Schriften des Instituts für Fränkische Landesgeschichte

(SIFLG)

Band 1 der Reihe erschienen in: Institut für Fränkische Landesgeschichte der Universitäten Bamberg und Bayreuth, Thurnau

Herausgegeben von: Martin Ott

ISSN: 2942-0059, eISSN: 3053-5786

Schriftenreihe im Forschungsinformationssystem (FIS) der Universität

Bisher erschienene Bände

Fach und Sprache(n) / hg. von Jessica Ammer, Helmut Glück und Tim Krokowski

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2025
(Schriften der Matthias-Kramer-Gesellschaft zur Erforschung der Geschichte des Fremdsprachenerwerbs und der Mehrsprachigkeit ; 6)
978-3-98989-066-4

Preis: 21,00 €

Der vorliegende Band dokumentiert die Ergebnisse der Tagung "Fach und Sprache(n)" der Matthias-Kramer-Gesellschaft, die am 27. und 28. September 2024 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn stattfand. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Fachwissen sprachlich gefasst, vermittelt und in unterschiedlichen historischen wie gesellschaftlichen Kontexten verhandelt wird. Die Beiträge nähern sich diesem Thema aus sprach- und kulturhistorischer, übersetzungswissenschaftlicher, didaktischer und politischer Perspektive.
Untersucht werden u.a. die didaktische Gestaltung frühneuzeitlicher Musiklehrwerke, die Entwicklung linguistischer Fachterminologie im Bereich der Nominalkategorien sowie die Rolle von Mehrsprachigkeit und Übersetzung in der Diplomatie des 17. Jahrhunderts. Weitere Studien widmen sich der tschechischen Fachsprachenbildung im Spannungsfeld von nationaler Selbstbehauptung und überregionaler Anschlussfähigkeit, der aktuellen Stellung des Deutschen als Wissenschaftssprache, der Popularisierung astronomischen Wissens in der Frühen Neuzeit sowie den stilistischen Konstanten fachlicher Darstellung – exemplarisch am Passivgebrauch von Matthias Kramer bis heute.
Der Band zeigt, dass Fachsprachen weder statische Gebilde noch bloße Hilfsmittel fachlicher Kommunikation sind. Sie erweisen sich vielmehr als historisch gewachsene, politisch geprägte und medienabhängige Ausdrucksformen, die in jeweils eigenen institutionellen, kulturellen und sozialen Rahmenbedingungen entstehen und sich fortentwickeln.

Zugriff auf den Volltext:
https://doi.org/10.20378/irb-109630