Was hat Dich dazu inspiriert, beim FEE-Projekt als Mentorin dabei zu sein?

Ich selbst schätze immer den Rat und die Tipps erfahrener Personen. Es ist eine Quelle der Inspiration und des Lernens. Diese Möglichkeit anderen Gründerinnen zu bieten, ist für mich eine natürliche Fortsetzung dieses Ansatzes. Ich möchte meine Erfahrungen teilen und ihnen helfen, ihre eigenen Visionen zu verwirklichen.

Welche Herausforderungen siehst Du häufig bei aufstrebenden Gründerinnen und wie unterstützt Du sie dabei, diese zu überwinden?

Häufig beobachte ich, dass Gründerinnen so sehr in ihre Ideen verliebt sind, dass sie nicht ausreichend hinterfragen, ob es tatsächlich eine Nachfrage für ihr Produkt oder ihre Dienstleistung gibt. Zudem wird oft das Feedback der potenziellen Zielgruppe zu spät eingeholt. Um diesen Herausforderungen entgegenzuwirken, unterstütze ich sie dabei, einen kritischen Blick auf ihre Ideen zu werfen und frühzeitig Feedback einzuholen. Das ermöglicht es ihnen, ihr Angebot gezielt an die Bedürfnisse des Marktes anzupassen.

Welchen Tipp kannst Du allen Frauen geben, die überlegen zu gründen?

Eine Gründung ist zweifellos mit Risiken verbunden, aber oft ist die größte Hürde der eigene innere Widerstand. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass Ängste und Bedenken normal sind. Es kann hilfreich sein, sich mit dem schlimmsten möglichen Szenario vertraut zu machen und zu überlegen, ob man bereit ist, dieses Risiko einzugehen (zurück in ein Angestelltenverhältnis? Ist doch gar nicht so schlimm!). Die Selbstreflexion über Ängste und Bedenken kann dabei helfen, eine freundschaftliche Beziehung zu ihnen aufzubauen und den Mut zu finden, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen.

Mentee

2024: Angela Bitzer