Neuerscheinungen 2012

Qualitätsentwicklung an Ganztagsschulen / hrsg. von Markus Heibler und Tanja Schaad

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Forum Erziehungswissenschaft und Bildungspraxis ; 4)
ISBN 978-3-86309-120-0
Preis: 26,50 €

Durch die Verlagerung bzw. Stärkung von Entscheidungskompetenzen auf die bzw. der Ebene der Einzelschule wird es ermöglicht, Lösungs-/Gestaltungsansätze zu entwickeln, die auf die jeweiligen Bedürfnisse und Gegebenheiten vor Ort zugeschnitten werden können. Die kritische Auseinandersetzung mit den Erfahrungen anderer, die auf entsprechenden Fortbildungsveranstaltungen kommuniziert werden können, lässt Good-practice-Beispiele entstehen, aus denen sich Anregungen zur Realisierung eigener Vorhaben im Zuge der Ganztagsschulentwicklung ableiten lassen. Der dritte bayerische Ganztagsschulkongress "Qualitätsentwicklung an Ganztagsschulen" am 1. und 2. März 2012 in Forchheim bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern anhand diverser Vorträge, Workshops und Schulbesuchen die Möglichkeit zu Diskussion und Austausch. Der vorliegende Band dokumentiert die Veranstaltung.

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Jungquartäre Flussgeschichte des Lechs unterhalb von Augsburg und der angrenzenden Donau / von Patrick Schielein

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Bamberger Geographische Schriften - Sonderfolge ; 9)
ISBN 978-3-86309-102-6
Preis: 21,00 €

Im Lechtal unterhalb von Augsburg und im angrenzenden Donautal wurden die jungquartären Talböden auf Basis morphologischer und geologisch-sedimentologischer Geländeaufnahmen in zwei würmzeitliche und neun holozäne Terrasssen gegliedert. Die chronostratigraphische Einstufung der einzelnen Terrassen wurde mittels absoluter Datierungen (14C, Dendrochronologie, Lumineszenz) aus Flussbettablagerungen und Rinnenfüllungen sowie archäologischer Daten und historischer Karten erreicht, wobei die Zuverlässigkeit und zeitliche Auflösung der Lumineszenzalter im Vergleich mit den übrigen Altershinweisen geprüft und diskutiert wurde. Aus der Verbreitung und dem Aufbau der fluvialen Ablagerungen sowie der Morphologie der Terrassen und deren Alterseinstufung ließ sich die Flussgeschichte von Lech und Donau im Untersuchungsgebiet rekonstruieren und mit derjenigen anderer Abschnitte dieser beiden Flüssen und weiterer Täler im Alpenvorland und im angrenzenden Mittelgebirgsraum vergleichen. Dabei konnten die überregional wirksamen flussdynamischen Umbrüche am Ende des Pleistozäns und zu Beginn des Subatlantikums zwar auch im Untersuchungsgebiet festgestellt werden, jedoch reagierte der untere Lech mit einer eigenen Entwicklung auf die klimatischen und anthropogenen Einflüsse. Grund dafür waren externe und interne Raumfaktoren in den beiden untersuchten Tälern. Im Lechtal kam es aufgrund des alpinen Einzugsgebiet und des relativ starken Gefälles häufig zu starken Hochwässern. Daraus folgte, dass der Lech im Holozän zu Verzweigungen und kurzfristigen Laufwechseln neigte, während die Donau oberhalb der Lechmündung mit ihrem Einzugsgebiet vorwiegend in der Mittelgebirgszone und dem relativ niedrigen Gefälle einen ausgeglichenen Abfluss und eine mäandrierende Dynamik aufwies. Die Donau unterhalb der Lechmündung zeigte im Holozän meist eine Übergangsform beider Flusstypen.

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Existenzialistische Absurdität und kein Ausweg? : Rausch und Kunst von der französischen Décadence bis zur Literatur der Moderne / von Katja Frank

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 10)
ISBN 978-3-86309-108-8
Preis: 23,00 €

Ausgehend von Albert Camus' Absurditätshypothese, d.h. einer möglichen Sinnlosigkeit angesichts der menschlichen Vergänglichkeit, stehen Rausch und Kunst als Auswege im Zentrum der vorliegenden Studie. Dabei werden die philosophischen Theoreme literarisch untermauert, beginnend bei der französischen Dekadenzliteratur mit Charles Baudelaire, weiterführend über den deutschen Expressionismus – namentlich Gottfried Benn, besonders unter dem Einfluss Friedrich Nietzsches – bis hin zum modernen deutschen Drama bei Wolfgang Hildesheimer. Es wird aufgezeigt, inwiefern der zu unrecht oft als Nihilismus missverstandene französische Existenzialismus, speziell bei Camus, erhebliches Potenzial birgt für eine friedvoll-solidarische Gesellschaftsperspektive.

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Fehlende Werte in den Sozialwissenschaften : Analyse und Korrektur mit Beispielen aus dem ALLBUS / Martin Messingschlager

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 7)
ISBN 978-3-86309-122-4
Preis: 27,00 €

Fehlende Werte bilden seit jeher eine große methodische Herausforderung für quantitative Analysen in den Sozialwissenschaften. Die Methodenforschung deutet darauf hin, dass sich in einigen Bereichen das Problem fehlender Werte noch verschärfen wird. In dieser Arbeit werden zunächst die wichtigsten Theorien zu Item und Unit Nonresponse zusammengefasst. Anhand von Beispielen aus dem ALLBUS werden anschließend Analysen zu Item und Unit Nonresponse vorgenommen. Im Weiteren werden Korrekturmethoden für fehlende Werte durch ein auf realen Daten basierendes neues Verfahren verglichen. Dabei steht im Zentrum des Methodenvergleichs das Abschneiden der Multiplen Imputation als Korrekturmethode. Die Ergebnisse sprechen bei Item Nonreponse klar für die Anwendung der Multiplen Imputation vor allem bei multivariaten Analysen. Obwohl die Ergebnisse für Unit Nonresponse keine klaren Empfehlungen zulassen, erscheint der Weg, Multiple Imputation auch dort zu verwenden, bei günstiger Datenlage als Alternative zu Gewichtungen.

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Literatur als Fach in der sowjetischen Schule der 1920er und 1930er Jahre : zur Bildung eines literarischen Kanons / Erna Malygin

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 9)
ISBN 978-3-86309-070-8
Preis: 60,00 €

Nicht von vielen Schulfächern kann man behaupten, dass sie eine Bedeutung haben, die weit über den Rahmen des Faches hinausgeht. Noch weniger Schulfächer haben Kunst als Gegenstand des Unterrichts. Der Literaturunterricht hat beides, was ihm einen einzigartigen Platz in der Schule verschafft. Die Geschichte des Faches spiegelt auf besonders deutliche und bezeichnende Weise die ideologisch-politische, soziale und geistige Geschichte Russlands wider. Dabei hat der Literaturunterricht eine doppelte kulturell-soziologische Funktion: er spiegelt(e) und er prägt(e). Um die heutige Demontage des sozialistischen Erbes bzw. die Dekonstruktion des sowjetischen Kanons nachzuvollziehen, muss man prüfen, wie er sich herauskristallisierte, wobei von entscheidender Bedeutung ist, dass die „musterhaften“ Autoren bzw. Werke von „oben“ bestimmt waren, genau wie der Prozess der Kanonisierung selbst, der auch nicht nur nach qualitativen, rein ästhetischen Kriterien durchgeführt wurde, sondern in erster Linie auf den ideologischen Postulaten des sozialistischen Realismus basierte. Der sowjetische Literaturunterricht zeigt sehr deutlich, wie eng die Geschichte des Faches mit der ideologisch-politischen Situation verbunden war. Deswegen ist der sozialistische literarische Kanon in der Schule nicht nur ein kultursoziologisches, sondern vor allem ein ideologisches Phänomen. Nach der Analyse von mehr als 50 Lehrplänen im Fach Literatur in der Zeitspanne von 50 Jahren kann man feststellen, dass beim Übergang vom russischen zum sowjetischen Diskurs die Lehrpläne trotz aller ideologisch-politischen Transformationen des staatlichen Systems eine klare Kontinuität aufweisen. Diese erstaunliche Kontinuität zeigt sich auch in der Bildung des sowjetischen literarischen Kanons, wobei der schulische literarische Kanon nicht mit dem allgemeinen literarischen Kanon gleichgesetzt wird. Obwohl die Literaturlisten bezüglich der Auswahl der Dichter- bzw. Werke eine klare Kontinuität zeigen, ist dabei von entscheidender Bedeutung, dass die Hermeneutik des literarischen Werkes sowjetisch geworden war. Die Weise des Lesens änderte sich grundsätzlich und wurde nun durch die kommunistische Ideologie geprägt. Dazu verhalf die „einzig richtige“ künstlerische Methode – der Sozialistische Realismus – mit seinem ausgeprägten pädagogischen Charakter hervorragend, der sich in der Literaturwissenschaft seit den 1930er Jahren etablierte und die Bildungsziele bzw. Bildungsinhalte im Literaturunterricht bestimmte. Die Frage der Kontinuität der russischen bzw. sowjetischen Lehrpläne ist auch im Zusammenhang mit der großen Diskussion über Bildungsstandards im heutigen Russland spannend. Auf Grund der Transformationsprozesse in der russischen Gesellschaft nach 1985 muss auch die Rolle des Literaturunterrichts neu definiert werden.

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Internal Supply Chain Management : Entwicklung und experimentelle Analyse hybrider Losgrößenplanungsverfahren / Alexander Dobhan

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Logistik & Supply Chain Management ; 7)
ISBN 978-3-86309-124-8
Preis: 25,50 €

Die Planungsliteratur des vergangenen Jahrzehnts ist dominiert von der Idee des Supply Chain Management. Die Supply-Chain-Planungsmodelle als integraler Bestandteil des Supply Chain Management werde in zentrale und dezentrale Modelle unterteilt. Unbestritten ist, dass unternehmensübergreifende Netzwerke von heterarchischen Organisationselementen geprägt sind. In unternehmensinternen Supply Chains, sogenannten Internal Supply Chains, sind eher hierarchische Elemente zu finden. Diese Tatsache verleitet zu der Kombination aus zentralen Planungmodellen und Internal Supply Chains. Bei genauerer Betrachtung ist aber festzustellen, dass in zahlreichen Unternehmen durchaus auch heterarchische Organisationelemente, zum Beispiel in Form von internen Märkten oder Verhandlungen, zu finden sind. Die Existenz derartiger, hybrider Strukturen in Unternehmen und damit einem Zusammenspiel aus Zentralstelle und dezentralen Einheiten wird in zahlreichen empirischen, praxisorientierten oder theoretischen Publikation beschrieben. Auf die Entwicklung hybrider Modelle, die diese Organisationsstruktur explizit berücksichtigen, wurde bislang jedoch verzichtet. Hier setzt diese Dissertation an. Im modellorientierten Teil der Arbeit werden am Beispiel der standortübergreifenden Losgrößenplanung Möglichkeiten zur Umsetzung der Organisationsstruktur aufgezeigt. Der experimentelle Teil der Arbeit enthält eine Analyse der entwickelten hybriden Modelle vor dem Hintergrund eines realistischen Entscheiderverhaltens. Hervorzuheben ist dabei die Beschreibung eines Laborexperiments, in dem Verhandlungsprozesse und -ergebnisse analysiert werden. Die zum Teil überraschenden Resultate besitzen weit über den Bereich der Losgrößenplanung hinaus Gültigkeit. Dass die Erkenntnisse dieser Arbeit generell über den Bereich der Losgrößenplanung hinausreichen, dafür sorgen die zahlreichen, skizzierten Ansätze und die allgemeinen experimentellen Erkenntnisse zum gesamten Internal Supply CHain Management und zur Zusammenarbeit zwischen zentralen Stellen und dezentralen Einheiten.

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Kolloquium 2012 : Beiträge Bamberger Nachwuchswissenschaftlerinnen / hrsg. von Ada Raev, Margarete Wagner-Braun, Iris Hermann

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Forschende Frauen in Bamberg ; 5)
ISBN 978-3-86309-126-2
Preis: 16,50 €

Dieses Buch begleitet das gleichnamige Forschungskolloquium der Frauenbeauftragten der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Im Sommersemester 2008 ins Leben gerufen, bietet es seitdem jungen Wissenschaftlerinnen Gelegenheit, ihre Forschungsprojekte in der Universität unter Beteiligung der Öffentlichkeit vorzustellen und Vortragspraxis zu sammeln, sich zu vernetzen und die Vorträge zu publizieren. An der Otto-Friedrich-Universität Bamberg gedeiht eine bunte Forschungslandschaft. Nachwuchswissenschaftlerinnen zeigen als forschende Frauen in den vielfältigsten Bereichen Engagement, Tatkraft und Profil. Im vorliegenden Band 5 der Buchreihe präsentieren wir fünf spannende und informative Vorträge, deren thematische Bandbreite größer nicht sein könnte. Die Diplompolitologin Iris Reus stellt in Ihrem Artikel die Gesetzgebung in den deutschen Bundesländern nach der Föderalismusreform I am Beispiel des Nichtraucherschutzgesetzes vor. Helena Preiß, Diplomwirtschaftsingenieurin, entwickelt in ihrem Artikel neue Modelle und Methoden von Dienstleistungen für die Logistikbranche. Alexandra Wolf, M.A., entführt die Leserinnen und Leser in die Welt des Green Man wie sie in der britischen Erzählprosa des 20. Jahrhunderts dargestellt wird. Diplompsychologin Ilona Weixelbaum stellt ein Training zur Teamreflexion vor und zeigt auf, in wieweit dieses Training den Teams auch zu mehr Erfolg verhilft. Die Vorteile einer prozessorientierter Unternehmensführung stellt die Diplomwirtschaftspädagogin Li Xiang in Ihrem Beitrag heraus.

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HIV/AIDS and the Bible in Tanzania : A Contextual Re-reading of 2 Samuel 13:1-14:33 / by Mussa Simon Muneja

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Bible in Africa Studies ; 9)
ISBN 978-3-86309-115-6
Preis: 17,00 €

This volume was passed as doctoral thesis by the University of South Africa (UNISA). The author contends throughout the book that it is arguably clear that the AIDS epidemic has infected and affected our world in radical ways. Although every sector, including Biblical Studies, has come to its ‘senses’, by realising the urgency to respond; there still appears to be inadequate contextual engagement with the biblical text to stimulate empowering and transformative readings of the Bible. The author presents his interpretative case aimed to contribute to scholarship by determining the extent to which the church, the academy and Persons with HIV have adhered to stigmatising interpretations. He uses reader response method theoretical framework as applied within the context of African theology because it is socially located. Unlike many books, this one emerges from empirical findings. The data was collected through focus groups and personal interviews. The purposive sampling included 70 participants, who were divided into three key categories: academic theologians, university students and persons with HIV. All participants in the study re-read 2 Samuel 13:1-14:33 in order to ascertain if the characters therein could be relevant to the context of AIDS. Towards the end, the author sums up his case by endorsing that, characters from 2 Samuel 13:1-14:33 can provide an empowering message in the context of AIDS. Although this biblical text has often been misused to promote stigma, this study confirmed that it was nonetheless possible to use the same text to unearth redemptive and empowering interpretations. Therefore the book recommends that the move towards an HIV/AIDS Biblical Hermeneutics invites socially engaged scholars along with ordinary readers to read the text together for transformative purposes.

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Mittelalter im Kinder- und Jugendbuch : Akten der Tagung Bamberg 2010 / hg. von Ingrid Bennewitz und Andrea Schindler

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Bamberger interdisziplinäre Mittelalterstudien ; 5)
ISBN 978-3-86309-118-7
Preis: 22,50 €

In den Beiträgen des vorliegenden Tagungsbandes sind die Ergebnisse einer Tagung zu „Mittelalter im Kinder- und Jugendbuch“ zusammengetragen. Vertreter der Fachwissenschaften, der Didaktik und der Lehrerschaft stellen Themen, Ansatzpunkte und Methoden vor, wie das Mittelalter über die Beschäftigung mit Kinder- und Jugendliteratur im Schulunterricht verschiedener Altersstufen fruchtbar gemacht werden kann, und diskutieren den Mehrwert eines so ausgerichteten Unterrichts.

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Osmanische Herrschaft und Modernisierung im Irak : die Provinz Bagdad, 1817-1917 / von Christoph Herzog

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Bamberger Orientstudien ; 4)
ISBN 978-3-86309-104-0
Preis: 31,00 €

Der Irak galt gemeinhin als „imperial backwater“ des Osmanischen Reiches. Nichtsdestotrotz betrachtete ihn die osmanische Verwaltung als integralen Bestandteil des osmanischen Staates und die dort im 19. und frühen 20. Jahrhundert ins Werk gesetzten Modernisierungsprozesse entschieden mit über Gelingen und Mißlingen des gesamtosmanischen Reformprojekts. Die vorliegende Studie untersucht Aspekte der osmanische Herrschaft in der Provinz Bagdad vom Amtsantritt des letzten sogenannten Mamlukengouverneurs Davud Paşa bis zur Eroberung der Provinz im Ersten Weltkrieg durch Großbritannien. Anhand von Archivmaterial, zeitgenössischer Presse und Reiseberichten versucht sie, neue Einblicke sowohl in die Geschichte des Iraks als auch der osmanischen Reformpolitik zu geben.

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Bamberger Federführer : die besten Texte aus drei Jahren Literaturwettbewerb an der Universität Bamberg (2009-2011) / hrsg. von Katharina Kellermann, Oda Riehmer

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Schriften der Universitätsbibliothek Bamberg ; 14)
ISBN 978-3-86309-078-4
Preis: 15,00 €

Im Kreise des Redaktions-Teams der studentischen Hochschulgruppe Feki.de entstand im November 2008 die Idee, einen Literaturwettbewerb an der Universität Bamberg zu etablieren. Das Projekt sollte es Studierenden aller Fachrichtungen ermöglichen, literarisch tätig zu werden und sich mit ihren Texten dem Urteil einer Jury bzw. der Leser zu stellen. Insgesamt drei Mal wurde der Wettbewerb durchgeführt: 2009 wurde die beste Kurzgeschichte zum Thema „Um 20 Uhr am Gabelmoo“ gesucht, im Jahr darauf lautete das Thema schlicht „fertig. Der letzte Wettbewerb stand schließlich unter dem Motto „Heimat“. Die Auswahl der Siegertexte übernahm eine Jury, bestehend aus Vertretern verschiedener Hochschulgruppen – Feki.de, Rezensöhnchen und Ottfried –, Prof. Dr. Andrea Bartl, Inhaberin der Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft, dem Autor und Kritiker Rolf Bernhard Essig sowie wechselnd den Autoren Nora Gomringer, Kurt Kreiler und Nefvel Cumart. Daneben konnten die Feki.de-Leser über den jeweiligen Publikumspreisträger abstimmen. Neben den Studierenden der Universität Bamberg waren ab dem zweiten Jahr auch Teilnehmer der Schreibwerkstatt der JVA Ebrach eingeladen, ihre Texte einzu­senden. Im Vergleich mit den studentischen Texten boten die Beiträge der Gefangenen einen interessanten Perspektivwechsel für alle Teil­nehmer und Leser. Insgesamt 24 Kurzgeschichten aus den Jahren 2009 bis 2011 haben wir in diesem Band zusammengestellt. Neben den jeweiligen Siegertexten finden sich in der Anthologie auch die Beiträge der JVA-Bewohner zum Thema „fertig“, sowie ausgewählte Texte Studierender, die die Podestplätze nur knapp verfehlten.

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Kreative Unsicherheit : eine Studie über die konstitutive Rolle von Grenzziehungen und Grenzüberschreitungen auf ästhetischen Märkten am Beispiel der Werbebranche / Alexander Thomas Dobeson

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Bamberger Beiträge zur Soziologie ; 9)
ISBN 978-3-86309-117-0
Nur als Online-Publikation erschienen

Wodurch zeichnen sich ästhetische Märkte im Gegensatz zu anderen Märkten aus und wie wird Wissen auf ästhetischen Märkten zur erfolgreichen Bearbeitung von Marktunsicherheit in der Kreativökonomie generiert? Zur Beantwortung dieser Fragen wird in Abgrenzung zum neoklassischen Mainstream der Wirtschaftswissenschaftern unter Rekurs auf Niklas Luhmanns und Harrison C. Whites Soziologie der Märkte die gesellschaftliche Bezugsproblematik ästhetischer Märkte im Spannungsfeld der kulturellen Codes des Ästhetischen und Ökonomischen im Rahmen des Konzeptes Kreativer Unsicherheit (KU) theoretisch präzisiert. Um das Konzept KU der qualitativ orientierten Feldanalyse zugänglich zu machen, wird dieses in kritischer Auseinandersetzung mit den intentionalistisch konzipierten Beobachtertheorien Luhmanns und Whites im Rahmen einer hermeneutisch orientierten Praxeologie des Marktes reformuliert. So kann der Autor am Beispiel des Produktionsmarktes für Werbung zeigen, mit welchen Problemen Marktteilnehmer bei der Bearbeitung KU konfrontiert werden. Das theoretische Konzept der Polykontexturalität macht deutlich, wie die relationale Ordnung des Marktes die Erschaffung distinkter Marktidentitäten durch Grenzmarkierungen zwischen den Codes des Ästhetischen und Ökonomischen durch jeweils spezifisches Kontextwissen der Marktteilnehmer ermöglicht, die Grundproblematik KU jedoch bewusste sowie unbewusste Grenzüberschreitungen auf strategischer Ebene zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit provoziert.

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Beobachtung in Schulpraktischen Studien : eine empirische Analyse der subjektiven Perspektive von Studierenden auf obligatorische Beobachtungsaufgaben im Praktikum / von Martin Lunkenbein

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Forum Erziehungswissenschaft und Bildungspraxis ; 3)
ISBN 978-3-86309-096-8
Preis: 20,50 €

Schulischen Praktika wird im Lehramtsstudium eine Brückenfunktion zwischen der universitären Lehrerbildung und der beruflichen Handlungspraxis an den Schulen zugeschrieben (Arnold et al. 2011, 90). Die Struktur der aktuellen Lehrerbildung, in die Praktika in der ersten Phase integriert sind, kann als Differenzkonzept eingeordnet werden (Neuweg 2004). Neben der Brückenfunktion werden Praxisphasen in programmatischen Forderungen, in administrativen Vorgaben oder in den Sichtweisen von Studierenden und Lehrenden weitere Ziele zugeschrieben, z.B. die Möglichkeit zur Überprüfung der Berufswahl oder die Erprobung in realen Situationen. Um Praktikumsziele und Anschlussmöglichkeiten (Schneider & Wildt 2009, 8) zu unterstützen, werden Aufgaben gestellt. Gegen den Willen der Betroffenen, so die Annahme, werden Aufgaben nicht die intendierten Wirkungen erreichen können. Deshalb untersucht diese Studie die Perspektiven der Studierenden zu den Praktikumsaufgaben (Beobachtungsaufgaben). Diesbezüglich existieren noch keine einschlägigen Studien. Die vorliegende Untersuchung ist in den Rahmen der Interventionsstudie GLANZ (Grundschullehrerausbildung – Neukonzeption) an der Universität Bamberg eingebettet. Jene wird vom Stifterverband der deutschen Wirtschaft und der Stiftung Mercator gefördert und überprüft die Wirkungen einer Reform der Ausbildung von Grundschullehrkräften. In Anbetracht des hier verfolgten Forschungsinteresses wird die mündliche Befragung über Interviews gewählt, um die individuellen Deutungsmuster der Praktikantinnen (n=21) in ihrer komplexen Erfahrungswelt abzubilden. Die transkribierten Daten werden mit Hilfe der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet. Die Auswertung der Interviews macht deutlich, dass die Studierenden der Tätigkeit des allgemeinen Beobachtens positive Bedeutung beimessen. Die spezifischen Beobachtungsaufgaben fokussieren die Tätigkeit des allgemeinen Beobachtens noch und werden ebenso positiv beurteilt. Wenngleich das Beobachten als bedeutsam beurteilt wird, so gilt den Befragten in vielen Fällen das Unterrichten als noch bedeutsamer. Differenziert man die einzelnen Aufgaben, erhält die Aufgabe zum Meldeverhalten die ungünstigste Beurteilung aus Studierendensicht. Günstiger eingeschätzt wird die Aufgabe zur Heterogenität, die sich jedoch als schwieriger in der Durchführung herausstellt. Am günstigsten wird die Aufgabe zum Soziogramm beurteilt, der Sinn und Nutzen zugeschrieben werden. Eine Einschätzung des Reflexionsniveaus der Interviewäußerungen zu den einzelnen Aufgaben (reflection-on-action) wird unter der Prämisse durchgeführt, dass die einzelnen Aufgaben einen Einfluss auf die Reflexionsstufen in den Interviewäußerungen zu den einzelnen Aufgaben haben. Es wird deutlich, dass die beliebteste Aufgabe zwar auch die Aufgabe zu sein scheint, die am ehesten Reflexion fördern kann, die unbeliebteste erweist sich jedoch nicht als die am wenigsten reflexionsförderliche. Insgesamt gibt es hinsichtlich der Reflexionsförderung keine Hinweise auf Interventionseffekte, sodass von biografischen oder Persönlichkeitseffekten ausgegangen werden muss

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Erfahren, Erzählen, Erinnern : narrative Konstruktionen von Gedächtnis und Generation in Antike und Mittelalter / hrsg. von Hartwin Brandt, Benjamin Pohl, W. Maurice Sprague und Lina K. Hörl

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Bamberger Historische Studien ; 9)
ISBN 978-3-86309-113-2
Preis: 21,00 €

Die zentralen Funktionen des Erfahrens, Erzählens und Erinnerns in der Konstruktion und Überlieferung von persönlich-individuellen sowie sozial-kollektiven Identitäten haben in den vergangenen Jahren zunehmend Beachtung gefunden. Insbesondere das Verhältnis zwischen Text, Kontext und historisch-literarischem Diskurs bietet fortwährend Anlass zum interdisziplinären Dialog. Die narrativen Prozesse der Generationen- und Gedächtnisbildung in vormodernen Gesellschaften nehmen einen zentralen Stellenwert in Fragestellungen der modernen Geschichts- und Literaturwissenschaft, der Philosophie, der Philologien sowie der historische Anthropologie und Sozialwissenschaft ein. Die soziale Dimension des generationellen Gedächtnisses und das fundierende Potential von generationsüberspannenden Erzählungen in der Ausbildung sozialer Gemeinschaften ist heute ein Kernthema der Cultural Memory Studies. Die vom 2.-4. März 2011 in Bamberg abgehaltene internationale Nachwuchstagung bot Raum und Anlass für einen theoretischen sowie praxisorientierten Austausch zwischen jungen wie etablierten WissenschaftlerInnen zum Thema der narrativen Konstruktion von Gedächtnis und Generation in Antike und Mittelalter. Der vorliegende Band vereint eine Auswahl der in diesem Rahmen präsentierten Konferenzvorträge. Er möchte gleichsam als Anregung und Wegbereiter für zukünftige Forschungen und Gespräche dienen, die sich dieser wichtigen Themenstellung widmen mögen.

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Prozessbezogene Kompetenzen: Fördern, Beobachten, Bewerten : Tagungsband des AK Grundschule in der GDM 2012 / hrsg. von Anna Susanne Steinweg

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Mathematikdidaktik Grundschule ; 2)
ISBN 978-3-86309-111-8
Preis: 15,50 €

Dieser Tagungsband dokumentiert Ergebnisse der Herbsttagung des Arbeitskreises Grundschule in der Gesellschaft für Didaktik der Mathematik (GDM) in Tabarz vom 9. bis 11. November 2012 zum Thema „Prozessbezogene Kompetenzen: Fördern, Beobachten, Bewerten“. Das Rahmenthema wurde in fünf Hauptvorträgen im Plenum diskutiert. Zusätzlich setzten sich Arbeitsgruppen zu den klassischen Themenfeldern Arithmetik, Daten, Zufall und Wahrscheinlichkeit, Geometrie und Sachrechnen sowie Gruppen zu den Bereichen Kommunikation & Kooperation, Lehrerbildung, Lernen, Lehren & Forschen mit digitalen Medien und Vorschulische Bildung, intensiv mit aktuellen Forschungs- und Praxisfragen auseinander.

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Die Bedeutung von Kindern für den weiblichen Karriereverlauf : Karriereeinbußen aufgrund von Mutterschaft? / von Markus Kiesel

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Bamberger Beiträge zur Soziologie ; 8)
ISBN 978-3-86309-110-1
Nur als Online-Publikation eschienen

Vor dem Hintergrund einer in den letzten Dekaden gestiegenen Erwerbspräferenz und -beteiligung von Frauen mit Kindern ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Mitte des weiblichen Lebenslaufs eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung für Deutschland geworden. Der Beitrag untersucht inwieweit Unterschiede in der Statusmobilität von Frauen beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt nach der Geburt des ersten Kindes durch ihr individuelles Humankapital, die Verteilung der Arbeitsmarktressourcen im Haushalt und die subjektive Wichtigkeit beruflichen Erfolgs erklärt werden können.

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Proceedings of KogWis 2012 : 11th Biannual Conference of the German Cognitive Science Society / Ute Schmid, Michael Siebers, Claus-Christian Carbon, Marius Raab, Jascha Rüsseler, Tom Gross, Christoph Schlieder, and Dietrich Dörner (eds.)

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Schriften aus der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 13)
ISBN 978-3-86309-100-2
Preis: 19,00 €

The German cognitive science conference is an interdisciplinary event where researchers from different disciplines - mainly from artificial intelligence, cognitive psychology, linguistics, neuroscience, philosophy of mind, and anthropology - and application areas - such as eduction, clinical psychology, and human-machine interaction - bring together different theoretical and methodological perspectives to study the mind. The 11th Biannual Conference of the German Cognitive Science Society took place from September 30 to October 3 2012 at Otto-Friedrich-Universität in Bamberg. The proceedings cover all contributions to this conference, that is, five invited talks, seven invited symposia and two symposia, a satellite symposium, a doctoral symposium, three tutorials, 46 abstracts of talks and 23 poster abstracts.

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Transitkunst : Studien zur Literatur 1890-2010 / hrsg. von Andrea Bartl und Annika Klinge

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Bamberger Studien zu Literatur, Kultur und Medien ; 5)
ISBN 978-3-86309-092-0
Preis: 23,00 €

Die Chiffre „Transit“ vereinigt mit Aspekten wie Mobilität, Flüchtigkeit und Vorläufigkeit zentrale Begriffe des Zeiterlebens zwischen 1890 und 2010. Vor dem Hintergrund mehrerer Krisen und Katastrophen sowie tiefgreifender Umwandlungsprozesse erscheint das Leben als Durchgangsstadium, in dem sich nur noch ein temporäres, fragmentarisches Netz von Orientierungspunkten entwerfen lässt. Das Transitäre durchdringt nahezu alle Facetten des Individuums und seiner Lebensbereiche: vom Wahrnehmen der Inkohärenz in der Folge gesellschaftlicher Umwälzungen, über den Verlust ‚sicherer‘ Orte bis zum Erfahren der eigenen Identität als provisorisch. Die Reaktion auf solche Übergangszustände ist oft eine Intensivierung der Suchbewegungen nach Sicherheit, Nähe und Glück, die jedoch selbst zunehmend transitive Zwischenstellungen markieren. Die Literatur zeichnet sich unter dieser Perspektive durch die Adaptation transittypischer Themen und Inhalte aus, desgleichen durch die autoreflexive Übertragung von Konzepten wie Momenthaftigkeit, Unvollständigkeit und Flexibilität in das eigene narrative Programm. Die Beiträge des Bandes nähern sich verschiedenen Formen eines solchen inhaltlichen und/oder formalen ‚Dazwischen‘ an. Die Idee des Transits erweist sich dabei für diese vielfältigen literatur- und kulturwissenschaftlichen Untersuchungen als ebenso funktionale wie inspirierende Klammer, der es gelingt, im bewussten Einlassen auf das im Durchgang Begriffene die heterogenen Facetten des 20. Jahrhunderts zu verbinden: zu einer Art Zeitbild und Ästhetik des Transits.

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Fantastik bei Georg Klein : Momente struktureller Unsicherheit in Libidissi, Barbar Rosa, Die Sonne scheint uns und Sünde Güte Blitz / von Katharina Achatz

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Bamberger Studien zu Literatur, Kultur und Medien ; 4)
ISBN 978-3-86309-094-4
Preis: 15,00 €

Georg Kleins Romane sorgen für Verwirrung: Einerseits greift Klein auf typische trivialliterarische Genres wie etwa den Agenten- oder Arztroman zurück, andererseits fühlen sich die Leser an die fantastisch unheimlichen Szenarien E. T. A. Hoffmanns oder Kafkas erinnert. Vergeblich suchen viele Leser einen versteckten Sinn, den sie hinter all den Irreführungen in Kleins Texten vermuten. Die vorliegende Arbeit erläutert, welche Textstrategien in Kleins Romanen diese Verstörung und Verwirrung der Leser hervorrufen. Kleins ersten vier Romanen liegt jeweils ein triviales Genre zugrunde: Agentenroman, Detektivroman, Horrorroman und Arztroman. Der Autor durchbricht das starre Schema der Trivialliteratur und verfremdet die Genres mithilfe bestimmter erzähltechnischer Verfahren. Viele Rezensenten verorten die Kleinschen Romane deshalb in der fantastischen Literatur. Tatsächlich bietet die literaturwissenschaftliche Diskussion der Fantastik geeignete Ansatzpunkte, um die erzähltechnischen Strukturen in Kleins Romanen zu untersuchen. Der Theoretiker Uwe Durst bestimmt in Anlehnung an Tzvetan Todorov das Fantastische als Grenzphänomen: Wo in einem Text Unschlüssigkeit darüber herrscht, ob ein Ereignis rational zu erklären ist oder nicht, liegt Fantastik vor. Sobald der Zweifel zugunsten einer realistischen oder einer wunderbaren Erklärung aufgelöst wird, verlässt der Text den Bereich des Fantastischen. Während Todorov das Wunderbare als Abweichung von der physikalischen Wirklichkeit betrachtet, setzt Durst rein innerfiktionale Maßstäbe an. Das fantastische Ereignis stellt seiner Ansicht nach nicht die Realität, sondern vielmehr innerfiktionale Konventionen infrage. Genau an diesem Punkt lässt sich an Kleins Spiel mit den trivialen Genres an­knüpfen. Durch den Einsatz bestimmter erzähltechnischer Strategien, etwa den Einsatz unzuverlässiger Erzähler oder multiperspektivischen Erzählens, erzeugt er Fantastik und durchbricht so die Regeln der Genrekonvention. Sowohl bei Todorov als auch bei Durst ist der entscheidende Faktor die Wahrnehmung der Unschlüssigkeit durch einen impliziten Leser, der die Inkompatibilität verschiedener Erklärungsmodelle im Text registriert. Beide verankern den Leser so als text­interne Struktur in der Theorie. Durch eine Betrachtung realer Leser-Rezensionen wird validiert, inwiefern Dursts Theorie auch der Wahrnehmung der tatsächlichen Rezipienten entspricht: Eine Gegenüberstellung der Textphänomene, an denen die Leser sich stören, und der Analyseergebnisse zeigt, dass Kleins Einsatz von Fantastik für die Verwirrung der Rezipienten verantwortlich ist. Diese sehen mehrheitlich die trivialen Genres als Grundlage der Romane. Die meisten betonen jedoch auch, dass es sich um weit mehr als Schema-Literatur handelt – was aber genau mit den trivialliterarischen Texten passiert, kann keiner in Worte fassen. Der Genrebezug weckt beim Leser Erinnerungen an bestimmte Schemata, die dann als Schablone an den Text herangetragen werden. Nach und nach zerstört Klein das Genremuster, die erwartete Kohärenz stellt sich nicht ein. An dieser Stelle wäre der Leser gefordert, seine Erwartungshaltung an die veränderte Situation anzupassen. Klein jedoch verfremdet das Bezugsgenre, indem er fantastische Verfahren einsetzt. Die destabilisierenden Erzähltechniken versetzen sowohl professionelle Rezensenten als auch Laien-Leser in einen desolaten Zustand. Mit Dursts Theorie der Phantastik lässt sich also nicht nur die Struktur der Kleinschen Romane entschlüsseln, sie bietet auch eine einleuchtende Erklärung für die Leserreaktionen.

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Die Folgen des Deutschen Bauernkriegs im Hochstift Bamberg / von Johannes Hasselbeck

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Bamberger Historische Studien ; 7)
(Veröffentlichungen des Stadtarchivs Bamberg ; 14)
ISBN 978-3-86309-066-1
Preis: 19,00 €

Die Arbeit befasst sich mit den Folgen und Konsequenzen des Deutschen Bauernkriegs von 1524/25 und deren Behandlung im Hochstift Bamberg in den Jahren nach dem Aufstand. Dieser hatte nicht nur eine Erhebung der Untertanen gegen ihre Herrschaften mit sich gebracht, sondern gerade auch im Fall Bambergs umfassende Plünderungen und Zerstörungen adliger und obrigkeitlicher Güter. Zunächst erfolgt neben einer Diskussion des aktuellen Forschungsstandes eine Darstellung des Verlaufs der Unruhen im Hochstift sowie der relevanten herrschaftlichen Parteien: Bischof Weigand von Redwitz, das Bamberger Domkapitel, der von den Unruhen geschädigte Anteil des lokalen fränkischen Adels und schließlich der „Schwäbische Bund“, eine territoriale Einung zur Landfriedenswahrung im Heiligen Römischen Reich, deren Heer in vielen Gebieten, unter anderem dem Hochstift Bamberg, wesentlich zum Zusammenbruch des Aufstands beigetragen hatte. Diese Darstellung wird ergänzt durch eine Beschreibung der Entwicklungen und Besonderheiten der rechtlichen Voraussetzungen für die in Frage kommenden Strafmaßnahmen, insbesondere der Landfriedensgesetzgebung. Hierzu tritt eine Untersuchung der darüber hinaus gegebenen Einflussfaktoren in der Folgezeit des Aufstands, etwa die Entwicklung der Unruheneigung, gewaltsame Ausschreitungen gegen die Bevölkerung seitens des Adels oder die Problematik der Landflucht zahlreicher Untertanen. Es folgt unter Rückgriff auf ein umfassendes Quellenmaterial eine ausführliche Analyse der im Hochstift Bamberg nachweisbaren Straf-, Pazifikations- und Kompensationsmaßnahmen: Todesurteile, Verbannungen, Mandate, Verbote, Geldstrafen und Brandschatzungen. Vor allem der mehrere Jahre beanspruchende Prozess der Schadenskompensation unter Heranziehung der Untertanen erfährt in diesem Rahmen eine zuvor noch nicht gegebene, umfassende Betrachtung. Alle aufgeführten Maßnahmen werden hinsichtlich deren Gebrauch, Vorgehensweise und Problematiken untersucht, insbesondere auch im Vergleich zu anderen vom Bauernkrieg betroffenen Territorien. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei auf den dem Handeln der Obrigkeit zugrunde liegenden Motiven und Absichten; diese werden gezielt herausgearbeitet und eingeordnet. Ebenso erfährt das Ausbleiben von weiteren, anzunehmenden Beweggründen Beachtung. Unter der Verwendung der auf diese Art und Weise gewonnenen Erkenntnissen erfolgt abschließend ein durchgehender Vergleich der Bamberger Verhältnisse mit denen des übrigen Reichs. Dieser ermöglicht eine Einordnung in die Gesamtsituation am Ende des Bauernkriegs und den Versuch, die Frage zu beantworten, inwieweit im Fall Bambergs von einer eher strengeren oder eher nachgiebigeren Behandlung der Untertanen nach dem Aufstand gesprochen werden kann.

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Arbeitsbedingungen und Gesundheit bei älteren Personen in Familienunternehmen : eine clusteranalytische Betrachtung / von Christian Hetzel

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 10)
ISBN 978-3-86309-088-3
Preis: 23,50 €

Arbeit im Alter ist bedeutsam wegen der besseren Gesundheit und steigenden Lebenserwartung nachfolgender Geburtskohorten, wegen des Fachkräftemangels und knapper Ressourcen bei der sozialen Sicherung sowie wegen der individuellen Bewältigung der Ruhestandsproblematik. Kleine Familienunternehmen bieten dafür ein Setting, sind jedoch empirisch wenig untersucht. Die Ziele der vorliegenden Arbeit sind, (1) Arbeitsbedingungen und Gesundheit bei älteren, auch jenseits der gesetzlichen Renteneintrittsalters erwerbstätigen oder mithelfenden Personen in Familien¬unternehmen am Beispiel der bayerischen Land und Forstwirtschaft zu beschreiben, (2) eine valide empirische Gesundheitstypologie zu ermitteln sowie daraus (3) Ansätze für gesundheitsbezogene Interventionen abzuleiten. Es wird eine dreistufige, proportional nach regionalem Populationsumfang geschichtete Zufallsstichprobe gezogen. Arbeitsbedingungen und Gesundheit werden nach Alter, Geschlecht, Betriebsgröße und struktur dargestellt und sofern vorhanden in Bezug zu Vergleichswerten gesetzt. Auf der theoretischen Basis eines orthogonalen Gesundheitskonzeptes ist die deterministische 4 Clusterlösung inhaltlich interpretierbar. Sie weist eine ausreichende, der 3 bzw. 7 Clusterlösung überlegene Modellanpassung auf und ist extern valide bezüglich der Arbeitsunfähigkeitstage, der Regelung der Betriebsübergabe und der subjektiven Arbeitsbedingungen. Die Betriebsübergabe in Familienunternehmen ist gesundheitsrelevant, was über das bislang wenig untersuchte Setting hinaus von Bedeutung sein dürfte. Die Befunde können in Bezug auf die alternde Gesellschaft ein positives Altersbild unterstützen.

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EU-Agrar- und Regionalpolitik : wie vergangene Entscheidungen zukünftige Entwicklungen beeinflussen ; Pfadabhängigkeit und die Reformfähigkeit von Politikfeldern / von Thomas Geppert

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 6)
ISBN 978-3-86309-082-1
Preis: 19,50 €

In der Dissertation wird die Reformfähigkeit der EU-Agrarpolitik und der EU-Regionalpolitik vergleichend analysiert. Die Analyse wird dabei von der Theorie des Historischen Institutionalismus, welcher auch unter dem Begriff Pfadabhängigkeit bekannt ist, geleitet. Ziel ist es herauszufinden, warum die beiden äußerlich sehr ähnlichen europäischen Politikfelder eine so unterschiedliche Reformfähigkeit aufweisen. Insbesondere soll die Frage geklärt werden, warum die EU-Agrarpolitik über Jahrzehnte hinweg so reformresistent ist. Es wird gezeigt, dass institutionalisierte Politiken sind keineswegs „immer“ oder auch nur in gleicher Weise anfällig für pfadabhängige Entwicklungen. Entscheidend sind die konkreten Opportunitätsstrukturen, die im Zuge der Politikgestaltung errichtet werden und Default-Bedingungen unterschiedlich ausprägen bzw. Akteuren in unterschiedlicher Weise Vetopositionen verleihen. Bei der EU-Regionalpolitik haben die Geberländer einen wirksamen Hebel in der Hand, mit dessen Hilfe Anpassungen an veränderte Rahmenbedingungen erzwungen werden können. Bei der EU-Agrarpolitik haben die Nehmerländer eine Vetoposition, mit deren Hilfe Anpassungen an veränderte Rahmenbedingungen verhindert werden können.

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The Bible and Politics in Africa / hrsg. von Masiiwa Ragies Gunda und Joachim Kügler

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Bible in Africa Studies ; 7)
ISBN 978-3-86309-090-6
Preis: 21,00 €

This volume is based on the International Bible Symposium “The Bible and Politics in Africa” which was held in summer 2010 in Kloster Banz (Germany). The IBS 2010 was organised by Prof. Kügler’s team at the Chair for New Testament Studies at Bamberg University and was generously funded and hosted by the Hanns Seidel Foundation, Munich/ Kloster Banz. Some of the articles published here are based on papers presented at IBS 2010. The editors, however, added some articles to broaden the discussion and to also give a voice to those who could not be present at the symposium. The topic of Biblical influence on politics and of political uses of the Bible is of course not merely an African topic. Christian tradition has always stressed that it not only wants to show ways to heaven but also to reconstruct this world according to God’s will. However the topic seems especially relevant in African societies as many of them ascribe a paramount role to the “Word of God” and thus the Bible seems to be used most directly as a handbook for political actions. With their critical analytical approach the contributors of BiAS 7 try to meet this special challenge for Contextual Biblical Studies which has to be taken more serious than it used to be in academic research.

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Valenzen des Lachens in der Vormoderne (1250-1750) / hrsg. von Christian Kuhn und Stefan Bießenecker

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Bamberger Historische Studien ; 8)
ISBN 978-3-86309-098-2
Preis: 22,00 €

Das Lachen war oft Gegenstand theoretischer Reflexion. Untersuchungen zu den spezifischen historischen Konstellationen des Lachens in der Vormoderne fehlen dagegen fast ganz. Diesem Defizit ist der vorliegende Band gewidmet. Über das Lachen lässt sich historisches Selbstverständnis erschließen. Werte und Tabus treten in politischen, historiographischen, literarischen und brieflichen Zeugnissen, die mit dem Lachen befasst sind, in besonders prägnanter Weise hervor. Das Lachen ist eine Form der Kommunikation und sozialen Interaktion, die nicht nur durch Instrumentalisierung in der Propaganda neue Identitäten schaffen und festigen kann. Lachen dient als Machtinstrument, trägt zur gruppeninternen Verständigung bei und ist ein Mittel der Sinnstiftung. Die hier versammelten Beiträge untersuchen die Valenzen des Lachens empirisch und in interdisziplinärer Perspektive vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert. Exemplarische Studien loten so das Potential einer historischen Erforschung des Lachens aus.

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The CHORCH Approach : how to Model B2Bi Choreographies for Orchestration Execution / von Andreas Schönberger

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Schriften aus der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 12)
ISBN 978-3-86309-076-0
Preis: 32,00 €

The establishment and implementation of cross-organizational business processes is an implication of today's market pressure for efficiency gains.In this context, Business-To-Business integration (B2Bi) focuses on the information integration aspects of business processes.A core task of B2Bi is providing adequate models that capture the message exchanges between integration partners.Following the terminology used in the SOA domain, such models will be called choreographies in the context of this work.Despite the enormous economic importance of B2Bi, existing choreography languages fall short of fulfilling all relevantrequirements of B2Bi scenarios.Dedicated B2Bi choreography standards allow for inconsistent outcomes of basic interactions anddo not provide unambiguous semantics for advanced interaction models.In contrast to this, more formal or technical choreography languages may provide unambiguous modeling semantics,but do not offer B2Bi domain concepts or an adequate level of abstraction.Defining valid and complete B2Bi choreography models becomes a challenging task in the face of these shortcomings.At the same time, invalid or underspecified choreography definitions are particularly costly considering the organizationalsetting of B2Bi scenarios.Models are not only needed to bridge the typical gap between business and IT,but also as negotiation means among the business users of the integration partners on the one handand among the IT experts of the integration partners on the other.Misunderstandings between any two negotiation partners potentially affect the agreements between all other negotiation partners.The CHORCH approach offers tailored support for B2Bi by combining the strengths of both dedicated B2Bi standards and formal rigor.As choreography specification format, the ebXML Business Process Specification Schema (ebBP) standard is used.ebBP provides dedicated B2Bi domain concepts such as so-called BusinessTransactions (BTs) that abstractly specify the exchange of a request business documentand an optional response business document.In addition, ebBP provides a format for specifying the sequence of BT executions for capturing complex interaction scenarios.CHORCH improves the offering of ebBP in several ways.Firstly, the execution model of BTs which allows for inconsistent outcomes among the integration partnersis redefined such that only consistent outcomes are possible.Secondly, two binary choreography styles are defined as B2Bi implementation contract format in order to streamline implementation projects.Both choreography styles are formalized and provided with a formal execution semantics for ensuring unambiguity.In addition, validity criteria are defined that ensure implementability using BPEL-based orchestrations.Thirdly, the analysis of the synchronization dependencies of complex B2Bi scenarios is supportedby means of a multi-party choreography style combined with an analysis framework.This choreography style also is formalized and standard state machine semantics are reused in order to ensure unambiguity.Moreover, validity criteria are defined that allow for analyzing corresponding models for typical multi-party choreography issues.Altogether, CHORCH provides choreography styles that are B2Bi adequate, simple, unambiguous, and implementable.The choreography styles are B2Bi adequate in providing B2Bi domain concepts, in abstracting from low-level implementation detailsand in covering the majority of real-world B2Bi scenarios.Simplicity is fostered by using state machines as underlying specification paradigm.This allows for thinking in the states of a B2Bi scenario and for simple control flow structures.Unambiguity is provided by formal execution semantics whereas implementability (for the binary choreography styles) is ensured by providingmapping rules to BPEL-based implementations.The validation of CHORCH's choreography styles is performed in a twofold way.Firstly, the implementation of the binary choreography styles based on Web Services and BPEL technology is demonstratedwhich proves implementability using relatively low-cost technologies.Moreover, the analysis algorithms for the multi-party choreography styles are validated using a Java-based prototype.Secondly, an abstract visualization of the choreography styles based on BPMN is provided that abstracts fromthe technicalities of the ebBP standard.This proves the amenability of CHORCH to development methods that start out with visual models.CHORCH defines how to use BPMN choreographies for the purpose of B2Bi choreography modelingand translates the formal rules for choreography validity into simple composition rules thatdemonstrate valid ways of connecting the respective modeling constructs.In summary, CHORCH allows integration partners to start out with a high-level visual model of their interactions in BPMNthat identifies the types and sequences of the BusinessTransactions to be used.For multi-party choreographies, a framework for analyzing synchronization dependencies then is available.For binary choreographies, an ebBP refinement can be derived that fills in the technical parameters that are needed for deriving the implementation.Finally, Web Services and BPEL based implementations can be generated.Thus, CHORCH allows for stepwise closing the semantic gap between the information perspective of business process modelsand the corresponding implementations.It is noteworthy that CHORCH uses international standards throughout all relevant layers, i.e., BPMN, ebBP, Web Services and BPEL,which helps in bridging the heterogeneous IT landscapes of B2Bi partners.In addition, the adoption of core CHORCH deliverables as international standards of the RosettaNet communitygive testament to the practical relevance and promise dissemination throughout the B2Bi community.

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Kulturelle Identität und religiöser Pluralismus bei Ḥusayn Aḥmad Amīn / von Frank Schellenberg

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Bamberger Orientstudien ; 3)
ISBN 978-3-86309-074-6
Preis: 16,50 €

Die Arbeit analysiert das Werk des bekannten ägyptischen Diplomaten und Publizisten Ḥusayn Aḥmad Amīn unter besonderer Berücksichtigung seiner Positionierung innerhalb zeitgenössischer Identitätsdiskurse in der arabischen Welt. Ausgangspunkt ist ein Zitat des Politikwissenschaftlers Thomas Meyers, welches Identitätspolitik mit dem „Kampfes gegen Pluralismus und Demokratie“ in Verbindung bringt und das Wissen, dass Amīn einerseits als liberaler und säkularistischer Denker gilt, andererseits jedoch häufig mit Forderungen nach einer Stärkung „islamischer Identität“ assoziiert wird. Auf Basis einer breiten Beschäftigung mit seinem Überzeugungssystem werden die identitäts­politischen Forderungen Amīns untersucht und in vorsichtiger Abgrenzung von islamischen und westlichen Diskursen dargestellt. Die erwähnte These Meyers wird zum Anlass genom­men, Amīns Anschauungen darüber, wie sich islamische Identität im Verhältnis zu kultureller und religiöser Alterität konstituiert, in den Blick zu nehmen Dabei wird gezeigt, dass die Identität, welche Amīn zu restaurieren sucht, zwar vorgeblich islamischen Charakter hat, der Islam jedoch keinen universalistischen Anspruch begründet, sondern als abstraktes und wandelbares Wertesystem und verbindende Komponente seines Konfessions- und Sprachbarrieren überwindenden Identitätsmodells dienen soll. Die inhalt­liche Flexibilität korreliert mit dem weitgehend integrativen Charakter der Gruppensetzung. Das Identitätsmodell Amīns zeigt also keine Affinität zu moderne- oder pluralismusfeindlichen Tendenzen, sondern affirmiert liberale und säkulare Positionen, die stark vom westlich-bürgerlichen Denken der Gegenwart geprägt sind und die islamistische Ideologie zum zen­tralen Antagonisten seines Überzeugungssystems bestimmen. Dennoch eignen sich die Ergebnisse nicht zur Widerlegung der These Meyers, da sich nicht wenige Leerstellen und Inkonsistenzen im Werk Amīns finden lassen. Vieles spricht dafür, das Misstrauen gegenüber Identitätspolitik beizubehalten, jedoch eine stärkere Ausdifferenzier­ung der Kategorie zu forcieren. Das Beispiel Amīns macht deutlich, dass divergierende Positionierungen beispielsweise zu Moderne, Rationalität oder Inklusivität an verschiedensten Stellen auch innerhalb des Identitätsdiskurses möglich sind.

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Wider das System : der gesellschaftliche Aussteiger in Genazinos "Ein Regenschirm für diesen Tag" und literarische Verwandte bei Kleist und Kafka / von Alexander Fischer

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 8)
ISBN 978-3-86309-086-9
Preis: 15,50 €

Zur Motivik des Aussteigens gibt es generell kaum Forschungsliteratur, obwohl sie literarhistorisch wie gesellschaftlich von großer Relevanz ist. Diese Arbeit untersucht den Figurentypus des Aussteigers, definiert ihn mithilfe soziologischer, diskurstheoretischer und philosophischer Ansätze und skizziert ihn anhand dreier Figuren: des Protagonisten in Genazinos "Ein Regenschirm für diesen Tag", Kafkas Gregor Samsa und Kleists Michael Kohlhaas. Die drei untersuchten Texte spiegeln nicht nur wichtige Phasen in der kulturgeschichtlichen Genese von Aussteiger-Konzepten und schreiten repräsentative gesellschaftliche Felder von Aussteigertum aus, vielmehr stellt Kleists "Michael Kohlhaas" auch ganz basal-philologisch einen Prätext für Kafkas "Die Verwandlung" dar – von beiden wiederum sind deutliche Spuren in Genazinos Roman zu finden. Kleists, Kafkas und Genazinos Texte sind letztlich als Versuchsanordnungen zu lesen, in denen (mit anthropologischem, psychologischem, philosophischem und soziologischem Interesse) die Aussteigerfiguren in ihrer Interaktion mit der Gesellschaft analysiert werden. Hierbei wird eine Vergleichbarkeit der drei Figuren deutlich, die sich an verschiedenen Verhaltensweisen, die der Definition nach zu Aussteigertum gehören, untersuchen lässt. Konkret geht es dabei um Anpassung an die / Abweichung von der Gesellschaft, die Gründe und Formen abweichenden Verhaltens, einen diachron-epochalen Blick auf die Verbindung von Entfremdung und Moderne im Lebensgefühl der Figuren, sowie deren Streben nach Individualität und individueller Selbstverwirklichung.

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Werkstattberichte : Theorie und Typologie des Argomento im italienischen Opernlibretto des Barock / von Albert Gier

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Romanische Literaturen und Kulturen ; 6)
ISBN 978-3-86309-084-5
Preis: 18,50 €

Das Buch untersucht an ca. 200 Beispielen Aufbau und Funktion des Argomento (Vorbemerkung) im italienischen Opernlibretto des 17. und 18. Jahrhunderts: Die oft als zentral betrachtete Inhaltsangabe hat vor allem den Zweck, Abweichungen von der Stofftradition nachvollziehbar zu machen; neben Quellenverweisen finden sich oft rezeptionssteuernde Erläuterungen z.B. zu Haupt- und Nebenhandlung sowie theatergeschichtlich bedeutsame Hinweise zur Entstehung von Libretto und Oper und anderes mehr.

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Interfigurationen : Erzählen als „peinture“ und „résurrection“ bei den „historiens romantiques“ und bei Émile Zola / von Dina De Rentiis

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Romanische Literaturen und Kulturen ; 5)
ISBN 978-3-86309-072-2
Preis: 19,50 €

In der französischen Literatur des 19. Jahrhunderts sind Charakterisierungen der Literatur als „peinture“ und der literarischen Gestalten als „lebendig“ topische Diskursbausteine. Aber dieses Buch zeigt durch die Analyse von Werken der "historiens romantiques" - Barante, Thierry und Michelet -, und von Werken Émile Zolas, dass ihre Bedeutung und Funktion dieser sprachlichen Bilder nicht auf das Topische und Diskursive reduzibel ist; vielmehr konstituiert sie sich und entfaltet ihre Wirkung im Spannungsverhältnis zwischen Topik, Diskurs, an den Texten nachweisbaren bzw. in den Texten reflektierten Intentionen und – vor allem auch – in die Texte eingeflochtenen, aber nicht darin reflektierten Überzeugungen und Vorstellungen.

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Soziale Beziehungen und Schulerfolg : die Bedeutung sozialer Beziehungen für Schulerfolg im Primar- und Sekundarbereich / von Monja Schmitt

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 5)
ISBN 978-3-86309-080-7
Preis: 20,00 €

Die vorliegende Dissertation befasst sich mit der Rolle sozialer Beziehungen für Bildungserfolg im Primar- und Sekundarbereich des deutschen Bildungssystems. Während in bildungssoziologischen internationalen Untersuchungen Aspekte sozialen Kapitals bereits über einen längeren Zeitraum hinweg große Beachtung finden, wird in bildungssoziologischer nationaler Forschung die soziale Umgebung dahingehend vernachlässigt, dass bislang kaum umfassende Untersuchungen zum Zusammenhang innerfamilialer und außerfamilialer sozialer Beziehungsgefüge und Bildungserfolg existieren. Ziel dieser Dissertation ist deswegen, einerseits zu prüfen, inwiefern die in internationaler Forschung herangezogenen theoretischen Annahmen auf das deutsche Bildungssystem übertragbar und damit auch die Befunde internationaler Forschung replizierbar sind. Auf der anderen Seite werden auch die international eher vernachlässigten längsschnittlichen Aspekte näher untersucht. Die Befunde weisen darauf hin, dass sowohl die Eltern-Kind-Interaktion als auch soziale Beziehungen außerhalb der Familie einen maßgeblichen Beitrag zur Erklärung schulischen Erfolgs leisten können. Dabei ist es im Primarbereich insbesondere wichtig in ein konstant intaktes Netz sozialer Beziehungen eingebunden zu sein und nicht erst unmittelbar vor dem Übergang eine Verbesserung dieser Beziehungen zu erreichen. Während zu diesem Zeitpunkt sowohl das elterliche Engagement innerhalb und außerhalb der Familie als auch die sozialen Kontakte der Kinder im schulischen Kontext gleichermaßen von Bedeutung sind, werden im Sekundarbereich zunehmend die Beziehungen der Kinder selbst wichtig.

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Mobility in a Globalised World / hrsg. von Jan Werner, Eric Sucky, Niels Biethahn, Gerd Grube

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Logistik & Supply Chain Management ; 6)
ISBN 978-3-86309-062-3
Preis: 25,00 €

The term mobility has different meanings in the following academic disciplines. In economics, mobility is the ability of an individual or a group to improve their economic status in relation to income and wealth within their lifetime or between generations. In information systems and computer science, mobility is used for the concept of mobile computing, in which a computer is transported by a person during normal use. Logistics creates, by the design of logistics networks, the infrastructure for the mobility of people and goods. Electric mobility is one of today’s solutions from engineering perspective to reduce the need of energy resources and environmental impact. Moreover, for urban planning, mobility is the crunch question about how to optimize the different needs for mobility and how to link different transportation systems. The conference “Mobility in a Globalised World” took place in Iserlohn, Germany, on September 14th – 15th, 2011. The aim of this conference was to provide an interdisciplinary forum for the exchange of ideas among practitioners, researchers, and government officials regarding the different modes of mobility in a globalised world, focusing on both domestic and international issues. The proceedings at hand document the results of the presentations and ensuing discussions at the conference.

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Die Gewalt der Zeichen : Terrorismus als symbolisches Phänomen / von Stefan Bronner, Hans-Joachim Schott (Hrsg.)

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Bamberger Studien zu Literatur, Kultur und Medien ; 3 )
ISBN 978-3-86309-068-5
Preis: 21,00 €

Seit der radikalen Änderung der weltpolitischen Lage durch das Selbstmordattentat islamistischer Terroristen auf die Supermacht U.S.A. am 11.9.01 versucht die Weltöffentlichkeit, dem Phänomen des Terrorismus durch die verschiedensten Erklärungsstrategien Herr zu werden. Man führt den Kampf der Kulturen oder Religionen an, verweist auf die Ausbeutung der Peripherie des kapitalistischen Weltsystems durch die U.S.A. oder pathologisiert bzw. dämonisiert die Taten der Terroristen. Ausgehend von der symboltheoretischen Annahme, dass der globale Kapitalismus von binären Codes beherrscht wird, die womöglich das Ende jedweder originalen Referenz bedeuten, nehmen die Beiträge des vorliegenden Tagungsbandes Terrorismus als kulturelles Phänomen in den Blick und untersuchen die ästhetisch-inszenatorische Dimension des Terrorismus, seine Ereignishaftigkeit, die Wechselwirkung von terroristischer Gewalt und ihrer medialen bzw. diskursiven Repräsentation sowie die literarischen und filmischen Praktiken, die Terrorismus als Mythos (de-)konstruieren. Dabei steht die Bedeutung der Kunst als Medium kultureller Selbstverständigung in einer von zunehmender Komplexität und Gewalt geprägten Welt auf dem Prüfstand.  

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"... y la español también" : Fallstudien zum indigenen Spanisch zweisprachiger Mixteken in Mexiko / von Katrin Pfadenhauer

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Bamberger Beiträge zur Linguistik ; 4 )
ISBN 978-3-86309-035-7
Preis: 24,00 €

Untersuchungsgegenstand der Arbeit ist das gesprochene Spanisch zweisprachiger Mixteken in Mexiko, das sogenannte español indígena oder indigene Spanisch dieser Sprechergruppe. Dieser Terminus bezeichnet keine feste Sprachvarietät. Vielmehr handelt es sich um eine Vielzahl von Idiolekten, die einerseits von Sprecher zu Sprecher variieren, andererseits aber auch zahlreiche gemeinsame Merkmale aufweisen. Im Zentrum des Interesses stehen die Darstellung und die Erklärung dieser Besonderheiten: Wann ist von Interferenzen auszugehen, die sich aus dem mixtekischen Adstrat ergeben? Wann handelt es sich um Phänomene, die auch aus dem ungesteuerten Zweitspracherwerb bekannt sind? Und welche Rolle spielen sprachinterne Entwicklungen und externe Faktoren wie die Diskriminierung oder der gesellschaftliche Druck von außen? Weiter wird die Frage nach der Einordnung dieser Varietäten und der Umgang mit ihnen diskutiert. Somit steht neben dem wissenschaftlich begründeten Interesse an der Erklärung der Sprachkontaktphänomene auch das Bemühen um die Sensibilisierung für die Problematik, die sich für die Sprecher aus ihrer Zweisprachigkeit ergibt.
Die Untersuchung erfolgte nach qualitativen Kriterien, d.h. die Individuen wurden als Einzelfälle unter Einbeziehung ihrer Biographie und des sozialen Kontexts analysiert. Befragt wurden mixtekische Migranten in Mexiko-Stadt und deren Vororten und – in Funktion einer Kontrollgruppe – mixtekische Landbevölkerung im Bundesstaat Oaxaca im Süden von Mexiko. Die Datenerhebung erfolgte mit Hilfe eines Leitfadeninterviews, das Fragen zur Person, dem Sprachverhalten und den Sprechereinstellungen enthielt. Die Gespräche wurden mit dem vorherigen Einverständnis der Informanten aufgezeichnet, vollständig transkribiert und analysiert.
Die gewählte Fragestellung erfordert eine Gliederung der Studie in zwei Teile. Zunächst wird die Kontaktsituation unter soziolinguistischen Gesichtspunkten dargestellt, bevor die Auffälligkeiten in den Varietäten der zweisprachigen Sprecher mit Hilfe systemlinguistischer Methoden analysiert werden.
Die Ergebnisse können wie folgt zusammengefasst werden.
Allgemein kann bei der Kontaktsituation in Mexiko von konfliktiver Diglossie gesprochen werden. Für deren genaue Beschreibung ist jedoch eine Differenzierung der Verhältnisse auf dem Land von denen in den Städten erforderlich. Während in den isolierten, von der spanischsprachigen Umgebung weitgehend abgeschnittenen Dörfern noch immer eine relativ klare funktionale Trennung von H- und L-Varietät ausgemacht werden kann, lässt sich in den Städten eine nicht unbedenkliche Entwicklung beobachten, die über einen Bilinguismus ohne Diglossie hin zur vollständigen Aufgabe der Muttersprache führt. Die Integration in die mexikanische Gesellschaft, die sich die Sprecher durch die kulturelle und sprachliche Assimilation erhoffen, wird dabei oft nicht erreicht.Die Diskriminierung aufgrund der sprachlichen Kompetenz ist ein Phänomen, das sowohl in der ländlichen wie in der städtischen Gesellschaft zu Tage tritt. Interessant ist, dass es häufig nicht die Muttersprache ist, die zum Gegenstand der Kritik wird, sondern die aus dem Sprachkontakt und dem sozialen Druck von außen entstandenen neuen, und oft als fehlerhaft empfundenen Varietäten. Ein widersprüchliches Bild ergibt sich aus den Antworten auf die Frage nach der Rolle des Mixtekischen in der Erziehung. Zwar wird der Wert der Muttersprache stets betont, das Mixtekische jedoch in der Regel nicht an die eigenen Kinder weitergegeben.
Vor dem Hintergrund dieser Beobachtungen werden die Varietäten auch unter systemlinguistischen Aspekten untersucht. Die eindeutige Erklärung der Auffälligkeiten stellt sich in vielen Fällen allerdings als problematisch dar, so dass ihre Entstehung auf ein Zusammenspiel multipler interner und externer Faktoren zurückgeführt werden muss. Interferenz kann vor allem für Besonderheiten auf der lautlichen Ebene angenommen werden, jedoch lassen auch Kongruenzschwächen, die die grammatischen Kategorien Genus, Numerus und Person betreffen den Einfluss des Mixtekischen vermuten. Eine wichtige Rolle spielen Vereinfachungsstrategien, wie Generalisierungen und Simplifizierungen, die aus Untersuchungen zum ungesteuerten Zweitspracherwerb bekannt sind und möglicherweise durch Strukturen im Mixtekischen zusätzlich begünstigt werden. Als indirekte Auswirkungen des Sprachkontakts ist das Phänomen der Hyperkorrektur zu erwähnen, das besonders in den Varietäten der mixtekischen Migranten in den Städten auffällt und den Druck reflektiert, dem die indigenen Sprecher in der mexikanischen Gesellschaft ausgesetzt sind.

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The Messianic Feeding of the Masses : An Analysis of John 6 in the Context of Messianic Leadership in Post-Colonial Zimbabwe / von Francis Machingura

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Bible in Africa Studies ; 8 )
ISBN 978-3-86309-064-7
Preis: 21,00 €

Dieser Band präsentiert eine Kontextuelle Lektüre von Joh 6 im Kontext messianischer Führungsansprüche im postkolonialen Simbabwe. Zur Analyse werden nicht nur altorientalische Herrschaftstraditionen herangezogen, auch das Alte Testament, das Frühjudentum und die Königstraditionen der Schona-Kultur finden Beachtung. Im Zentrum des Interesses steht dabei das Motiv der Ernährung der Massen durch den Herrscher.

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