Neuerscheinungen 2022

Slavistik in Deutschland : Fakten • Analysen • Positionen / Sebastian Kempgen

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2022
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 39)
978-3-86309-854-4

Preis: 22,00 €

Der Band dokumentiert und analysiert die deutsche Hochschulslavistik nach Professuren, Karrierechancen, internationalen Aspekten, nimmt Stellung zur Frage, ob die Slavistik ein "Kleines Fach" ist oder nicht, diskutiert die Kulturwissenschaft in der Slavistik und insbesondere in der Slavischen Sprachwissenschaft, und positioniert sich hinsichtlich einiger aktuell (2022) in der Slavistik diskutierter Fragen. Für alle, die sich über die Slavistik als Hochschulfach informieren möchten - aber kein Studienführer!

Zugriff auf den Volltext:
https://doi.org/10.20378/irb-53510

 

Bamberger Perspektiven : Studien zur Kunst des Mittelalters / Stephan Albrecht, Lena Ulrich, Clara Forcht (Hg.)

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2022
(Forschungen des Instituts für Archäologische Wissenschaften, Denkmalwissenschaften und Kunstgeschichte ; 13)
978-3-86309-835-3

Preis: 40,00 €

In zwölf Beiträgen versammelt der Band unterschiedliche Perspektiven auf die Kunst des Mittelalters, die am Bamberger Institut für Archäologie, Denkmalwissenschaften und Kunstgeschichte entstanden sind. Gemeinsam ist ihnen, dass das Objekt jeweils den Mittel- und Ausgangspunkt bildet. Ob Malerei, Architektur, Skulptur oder Buchmalerei: Was lässt sich über das Objekt sagen? Und andersherum: Was sagt das Objekt über seinen Entstehungskontext? Dabei wird die Perspektive auf Aspekte der Kultur- und Geistesgeschichte geweitet: In welchem Zusammenhang steht das Objekt mit Liturgien, Philosophien, Theologien, Moden im Mittelalter? Was lässt sich über die Lesefähigkeit, Frömmigkeit, profane Unterhaltung der Menschen im Mittelalter erfahren? Die aus Abschluss- oder Forschungsarbeiten entstandenen Aufsätze gehen diesen und anderen Fragen nach.

Zugriff auf den Volltext:
https://doi.org/10.20378/irb-52906

 

Gebote - Verbote : Normen und ihr sozialer Sinn im Mittelalter / herausgegeben von Klaus van Eickels und Christine van Eickels

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2022
(Bamberger interdisziplinäre Mittelalterstudien / Vorträge und Vorlesungen ; 9)
978-3-86309-851-3

Preis: 24,00 €

Für das Verstehen der kulturellen Logik und sozialen Funktionalität einer Gesellschaft ist es von zentraler Bedeutung zu erkennen, wo die ‚Grenzen des Erlaubten‘ verlaufen, wie sie entstanden sind und wie sie sich im Laufe ihrer Entwicklung verschoben haben. Hervorgegangen aus der ZEMAS-Ringvorlesung „Gebote – Verbote. Normen und ihr sozialer Sinn im Mittelalter“ (Sommersemester 2014) fragt der Band nach der Entwicklung und der sozialen Funktion zentraler Normen, Werte und Praktiken in der christlichen, jüdischen und islamischen Welt des Mittelalters. Rittertum und Lehenstreue, die Reichweite des Bilderverbots im Islam und der Sinn der Gebote im Judentum, Kleiderordnungen, Speisegebote und Fastenvorschriften kommen dabei ebenso in den Blick wie die Regulierung des sexuellen Begehrens (Ehe, Zölibat, Prostitution) und das Gebot der Beschneidung im Judentum und im Islam.

Zugriff auf den Volltext:
https://doi.org/10.20378/irb-53240

 

Sprachgeschichte und Sprachwandel für die Schule: Konzeptionen und Unterrichtsmodelle / herausgegeben von Katharina Böhnert, Jessica Nowak, und Detlef Goller

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2022
(MimaSch – Mittelalter macht Schule ; 6)
978-3-86309-847-6

Preis: 17,00 €

Im vorliegenden 6. Band der Reihe MimaSch werden praktische Umsetzungsvorschläge gebündelt, die als Plädoyer für den Einsatz von Sprachgeschichte in einem kompetenzorientierten Deutschunterricht gedacht sind. Dabei wird der Bogen vom Althochdeutschen bis zu Nachwirkungen in der aktuellen Orthographie gespannt.

Zugriff auf den Volltext:
https://doi.org/10.20378/irb-52895

 

Erinnerung und kulturelle Bildung : Interdisziplinäre Perspektiven auf Geschichtskultur und zukunftsfähiges schulisches Lernen / Herausgegeben von Benjamin Reiter, Katharina Beuter, Adrianna Hlukhovych, Konstantin Lindner und Sabine Vogt

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2022
(Forum Lehrerinnen- und Lehrerbildung ; 10)
978-3-86309-837-7

Preis: 22,00 €

Sich erinnern zu können, ist ein zentrales Wesensmerkmal des Menschen. Indem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft durch Erinnerung in eine sinnstiftende Beziehung gesetzt werden, wird Kollektiven und Individuen Orientierung in der Zeit ermöglicht, können Entscheidungsfindungen unterstützt und Handlungen begründet werden. Gerade im Angesicht zunehmender Diversität und Heterogenität an Schulen bedarf es erinnerungskultureller Bildungsangebote, um einen kompetenzorientierten Umgang zur Einordnung und zum Verständnis der vielfältigen historischen Wissensbestände anzuleiten und ein kritisch-reflexives Bewusstsein gegenüber zeitgenössischer Erinnerungskulturen auszubilden.
Inwiefern kann ein reflexiver Umgang mit Erinnerungskultur angeleitet werden? Welche Themen und Formen von Erinnerung bieten sich hier besonders an? Welche Herausforderungen zeigen sich? Wie können diese im Sinne eines modernen Unterrichts und einer zukunftsfähigen Lehrerinnen- und Lehrerbildung genutzt werden? Und welche Professionalisierungsangebote halten gerade die Geistes- und Kulturwissenschaften dafür bereit?
In den Beiträgen des Sammelbandes „Erinnerung und kulturelle Bildung. Interdisziplinäre Perspektiven auf Geschichtskultur und zukunftsfähiges schulisches Lernen“ werden aus unterschiedlichen Disziplinen spezifische Phänomene der Erinnerungskultur auf Basis divergierender Erkenntnisinteressen und methodischer Kontexte ausverschiedenen Perspektiven fokussiert. Erinnerungskultur wird dabei einerseits als zu erlernendes System, aber auch als Unterrichtsmedium in den Blick genommen und in ihrer kulturbezogenen Bedeutung beleuchtet. Die Pluralität der fachlichen Bezüge zeigt, dass der Umgang mit Erinnerungskultur als Unterrichtsprinzip verschiedene, historische Ansätze integrierende Schulfächer umfasst. Für die universitäre Lehrerinnen- und Lehrerbildung heißt dies, dass ein reflexives Bewusstsein bezüglich Erinnerungskultur eine fächerübergreifende Zielkategorie darstellt.

Zugriff auf den Volltext:
https://doi.org/10.20378/irb-52549

 

Literarische Inszenierungen des Bösen in der Frühen Neuzeit : Wagnerbuch (1593-1601), Faustbuch (1587-1598), Widmans „Warhafftige Historien“ (1599) ; mit einer Edition des Wagnerbuches von 1593 / von Evelyn Sarna

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2022
(Bamberger Germanistische Mittelalter- und Frühneuzeit-Studien ; 4)
978-3-86309-845-2

Preis: 26,00 €

Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit zwei Desideraten der deutschsprachigen Literatur der Frühen Neuzeit. Zum einen erstellt sie eine den aktuellen philologischen Ansprüchen genügende Edition des ‚Ander theil D. Johann Fausti Historien‘ (1593), sog. ‚Wagner-Buch‘, von dem neun Auflagen gedruckt wurden. Zum anderen nimmt sie eine intertextuelle Interpretation der diabolischen Figuren des Faust- und Wagnerbuches sowie der 1599 erschienenen ‚Wahrhafftigen Historien‘ (1599) Georg Rudolf Widmans vor. Unter Anwendung methodischer Ansatzpunkte aus NIKLAS LUHMANNS Systemtheorie, den „Gender Studies“ und „Animal Studies“ sowie der Liminalitätstheorie und den anthropologischen Ansätzen Arnold van Genneps und Victor Turners können nicht nur literarisch konstruierte und sich stetig verschiebende Machtverhältnisse zwischen den Teufeln und ihren Paktierern aufgedeckt, der inhaltlich notwendige Einsatz von Gewaltszenarien und die spezifische Präsentation von Wissen erläutert werden. Darüber hinaus offenbart sich ein komplex gestaltetes narratives Figurenkonstrukt der Teufel-Paktierer-Beziehung.

Zugriff auf den Volltext:
https://doi.org/10.20378/irb-52519