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University of Bamberg Press

Bamberger Beiträge zur Linguistik

Profil der Reihe

In den Bamberger Beiträgen zur Linguistik können herausragende Dissertationen und Habilitationsschriften veröffentlicht werden, aber auch beliebige Schriften aus allen Bereichen der Sprachwissenschaft, die einen Bezug zur Universität Bamberg haben wie z.B. Tagungsbände. Die Publikationen werden doppelt begutachtet. Die Arbeiten werden online publiziert und sind somit weltweit kostenlos zugänglich. Beleg- und weitere Printexemplare können preisgünstig hergestellt werden.

Kennzeichen: Peer-Review-Verfahren

Die Reihe wird herausgegeben von Thomas Becker (†), Martin Haase, Geoffrey Haig, Sebastian Kempgen, Manfred Krug und Patrizia Noel Aziz Hanna

Ansprechpartner: die jeweils fachnächste Person

Schriftenreihe auf dem OPUS-Hochschulschriftenserver

Bisher erschienene Bände

A blend of MaLT: Selected contributions from the Methods and Linguistic Theories Symposium 2015 / Hanna Christ, Daniel Klenovšak, Lukas Sönning, Valentin Werner (eds.)

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Bamberger Beiträge zur Linguistik ; 15)
978-3-86309-457-7

Preis: 17,50 €

Over the past few decades, linguistic theorizing has benefited from an increasing trend towards empirical methodologies across all disciplines. Methodological know-how – both productive and receptive – has thus become one of the key qualifications for researchers. The empirical turn in linguistics has gone hand in hand with a considerable diversification of research methods. This diversity, which has come to be seen as a strength of linguistics as a field, has also benefited linguistic theory building. The present volume contains selected contributions from the 2015 Methods and Linguistic Theories (MaLT) symposium that address the aforementioned issues from an empirical and/or theoretical perspective. They can be seen as the essence of what MaLT was about, and illustrate the range of topics covered as well as the various concerns and approaches that featured during the event.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/48225

 

 

Adverbien und Depiktive im Spanischen als radiale Kategorien : eine korpuslinguistische Untersuchung im Rahmen der Konstruktionsgrammatik / von Katrin Betz

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Bamberger Beiträge zur Linguistik ; 14)
978-3-86309-425-6

Preis: 17,00 €

Das Spanische verfügt über zwei Möglichkeiten zur Bildung von Adverbien auf adjektivischer Basis: Adverbien können mittels des Suffixes MENTE gebildet werden (correr rápidamente) oder es können Adjektive in ihrer Zitierform in adverbialer Funktion verwendet werden (correr rápido). Außerdem können Adjektive als depiktive sekundäre Prädikate verwendet werden: comer la carne cruda, bañarse desnudo. In dieser Konstruktion designiert das sekundäre Prädikat einen Zustand eines Partizipanten, der sich zeitlich mit der Hauptprädikation überschneidet. Unter bestimmten Bedingungen kann es zu formalen oder semantischen Überschneidungen zwischen den drei genannten Konstruktionen kommen. In der vorliegenden Arbeit wurden die drei Konstruktion sowie ihre Beziehungen zueinander im Rahmen einer Analyse des ‚Corpus Oral de Referencia de la Lengua Española Contemporánea‘ untersucht. Für eine systematische Beschreibung der Verwendung der Konstruktionen im Korpus, ihrer Eigenschaften und der Überschneidungen zwischen ihnen erwies sich das Modell der radialen Kategorien als theoretischer Hintergrund als geeignet: Die MENTE-Adverbien und die depiktive Konstruktion werden auf der Basis einer qualitativen Korpusanalyse als radiale Kategorien mit einem Kern- und einem Randbereich modelliert. Für die depiktive Konstruktion werden Instanzen, die mit Adjektiven des semantischen Typs KÖRPERLICHER ZUSTAND gebildet werden, als zentral interpretiert. Für die MENTE-Adverbien werden die prädikatsbezogenen Instanzen als zentraler Bereich erarbeitet. Für beide Konstruktionen wird zudem auf der Basis einer quantitativen Korpusanalyse gezeigt, dass sie im zentralen Bereich am produktivsten sind. Die Nennformadverbien unterliegen im Gegensatz zu den MENTE-Adverbien verschiedenen Beschränkungen und konnten auf Grund ihres seltenen Auftretens im Korpus nicht als radiale Kategorie modelliert werden. Stattdessen wird für sie aus theoretischer Sicht dafür argumentiert, dass es sich bei ihnen um prototypische Instanzen der adverbialen Modifikation handelt.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/47063

 

 

Slavic Alphabet Tables : Volume 3 - Odds and Ends (1530-1963)  /  von Sebastian Kempgen

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Bamberger Beiträge zur Linguistik ; 13)
978-3-86309-446-1

Preis: 34,00 €

The third and final volume on "Slavic Alphabet Tables" rounds out the first two volumes with a lot of additional material. Several Slavic sources are being published here for the first time, and Romanian primers printed with Old Church Slavonic letters present a special focus of this volume.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/47720

 

 

Slavic Alphabet Tables : Volume 2 (1527-1956) / von Sebastian Kempgen

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2015
(Bamberger Beiträge zur Linguistik ; 12)
978-3-86309-360-0

Preis: 29,00 €

The second album on "Slavic Alphabet tables" presents more than 60 additional sources: grammars and primers from Slavic countries (mainly Russia and Bulgaria, to a lesser degree Serbia), manuals on Old Church Slavonic, and several Western sources. It complements the first volume which was devoted to typographical works of Western origin.

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Galicisches Spanisch, spanisches Galicisch oder eine neue Sprache? : "Castrapo", "chapurrado" und die Frage einer Mischsprachenentstehung in Galicien / von Angelika Schubert

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2015
(Bamberger Beiträge zur Linguistik ; 11)
978-3-86309-326-6

Preis: 24,50 €

Aus der sprachlichen Koexistenz des Galicischen und Kastilischen ist in der spanischen Region Galicien eine spanisch-galicisch gemischte Rede hervorgegangen, die seit dem 18. Jahrhundert belegt ist. Mit dieser gemischten Rede sind zwei Bezeichnungen eng verbunden: "castrapo" und "chapurrado". Aufgrund der jahrhundertelangen Existenz der gemischten Rede sowie aufgrund der Existenz von Sprachbezeichnungen ist zu fragen, ob die gemischte Rede in Galicien als galicischgeprägtes Spanisch, als spanischgeprägtes Galicisch oder schon als neue Sprache zu klassifizieren ist. Dieser Frage wird anhand von innersprachlichen und außersprachlichen Aspekten nachgegangen: Innersprachlich liegt der Fokus auf der Morphologie der gemischten Rede. Außersprachlich wird im Gebrauch der Sprachbezeichnungen "castrapo" und "chapurrado" nach Anzeichen für eine Mischsprachenentstehung in der Wahrnehmung der Sprecher geforscht. Es zeigt sich, dass aktuell weder sprachlich-strukturell noch im Bewusstsein der Sprecher hinreichende Hinweise für eine eigenständige Mischsprache identifiziert werden können. Die Bezeichnungen werden stattdessen sowohl für galicischgeprägtes Spanisch als auch für spanischgeprägtes Galicisch gebraucht. Die geleistete diachrone Sicht auf die Verwendungsweisen von "castrapo" und "chapurrado" belegt jedoch erstmals anhand von Sprecheraussagen den Bedeutungswandel, der die aktuelle Bedeutungsvielfalt der Bezeichnungen erklärt. Besondere Beachtung verdienen auch die umfangreichen Transkriptionen der Korpora im Anhang, die umfassendes Material für weitere Untersuchungen der Sprachkontaktsituation Galiciens zur Verfügung stellen.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/26482

 

 

Slavic Alphabet Tables : An Album (1538-1824) / von Sebastian Kempgen.

2., expanded ed.

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2015
(Bamberger Beiträge zur Linguistik ; 10)
978-3-86309-377-8

Preis: 23,50 €

In this volume, we are publishing three centuries of Cyrillic and Glagolitic alphabet tables from Western sources. The illustrations presented here have been enhanced, cleaned up and digitally restored. Most of them have never been published in such a high quality before. The second edition has been expanded to feature even more material.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/45466

 

 

Slavic Alphabet Tables : An Album (1538-1824) / von Sebastian Kempgen

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2015
(Bamberger Beiträge zur Linguistik ; 10)
978-3-86309-324-2

Preis: 21,00 €

In this volume, we are publishing three centuries of Cyrillic and Glagolitic alphabet tables from Western sources. The illustrations presented here have been enhanced, cleaned up and digitally restored. Most of them have never been published in such a high quality before.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/26537

 

 

Tradition oder Plagiat? : Die 'Stilkunst' von Ludwig Reiners und die 'Stilkunst' von Eduard Engel im Vergleich / Heidi Reuschel

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2014
(Bamberger Beiträge zur Linguistik ; 9)
978-3-86309-284-9

Preis: 23,00 €

Ist Ludwig Reiners’ Stilkunst ein Plagiat? Hat er aus Eduard Engels (1851-1938) Stilkunst abgeschrieben? Oder reiht sich Reiners (1896-1957) in eine lange Traditionslinie ein, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Autoren griffige Zitate und schmissige Beispiele von ihren Vorgängern übernehmen, ohne auf die Quelle zu verweisen? Engels Stilkunst erschien erstmals 1911 – sie erlebte 31. Auflagen. 1933 erteilten die Nationalsozialisten dem Autor – er war jüdischer Herkunft – Publikationsverbot. Reiners war Mitglied der NSDAP. Die Schriftstellerei war sein Hobby; im Hauptberuf war er Kaufmann. Seine Stilkunst erschien 1944 und ist noch heute im Handel erhältlich. In ihren Sprachratgebern stellen Wustmann, Engel, Reiners und Co. Regeln für einen guten Stil auf. Sie zeigen Unsicherheiten im Sprachgebrauch auf und präsentieren ihren Lesern überzeugend, aber meist ohne wissenschaftliche Argumente eine Lösung. Aufgrund ihres normativen Charakters werden Stilratgeber der Laienlinguistik zugeschrieben. Das Thema ‚Plagiat‘ hat stets Konjunktur, wenn Personen des öffentlichen Interesses betroffen sind. Der Umgang mit Plagiaten wird kontrovers diskutiert. Stilratgeber konnten sich dieser Diskussion bisher weitgehend entziehen und ihre „Abschreibtradition“ ungehindert pflegen. Vor diesem Hintergrund wird betrachtet, inwiefern Engel und Reiners ihren Vorgängern verhaftet sind. Zentral ist schließlich die Frage, ob Reiners diese sprachberatende Tradition fortführt oder er die Stilkunst seines Vorgängers Engel ausgeschlachtet hat. Reiners hat einem Spiegel-Artikel von 1956 zufolge über den Umgang mit seinen Quellen gesagt: „Das lasse ich hemmungslos abschreiben. Dafür besitze ich Kinder und Sekretärinnen.“ Bezeichnend ist dieser Ausspruch deshalb, weil in Reiners’ Stilkunst hunderte von Übereinstimmungen mit Engels Werk nachgewiesen werden können. Die Frage, wie viel die nächsten Generationen der Stillehren (z.B. von Wolf Schneider) davon übernommen haben, ist offen.

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Die Enquête Coquebert de Montbret (1806-1812) : Die Sprachen und Dialekte Frankreichs und die Wahrnehmung der französischen Sprachlandschaft während des Ersten Kaiserreichs / Sven Ködel

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2014
(Bamberger Beiträge zur Linguistik ; 8)
978-3-86309-292-4

Preis: 32,00 €

In Frankreich wurde unter Napoleon zwischen 1806 und 1812 eine groß angelegte Sprachenerhebung durchgeführt, mit der die Grenzen aller Sprachen des damaligen Kaiserreichs, die Sprecherzahlen sowie die sprachliche Zugehörigkeit der Dialekte ermittelt werden sollten. Organisiert wurde diese Erhebung durch Charles-Étienne Coquebert de Montbret, dem Leiter des Büros für Statistik im Innenministerium. Sie hat eine umfassende Menge von Daten hervorgebracht, welche die Grundlage für einen 1831 erschienenen Aufsatz bildeten, der als Begründung der französischen Sprachgeographie gilt. Die Dissertation untersucht, wie diese Erhebung konzipiert und realisiert wurde, indem sie den chronologischen Verlauf, die Zusammensetzung der Akteure und den Einsatz spezifischer Hilfsmittel der Datenerhebung und der Wissensproduktion rekonstruiert. Sie situiert die Erhebung außerdem in ihrem institutionellen, ideologischen, sprachpolitischen und wissenschaftlichen Kontext, um sie in ihrer Originalität und Einzigartigkeit als ein herausragendes Ereignis in der Geschichte der Sprachwissenschaften zu würdigen.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/25473

 

 

Slavic Alphabets in Contact / Vittorio Springfield Tomelleri, Sebastian Kempgen (eds.)

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2015
(Bamberger Beiträge zur Linguistik ; 7)
978-3-86309-276-4

Preis: 20,00 €

The volume assembles 12 papers on the topic of Slavic Alphabets in contact situations, either contemporary or historical. Papers are in German, English, French, Russian, Ukrainian and Byelorussian

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/26135

 

 

Wiederbelebung einer Utopie : Probleme und Perspektiven slavischer Plansprachen im Zeitalter des Internets / von Anna-Maria Meyer

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2014
(Bamberger Beiträge zur Linguistik ; 6)
ISBN 978-3-86309-233-7

Preis: 19,50 €

Slavische Plansprachen (auch: künstliche oder konstruierte slavische Sprachen) sind ein Bereich, mit dem sich die slavische Sprachwissenschaft bisher nur wenig befasst hat. Projekte für eine gemeinsame slavische Sprache existieren jedoch bereits seit dem 17. Jahrhundert, angefangen von Juraj Križanićs Ruski jezik (1666) bis hin zu Slovan von Arnost Eman Židek (1940), darunter auch einige, die bisher noch keine Aufmerksamkeit von wissenschaftlicher Seite erhalten haben. Interessant ist das slavische Plansprachenschaffen aktuell vor allem durch die Tatsache, dass es seit den 1990er Jahren mit der zunehmenden Verbreitung des Internets einen neuen Aufschwung erlebt, der sich vor allem in den drei sehr umfangreichen Projekten Slovio (1999), Slovianski (2006) und Novosloviensky jezyk (2010) zeigt. Neben einer ausführlichen Einbettung in den historischen Kontext des slavischen Plansprachenschaffens werden diese drei Projekte im Hinblick auf Schriftsystem, Grammatik und Zusammensetzung des Lexikons vergleichend untersucht. Außerdem stellt sich die Frage, ob sie als Hinweise auf einen neu erblühenden Panslavismus gesehen werden können und welche Chancen auf praktische Umsetzung man ihnen im Rahmen der derzeitigen europäischen Sprachenpolitik einräumen kann. Das theoretische Grundgerüst stützt sich sowohl auf Erkenntnisse der slavischen Sprachwissenschaft als auch auf Methoden und Termini der Interlinguistik.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/10020

 

 

The Present Perfect in World Englishes: Charting Unity and Diversity / von Valentin Werner

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2014
(Bamberger Beiträge zur Linguistik ; 5)
ISBN 978-3-86309-225-2
Preis: 22,00 €

This study offers an account of the Present Perfect and its usage in worldwide varieties of English. It is based on corpus data from the International Corpus of English (ICE), which is assessed both quantitatively and qualitatively. It follows up on two broad desiderata in Present Perfect research, namely (i) to extend the knowledge of this grammatical area beyond the traditional British/American English paradigm, and (ii) to provide a systematic account of language-external effects such as modes of discourse, macro-genres and text categories. Occurrences of the Present Perfect are automatically extracted from part-of-speech tagged corpus files. Representative samples of the occurrences are then manually annotated for various factors (such as semantics, Aktionsart, temporal adverbials, sentence type, preceding tense, etc.) so that the distributions and the relative importance of these factors can be analyzed. In addition, the impact of alternative (non-standard) surface forms that may express a Present Perfect notion is considered. Measures of similarity between the various varieties of English under investigation are established (e.g. with the help of multidimensional aggregational methods such as cluster analyses and phylogenetic networks) and findings are related to a number of general models of World Englishes, whose descriptive adequacy for this particular area of grammar is tested.

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http://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/6883

 

 

"... y la español también" : Fallstudien zum indigenen Spanisch zweisprachiger Mixteken in Mexiko / von Katrin Pfadenhauer

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2012
(Bamberger Beiträge zur Linguistik ; 4 )
ISBN 978-3-86309-035-7
Preis: 24,00 €

Untersuchungsgegenstand der Arbeit ist das gesprochene Spanisch zweisprachiger Mixteken in Mexiko, das sogenannte español indígena oder indigene Spanisch dieser Sprechergruppe. Dieser Terminus bezeichnet keine feste Sprachvarietät. Vielmehr handelt es sich um eine Vielzahl von Idiolekten, die einerseits von Sprecher zu Sprecher variieren, andererseits aber auch zahlreiche gemeinsame Merkmale aufweisen. Im Zentrum des Interesses stehen die Darstellung und die Erklärung dieser Besonderheiten: Wann ist von Interferenzen auszugehen, die sich aus dem mixtekischen Adstrat ergeben? Wann handelt es sich um Phänomene, die auch aus dem ungesteuerten Zweitspracherwerb bekannt sind? Und welche Rolle spielen sprachinterne Entwicklungen und externe Faktoren wie die Diskriminierung oder der gesellschaftliche Druck von außen? Weiter wird die Frage nach der Einordnung dieser Varietäten und der Umgang mit ihnen diskutiert. Somit steht neben dem wissenschaftlich begründeten Interesse an der Erklärung der Sprachkontaktphänomene auch das Bemühen um die Sensibilisierung für die Problematik, die sich für die Sprecher aus ihrer Zweisprachigkeit ergibt.
Die Untersuchung erfolgte nach qualitativen Kriterien, d.h. die Individuen wurden als Einzelfälle unter Einbeziehung ihrer Biographie und des sozialen Kontexts analysiert. Befragt wurden mixtekische Migranten in Mexiko-Stadt und deren Vororten und – in Funktion einer Kontrollgruppe – mixtekische Landbevölkerung im Bundesstaat Oaxaca im Süden von Mexiko. Die Datenerhebung erfolgte mit Hilfe eines Leitfadeninterviews, das Fragen zur Person, dem Sprachverhalten und den Sprechereinstellungen enthielt. Die Gespräche wurden mit dem vorherigen Einverständnis der Informanten aufgezeichnet, vollständig transkribiert und analysiert.
Die gewählte Fragestellung erfordert eine Gliederung der Studie in zwei Teile. Zunächst wird die Kontaktsituation unter soziolinguistischen Gesichtspunkten dargestellt, bevor die Auffälligkeiten in den Varietäten der zweisprachigen Sprecher mit Hilfe systemlinguistischer Methoden analysiert werden.
Die Ergebnisse können wie folgt zusammengefasst werden.
Allgemein kann bei der Kontaktsituation in Mexiko von konfliktiver Diglossie gesprochen werden. Für deren genaue Beschreibung ist jedoch eine Differenzierung der Verhältnisse auf dem Land von denen in den Städten erforderlich. Während in den isolierten, von der spanischsprachigen Umgebung weitgehend abgeschnittenen Dörfern noch immer eine relativ klare funktionale Trennung von H- und L-Varietät ausgemacht werden kann, lässt sich in den Städten eine nicht unbedenkliche Entwicklung beobachten, die über einen Bilinguismus ohne Diglossie hin zur vollständigen Aufgabe der Muttersprache führt. Die Integration in die mexikanische Gesellschaft, die sich die Sprecher durch die kulturelle und sprachliche Assimilation erhoffen, wird dabei oft nicht erreicht.Die Diskriminierung aufgrund der sprachlichen Kompetenz ist ein Phänomen, das sowohl in der ländlichen wie in der städtischen Gesellschaft zu Tage tritt. Interessant ist, dass es häufig nicht die Muttersprache ist, die zum Gegenstand der Kritik wird, sondern die aus dem Sprachkontakt und dem sozialen Druck von außen entstandenen neuen, und oft als fehlerhaft empfundenen Varietäten. Ein widersprüchliches Bild ergibt sich aus den Antworten auf die Frage nach der Rolle des Mixtekischen in der Erziehung. Zwar wird der Wert der Muttersprache stets betont, das Mixtekische jedoch in der Regel nicht an die eigenen Kinder weitergegeben.
Vor dem Hintergrund dieser Beobachtungen werden die Varietäten auch unter systemlinguistischen Aspekten untersucht. Die eindeutige Erklärung der Auffälligkeiten stellt sich in vielen Fällen allerdings als problematisch dar, so dass ihre Entstehung auf ein Zusammenspiel multipler interner und externer Faktoren zurückgeführt werden muss. Interferenz kann vor allem für Besonderheiten auf der lautlichen Ebene angenommen werden, jedoch lassen auch Kongruenzschwächen, die die grammatischen Kategorien Genus, Numerus und Person betreffen den Einfluss des Mixtekischen vermuten. Eine wichtige Rolle spielen Vereinfachungsstrategien, wie Generalisierungen und Simplifizierungen, die aus Untersuchungen zum ungesteuerten Zweitspracherwerb bekannt sind und möglicherweise durch Strukturen im Mixtekischen zusätzlich begünstigt werden. Als indirekte Auswirkungen des Sprachkontakts ist das Phänomen der Hyperkorrektur zu erwähnen, das besonders in den Varietäten der mixtekischen Migranten in den Städten auffällt und den Druck reflektiert, dem die indigenen Sprecher in der mexikanischen Gesellschaft ausgesetzt sind.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2012/346/

 

 

Der i-Umlaut im Althochdeutschen : Theorie, Phonetik und Typologie sowie eine optimalitätstheoretische Analyse / von Jan Henning Schulze

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Bamberger Beiträge zur Linguistik ; 3)
ISBN 978-3-923507-92-4
Preis: 13,50 €

In der vorliegenden Arbeit werden Umlautprozesse als intervokalische Assimilationen innerhalb eines prosodischen Wortes rekonstruiert, die von Vokalen in unbetonter Stellung ausgehen. Diese Vokale in Schwächeposition können auch auf Vokale in einer prominenteren Stellung – wie etwa einer betonten Stammsilbe – wirken. Darin unterscheiden sich Umlautprozesse von vokalharmonischen Prozessen.
Intervokalische Koartikulation bildet die phonetische Basis für den Umlaut. Eine entscheidende phonetische Voraussetzung für die Phonemisierung der i-Umlaute im Althochdeutschen ist das Aussetzen der Koartikulationskompensation seitens der Hörer. Nach dieser kognitiven Entkoppelung von Koartikulation und Koartikulationsauslöser werden die umgelauteten Vokale von nachfolgenden Sprechergenerationen zunächst lexikalisiert, um nach der Reduktion der Koartikulationsauslöser schließlich als neue Phoneme zu erscheinen.
Eine maßgebliche Rolle bei der Lexikalisierung der Umlautallophone spielt die Gebrauchsfrequenz. Umlautallophone in Wortformen mit niedriger Gebrauchsfrequenz werden noch vor ihrer Lexikalisierung durch die umlautlosen Stammvokale ersetzt. So erklärt sich unter anderem das morphologisch motiviert erscheinende Unterbleiben des Umlauts im Präteritum Optativ der rückumlautenden Verben, ohne dass dabei auf morphologische Beschränkungen zurückgegriffen werden müsste.
Abschließend wird der althochdeutsche i-Umlaut im Rahmen der Optimalitätstheorie rekonstruiert. Dazu werden Markiertheitsbeschränkungen der AGREE-Familie und die lokale Selbstkonjunktion einer IDENT-Beschränkung verwendet. Diese sind teilweise nur innerhalb eines prosodischen Wortes oder Fußes aktiv, woraus sich die bekannte Verteilung von Primär- und Sekundärumlaut ergibt.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2010/292/

 

 

Empirische Untersuchung der Anglizismen im Deutschen : am Material der Zeitung Die WELT (Jahrgänge 1994 und 2004) / von Svetlana Burmasova

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Bamberger Beiträge zur Linguistik ; 2)
ISBN 978-3-923507-71-9
Preis: 15,00 €

Es bestehen unterschiedliche (auch gegensätzliche) Meinungen bezüglich der Verbreitung von Anglizismen im Deutschen. Selbst erfahrene Linguisten können durch ihre persönliche Beobachtung oder intuitive Bewertung sowie auf Grund der absoluten Zahlen einen falschen Eindruck über die Veränderungen im Subsystem der Anglizismen gewinnen und voreilige Urteile fällen. Ohne quantitative Untersuchungen ist eine Abschätzung fast unmöglich und kann nicht über den Status der Vermutungen und Spekulationen herausgehen.
Die vorliegende empirische Untersuchung englischer Entlehnungen bietet eine solide Basis für die Aussagen über den Gebrauch und die Verbreitung der Anglizismen im Deutschen, da sie mittels statistischer Methoden die Dynamik des Entlehnungsprozesses aus dem Englischen ins Deutsche durch den Vergleich zweier Zeitebenen 1994/2004 und 1954/1964 aufzeigt. Somit befasst sich die vorliegende Arbeit mit der aktuellen Entwicklung der 1990er und 2000er Jahre und gibt durch den Vergleich mit einer früheren Untersuchung von B. Engels (1976) über die Zeitebene 1954/1964 einen diachronen Überblick über 50 Jahre hinweg, von der Nachkriegszeit bis heute. Für die Beschreibung des Entlehnungsprozesses aus dem Englischen wurden zwei statistische Werte gewählt: der Mittelwert und die Varianz der relativen Häufigkeit, wobei der erste Wert die quantitative Seite repräsentiert, während der zweite eine qualitative Beschreibung ermöglicht. Die genannten Werte ergänzen sich gegenseitig und liefern ein vollständigeres Bild über den Anglizismen-Gebrauch: Die Häufigkeitswerte deuten auf ein Ansteigen der Verwendung hin, während die Varianz sowie der Vergleich mit der Referenzstudie von B. Engels zeigen, dass es zur Zeit eher um den gesteigerten Gebrauch von bereits entlehnten Anglizismen geht als um neue Entlehnungen, was ein Indiz für Stabilisierung im Gebrauch und somit für Integriertheit sein könnte. In diesem Sinne öffnet die vorliegende Arbeit einen anderen Blickwinkel auf die Integration, bei dem es nicht (nur) um formale Veränderungen der einzelnen Anglizismen im Zuge der Integration geht. Bei der Darstellung der Ergebnisse wurde von den relativen Zahlen ausgegangen, was weitere vergleichende Studien zulässt.
Im Zentrum des Interesses steht auch die Frage, in welchen Themenbereichen das Englische die deutsche Sprache beeinflusst und welches Ausmaß dieser Einfluss annimmt. Die Untersuchung ergab, dass die Verwendung englischer Wörter im Deutschen je nach Sachbereich unterschiedlich ausfällt. Bemerkenswert ist, dass ein Anstieg des Anglizismengebrauchs in allen Themenfeldern außer „Wissenschaft und Technik“ zu verzeichnen ist. Die stärkste Zunahme – um das Dreifache – liegt in der Sparte „Wirtschaft“ vor.
Des Weiteren hat die vorliegende Untersuchung einige irrtümliche Schlüsse widerlegt, z.B., dass Anglizismen keine häufige Erscheinung seien, denn laut zahlreichen Studien machen sie etwa 1% des Textes aus. Diese Behauptung trifft nicht zu, da diese Quote für ein linguistisches Phänomen sehr groß ist. Eine andere Aussage, dass unter Anglizismen mehr Substantive entlehnt werden, stimmt nur auf absolute Zahlen bezogen. Das Wachstumstempo aller untersuchten Wortarten ist ungefähr gleich.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2010/244/

 

 

Der Verein Deutsche Sprache: Hintergrund, Entstehung, Arbeit und Organisation eines deutschen Sprachvereins / von Karoline Wirth

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Bamberger Beiträge zur Linguistik ; 1)
ISBN 978-3-923507-65-8
Preis: 18,50 €

Bestrebungen, die Sprache von Einflüssen anderer Sprachen freizuhalten, haben in Deutschland eine lange Tradition. Der englischsprachige Einfluss und damit einhergehend die Anglizismenkritik sind in den letzten Jahren wieder verstärkt in den öffentlichen Diskurs gerückt, die derzeitige Entwicklung mit der Neugründung von Sprachvereinen ist als neue Phase des Purismus in Deutschland zu sehen. Die größte Vereinigung, die sich gegen Anglizismen im Deutschen wendet, ist der 1997 gegründete Dortmunder Verein Deutsche Sprache (VDS).
Der VDS blickt mittlerweile auf eine über zehnjährige Vereinsgeschichte zurück. In dieser Zeit hat er sich von einem kleinen zu einem einflussreichen Verein mit mehr als 31 000 Mitgliedern in über 70 Ländern gewandelt. Er wird portraitiert anhand seiner Entstehung, Organisation und Vereinsarbeit. Dies geschieht vor dem Hintergrund der Fremdwortdiskussion und der sprachpflegenden Vereine in Deutschland.
Ziel des VDS ist, gegen die Anglizismen im Deutschen vorzugehen, beziehungsweise Medien, Politik und Wirtschaft auf das Thema aufmerksam zu machen und von den Standpunkten des Vereins zu überzeugen.
Die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung dokumentieren, dass der VDS nicht zu Unrecht als Speerspitze der Anglizismenkritik gilt.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2010/241/