Abschlussarbeiten

Vielen Dank für Ihr Interesse, am ISDL-Lehrstuhl Ihre Abschlussarbeit zu schreiben. Für einen reibungslosen Ablauf beachten Sie bitte die nachstehenden Hinweise. Vielen Dank. 

Ablauf

1. Bitte informieren Sie sich über die möglichen Abschlussarbeitsthemen auf dieser Website und entscheiden sich für ein Thema. Das Formular darf nur nach Rücksprache mit einem Betreuer mehrfach ausgefüllt werden.

2. Bitte informieren Sie sich über die maximale Bearbeitungsdauer Ihrer Abschlussarbeit und Ihr angestrebtes Anmeldedatum. Die Anmeldung sollte innerhalb der nächsten sechs Wochen nach Anfrage erfolgen. 

3. Zur Anfrage für eine Abschlussarbeit nutzen Sie bitte das Formular im unteren Teil der Website. Bitte beachten Sie dabei auch ggf. angegebene Hinweise in den einzelnen Themenstellungen.

4. Nach Abschicken des Formulars wird sich der dafür zuständige Mitarbeiter bzw. die dafür zuständige Mitarbeiterin mit Ihnen in Kontakt setzen.

Themen

Digital Health

Die Relevanz von IT und Digitalisierung im Gesundheitswesen wird in pandemischen Zeiten wie bei Covid-19 immer stärker sichtbar. In diesem Themenkomplex sollen einige der folgenden Themen behandelt werden:

  1. Big Data & Health
  2. KI & Gesundheitsbranche / Medical Deep Learning
  3. Internet of Things (IoT) im Health Bereich
  4. Telehealth und Telemedizin
  5. Augmented Reality im Health Bereich
  6. Datenschutz und Ethik in der Gesundheitsbranche
  7. Digital therapeutics (DTx) und digital care (DC)
  8. Technologie für Individual Well-being

(Kombinierbar sind z.B. #1 - #3; #4 - #6; #7 - #8; aber es sind auch weitere Konstellationen denkbar)

Startzeitpunkt: ab sofort; Abgabe Ende März ist verpflichtend

Methode: Arbeit mittels Literatur

Level: (Bachelor möglich), empfohlen für Master

Weiteres Vorgehen: Ziel der Arbeit ist das Erstellen einer abzugebenden Präsentation zu diesen Inhalten, in der die Inhalte ansprechend und umfassend vermittelt werden. Die Arbeit ist – bei erweiterten Fokus – auch von mehreren Studierenden (gemeinsam) bearbeitbar.

Digital Technologies and Well-being

IT Abhängigkeit (IT addiction) entwickelt sich seit Jahren zu einer immer größeren Herausforderung und die aktuelle covid-19 Pandemie verschlimmert, insb. bei Jugendlichen, das Problem. Ziel dieser Abschlussarbeit ist das Erarbeiten der Relevanz des Problems, das Zusammentragen wissenschaftlicher Theorien und aktuelle Forschungserkenntnisse. Hierbei soll neben Ursachen der IT Abhängigkeit auch untersucht werden, was dagegen unternommen werden kann. Ebenso sollen verschiedene Abhängigkeiten (Internet, Ebay, Multi-Player) diskutiert werden.

Ähnliche Herausforderungen sehen Unternehmen gerade aufgrund von Technostress. Technostress hat diverse Ursachen im Privaten und / oder auf der Arbeit und zieht jeweils spezifische Konsequenzen nach sich. Diese sollen aus theoretischer Sicht mittels Modellen, Theorien und Literatur erarbeitet und aufbereitet werden.

(Anmerkung: weiter unten sind andere, alternative Themenfelder angegeben, welche ohne Fokus auf IT-Abhängigkeit bearbeitet werden können)

Startzeitpunkt: ab sofort.

Methode: Arbeit mittels Literatur

Level: (Bachelor möglich), empfohlen für Master

Weiteres Vorgehen: Ziel der Arbeit ist das Erstellen einer abzugebenden Präsentation zu diesen Inhalten, in der die Inhalte ansprechend und umfassend vermittelt werden. Die Arbeit ist – bei erweiterten Fokus – auch von mehreren Studierenden (gemeinsam) bearbeitbar. Thematische Vorschläge wären IT Abhängigkeit oder Technostress oder eines der alterantiven Themenfelder (siehe unten)

Ähnliche Arbeiten wären möglich in diesen Themenfeldern: Well-being in the Information Technology Discipline, Information overload and multitasking; Information technology misuse

Einstiegsliteratur:

Tarafdar, M: https://sloanreview.mit.edu/wp-content/uploads/2014/12/b104172b57.pdf

Tarafdar, M: https://aisel.aisnet.org/cgi/viewcontent.cgi?article=3814&context=cais

Turel, Ofir, and Alexander Serenko. "The benefits and dangers of enjoyment with social networking websites." European Journal of Information Systems 21.5 (2012): 512-528.

Turel, Ofir, Alexander Serenko, and Paul Giles. "Integrating technology addiction and use: An empirical investigation of online auction users." MIS quarterly (2011): 1043-1061.

Xu, Zhengchuan, Ofir Turel, and Yufei Yuan. "Online game addiction among adolescents: motivation and prevention factors." European journal of information systems 21.3 (2012): 321-340.

Turel, Ofir, et al. "Examination of neural systems sub-serving Facebook “addiction”." Psychological reports 115.3 (2014): 675-695.

Griffiths, Mark D. "Social networking addiction: Emerging themes and issues." Journal of Addiction Research & Therapy 4.5 (2013).

Maier, C. “Overcoming pathological IT use: How and why IT addicts terminate their use of games and social media” IJIM 2020

Tarafdar, Monideepa, Maier, C. et al. "Explaining the link between technostress and technology addiction for social networking sites: A study of distraction as a coping behavior." information systems journal 30.1 (2020): 96-124.

Praxisnahe Kommunikation von theoretischen Erkenntnissen

Im Rahmen dieses Themas soll sich damit auseinandergesetzt werden, wie es gelingt Erkenntnisse aus der Forschung praxisnah zu kommunizieren. Ziel ist es, einen Überblick zu geben, wie bisherige Forschung theoretische Erkenntnisse präsentiert, so dass der Mehrwert für die Praxis ersichtlich wird. Zudem soll herausgestellt werden, wo es in dieser Hinsicht Gemeinsamkeiten und Unterschiede bisheriger Forschungsbeiträge gibt.

Startzeitpunkt: ab sofort.

Methode: Literaturreview

Level: (Bachelor möglich), empfohlen für Master

Weiteres Vorgehen: Eine spezifische Forschungsfrage, welche im Rahmen der Arbeiten zu bearbeiten ist, ist vorhanden und wird in einem Gespräch besprochen.

Einstiegsliteratur:

Rosemann, M., and Vessey, I. 2008. “Toward improving the relevance of information systems research to practice: the role of applicability checks,” MIS Quarterly, pp. 1-22.

Mohajeri, K., Mesgari, M., and Lee, A. S. 2020. “When Statistical Significance Is Not Enough: Investigating Relevance, Practical Significance, and Statistical Significance,” MIS Quarterly (44:2), pp. 525-559 (doi: 10.25300/MISQ/2020/13932).

Maier, C., Laumer, S., Tarafdar, M., Mattke, J., Reis, L., and Weitzel, T. 2021. “Challenge and hindrance IS use stressors and appraisals: Explaining contrarian associations in post-acceptance IS use behavior,” Journal of the Association for Information Systems.

vom Brocke, J., Simons, A., Niehaves, B., Niehaves, B., Reimer, K., Plattfaut, R., and Cleven, A. 2009. “Reconstructing the giant: On the importance of rigour in documenting the literature search process,”

Webster, J., and Watson, R. T. 2002. “Analyzing the Past to Prepare for the Future: Writing a Literature Review,” MIS Quarterly (26:2), pp. xiii-xxiii.

NeuroIS: Opportunities and Challenges

Neuro-Informationssysteme (NeuroIS) stützen sich auf neurowissenschaftliche und neurophysiologische Kenntnisse und Werkzeuge, um die Entwicklung, den Einsatz und die Auswirkungen von IT besser zu verstehen. In diesem Themenbereich soll ein Überblick über die Opportunities und Challanges der NeuroIS-Werkzeuge erarbeitet werden.

Startzeitpunkt: 20.09.2021

Methode: Literaturanalyse

Level: Bachelor

Sprache: Deutsch/Englisch

Weiteres Vorgehen: Eine spezifische Forschungsfrage, welche im Rahmen der Arbeiten zu bearbeiten ist, wird in Zusammenarbeit erarbeitet.

Einstiegsliteratur:

  1. vom Brocke, J.; Hevner, A.; Léger, P. M.; Walla, P.; and Riedl, R. Advancing a NeuroIS research agenda with four areas of societal contributions. Eur J Inf Syst, 29, 1 (2020), 924.
  2. Dimoka, A.; Banker, R. D.; Benbasat, I.; Davis, F. D.; Dennis, A. R.; Gefen, D.; Gupta, A.; Ischebeck, A.; Kenning, P. H.; Pavlou, P. A.; Müller-Putz, G.; Riedl, R.; vom Brocke, J.; and Weber, B. On the use of neurophysiological tools in is research: Developing a research agenda for neuroIS. MIS Quarterly, 36, 3 (2012), 679702.
  3. Dimoka, A.; Pavlou, P. A.; and Davis, F. D. NeuroIS: The Potential of Cognitive Neuroscience for Information Systems Research. Information Systems Research, 22, 4 (2010), 687702.

Digital Citizen Science: Opportunities and Challenges

“Citizen science is one of the most dramatic developments in science communication in the last generation. Citizen Science, the (large-scale) involvement of citizens in scientific endeavors not only as participants but as co-researchers, is an extreme, but potentially promising, approach to close the gap between scientists and citizens.“ (Weinhardt et al. 2020 p. 1).  In diesem Themenbereich soll ein Überblick über die Opportunities und Challanges der Digital Citizen Sciences erarbeitet werden.

Startzeitpunkt: 20.09.2021

Methode: Literaturanalyse

Level: Bachelor

Sprache: Deutsch/Englisch

Weiteres Vorgehen: Eine spezifische Forschungsfrage, welche im Rahmen der Arbeiten zu bearbeiten ist, wird in Zusammenarbeit erarbeitet.

Einstiegsliteratur:

  1. Levy, M. and Germonprez, M. The Potential for Citizen Science in Information Systems Research. Communications of the Association for Information Systems, 40 (2017), 2239.
  2. Weinhardt, C.; Kloker, S.; Hinz, O.; and van der Aalst, W. M. P. Citizen Science in Information Systems Research. Business & Information Systems Engineering, 62, 4 (2020), 273277.
  3. https://www.buergerschaffenwissen.de/

Reappraisal: How do users appraise challenging, hindering, and threatening IT situations over time

Die IT Nutzung kann durch die kognitive Bewertung (Appraisal) der aktuellen Situation erklärt werden. Nutzer bewerten eine IT-Nutzung-Situation, ob diese herausfordert, behindernd oder bedrohlich ist. Basierend auf diesen kognitiven Bewertungen verhalten die Nutzer sich unterschiedlich. Allerdings können die Bewertungen sich über die Zeit verändern (reappraisal), sodass eine Situation, die vorher bedrohlich war, jetzt nur noch als hinderlich eingestuft wird. In diesem Themenbereich soll eine empirische Studie durchgeführten welche diese Bewertungen über die Zeit messen und analysieren kann.

Startzeitpunkt: 20.09.2021

Methode: Umfragen/Experiment

Level: Master (advanced)

Sprache: Deutsch /Englisch

Weiteres Vorgehen: Eine spezifische Forschungsfrage, welche im Rahmen der Arbeiten zu bearbeiten ist, ist vorhanden und wird in einem Gespräch besprochen.

Einstiegsliteratur:

  1. Bala, H. and Venkatesh, V. Adaptation to Information Technology: A Holistic Nomological Network from Implementation to Job Outcomes. Management Science, 62, 1 (2015), 156179.
  2. Beaudry, A. and Pinsonneault, A. Understanding user responses to information technology: a coping model of user adaptation. MIS Quarterly, 29, 3 (2005), 493524.
  3. Maier, C.; Laumer, S.; Tarafdar, M.; Mattke, J.; Reis, L.; and Weitzel, T. Challenge and Hindrance IS Use Stressors and Appraisals: Explaining Contrarian Associations in Post-acceptance IS Use Behavior. Journal of the Association for Information Systems, forthcoming (2021).
  4. Weinert, C.; Maier, C.; Laumer, S.; and Weitzel, T. IS Reappraisal and Technology Adaptation Behaviors. SIGMIS Database, 51, 4 (2020), 1139.

Digital experimentation

Mithilfe von Experimenten werden Kausalannahmen überprüft; man testet also Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge zwischen Variablen. Bei einem Experiment wird mindestens eine unabhängige Variable aktiv manipuliert. Der Forscher bzw. die Forscherin greift in das Untersuchungsgeschehen ein und manipuliert gezielt ein Merkmal, dass er als Ursache vermutet. Bei einem Experiment werden die Auswirkungen der Manipulation auf eine oder mehrere abhängige Variablen gemessen; man nutzt bei einem experimentellen Vorgehen also geeignete Methoden (z. B. Befragung, Beobachtung), um die vermuteten Wirkungen auf die Versuchspersonen zu erfassen. Ein Experiment muss unter kontrollierten Bedingungen durchgeführt werden, um andere Variablen (als die gezielt manipulierte) als Ursache für die gemessene Wirkung auszuschließen. In diesem Themenbereich soll ein Überblick über die Nutzung von Experimenten im Bereich der Information Systems erarbeitet werden.

Startzeitpunkt: ab sofort

Methode: Literaturanalyse

Level: Bachelor/Master

Sprache: Deutsch/Englisch

Weiteres Vorgehen: Eine spezifische Forschungsfrage, welche im Rahmen der Arbeiten zu bearbeiten ist, ist vorhanden und wird in einem Gespräch besprochen.

Einstiegsliteratur:

  1. Karahanna, E., Benbasat, I., Bapna, R., and Rai, A. 2018. “Opportunities and Challenges for Different Types of Online Experiments,” MIS Quarterly (42:4), pp. iii–x.
  2. große Deters, F.; Tams, S.; Johnston, A.; and Thatcher, J. Designing Experimental Studies. Proceedings of the 40th International Conference on Information Systems (2019).
  3. VC Kurs ISDL-DEXP-B (https://www.uni-bamberg.de/isdl/studium/bachelor-studium/isdl-dexp-b-digital-experimentation/)

Women in IT

Seit Jahrzehnten sind Frauen in IT-Bereichen unterrepräsentiert; gleichwohl gibt es eine Reihe von Gründen, die für einen höheren Frauenanteil sprechen. Zahlreiche Initiativen (z.B. Girls‘ Day) von Unternehmen sowie Bildungs- und Forschungsinstitutionen zielen deshalb darauf ab, das Interesse der Frauen an einer IT-Karriere zu wecken, den IT-Bereich attraktiver zu machen sowie mehr Frauen rekrutieren zu können.

Startzeitpunkt: September – Oktober 2021

Methode: empirische Arbeit

Level: Bachelor / Master

Sprache: Deutsch / Englisch

Weiteres Vorgehen: Themen und Fragestellungen sind vorhanden. Diese werden im ersten Gespräch besprochen.

Einstiegsliteratur:

Ahuja, M. K. 2002. “Women in the information technology profession: A literature review, synthesis and research agenda,” European Journal of Information Systems (11:1), pp. 20–34.

Joseph, D., Ang, S., and Slaughter, S. A. 2015. “Turnover or Turnaway?: Competing Risks Analysis of Male and Female IT Professionals’ Job Mobility and Relative Pay Gap,” Information Systems Research (26:1), pp. 145–164.

Panteli, N. 2012. “A community of practice view of intervention programmes: The case of women returning to IT,” Information Systems Journal (22:5), pp. 391–405.

Quesenberry, J. L., and Trauth, E. M. 2012. “The (dis)placement of women in the IT workforce: An investigation of individual career values and organisational interventions,” Information Systems Journal (22:6), pp. 457–473.

Reid, M. F., Allen, M. W., Armstrong, D. J., and Riemenschneider, C. K. 2010. “Perspectives on challenges facing women in IS: The cognitive gender gap,” European Journal of Information Systems (19:5), pp. 526–539.

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