daten basierendes neues Verfahren verglichen. Dabei steht im Zentrum des Methodenvergleichs das Abschneiden der Multiplen Imputation als Korrekturmethode. Die Ergebnisse sprechen bei Item Nonreponse klar für die Anwendung der Multiplen Imputation vor allem bei multivariaten Analysen. Obwohl die Ergebnisse für Unit Nonresponse keine klaren Empfehlungen zulassen, erscheint der Weg, Multiple Imputation auch dort zu verwenden, bei günstiger Datenlage als Alternative zu Gewichtungen.

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EU-Agrar- und Regionalpolitik : wie vergangene Entscheidungen zukünftige Entwicklungen beeinflussen ; Pfadabhängigkeit und die Reformfähigkeit von Politikfeldern / von Thomas Geppert

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 6)
ISBN 978-3-86309-082-1
Preis: 19,50 €

In der Dissertation wird die Reformfähigkeit der EU-Agrarpolitik und der EU-Regionalpolitik vergleichend analysiert. Die Analyse wird dabei von der Theorie des Historischen Institutionalismus, welcher auch unter dem Begriff Pfadabhängigkeit bekannt ist, geleitet. Ziel ist es herauszufinden, warum die beiden äußerlich sehr ähnlichen europäischen Politikfelder eine so unterschiedliche Reformfähigkeit aufweisen. Insbesondere soll die Frage geklärt werden, warum die EU-Agrarpolitik über Jahrzehnte hinweg so reformresistent ist. Es wird gezeigt, dass institutionalisierte Politiken sind keineswegs „immer“ oder auch nur in gleicher Weise anfällig für pfadabhängige Entwicklungen. Entscheidend sind die konkreten Opportunitätsstrukturen, die im Zuge der Politikgestaltung errichtet werden und Default-Bedingungen unterschiedlich ausprägen bzw. Akteuren in unterschiedlicher Weise Vetopositionen verleihen. Bei der EU-Regionalpolitik haben die Geberländer einen wirksamen Hebel in der Hand, mit dessen Hilfe Anpassungen an veränderte Rahmenbedingungen erzwungen werden können. Bei der EU-Agrarpolitik haben die Nehmerländer eine Vetoposition, mit deren Hilfe Anpassungen an veränderte Rahmenbedingungen verhindert werden können.

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Soziale Beziehungen und Schulerfolg : die Bedeutung sozialer Beziehungen für Schulerfolg im Primar- und Sekundarbereich / von Monja Schmitt

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 5)
ISBN 978-3-86309-080-7
Preis: 20,00 €

Die vorliegende Dissertation befasst sich mit der Rolle sozialer Beziehungen für Bildungserfolg im Primar- und Sekundarbereich des deutschen Bildungssystems. Während in bildungssoziologischen internationalen Untersuchungen Aspekte sozialen Kapitals bereits über einen längeren Zeitraum hinweg große Beachtung finden, wird in bildungssoziologischer nationaler Forschung die soziale Umgebung dahingehend vernachlässigt, dass bislang kaum umfassende Untersuchungen zum Zusammenhang innerfamilialer und außerfamilialer sozialer Beziehungsgefüge und Bildungserfolg existieren. Ziel dieser Dissertation ist deswegen, einerseits zu prüfen, inwiefern die in internationaler Forschung herangezogenen theoretischen Annahmen auf das deutsche Bildungssystem übertragbar und damit auch die Befunde internationaler Forschung replizierbar sind. Auf der anderen Seite werden auch die international eher vernachlässigten längsschnittlichen Aspekte näher untersucht. Die Befunde weisen darauf hin, dass sowohl die Eltern-Kind-Interaktion als auch soziale Beziehungen außerhalb der Familie einen maßgeblichen Beitrag zur Erklärung schulischen Erfolgs leisten können. Dabei ist es im Primarbereich insbesondere wichtig in ein konstant intaktes Netz sozialer Beziehungen eingebunden zu sein und nicht erst unmittelbar vor dem Übergang eine Verbesserung dieser Beziehungen zu erreichen. Während zu diesem Zeitpunkt sowohl das elterliche Engagement innerhalb und außerhalb der Familie als auch die sozialen Kontakte der Kinder im schulischen Kontext gleichermaßen von Bedeutung sind, werden im Sekundarbereich zunehmend die Beziehungen der Kinder selbst wichtig.

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Weltkultur am Werk? : das globale Modell der Gesundheitspolitik und seine Rezeption im nationalen Reformdiskurs am Beispiel Polens / von Monika Elisabeth Radek

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2011
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 4)
ISBN 978-3-86309-041-8
Preis: 23,50 €

Wie aus dem Titel hervorgeht, steht im Fokus der Arbeit die Wirkungsweise der „Weltkultur“ – ein Begriff aus dem soziologischen Neoinstitutionalismus, der für eine globale Diffusion kognitiver Modelle steht, die sich kontraintuitiver Weise weltweit verbreiten, ohne dass ein „Weltstaat“ dafür Sorge trägt. Der ursprüngliche Ausgangspunkt dieser Fragestellung liegt in der Beschäftigung mit dem wohlfahrtsstaatlichen Wandel in der Systemtransformation in Mittelosteuropa. Seit Mitte der 1990er Jahre ist hier ein interessantes Phänomen zu beobachten: Die Zunahme einer evaluativ und beratend angelegten Forschung insbesondere ökonomischer Provenienz, die sich nicht die Beobachtung und Analyse der Wohlfahrtsstaaten zum Ziel setzt, sondern deren proaktive Veränderung im Einklang mit dem vorherrschenden ökonomischen Wissen. Mit der Wirkungsweise übergreifender kognitiver Modelle und Bedeutungsstrukturen auf Nationalstaaten beschäftigen sich die Neoinstitutionalisten seit den 1980er Jahren. Dennoch bleiben viele Fragen offen bzw. kontrovers. Wie muss man sich die Wirkungsweise der „Weltkultur“ auf nationalstaatlicher Ebene vorstellen? Kann es sich um eine einseitige Wirkungsrichtung handeln? Und wie lassen sich kulturelle Prozesse forschungspraktisch überhaupt adäquat erfassen? Das Ziel der Arbeit besteht darin, diesen Fragen anhand einer empirischen Fallstudie nachzugehen. Der Analysefokus richtet sich dabei auf den Einfluss globaler Expertendiskurse auf den nationalen Reformdiskurs am Beispiel der Gesundheitspolitik in Polen. In einem ersten Schritt wird zunächst das globale Modell der Gesundheitspolitik rekonstruiert und in eine historische Perspektive gestellt, um auf diese Weise Kontinuitäten und Brüche des globalen Modells der Gesundheitspolitik aufzuzeigen. In einem zweiten Schritt wird in der polnischen Reformdebatte untersucht, inwieweit einzelne Bestandteile des globalen Modells hier rezipiert werden und wodurch diese Rezeption ermöglicht wird. Die Rekonstruktion des globalen Modells der Gesundheitspolitik führt zu dem Ergebnis, dass die wichtigste Weiche für die Formierung der gesundheitspolitischen Wissensordnung der Gegenwart in der fortschreitenden „Dezentrierung des Staates“ zu suchen ist. Im Zuge der diskursiven Entwicklung der letzten 30 Jahre wird eine radikale – horizontale und vertikale - Neuverteilung der Gesundheitsverantwortung erreicht. Diese diskursive Entwicklung geht mit einer starken Aufwertung des Wissens und der Wissensproduktion einher, die sich die globalen Diskursteilnehmer selbst als ihre zentrale Aufgabe zuschreiben. Die Aufwertung des Wissens und der globalen Wissensproduktion geht dabei mit einer Abwertung der nationalen Entscheidungsträger einher, die als orientierungslos konstruiert werden. Im gesundheitspolitischen Reformdiskurs in Polen ist zunächst zu beobachten, dass die kommunistische Erfahrung einem Diskurs der „Staatsphobie“ zur Deutungsmacht verhilft, der wiederum die „Dezentrierung des Staates“ stark begünstigt, wie sie im globalen Modell der Gesundheitspolitik rekonstruiert werden konnte. Der nationale Diskurs der „Staatsphobie“ hat jedoch noch einen weiteren und für die forschungsleitende Fragestellung des Promotionsprojekts relevanten Effekt. Mit dem Diskurs der „Staatsphobie“ verbindet sich auch die Forderung nach einer „Entpolitisierung“ des Diskurses, die wiederum dafür sorgt, dass – „meritorische“ – Expertendiskurse eine starke Aufwertung erlangen. Gleichzeitig wird nationalen Diskursteilnehmern abgesprochen, über Expertise zu verfügen, so dass Expertise überwiegend internationalen Akteuren zugeschrieben wird. Der starke Einfluss internationaler Expertendiskurse auf nationale Reformpolitik ist in diesem Fall also auf die Komplementarität zweier diskursiver Entwicklungen zurückzuführen: Einerseits eröffnet der Diskursverlauf auf globaler Ebene den globalen Wissensproduzenten die Möglichkeit, in der neuen Verteilung der Gesundheitsverantwortung einen festen und legitimen Platz einzunehmen. Andererseits wird diese Selbstaufwertung der globalen Arena im nationalen Diskurs bestätigt: Internationalen Aussagen wird tendenziell mehr „Expertise“ und Autorität zugeschrieben als der „Kritik“ nationaler Diskursteilnehmer. Nichtsdestotrotz sind keine 1:1-Übernahmen von Politikempfehlungen oder Deutungsmustern zu beobachten, was angesichts der Heterogenität des globalen Diskurses recht plausibel ist. Das bereits auf globaler Ebene stark umkämpfte Modell der Gesundheitspolitik macht es auf nationaler Ebene möglich, dass alle Diskursteilnehmer auf einzelne Versatzstücke zurückgreifen und diese auch selbst im Einklang mit ihren Aussagen auslegen können. Die übergreifenden Bedeutungsstrukturen der „Weltkultur“ sind also in gewisser Weise omnipräsent, ihre Wirkung aufgrund ihrer Heterogenität jedoch trotz allem kaum steuer- und vorhersagbar.

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http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2012/374/

 

 

Brand Personalities and Consumer-brand Relationships as elements of successful brand management / von Katharina S. Güse

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2011
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 3)
ISBN 978-3-86309-000-5
Preis: 18,00 €

Diese Dissertation setzt sich mit den Konzepten Markenpersönlichkeit und Konsumenten-Markenbeziehung auseinander, die zwei besonders wichtige Maße des Markenwertes sind. Diese Maße sind trotz ihrer Wichtigkeit noch nicht umfassend erforscht. Die vorliegende Dissertation beschäftigt sich deshalb mit diesen Konzepten und gibt Hinweise darüber, wie Markenpersönlichkeiten zu managen und zu messen sind, und wie stabile Konsumenten-Markenbeziehungen aufgebaut werden können. Dabei bietet diese Dissertation einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand der Konzepte Markenpersönlichkeit und Konsumenten-Markenbeziehungen, und zielt darauf ab, den Wissensstand in diesen beiden Forschungsgebieten zu erweitern, indem sie aktuelle Kritikpunkte aufgreift und in neuartigen Studien berücksichtigt.
Im Wesentlichen verfolgt diese Dissertation zwei Ziele: Zum Einen wird untersucht wie Markenpersönlichkeiten von Konsumenten wahrgenommen werden. Ziel ist es, die Varianz der Wahrnehmung der Markenpersönlichkeit zu erklären. Nehmen alle Konsumenten die gleiche anvisierte Markenpersönlichkeit wahr oder nehmen sie die gleiche anvisierte Markenpersönlichkeit unterschiedlich wahr?
Die bestehende Skala zur Messung der Markenpersönlichkeit (Aaker 1997) wird häufig kritisiert. Aus diesem Grund stellt diese Dissertation eine alternative Konzeptionalisierung der Markenpersönlichkeit vor, die aus der Sozialpsychologie stammt. So wird in einem empirischen Modell die Rolle der Emotionen analysiert, die die Beziehung zwischen der Wahrnehmung der Markenpersönlichkeit, der Einstellung gegenüber der Marke und der Kaufabsicht mediiert.
Zum Anderen besteht das Ziel dieser Dissertation darin, zu verstehen wie Konsumenten Beziehungen zu Marken aufbauen. Zunächst wurde eine detaillierte Literaturrecherche unternommen, um bisherige Forschungserkenntnisse abzubilden. Anschließend wurden die aus theoretischer Sicht als sinnvoll erachteten Variablen in einem empirischen Modell getestet.
In Anlehnung an das erste Ziel dieser Dissertation wird in der ersten Studie (Kapitel 2) die existierende Skala zur Messung der Markenpersönlichkeit angewendet. Im Rahmen einer empirischen Untersuchung wird eine Taxonomie entwickelt, deren Dimensionen auf akademischen Forschungsergebnissen beruhen (Aaker 1997). Die Ergebnisse zeigen, dass Konsumenten, die eine starke Markenpersönlichkeit wahrnehmen, eine positivere Einstellung gegenüber der Marke haben, eine größere Präferenz für sie aufweisen und zufriedener mit der Marke sind.
Die zweite Studie (Kapitel 3) untersucht erstmalig die Anwendbarkeit des Stereotype-content Modells im Zusammenhang mit Konsumgütermarken. Bestehende Studien zum Thema Markenpersönlichkeiten zweifeln an der Angemessenheit der Skala von Aaker. Daher beruht diese Studie im Gegensatz zu bisherigen Untersuchungen auf dem Stereotype-content Modell der Sozialpsychologie. Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass das Stereotype-content Modell eine wertvolle Alternative zum Konzept der Markenpersönlichkeit darstellt. Die Studie leistet in zweierlei Hinsicht einen Forschungsbeitrag: Erstens zeigt sie auf wie die Komplexität der Messung der Markenpersönlichkeit reduziert werden kann. Zweitens zeigen die Ergebnisse, dass die Kaufabsicht der Konsumenten von den Stereotypen gegenüber der Marke, von Emotionen sowie von der Einstellung gegenüber der Marke abhängt.
Im Hinblick auf das zweite Hauptziel dieser Dissertaton gibt Kapitel 4 einen Überblick über den Stand der Forschung zum Thema Konsumenten-Markenbeziehungen und zeigt aktuelle Forschungslücken auf. So wird zunächst festgestellt, dass das Forschungsfeld um Konsumenten-Markenbeziehungen noch in seinen Anfängen steckt. Zweitens wird aufgezeigt, dass sich bisherige Studien zu Markenbeziehungen ausschließlich auf den Kontext zwischenmenschlicher Beziehungen beziehen.
Da Studien über Markenbeziehungen aufgrund ihres Vergleiches mit zwischenmenschlichen Beziehungen häufig kritisiert wurden, schlägt Kapitel 5 eine alternative Konzeptionalisierung vor, die Erkenntnisse aus der Literatur zum Beziehungsmarketing in den Konsumgüterbereich überträgt. Die Ergebnisse zeigen erstens, dass das Konstrukt Markenbeziehungsqualität durch die Dimensionen Commitment, Vertrauen und Zufriedenheit gebildet wird. Zweitens wendet diese Studie erstmalig die Relational Exchange Theory von Macneil (1980) im Zusammenhang mit Konsumgütermarken an. Das Normkonstrukt wird eingeführt und die Ergebnisse zeigen, dass relationale Normen eine mediierende Rolle in Konsumenten-Markenbeziehungen haben. Somit beantwortet diese Studie die von Johar (2005) gestellte Frage, ob Normen im Markenverhalten relevant sind. Außerdem erweitert dieses Kapitel den Kenntnisstand über Konsumenten-Markenbeziehungen, indem es ein umfassendes Modell empirisch testet. Dieses Modell schließt nicht nur Konsumenten- und Markencharakteristika mit ein, sondern berücksichtigt auch Charakteristika der Markenbeziehung als relevante Treiber der Beziehung. Die Ergebnisse zeigen, dass Konsumentencharakteristika einen signifikanten Einfluss auf relationale Normen haben, und dass die Charakteristika der Markenbeziehung vor allem das Ausmaß der wahrgenommenen Markenbeziehungsqualität und der Markentreue beeinflussen.
Insgesamt bereichert diese Dissertation den Kenntnisstand über die zwei zentralen Maße des Markenwertes, Markenpersönlichkeit und Konsumenten-Markenbeziehung, wie folgt: Während die erste Studie eine Taxonomie von Markenkonstellationen entwickelt, übertragen die beiden übrigen empirischen Studien bestehendes Wissen einer Marketingdisziplin oder verwandter Disziplinen in den Markenkontext. Somit reduziert diese Dissertation einerseits Komplexität und bereichert andererseits die Forschung, indem sie Wissen, das sich in einem verwandten Kontext bewährt hat, in dem neuen Kontext anwendet.

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http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2011/308/

 

 

Numerische Klassifikation (Cluster Analyse) anhand nominaler, ordinaler oder gemischter Merkmale / von Prof. Dr. Friedrich Vogel und Dr. Rudolf Gardill

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 2)
ISBN 978-3-923507-80-1
Preis: 40,00 €

Numerische Klassifikation (oder Cluster Analyse) ist die Zuordnung einer Menge von Beobachtungen (Objekten) zu Teilmengen (Klassen oder Cluster), derart dass die Beobachtungen (Objekte), die einer Klasse angehören, in einem bestimmten Sinne einander ähnlich sind.
Diese Arbeit besteht aus zwei Teilen: Der erste Teil behandelt die theoretischen Grundlagen unseres neuen Klassifikationsprogramms ORMIX. Zunächst werden zwei Verfahren zur Bildung disjunkter Klassen erörtert: ein Austauschverfahren und ein hierarchisch-agglomeratives Verfahren. Dann werden Maße zur Messung der Güte eines Klassifikationsergebnisses im Detail diskutiert, insbesondere im Hinblick auf die Merkmalstypen: nominal, ordinal und metrisch. Im Zusammenhang mit Problemen der Numerischen Klassifikation gibt es bei praktischen Anwendungen häufig gemischte Merkmale. Es wird gezeigt, wie eine Gütefunktion für gemischte Merkmale konstruiert werden kann.
Im zweiten Teil wird die Anwendung unseres Programms ORMIX beschrieben, das nominale, ordinale, metrische Merkmale und gemischte Merkmale verarbeiten kann. Die Konstruktion und das Einlesen der Datenmatrix wird im Detail erläutert. Dann wird gezeigt, wie Datentransformationen (beispielsweise metrische in ordinale Merkmale) durchgeführt werden können. Nach diesen Transformationen kann eine hierarchisch-agglomerative Klassifikation oder eine iterative Klassifikation durch einen gestartet werden. Einige Beispieldateien finden sich auf der CD.
Die Bedienung des Programms ist einfach und meist selbsterklärend. Es können Berechnungen angestoßen und aus einer knappen Auflistung der Resultate ausführliche Detaildarstellungen ausgewählt werden. Aus dem Wert einer Gütefunktion erhält man das Klassifikationsergebnis für die gewünschte Anzahl von Klassen mit einer detaillierten Klassendiagnose. Für die hierarchisch-agglomerative Klassifikation stehen zusätzlich Dendrogramme und ein Struktogramm zur Auswahl.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2010/276/

 

 

Anpassungen der deutschen Arbeitsverwaltung und Arbeitsmarktpolitik 1927 – 2005 : Pfadabhängigkeit und Reformen / von Stefan Frank
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2008
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 1)
ISBN 978-3-923507-40-5
Preis: 16,50 €

Nach einer Analyse der Geschichte der Arbeitsverwaltung und der Arbeitsmarktpolitik zwischen 1927 und 2005 ist zu konstatieren, daß sich trotz zweier Regimewechsel und langer Perioden hoher Arbeitslosigkeit wichtige Strukturmerkmale der Verwaltung und ihrer Programme kaum verändert haben. Aufgrund des gestiegenen Veränderungsdrucks infolge der hohen Arbeitslosigkeit seit den 70er Jahren und der diesen Trend nochmals verstärkenden Wiedervereinigung sind anscheinend jedoch mit den letzten Reformen am Arbeitsmarkt einige dieser strukturbildenden Pfade verlassen worden.
Die Entwicklung auf dem Gebiet der Arbeitsverwaltung läßt sich daher in relativ stabile Pfade, die sich kaum verändert haben, und in variable Pfade aufteilen, die aus unterschiedlichen Gründen verändert oder aufgegeben worden sind.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2008/159/