Neuerscheinungen 2013

Nahrung, Notdurft und Obszönität in Mittelalter und Früher Neuzeit : Akten der Tagung Bamberg 2011 ; [Kolloquium des Zentrums für Mittelalterstudien der Otto-Friedrich-Universität Bamberg in Kooperation mit Ann Marie Rasmussen (Duke University), Bamberg, 15.-16.07.2011] / hrsg. von Andrea Grafetstätter

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Bamberger interdisziplinäre Mittelalterstudien ; 6)
ISBN 978-3-86309-186-6

Preis: 19,50 €

Groteske Körpermotive führen koitierende, exkrementierende, sich überfressende Körper vor. Besonders Nahrungsaufnahme und -ausscheidung nehmen hyperbolische Quantitäten an, die rückverweisen auf die vitalen Kräfte des Körpers. Die Zugangsbarrieren zu solchen Themen sind in der Forschung nach wie vor hoch. Der vorliegende Band versammelt Beiträge über ‚naturalia’ in mittelalterlichen Texten wie Nahrungsaufnahme, Notdurft und Obszönität aus interdisziplinären Blickwinkeln.

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Verlagerungseffekte im containerbasierten Hinterlandverkehr - Analyse, Bewertung, Strategieentwicklung / Andreas Deutsch

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Logistik and Supply Chain Management ; 8)
ISBN 978-3-86309-160-6
Preis: 29,50 €

Mit einem Tonnageanteil von über 70% im Seeverkehr ist der Containerverkehr eine tragende Säule des Welthandels. Für seinen Ablauf bedarf es neben ausreichenden Schiffs- und Umschlagkapazitäten auch eines leistungsfähigen Transportangebots von den Seehäfen ins Hinterland und zurück. In der vorliegenden Arbeit wurde mittels des Verfahrens der Szenarioanalyse aufbauend auf statistischen Angaben eine Einschätzung der Entwicklung des Containerumschlagvolumens für die europäischen Seehäfen bis 2025 vorgenommen. Aus ihrem Ergebnis wurden mögliche Engpässe abgeleitet. Für das gesamte Umschlagvolumen ergibt sich je nach Szenario eine Steigerung von rund 56 Mio. TEU im Jahr 2010 auf rund 105 bis 145 Mio. TEU im Jahr 2025. Dies wird voraussichtlich zu Engpässen in den Häfen führen. Transshipment-Umschläge werden voraussichtlich stärker zunehmen als Umschläge von bzw. ins Hinterland. Dennoch ist bis 2020 auf bestimmten Achsen (z. B. der Zentral-/Südostachse) mit Trassenengpässen zu rechnen. Die ermittelten Engpässe können zu einer Verlagerung von Transportmengen zwischen den Seehäfen oder zwischen den genutzten Routen ins Hinterland bzw. den Verkehrsträgern führen. Für Logistikdienstleister im Hinterlandverkehr können je nach ihrer strategischen Ausrichtung (z. B. Anstreben einer umfassenden Kostenführerschaft oder Kostenkonzentration) unterschiedliche Organisationsformen sinnvoll sein. Konflikte aufgrund getrennter Zuständigkeiten für verschiedene Verkehrsträger sollten allerdings in jedem Fall vermieden werden.

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Prophets, profits and the Bible in Zimbabwe : Festschrift for Aynos Masotcha Moyo / ed. by Ezra Chitando, Masiiwa Ragies Gunda & Joachim Kügler

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Bible in Africa Studies ; 12)
ISBN 978-3-86309-198-9
Preis: 20,00 €

BiAS 12 examines the phenomenon of prophets and prophecy in contemporary Zimbabwe. By applying insights from biblical studies and other approaches, the volume sheds light on how this contentious phenomenon has been discussed in the Zimbabwean context. The different chapters highlight the role of the Bible, gender, media, literature and other perspectives have influenced attitudes towards prophets and prophecy in Zimbabwe. While the phenomenon has been principally associated with the new wave of Pentecostalism, it remains critical to appreciate pre-existing attitudes towards prophets from African Initiated Churches (AICs), as well as traditional healers in African Indigenous Religions (AIRs). Contributors to this volume have explored the complexities that characterize prophets and prophecy. The volume is of interest to scholars in biblical studies, theology, religious studies, political science, anthropology, philosophy and other disciplines. General readers, church leaders and civil society activists will also find the chapters in this volume valuable.

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Die Muršidiyya : Entstehung und innere Entwicklung einer religiösen Sondergemeinschaft in Syrien von den 1920er Jahren bis heute
/ Dzmitry Seuruk

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Bamberger Orientstudien ; 5)
ISBN 978-3-86309-182-8
Preis: 24,50 €

Im Jahr 1923 erschien in Ǧawbat Burġāl, einem alawitischen Dorf im westlichen Syrien, ein junger „Prophet“ namens Salmān Muršid, der über das baldige Kommen des jüngsten Gerichtes sprach und seine Glaubensgenossen zur Rettung durch Reue und Buße aufrief. Sehr schnell verwandelte sich die ursprünglich religiöse Botschaft in eine egalitaristische politische und soziale Bewegung, die überwiegend Interessen von unteren Schichten der alawitischen Gemeinschaft vertrat. Allmählich wurde Salmān Muršid zu einem der einflussreichsten alawitischen Führer und zu einer ernstzunehmenden Person im politischen Leben Syriens. Selbst nach seiner Hinrichtung 1946 ist der von ihm aus verschiedenen alawitischen Sippen gegründete Stamm al-Ġasāsina nicht verschwunden sondern verwandelte sich unter Führung seiner Söhne Muǧīb (1930-1952) und Sāǧī (1932-1998) in eine eigenständige religiöse Gemeinschaft - die Muršidiyya, - die nach dem Machtantritt von Ḥāfiẓ al-Asad als solche de facto anerkannt und durch das Regime instrumentalisiert wurde. Dabei ist die Geschichte der Botschaft von Salmān, ihrer Umwandlung in eine politische Bewegung und dann in eine eigenständige religiöse Gemeinschaft untrennbar von der Geschichte Syriens im 20. Jahrhundert. Die vorliegende Arbeit ist der erste Versuch einer kompletten Beschreibung der Muršidiyya, ihrer Geschichte und der Evolution ihrer religiösen Lehre. Die Beschreibung der religiösen Lehre der Gemeinschaft und die Analyse ihrer Geschichte basieren in weiten Teilen auf den Ergebnissen der Feldforschungen, die der Autor 2010 unternommen hat.

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Mobility in a Globalised World 2012 / Niels Biethahn, Jan Werner, Eric Sucky, Reinhard Kolke (Hrsg.)

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Logistik & Supply Chain Management ; 9)
ISBN 978-3-86309-192-7
Preis: 19,50 €

The term mobility has different meanings in the following science disciplines. In economics, mobility is the ability of an individual or a group to improve their economic status in relation to income and wealth within their lifetime or between generations. In information systems and computer science, mobility is used for the concept of mobile computing, in which a computer is transported by a person during normal use. By designing logistics networks, logistics creates the infrastructure for the mobility of people and goods. Electric mobility is one of today’s solutions from an engineering perspective to the problem of reducing the need for energy resources and environmental impact. Finally, for urban planning, mobility is the crunch question as to how to optimise the different needs for mobility and how to link different transportation systems. In this publication we have collected the ideas of practitioners, researchers, and government officials about the different modes of mobility in a globalised world, focusing on both domestic and international issues.

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Valuation, Empirical Analysis, and Optimal Exercise of Open-End Turbo Certificates / von Sebastian Paik

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 10)
ISBN 978-3-86309-178-1
Preis: 21,00 €

This dissertation analyzes Open-End Turbo Certificates (OETCs), a popular class of retail derivatives. OETCs can be exercised at any time at the investor’s discretion. In order to explain the existence of the certificates jump risk must be considered. We propose and implement an optimal stopping approach to price these securities, which further allows for determining optimal exercise thresholds. They result from the trade-off between benefits from downward jump protection and financing costs. We show that early exercise right has a significant impact on their values. In an empirical analysis pertaining to the years 2007 through 2009 it turns out that certificates which could be rationally held are very rare, although the degree by which the underlying exceeds the optimal exercise thresholds continually declines over the considered period. We suggest three lines of explanation: general market movement, jump risk perception by the market, and increased competition among issuers.


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Rückkehr im zeitgenössischen Migrationsroman der Karibik / von Susan Brähler

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Bamberger Studien zu Literatur, Kultur und Medien ; 9)
ISBN 978-3-86309-172-9
Preis: 22,00 €

Die Unmöglichkeit der Rückkehr zu einem nostalgisch idealisierten Zuhause und einer authentischen Ursprungskultur zählt zu den Topoi postkolonialer Literaturen. Die weibliche karibische Migrationsliteratur ist bis heute von dieser Thematik durchzogen. Im Verlauf einer Rückkehr in die Karibik verhandeln Mitglieder der karibischen Diaspora ihre persönlichen wie kulturellen Zugehörigkeiten neu. Sie revidieren ihre bis dahin oft naiven, unreflektierten Auffassungen von Raum, Kultur und Identität zugunsten von Transnationalität und Transkulturalität. Die in der vorliegenden Studie entwickelte sechsteilige Typologie des Rückkehrromans ordnet das Rückkehrthema nicht nur als konservatives Element einer Exilliteratur im Sinne einer zum Scheitern verurteilten Rückkehr zu Authentizität und Essenz ein. Vielmehr werden auch kulturelle Partizipation und Erinnerungsarbeit im Auswanderungsland als Rückkehrformen interpretiert, so dass die Rückkehr auch als Bestandteil einer karibischen Minderheitenliteratur gedacht werden kann, deren Protagonistinnen sich letztlich aktiv im Aufnahmeland zu verorten suchen und dort durch die Affirmation ihrer individuellen Transkulturalität die Öffnung nationaler Identitäten vorantreiben. Die Vielfalt fiktionaler Inszenierungen der Rückkehrthematik erschließt sich erst bei einer komparatistischen Herangehensweise, die die karibischen Minderheitenliteraturen Frankreichs, Großbritanniens, Kanadas und der USA – der primären Auswanderungsziele karibischer Emigranten – gleichermaßen in den Blick nimmt. Mit ihrer supranationalen Perspektive reiht sich die vorliegende Studie in eine relativ junge Tradition der Caribbean Studies ein, die die Grenzen von Nationalphilologien überwindet und damit der transnationalen Thematik der Romane karibischer Migrationsautorinnen gerecht wird.


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Soziale Ungleichheiten beim Vermögen und Immobilienbesitz : Eine Analyse von Vermögens- und Wohneigentumsungleichheiten im internationalen, innerdeutschen sowie historischen Vergleich / von Kathrin Kolb

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 11)
ISBN 978-3-86309-184-2
Preis: 18,50 €

Ziel der vorliegenden Dissertation ist es, Vermögens- und Wohneigentumsungleichheiten in Ost- und Westdeutschland sowie im europäischen Vergleich detailliert zu untersuchen. Die Analyse von Vermögensungleichheiten mit einem Fokus auf die zentrale Vermögenskomponente Wohneigentum und damit eine Abkehr von der bislang vorherrschenden Fokussierung auf Bildungs- und Arbeitsmarktprozesse ermöglicht ein umfassenderes und multidimensionales Verständnis sozialer Ungleichheitsstrukturen. Durch diese Herangehensweise wird der hohen soziostrukturellen Bedeutung von Vermögen und Wohneigentum Rechnung gezollt. Im Rahmen der Arbeit wird aus international vergleichender Perspektive die Vermögens- und Immobiliensituation Deutschlands analysiert. Mit Hilfe umfangreicher empirischer Analysen kann gezeigt werden, dass die einseitige Fokussierung auf Einkommen zu einer Unterschätzung oder, wie im Falle der skandinavischen Länder, sogar zu einer falschen Beurteilung von sozialen Ungleichheiten führt. Eine Betrachtung der Vermögenssituation, welche vor allem durch Wohneigentum bestimmt wird, ist daher in der sozialen Ungleichheitsforschung unerlässlich. Zudem wird die Entwicklung von Wohneigentumsungleichheiten im innerdeutschen Vergleich untersucht. Noch immer bestehen signifikante Unterschiede bei der Wohneigentümerquote zwischen Ost- und Westdeutschland. Bemerkenswert ist jedoch, dass diese Divergenzen für die jüngeren Kohorten beim Zugang zu Wohneigentum nicht festgestellt werden können. Dieses Ergebnis ist ein Indiz dafür, dass sich die Wohneigentumssituation zwischen den zwei Landesteilen künftig immer mehr annähern wird.


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Metaphysics or Modernity? : Contributions to the Bamberg Summer School 2012 / ed. by Simon Baumgartner, Thimo Heisenberg and Sebastian Krebs

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 15)
ISBN 978-3-86309-180-4
Preis: 22,50 €

This collection of essays originated in the Summer School ‘Metaphysics or Modernity?’, which was held at the University of Bamberg in August 2012. Designed as a forum for graduate students in philosophy, the Summer School brought together a highly diverse group of young academics who – more often than not – came from utterly different schools and traditions of thought. This pluralism is reflected in the pages of this book. While the volume is roughly divided into two halves – one with a more historical focus, the other with a more systematic focus – the reader will find an unusually wide array of topics and questions treated here. Since the aforementioned pluralism was one of the main strengths of our Summer School, this is something in which we take much pride.


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Animalia in fabula : interdisziplinäre Gedanken über das Tier in der Sprache, Literatur und Kultur / hg. von Miorita Ulrich und Dina De Rentiis

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 14)
ISBN 978-3-86309-168-2
Preis: 22,50 €

Interdisziplinäre Untersuchungen über das Tier in der Sprache, Literatur und Kultur. Mitwirkende Fächer: Anglistik, Arabistik, Judaistik, Geschichte, Katholische Theologie, Kunstgeschichte, Romanistik, Slawistik

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The Book of Ruth from a Lomwe perspective : ḤESED AND IKHARARI / by Justino Manuel Alfredo

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Bible in Africa Studies ; 11)
ISBN 978-3-86309-190-3
Preis: 20,00 €

Taking the word ḤSD in the Book of Ruth as an example, this study argues that the meaning of a word can only be fully determined by taking into consideration the linguistic and socio-cultural contexts within which it functions. A basic assumption is that the biblical source text serves as a frame of reference for the semantic analysis of a particular word. The text provides an integrative semantic and pragmatic framework within which a biblical term must be investigated with reference to its wider socio-cultural setting.

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Kolloquium 2013 : Beiträge Bamberger Nachwuchswissenschaftlerinnen / hrsg. von Ada Raev, Margarete Wagner-Braun, Iris Hermann

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Forschende Frauen in Bamberg ; 6)
ISBN 978-3-86309-196-5
Preis: 15,50 €

Dieses Buch begleitet das gleichnamige Forschungskolloquium der Frauenbeauftragten der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Im Sommersemester 2008 ins Leben gerufen, bietet es seitdem jungen Wissenschaftlerinnen Gelegenheit, ihre Forschungsprojekte in der Universität unter Beteiligung der Öffentlichkeit vorzustellen und Vortragspraxis zu sammeln, sich zu vernetzen und die Vorträge zu publizieren. An der Otto-Friedrich-Universität Bamberg gedeiht eine bunte Forschungslandschaft. Nachwuchswissenschaftlerinnen zeigen als forschende Frauen in den vielfältigsten Bereichen Engagement, Tatkraft und Profil. Im vorliegenden Band 6 der Buchreihe präsentieren wir fünf spannende und informative Vorträge, deren thematische Bandbreite größer nicht sein könnte. Claudia Lamm, Diplom-Kauffrau, stellt in ihrer Arbeit Besonderheiten der Unternehmenspersönlichkeit in genossenschaftlichen Gründungen vor. Hanna Gutzeit, M.A., zeichnet den Leserinnen und Lesern ein Bild über den Marientod von Hugo van der Goes und entführt zur Kunst vom Sterben. Giulia Ferro Milone, M.A., stellt das Werk E.T.A. Hoffmanns, Meister Floh, aus einer Genderperspektivierung dar. Alicia Urquidi Díaz, M.A., entwickelt erste Vorüberlegungen und Versuche für ein Korpus zur Untersuchung von Metaphern in spanischen Wirtschaftsnachrichten. Die Diplom-Betriebswirtin Mariam Dopslaf (FH) stellt interkulturelle Aspekte im Versorgungskettenmanagement vor.

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Dissens als kommunikatives Instrument : Theorie der intendierten Selbstskandalisierung in der politischen Kommunikation / André Haller

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Bamberger Beiträge zur Kommunikationswissenschaft ; 1)
ISBN 978-3-86309-174-3
Preis: 22,00 €

Skandale gehören zum journalistischen Alltagsgeschäft. Fast keine Woche vergeht ohne eine neue Enthüllung oder die Anprangerung skandalösen Verhaltens von Prominenten. Doch manchmal erscheinen Skandale als beabsichtigt, beispielsweise wenn Politiker umstrittene Äußerungen tätigen. Es handelt sich dann um eine Sonderform des Skandals, der von den Skandalisierten angestoßen wird, um bestimmte Ziele zu erreichen. Diese als "intendierte Selbstskandalisierung" bezeichnete Erscheinung des Skandals wird in diesem Buch theoretisch dargestellt und anhand zweier Wahlkämpfe in Deutschland und der Schweiz veranschaulicht. Die Theorie der intendierten Selbstskandalisierung stellt erstmals eine ausführliche Grundlage für die Analyse absichtlich provozierter Skandale in der Politik dar. Sie ist außerdem für die kommunikationswissenschaftliche Erforschung weiterer Skandalfelder wie der Literatur oder der Populärkultur anwendbar.

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Mathematik vernetzt : Tagungsband des AK Grundschule in der GDM 2013 / hg. von Anna Susanne Steinweg

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Mathematikdidaktik Grundschule ; 3)
ISBN 978-3-86309-194-1
Preis: 15,00 €

Dieser Tagungsband dokumentiert Ergebnisse der Herbsttagung des Arbeitskreises Grundschule in der Gesellschaft für Didaktik der Mathematik (GDM) in Tabarz vom 8. bis 10. November 2013 zum Thema „Mathematik vernetzt“. Das Rahmenthema der Tagung „Mathematik vernetzt“ wurde in fünf Hauptvorträgen im Plenum diskutiert. Zusätzlich setzten sich Arbeitsgruppen zu den klassischen Themenfeldern Arithmetik, Geometrie, Sachrechnen und Daten, Zufall & Wahrscheinlichkeit sowie Gruppen zu den Bereichen Kommunikation & Kooperation, Vorschulische Bildung, Lehren & Forschen mit Neuen Medien in der Primarstufe und Lehrerfortbildung intensiv mit aktuellen Forschungs- und Praxisfragen auseinander.

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Aufgeklärte Vernunft und konkurrierende Handlungsrationalitäten am Ende des 20. Jahrhunderts : Sozialtheorie zwischen prädisponiertem Nutzenkalkül, Werterelativismus und den Vorzeichen islamischen Absolutismus / von Bernd Martin

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 12)
ISBN 978-3-86309-150-7
Preis: 23,50 €

Philosophische Aufklärung und Vernunft sowie ihr entsprechende Wertrationalität scheinen in den traditionell als modern charakterisierten wie auch jenen Gesellschaften, die durch eine sogenannte nachholende Entwicklung gekennzeichnet sind, keine Kategorien mehr zu sein, an denen sich soziales Handeln zu orientieren hat. Die Insinuation von und Idiosynkrasie gegen Moderne, Vernunft und Aufklärung als Elendsverursacher bzw. Elendsverwaltung einer unübersichtlichen, als „chaotisch“ erlebten Welt sind im Gegenteil sowohl den wissenschaftskritischen wie wissenschaftlich argumentierenden Ansätzen zur unreflektierten Pflicht geworden. Der islamisch-universalistische Gedanke kann darüber hinaus als anti-modern bzw. anti-aufklärerisch bezeichnet werden. Wie die ökonomischen, auf Handlungsnutzen angelegten Aspirationen auf menschliche Natur Rekurs nehmen, so rechtfertigen sich andererseits die biologischen über einen vermeintlich in der Stammesgeschichte angelegten Nutzengewinn. Postmoderne bzw. poststrukturalistische Gesellschaftskritik sowohl wie auch das islamische Welt- und Menschenbild greifen ebenfalls auf die menschliche Natur zurück, wenn sie kulturelle und/oder religiöse Differenz ontologisieren und somit dogmatisieren. Die in der Arbeit untersuchten Ansätze verweisen in ihrer Weigerung, die Grundlagen ihrer Argumentation als Produkt einer – sicher ideologischen – spezifischen Form aufgeklärter Kritik zu begreifen auf die Unfähigkeit oder Unwilligkeit zur Reflexion eigener Standpunkte und Widersprüche. Im Fall des islamisch-absolutistischen Menschenbilds wird der Impuls, der besonders durch das allmählich mehrheitsfähig werdende postmoderne Selbstverständnis sich verstetigt, Menschenrechte gegen kulturelle Differenz auszuspielen, besonders drastisch greifbar. Subjektivität und Individualität werden obsolet und einem Kollektivismus der Ununterscheidbarkeit geopfert.

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Das proletarische Milieu in Röthenbach an der Pegnitz von 1928 bis 1933 / Julia Oberst

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Bamberger Historische Studien ; 11)
ISBN 978-3-86309-148-4
Preis: 17,50 €

Die Kleinstadt Röthenbach an der Pegnitz, wenige Kilometer östlich von Nürnberg gelegen, blieb bis zum Ende der Weimarer Republik eine rote Hochburg der Arbeiterschaft im braunen Franken der Nationalsozialisten. Über die Hälfte der Wähler votierte hier bei den Reichstagswahlen im Untersuchungszeitraum von 1928 bis 1933 für die Arbeiterparteien SPD und KPD. Die NSDAP konnte hingegen nicht einmal ein Drittel der Stimmen auf sich vereinen. Sogar nach der Machtergreifung durch Adolf Hitler am 30. Januar 1933 lehnten sich die Röthenbacher gegen die neuen nationalsozialistischen Machthaber auf. In Flugblättern forderten sie den Generalstreik und organisierten im Februar 1933 eine Massenkundgebung gegen die NSDAP vor dem Röthenbacher Rathaus. Fast jeder Zweite der 6300 Einwohner nahm daran teil. Es stellen sich die Fragen: Was hielt das proletarische Milieu in Röthenbach zusammen? Welche Faktoren bildeten dort die Grundlage für die spezifische Entwicklung der Arbeiterschaft? Um auf diese Fragen eine Antwort zu finden, werden in der vorliegenden Studie die Arbeiterparteien, die Gewerkschaften und die zahlreichen Arbeitervereine untersucht. Einzelne Kapitel behandeln außerdem die Freidenker, die Festkultur und die Frauen des proletarischen Milieus. Ausgehend von der Milieutheorie von Mario Rainer Lepsius entsteht so ein umfassendes Bild der Röthenbacher Arbeiterschaft in den letzten Jahren der Weimarer Republik. Am Ende steht die zusammenfassende Interpretation der Einzelaspekte in Hinblick auf die besondere Stabilität des proletarischen Milieus und die Erklärung für das ungewöhnlich hohe Ausmaß an Widerstand gegenüber den Nationalsozialisten von Seiten des Arbeitermilieus in Röthenbach.

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Mechanismen institutioneller Dynamiken : eine vergleichende Prozessanalyse der Entwicklung des ASEAN-Handelsregimes / Axel Obermeier

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 9)
ISBN 978-3-86309-176-7
Preis: 18,50 €

Die allgemeine Zielsetzung dieser Arbeit besteht darin, die Dynamik internationaler Institutionen theoretisch und empirisch zu untersuchen. Dazu wird in dieser Arbeit ein handlungstheoretisches Argument entwickelt, das strukturinduzierte Interessen und akteursspezifische Ideen als kombinatorische Einflussfaktoren für die Präferenzbildung von Staaten hinsichtlich institutioneller Dynamiken konzipiert. Die kausale Logik des Argumentes wird in zwei Mechanismen abgebildet: Der Mechanismus der Präferenz-Destabilisierung enthält Aussagen darüber, wie Veränderungen relevanter Strukturen die Präferenz eines Staates hinsichtlich einer Institution beeinflussen. Mit dem Mechanismus der Präferenz-Delegitimierung wird hingegen plausibilisiert, wie Veränderungen von Ideen die Präferenz eines Staates hinsichtlich einer Institution beeinflussen. Schließlich wird von der kombinatorischen Wirkung dieser Mechanismen auf die Ausprägung institutioneller Dynamiken geschlossen, die Staaten anstreben. In der empirischen Analyse wird die Entwicklung des ASEAN-Handelsregimes seit seiner Gründung 1977 untersucht. Dazu wird in einer Kombination aus qualitativem Fallvergleich und Prozessanalyse analysiert, welche Variablen kausalen Einfluss haben und ob die Mechanismen entsprechend der formulierten Annahmen wirken.

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Aluta continua biblical hermeneutics for liberation : interpreting biblical texts on slavery for liberation of Zimbabwean underclasses / Obvious Vengeyi

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Bible in Africa Studies ; 10)
ISBN 978-3-86309-166-8
Preis: 21,00 €

This book was passed as a PhD thesis at Bayreuth University, Germany. The author challenges African Biblical scholars and Christian leaders to premise Biblical interpretation on the experiences of the often neglected underclasses. The author argues that from a comparative historical, cultural and material methodological point of view, the experiences of the Zimbabwean underclasses whose collective ordeal is represented by the experiences of domestic workers are strikingly similar to those suffered by slaves among other underclasses in the biblical world. In the same way religion was appropriated by the elite to validate oppression of the underclasses in the biblical world, the author shows that since the colonial era, Christianity in Africa, through biblical interpretation among many other tactics has been an influential force on the side of the dominant class to advance their racial, class and gender interests. To date, in Zimbabwe for example, the Bible (and religion in general) is manipulated by the dominant minority to justify and entrench the exploitation of the majority underclasses. On the other hand, the author observes that the history of ancient Israel, Roman colonial Palestine and colonial Zimbabwe evidences that when religion is appropriated (and/or the Bible is read and interpreted) from the historical cultural and material conditions of the underclasses, it can be a valuable resource not only for their mobilization to overthrow oppressive systems but also for justifying their resistance tactics. Aluta Continua!!(The Struggle goes on!!)

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Soziale Strukturen und wirtschaftliche Konjunkturen im frühneuzeitlichen Bamberg / hrsg. von Mark Häberlein u. Robert Zink. Red.: Johannes Hasselbeck

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Bamberger Historische Studien ; 10)
(Veröffentlichungen des Stadtarchivs Bamberg ; 17)
ISBN 978-3-86309-162-0
Preis: 13,50 €

Die fünf Beiträge des vorliegenden Bandes untersuchen die Sozialstruktur und Wirtschaftsentwicklung der fürstbischöflichen Residenzstadt Bamberg. Drei Analysen von Steuerlisten und Steuerbeschreibungen des 16. und 17. Jahrhunderts geben Aufschluss über die Vermögensverhältnisse im Bereich des Stadtgerichts und der Immunitäten, die soziale Schichtung der Bamberger Bevölkerung und die soziale Topographie der Stadt. Diese Studien werden ergänzt durch zwei Untersuchungen zum Bamberger Waisenhaus. Sie stellen die baulichen, administrativen und personellen Strukturen dieser Institution vor, beschreiben den Alltag der Waisenkinder und zeichnen auf der Basis der Waisenhausrechnungen ökonomische Zyklen und Krisen des 17. und 18. Jahrhunderts nach.

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Realität und Imagination : Photographie in W. G. Sebalds "Austerlitz" und Michelangelo Antonionis "Blow Up" / Florian Lehmann

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Bamberger Studien zu Literatur, Kultur und Medien ; 7)
ISBN 978-3-86309-140-8
Preis: 17,00 €

Literatur – Photographie – Film. Diese Medien haben die Menschheitsgeschichte nicht nur verändert, sondern sie auch stets erzählt. Während das Entstehen erster literarischer Texte Béla Balász zufolge „im Nebel vorgeschichtlicher Zeit“ liege, ist uns die Geburtsstunde der Photographie und des Films bekannt. Die medienkomparatistische Studie „Realität und Imagination“ verhandelt die Darstellung und Inszenierung von Photographie in W. G. Sebalds Roman Austerlitz (2001) und Michelangelo Antonionis Spielfilm Blow up (1966). Wie positioniert sich das an Schrift und Text gebundene, dezidiert nicht visuelle Medium der Literatur zu einem bildlichen Medium? Und wie greift der Film, dessen Merkmal vor allem der stete Bilderfluss ist, ein unbewegtes Bildmedium auf? Erstmals werden beide in Hinblick auf Photographie kanonisch gewordene Medien einander in Form eines Vergleichs gegenüber gestellt. Nach der Vorstellung von Phototheorien einschlägiger Autoren wie Roland Barthes, Susan Sontag und Siegfried Kracauer wird überprüft, inwiefern diese theoretischen Bestimmungen vom Photographischen als real und zugleich auch spukhaft in Austerlitz und Blow Up funktional ein- und umgesetzt oder unterlaufen werden.

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Antikenrezeption in Corneilles "Médée" : Euripides', Senecas und Corneilles Medea-Tragödien / Sophie Kleinecke

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Romanische Literaturen und Kulturen ; 8)
ISBN 978-3-86309-142-2
Preis: 20,00 €

Pierre Corneille (1606-1684) gehört neben Racine (1639-1699) und Molière (1622-1673) zu den drei großen Autoren des klassischen französischen Theaters. Seine erste Tragödie "Médée" wurde von Publikum und Kritikern zurückgewiesen. Corneille hatte seinen typischen Stil noch nicht entwickelt: Das Drama oszilliert zwischen Komödie und Tragödie, ist einerseits dem Handlungstheater des Barock verpflichtet und wahrt andererseits die Einheiten der "doctrine classique". Der französische Dramatiker rezipiert in seinem Stück den griechischen Tragiker Euripides (480-406 v. Chr.) und den römischen Autor Seneca (1-65 n. Chr.). Gerade den Stil Senecas ahmt er nach. Dieses Buch soll einen Beitrag zum besseren Verständnis der französischen Klassik leisten: Zwar spielt die direkte Rezeption der senecanischen Tragödie eine wichtige Rolle für das klassische französische Drama, doch Form und dramatische Technik resultierten vor allem aus der Beschäftigung mit antiken Poetiken.

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The Development of Reading Literacy from Early Childhood to Adolescence : Empirical Findings from the Bamberg BiKS Longitudinal Studies / ed. by Maximilian Pfost, Cordula Artelt, and Sabine Weinert

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 14)
ISBN 978-3-86309-164-4
Preis: 20,00 €

The BiKS research group (“Educational processes, competence development, and selection decisions in preschool- and school age”) founded in 2005 and financed by the German Research Foundation (DFG), was established by a consortium of researchers combining expertise from the disciplines of psychology, education, and sociology. Two longitudinal studies were being conducted by the BiKS research group and followed until 2012. In the first study, a cohort of preschool children was traced until grade 4 in primary school. The second study comprises a cohort of primary school children who were followed until their 9th grade in secondary school. Besides the multidisciplinary perspective, the studies can be well characterized by their broad use of different methods, such as test data, interviews, questionnaires, and live observations of behaviour as well as a consideration of different agents, i.e. students, parents, and teachers. The book focuses on empirical research findings concerning the development of reading literacy from a longitudinal perspective and the chapters cover findings from both longitudinal studies of the BiKS research group. As authors from different academic disciplines have contributed, this volume covers a range of psychological, educational as well as sociological perspectives on causes and effects of stability and interindividual differences in the development of reading literacy.

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Gegenbilder - literarisch/filmisch/fotografisch / hg. von Corina Erk und Christoph Naumann

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Bamberger Studien zu Literatur, Kultur und Medien ; 8)
ISBN 978-3-86309-156-9
Preis: 20,00 €

Gegenbilder in Literatur, Film und Fotografie. Die moderne Welt ist voller Bilder. Auch die wissenschaftliche Beschäftigung mit ihnen erfährt Konjunktur. Dennoch fällt es eminent schwer, allgemeingültig zu definieren, was ein Bild ausmacht. Zu verschieden scheint das, was dem Menschen als „Bild“ entgegentritt: Das kann ein Foto, ein Gemälde oder ein Film sein, aber auch ein Gedanke, eine sprachliche Metapher, ein literarisches Motiv. Im Zentrum dieses Sammelbands stehen literatur- und medienwissenschaftliche Beiträge, die unter dem Leitbegriff „Gegenbilder“ ihren Fokus auf Ausprägungen des Widerständigen innerhalb einer polymorphen Bildlichkeit richten. Untersucht werden dabei die Inszenierungen von Gegenbildern auf der Figurenebene sowie die Rolle von Bildern bei der Darstellung von sozialer Zugehörigkeit, der Herstellung nationaler Identität und der Konstruktion kollektiver Gedächtnisorte. Welche traditionellen Motive, Topoi und Figurenmodelle transportieren Literatur, Film und Fotografie, gegen welche kämpfen sie an? Tragen konventionelle Beschreibungsmuster das Potential zum Widerstand gegen das Etablierte bereits in sich? Diesen und weiteren Fragen widmen sich die Autoren aus interdisziplinärer Perspektive und mit einem zeitgemäßen Verständnis von Literatur- und Kulturwissenschaft, das Geschriebenes sowie visuell präsente Bilder als gleichrangige Lesetexte auffasst und ebenso die Grenzen zwischen Hoch- und Populärkultur überwindet.

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Analyse von Einkommensverteilungen : Ansätze, Methoden und Empirie / von Johannes Schwarze und Susanne Elsas

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 8)
ISBN 978-3-86309-158-3
Preis: 27,00 €


Das vorliegende Lehrbuch behandelt die Analyse der personellen Einkommensverteilung aus wohlfahrtsökonomischer Perspektive. Es stellt einerseits wichtige Ungleichheitsmaße und Methoden der graphischen Darstellungen vor, die zur Charakterisierung der personellen Einkommensverteilung in Wissenschaft und Politik verwendet werden. Dabei werden systematisch die Eigenschaften und auch Zusammenhänge der verschiedenen Maße thematisiert. Andererseits werden Konzepte und Methoden der Erhebung von Einkommen vorgestellt, und vor dem Hintergrund diskutiert, aus der Verteilung der personellen Einkommen möglichst valide Aussagen über die Verteilung der individuellen Wohlfahrt in einer Gesellschaft abzuleiten. Das Lehrbuch bietet einen fundierten und kritischen Zugang zur Einkommensverteilungsanalyse, sowohl für Studierende der Sozialwissenschaften, als auch für Interessierte und Engagierte in Beratung und Politik.

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Fachwissen von Grundschullehrkräften : Effekt auf die Rechtschreibleistung von Grundschülern / von Irene Corvacho del Toro

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 13)
ISBN 978-3-86309-152-1
Preis: 18,00 €


Early literacy studies conducted in Germany has tended to concentrate on didactic approaches, instructional methods and classroom interaction (Einsiedler et al. 2002; Hanke, 2005; Hofmann, 2008; Weinhold, 2009). While these studies do not find any significant differences in achievement regarding the teaching approach, there is some empirical evidence that shows that the development of literacy skills is more dependent on the quality of instruction for pupils who struggle (Poerschke, 1999; May, 2001; Helmke et al., 2008). The current study investigates the influence of teachers’ ‘subject matter content knowledge’ (Shulman, 1986) on pupils’ spelling based on the theoretical model of teachers’ competence of the study COACTIV (Baumert & Kunter, 2011a). The sample comprised 421 elementary school children from 29 classes. Intelligence and phonological awareness were examined at entering 1st grade, spelling at the end of 2nd grade. Teachers’ knowledge was assessed employing a questionnaire. The data was analysed using a multilevel regression analysis (Hox, 2010) containing a cross-level-interaction between teachers’ knowledge and the pupils’ intelligence. The results reveal that the teachers’ knowledge moderates the strength of the relationship between intelligence and spelling achievement. In general, when teachers reach higher scores in knowledge the effect of intelligence on spelling is weaker. This effect is significant (.10*) and remains after controlling for the phonological awareness at entering school. These results show first empirical evidence of the effect of teachers’ subject matter knowledge on pupils’ spelling and speak for more linguistics in the teachers’ training classroom.

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Zur Stratigraphie und Altersstellung der jungquartären Lechterrassen zwischen Hohenfurch und Kissing unter Verwendung hochauflösender Airborne-LiDAR-Daten / von Benjamin Gesslein

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Bamberger Geographische Schriften - Sonderfolge ; 10)
ISBN 978-3-86309-128-6
Preis: 27,50 €

Im jungquartären Lechtal zwischen den Jungendmoränen des Lechgletschers bei Hohenfurch und Kissing bei Augsburg können 20 Einzelterrassen ausgegliedert werden, die, abgesehen von der Übergangsterrasse, in drei Terrassenkomplexe zusammengefasst werden können. Demnach bildet die hoch- und späthochglaziale Terrassenabfolge die Hauptniederterrasse (inklusive Ältere Hauptniederterrasse), die „Stufe von St. Ursula“, die „Stufe von Altenstadt“, die „Stufe von Hohenfurch“ und die „Stufe von Schongau-Peiting“. Spätglaziale Terrassenbildungen sind die „Stufe von Unterigling“, die „Zwischenstufe“ und die „Stufe von Friedheim“. Der holozäne Terrassenkomplex setzt sich aus zehn Einzelterrassen zusammen („Epfachstufen“, „Mundrachinger Stufe“, „Lorenzbergstufen“, „Seestallstufen“ und drei jungholozänen „Auenstufen“), wobei die „Epfachstufen“, die „Lorenzbergstufen“ und die „Seestallstufen“ Terrassenpaare darstellen, die aufgrund ähnlicher Oberflächenniveaus und beinahe identischer Gerinnestrukturen auf ihren Oberflächen zusammengefasst behandelt werden können. Eine stratigraphische Sonderstellung nimmt die Übergangsterrasse ein, die wegen ihrer Verknüpfung mit den Endmoränen des „Stoffener Stadiums“, ihrer morphostratigraphischen Lage oberhalb des jungquartären Talbodens und den Lössdeckschichten älter als die hochwürmzeitliche Hauptniederterrasse ist und damit höchstwahrscheinlich eine früh- bzw. mittelwürmzeitliche Bildung darstellt. Die Altersstellung der durch deutliche Terrassenstufen voneinander abgegrenzten hoch- und späthochwürmzeitliche Lechterrassen wird primär durch die Tatsache belegt, dass sie direkt mit den Übergangskegeln der beiden beteiligten Vorlandgletschersystemen und zwar des Iller-Lechgletschers und des Isar-Loisachgletschers verknüpft werden können. Lediglich für die „Stufe von Schongau-Peiting“ ist eine solche Verknüpfung nicht gesichert, jedoch wahrscheinlich. Die Sedimentkörper der hoch- und späthochwürmzeitlichen Lechterrassen charakterisiert das typische Schichtungsbild eines hochenergetischen verwilderten Flusses (braided river), das sich durch Trog- bis Kreuzschichtung („V-Schotter“, sensu Schirmer 1983) auszeichnet. Auf den sandigen Deckschichten sind vorwiegend mittel- bis flachgründige Parabraunerden ausgebildet. Bei der Entstehung der spätglazialen Terrassen hatten sich die Vorlandgletscher bereits in die Alpen zurückgezogen, eine Parallelisierung mit Endmoränenständen ist daher nicht mehr möglich. Im Gegensatz zu den hoch- und späthochglazialen Lechterrassen besitzen die Sedimentkörper der spätglazialen Terrassen meist eine schwache horizontale Schichtung und eine deutlich höhere Zahl von Mergelschollen. Beides weist auf eine erhöhte Abflusstätigkeit, einhergehend mit verstärkter Seitenerosion bei nur wenigen lagestabilen Rinnensystemen, hin. Als Bodenbildungen dominieren flachgründige Parabraunerden und Braunerden mit beginnender Tondurchschlämmung. Der holozäne Terrassenkomplex wird aus zehn Einzelterrassen aufgebaut, die im südlichen Untersuchungsabschnitt, ebenso wie die jungpleistozänen Terrassen eine markante Terrassentreppe bilden. Im nördlichen Talabschnitt gleichen sich die Oberflächenniveaus sukzessive aneinander an, bis sie eine weit gestreckte, nahezu höhengleiche Reihenterrassenlandschaft darstellen, die den Lech über viele Kilometer flankiert. Die Schotterkörper der holozänen Terrassen zeigen vorwiegend Horizontal-, seltener auch Trogschichtung, zudem konnten Areale mit gut ausgebildeter großbogiger Schrägschichtung („L-Schotter“, sensu Schirmer 1983) nachgewiesen werden. Die Böden der alt- bis mittelholozänen Lechterrasse bilden Braunerden, die durch den Ackerbau meist zu Pararendzinen bzw. Kultorendzinen degradiert wurden. Die durch die Hochflutdynamik des Lechs tangierten jungholozänen Terrassenbildungen besitzen meist Auenrendzinen auf Flussmergeln. Neben der morphostratigraphischen, geologisch-sedimentologischen und pedologischen Abgrenzung der Terrassen, erlauben vor- und frühgeschichtliche Fundstellen, historische Kartenwerke und letztlich (AMS) 14C- und OSL-Datierungen folgende zeitliche Einstufungen der Lechterrassen: Übergangsterrasse: Früh- bzw. Mittelwürm (Ältere) Hauptniederterrasse: Würm-Hochglazial Stufe von St. Ursula: Würm-Späthochglazial Stufe von Altenstadt: Würm-Späthochglazial Stufe von Hohenfurch: Würm-Späthochglazial Stufe von Schongau-Peiting: Würm-Späthochglazial Stufe von Unterigling: Präbölling – Jüngere Dryas Zwischenstufe: Ende Jüngere Dryas Stufe von Friedheim: Übergang Spätglazial – Holozän Epfachstufen: Präboreal Mundrachinger Stufe: Atlantikum Lorenzbergstufen: Atlantikum/Subboreal(?) Seestallstufen: Subboreal/Subatlantikum Ältere Auenstufe: Römerzeit Jüngere Auenstufe: Mittelalter/Ältere Neuzeit Jüngste Auenstufe: Frühes 19. Jh. - Flusslauffestlegung Das flussmorphologische Erscheinungsbild des Lechs vom Würmhochglazial bis zu den Flusskorrektionen im frühen 19. Jahrhundert konnte mit Hilfe von LiDAR-Daten und für das 19. Jahrhundert auf Basis historischer Karten rekonstruiert werden. Dabei wird deutlich, dass klimatische Veränderungen als initialer Faktor Veränderungen im fluviatilen Haushalt bewirken. Diese zeigen sich jedoch in Abhängigkeit von talinternen Komponenten (Talbreite, Talenge, Talüberhöhung etc.) in verschiedener Ausprägung. So stellt sich das flussmorphologische Erscheinungsbild im Hoch- und Späthochglazial für das gesamte Lechtal als vertikal aufschotternder, hochenergetischer, verwilderter Fluss (braided river) dar. Im schmalen und stark überhöhten Talabschnitt unterhalb der Endmoränen kam es bereits im Übergang Spätglazial – Holozän zur Anlage erster größerer Mäanderbögen. Im Holozän setzte sich ein von nur wenigen Verzweigungen geprägter mäandrierender Lechlauf (sinuous point bar anabranching river) durch. Im deutlich breiteren und auch flacheren nördlichen Talabschnitt entstand seit dem Präboreal ein stark verzweigter Lech, bei dem sich im Laufe des Holozäns ein dominierender, mäandrierender Hauptstromstrich (braided point bar) durchsetzte. Die jungquartäre fluviale Morphodynamik im untersuchten Lechtal zeigt viele Ähnlichkeiten zu der des Inns und insbesondere zur Isar. Insofern ist ein überregional wirksamer klimatischer Steuerungsmechanismus anzunehmen. Nach der hochglazialen Aufschotterung der Hauptniederterrasse dokumentieren die einzelnen späthochglazialen Lechterrassen den schrittweisen Eiszerfall im Alpenvorland. Den kräftigen klimatischen Umschwung vom Hoch- zum Spätglazial weist eine markante Erosionsphase nach, der nahezu alle hoch- und späthochglazialen Terrassen im nördlichen Talabschnitt zum Opfer fielen. Die Aufschotterung der „Stufe von Unterigling“ belegt eine erneute spätglaziale Akkumulationsphase, deren Schwerpunkt vermutlich in die jüngere Dryaszeit zu setzen ist. Der Übergang Spätglazial – Holozän wird durch eine kurze Terrassenabfolge über wenige hundert Jahre angezeigt. Aufgrund der unterschiedlichen Talkonfigurationen zwischen den beiden Talabschnitten stellt sich die holozäne Morphodynamik so dar, dass sich im weiterhin stark überhöhten südlichen Talabschnitt die Ausbildung einer Terrassentreppe, die bereits im Späthochglazial begann, fortsetzte, während sich im nördlichen Talabschnitt sukzessive eine Reihenterrassenlandschaft etablierte.

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Biblische Metaphern und Grundschulkinder : Eine qualitative empirische Studie zum Verständnis ausgewählter Ich-bin-Worte in Kinderbildern / von Nina Evelyn Reuschlein

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 11)
ISBN 978-3-86309-146-0
Preis: 24,00 €

Metaphern sprechen Grundschulkinder an! - Das ist eine wesentliche Aussage der empirisch-qualitativ ausgerichteten, religionspädagogischen Arbeit, die metaphorische Verstehenspotentiale von Grundschülern untersucht. Die Studie analysiert Kinderbilder und Gruppengespräche zu zwei ausgewählten, johanneischen Ich-bin-Worten mit Hilfe einer auf Basis der dokumentarischen Methode geführten Auswertung. Metaphorisches Verstehen stellt sich dabei als ein durch komplexe, un-bewusste sowie emotionale Vorgänge begleiteter und gesteuerter Prozess dar, der in hohem Maße kontextabhängig ist. Dabei wird deutlich, dass viele Grundschulkinder bereits über ein Gespür für metaphorische Sprache verfügen. Die vorliegende Studie kann auf der Ebene der bildlichen Gestaltung fünf Typen metaphorischen Verständnisses herausarbeiten. Darüber hinaus liefern die Kinder nicht nur aus Sicht kindertheologischer Bestrebungen fruchtbringende Deutungsmuster der beiden Ich-bin-Worte, sondern es sind wichtige, religionspädagogische Beobachtungen festzuhalten. Die Schüler lassen sich u.a. von Ansätzen sogenannter hoher Christologie des Johannesevangeliums und einer engen Verwobenheit von Theologie und Christologie anregen und gehen mit ihr – entgegen bisheriger Bedenken – in höchst kreativ-gestalterischem Maße um. Die Arbeit tritt damit in die Fußstapfen kindertheologischer Forschung, die einen konsequenten Perspektivenwechsel in der Erforschung kindlicher Deutungsmuster und Ausdrucksweisen verlangt. Sie zeigt auf, wie ein möglicher forschungsmethodischer Weg aussehen kann und möchte eine Sensibilität für kindliche, insbesondere auch non-verbale Ausdrucksweisen sichtbar machen.

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Transbaikalien : Erinnerungen an meine sibirische Verbannung / Benedykt Dybowski. Hg. von Daniel Schümann, Carsten Eckert und Christian Prunitsch

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 11)
ISBN 978-3-86309-132-3
Nur als Online-Publikation erschienen

Als der Naturforscher und Arzt Benedykt Dybowski (1833-1930) am Ende eines Jahrhundertlebens seine Erinnerungen an die zwischen 1864 und 1878 in Sibirien verbrachten Jahre niederschrieb, war er in Polen eine bekannte Persönlichkeit. Die 1930 erschienen Memoiren sind heute ein Zeugnis für den Beitrag, den polnische Patrioten in russischer Verbannung zur Erschließung Sibiriens geleistet haben. Benedykt Dybowski, der in Dorpat, Breslau und Berlin studierte, war einer der ersten Dozenten an der Warschauer Universität, die sich aktiv für die Verbreitung der Evolutionslehre von Charles Darwin einsetzten. Seine Warschauer Lehrtätigkeit währte nur kurz, da er 1864 von den zaristischen Behörden wegen Beteiligung am Aufstand gegen die russische Teilungsmacht verhaftet und hinter den Baikalsee, in das russisch-chinesische Grenzgebiet, deportiert wurde. Während der Verbannungszeit gelang es ihm, sich als einer der kompetentesten Erforscher der Fauna des größten Süßwassersees der Erde zu profilieren; bis heute werden Dybowskis Arbeiten zur Lebewelt des Baikalsees weltweit von Zoologen geschätzt. Bisher waren Dybowskis Memoiren nur im polnischen Original zugänglich. Im Rahmen eines deutsch-polnischen Begegnungs- und Übersetzungsprojekts wurden die Sibirien-Erinnerungen von Polonistikstudierenden der Universitäten Bamberg, Dresden und Köln ins Deutsche übertragen; hiervon sollen nun ausgewählte Kapitel vorgestellt werden.

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Alternde Gesellschaften in Europa : Empirische Untersuchungen mit Daten des SHARE / hrsg. von Henriette Engelhardt und Thomas Leopold

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Bamberger Beiträge zur Soziologie ; 10)
ISBN 978-3-86309-139-2
Nur als Online-Publikation erschienen

Dieser Band präsentiert drei ausgewählte empirische Studien, die im Rahmen des Bevölkerungswissenschaftlichen Forschungspraktikums an der Universität Bamberg entstanden sind. Der erste Beitrag beschäftigt sich mit „familialen Transferregimes“ in Europa, dem privaten Äquivalent zu öffentlichen Wohlfahrtsstaatsregimes. Im Mittelpunkt der Analyse steht die Frage, ob und wie sich osteuropäische Länder von nord-, west- und südeuropäischen Regimetypen unterscheiden. Der zweite Beitrag untersucht, ob sich ältere Menschen nach dem Renteneintritt gleichbleibend, vermehrt oder seltener ehrenamtlich engagieren. Der dritte Beitrag konzentriert sich ebenfalls auf die Effekte des Renteneintritts. Diese Arbeit geht der Frage nach, ob die Verrentung für ältere Menschen ein stressauslösendes Ereignis ist, das den gesundheitlichen Abbau beschleunigt. Die Autorinnen und Autoren untersuchen diese aktuellen sozialwissenschaftlichen Fragestellungen mit Daten der ersten beiden Wellen des Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE).

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Deutschlernen in den ungarischen Ländern vom 16. Jahrhundert bis 1920 : Eine teilkommentierte Bibliographie / Rolf Lenhart ; Teofil Kovács. Hrsg. von Helmut Glück

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 12)
ISBN 978-3-86309-133-0
Preis: 23,00 €

Die Verbindungen zwischen dem deutschen und dem ungarischen Sprachraum reichen weit in die Geschichte zurück. Sprecher germanischer Dialekte lebten schon vor der Landnahme der Ungarn im Karpatenbecken. Mehrere Wellen deutschsprachiger Siedler erreichten das Land vom späten 10. Jahrhundert bis in die Neuzeit. Die nach Ungarn kommenden Deutschen brachten oft Formen des Zusammenlebens und technische Kenntnisse mit, die dort noch unbekannt waren. Seit dem 18. Jahrhundert gab es Pläne, das Deutsche als Pflichtsprache an ungarischen Schulen zu etablieren. Es erschienen Erlasse, die den Sprachunterricht betrafen. Die „Ratio Educationis“ (1777) war von weitreichender Bedeutung: Das Deutsche wurde als lebende Sprache im Gymnasium ab der zweiten Klasse wöchentlich mit zwei Stunden unterrichtet. Die Bibliographie befasst sich mit Materialien für den Deutsch¬unterricht, die vom 16. Jahrhundert bis 1920 im historischen Königreich Ungarn für Personen mit dem Ungarischen als Muttersprache verfasst und benutzt worden sind. Der Untersuchungszeitraum dieser Bibliographie endet 1920 mit dem Frieden von Trianon, der den Untergang der Doppelmonarchie bedeutete. Diese Arbeit ist eine Fortführung der Bibliographien zum historischen Königreich Böhmen (Glück et al. 2002), zu Polen (Glück – Schröder 2007) sowie zu Russland und den baltischen Ländern (Glück – Pörzgen 2009).

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Kasusmarkierungen der Gegenwartssprache in deutschen Lokal- und Regionaltageszeitungen / von Alexandra Paulfranz

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 13)
ISBN 978-3-86309-144-6
Preis: 24,00 €

Nach Abbauprozessen existieren heute im substantivischen Deklinationssystem des Deutschen nur noch vier Endungen, die noch weiter schwinden. Obwohl es in einigen Fällen schon anerkannt ist, auf eine Kasusmarkierung zu verzichten, wird sie bisweilen entgegen standardsprachlichen Empfehlungen weggelassen. Die Dissertation „Kasusmarkierungen der Gegenwartssprache in deutschen Lokal- und Regionaltageszeitungen“ von Alexandra Paulfranz soll die Tragweite der Regression in der journalistischen Praxis anhand des Genitiv-s starker und gemischter Maskulina und des singularischen Dativ- und Akkusativ-en schwacher Maskulina ermitteln. Laut Forschungsliteratur wäre zu erwarten, dass der normwidrige Umgang mit den Kasusendungen vor allem im Journalistendeutsch weit fortgeschritten ist. In der vorliegenden Analyse traten in einer Textmenge von rund 200.000 Wörtern 1616 Genitive starker und gemischter Maskulina und Neutra sowie 66 schwach flektierte Dative und Akkusative auf. Mit 16 normwidrig deklinierten Genitiven, was einer Quote von 0,99 Prozent entspricht, lagen die standardsprachlich nicht anerkannten Endungen in einem extrem niedrigen Bereich, genauso wie bei den schwachen Dativen und Akkusativen mit drei Abweichungen beziehungsweise einer Quote von 4,55 Prozent. Die durchschnittliche Normabweichungsquote sämtlicher untersuchter Kasus betrug 2,03 Prozent. Dies ist gerade deswegen hervorzuheben, weil Grammatiken und Rechtschreibratgeber zum Teil komplizierte und kaum zu durchschauende Regeln aufstellen, wann es normgerecht ist, ein Flexiv wegzulassen und wann nicht.

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Figur und Psyche : Neudefinition des Unheimlichen / Dina De Rentiis

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Romanische Literaturen und Kulturen ; 7)
ISBN 978-3-86309-135-4
Preis: 17,50 €

„Der Psychoanalytiker verspürt nur selten den Antrieb zu ästhetischen Untersuchungen“, aber „[h]ie und da trifft es sich doch, dass er sich für ein bestimmtes Gebiet der Ästhetik interessieren muß“ (297), – so Siegmund Freud zu Beginn seines berühmten Aufsatzes über das „Unheimliche“ (S. Freud: Das Unheimliche, 1919). Das „Unheimliche“ ist seit Freud eng mit dem Verdrängungsbegriff verknüpft, als „etwas dem Seelenleben von alters her Vertrautes, das ihm nur durch den Prozeß der Verdrängung entfremdet worden ist“ (314), bzw. als „etwas wiederkehrendes Verdrängtes“ (297). Dieses Buch schlägt eine Neubetrachtung des Phänomens vor. Gezeigt wird, dass sich die psychologische Dimension des „Unheimlichen“ präziser erfassen lässt, wenn man die ästhetische Diskursivierung und Figuration des Phänomens systematisch und eingehend betrachtet. Analysiert werden "Der Sandmann", "Die Verwandlung" und "Le Horla".

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Vergessene Erinnerungen : Alzheimer-Demenz in Martin Suters "Small World" und Arno Geigers "Der alte König in seinem Exil" / Christina Dehler

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Bamberger Studien zu Literatur, Kultur und Medien ; 6)
ISBN 978-3-86309-137-8
Preis: 18,00 €

Nicht mehr Erinnern, sondern Vergessen ist das Los von Menschen, die an Alzheimer-Demenz erkrankt sind. Die Krankheit nimmt dem Menschen seine Erinnerungen und damit einen Teil seiner selbst und seiner Geschichte – und sie findet immer weitere Verbreitung innerhalb der Weltbevölkerung. Deshalb ist Alzheimer-Demenz ein relevantes Thema in unterschiedlichsten Medien. Auch die Literatur wendet sich diesem mit steigender Tendenz und in verschiedenen Formen zu: Romane, biographische Erzählungen und Erfahrungsberichte von Angehörigen, aber auch von Betroffenen selbst, sind in den letzten zwei Jahrzehnten verfasst worden. Martin Suters "Small World" und Arno Geigers "Der alte König in seinem Exil" sind solche literarischen Werke – Texte, die sich auf sehr unterschiedliche Art und Weise mit der Krankheit auseinandersetzen. Die Thematisierung von Alzheimer-Demenz wird in dieser Analyse am Beispiel der oben genannten Werke untersucht, wobei nicht nur die Darstellung der Krankheit von Bedeutung ist, sondern auch der Umgang mit Biographie-, Erinnerungs- und Identitätsarbeit. Der Vergleich zwischen "Small World" und "Der alte König in seinem Exil" wird zusätzlich zu den konkreten Unterschieden zwischen den beiden Texten aufzeigen, welche Rolle die Wahl des Genres bei der Gestaltung eines solchen Themas spielt, welch großen Einfluss die Stellung des Erzählers zum Geschehen dabei hat und wie unterschiedlich der Alzheimerstoff literarisch verarbeitet werden kann. .

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From Text to Practice : The role of the Bible in daily living of African people today / ed. by Joachim Kügler and Masiiwa Ragies Gunda

2. ed., rev. and expanded
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2013
(Bible in Africa Studies ; 4 (2))
ISBN 978-3-86309-130-9
Preis: 17,50 €

That the Bible is a manual for daily living is attested in almost all Christian denominations, how this role is transformed into practice is clearly an area that remains a contested terrain among Christians. This volume is our modest contribution to looking at the relationship between the Bible and our practices. The central question that the articles in this volume respond to is: how is the Bible related to our daily life? This question is especially important on the African continent where religion appears to be gaining influence. Without taking anything away from western biblical scholars, African biblical scholars must also engage with the question: how do we put into practice the teachings of the Bible? This volume contains papers presented at the International Bible Symposium 2009 in Bamberg (Germany) and additional contributions.

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