Neuerscheinungen 2010

Verkaufsflächennutzung im Einzelhandel : Modelle und Verfahren für das Regal- und Sortimentsmanagement / von Stephan Klock

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Logistik & Supply Chain Management ; 2)
ISBN 978-3-923507-82-5
Preis: 20,00 €

Die Problemstellung der effizienten Verkaufsflächennutzung im stationären Einzelhandel lässt sich folgendermaßen zusammenfassen: Welche Artikel sollen wie oft an welcher Stelle auf dem Warenträger platziert werden? In der einschlägigen Fachliteratur zum Handelsmarketing und in der Einzelhandelspraxis werden diese Fragen separiert betrachtet. Zunächst wird im Sortimentsmanagement die Entscheidung über die Zusammensetzung des Platzierungssortiments getroffen, wonach im Anschluss die Entscheidung über Platzierungsmenge und -ort als weitgehend operative Routineaufgabe behandelt wird. Ein weithin vernachlässigter Aspekt sowohl in der betriebswirtschaftlichen Literatur als auch in den integrativen Logistik- und Marketingkonzepten (ECR, CPFR, CM) liegt in der Interdependenz zwischen der Entscheidung über die Zusammensetzung des Platzierungssortiments und der den einzelnen Artikeln zugeordneten Regalfläche: Einerseits kann ein effektives Sortimentsmanagement nur dann gewährleistet werden, wenn der Erfolgsbeitrag des einzelnen Artikels bekannt ist. Andererseits bestimmen die Platzierungsmengen der einzelnen Artikel die Lieferhäufigkeiten, die Lagerhaltungskosten und somit die Handlingskosten sowie Erfolgsbeiträge der einzelnen Artikel, denn ohne separate Lagerflächen in den Filialen müssen die für einen Artikel bestimmten Regalflächen die logistische Kernleistung des Lagerns übernehmen.

Ein Ansatz, die Handlingkosten eines Artikels zu berücksichtigen, besteht aus dem In den 80er Jahren entwickelten DPR-Konzept, welches allerdings aufgrund von Praktikabilitätsgründen in der Handelspraxis kaum umgesetzt wurde. Zudem löst das DPR-Konzept die interdependente Beziehung zwischen zugeordneter Verkaufsfläche und Artikelerfolg nicht auf. So gehen die Dispositions- oder Bestellkosten als fester Faktor in die Berechnung der Kennzahl ein, anstatt in Abhängigkeit der Platzierungsmenge berechnet zu werden.

Vor diesem Hintergrund wurde in der Dissertation als 1. Hauptziel die Entwicklung eines prozesskostenbasierten Deckungsbeitrags verfolgt, welcher die mittelfristig beeinflussbaren Prozesskosten auf Fiiial-, Transport- und Zentrallagerebene umfasst. Dieser Deckungsbeitrag wird für jede erlaubte Platzierungsmenge (in Frontstücken) ermittelt und als Artikelflächendeckungsbeitrag (AFDB) in Relation zum Engpassfaktor Regalfläche gesetzt. Dies erlaubt, für jeden Artikel den maximalen AFDB zu ermitteln und optional den Einfluss stochastischer Nachfrage in der Lieferzeit, unterschiedlicher Belieferungsformen (Zentrallager-, Direkt- und Cross-Docking) sowie unterschiedlicher Versandeinheitengrößen zu berücksichtigen.

Das 2. Hauptziel der Dissertation ist es, unter Verwendung der AFDB-Werte der einzelnen Artikel eine gesamte Warengruppe zu betrachten und einen Planungsprozess zur Bestimmung von Platzierungssortiment, -menge und -ort zu entwickeln. Der quantitative Kern des Planungsprozesses ist ein Planungsmodell für die Sortiments- und Platzierungsmengenentscheidung, welches über ein geeignetes heuristisches Lösungsverfahren den Gesamtdeckungsbeitrag des Platzierungsvorschlags zumindest nahezu maximiert. Optional kann der akquisitorische Effekt der vertikalen Platzierungshöhe (Bück-, Greif- oder Reckzone) in einem weiteren Modell berücksichtigt werden, um zu entscheiden, wie viele der ermittelten Frontstücke eines zu platzierenden Artikels auf einem bestimmten Regalboden zu platzieren sind.

Im Rahmen der Arbeit wir eine prototypische Softwareapplikation entwickelt, welche den gesamte Planungsprozess in Form eines Excel-gestützten Entscheidungsunterstützungssystems abbildet. Unter Verwendung weitgehend empirischer Daten kann in einem Anwendungsbeispiel gezeigt werden, dass durch die vorgestellten Modelle und Verfahren der Handel in die Lage versetzt wird, Regalplatzierungen zu erstellen, die dem Ziel der Deckungsbeitragsmaximierung erheblich näher kommen als der Status-Quo. Die prototypische Realisierung in einem Entscheidungsunterstützungssystem konnte zeigen, dass die Vorgehensweise auch praktisch umsetzbar ist. Es wurden auch - im Gegensatz z. B. zum DPR-Konzept der 80er Jahre - keine unverhältnismäßigen Datenanforderungen gestellt. Zudem sind die allgemeinen Restriktionen (Zentrallagerbelieferung, Kostensätze auf Filial-, Zentralllager- und Transportebene, Eingriffsmöglichkeiten des Warengruppen-managers z. B. bei der Festlegung des Pflicht- und Zusatzsortiments etc.) der Einzelhandelspraxis in Deutschland entnommen.

Eine Integration in bestehende Regaloptimierungssoftware (Space Management Software) als auch dem ECR-Konzept ist möglich, was eine weitgehende Akzeptanz und Etablierung der vorgestellten Konzepte in der Unternehmenspraxis gewährleisten würde. Simulationen und Anwendungsbeispiele mit weitgehend empirischen Daten konnten nachweisen, dass sich gewöhnlich erhebliche Deckungsbeitragspotenziale bei der Erstellung und Überarbeitung von Plazierungsvorschlägen (Planogrammen) erzielen lassen.

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Entwicklung und Überprüfung von Kausalhypothesen : Gestaltungsoptionen für einen Analyseprozess zur Fundierung betrieblicher Ziel- und Kennzahlensysteme durch Kausalhypothesen am Beispiel des Performance-Managements
 / von Thomas Voit

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Schriften aus der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 6)
ISBN 978-3-923507-94-8
Preis: 18,70 €

Viele Unternehmen setzen moderne Performance-Management-Konzepte, wie zum Beispiel die Balanced Scorecard, ein. Hierbei werden Ursache-Wirkungs-Vermutungen aufgestellt, um nicht-finanzielle Kennzahlen zu identifizieren und deren Einfluss auf nachgelagerte Finanzkennzahlen abzubilden. Darüber hinaus werden kausale Abhängigkeiten zwischen Maßnahmen und Zielen in Form von Zweck-Mittel-Beziehungen unterstellt. Die hierfür benötigten Kausalhypothesen werden aber nicht systematisch, sondern meist assoziativ und allein auf Basis von Intuition entwickelt. Man verlässt sich auf vage Vermutungen und hypothetische Zusammenhänge, ohne diese zu überprüfen. Dies birgt die Gefahr einer Fehlsteuerung, indem nutzlose, konfliktäre oder sogar schädliche Maßnahmen aus den nur unzureichend begründeten Ziel- und Kennzahlbeziehungen abgeleitet werden.
Es stellt sich daher die Frage, wie Unternehmen im Performance-Management ein anderer, systematischerer Umgang mit Ursache-Wirkungs-Beziehungen gelingen kann. Auf welchen Wegen können die benötigten Kausalhypothesen entwickelt und überprüft werden?
Um diese Fragen zu beantworten, entwirft diese Arbeit einen generischen Performance-Management-Prozess, der Kausalhypothesen als zentrales Mittel zur ganzheitlichen Gestaltung und Lenkung der betrieblichen Performance nutzt. Daran anknüpfend werden Gestaltungsoptionen für einen Analyseprozess ausgearbeitet, der Kausalhypothesen evidenzbasiert entwickelt und überprüft.
Der wesentliche Beitrag dieser Arbeit besteht darin, dass neben der Datenanalyse ein zweiter - und bis dato noch unbeschrittener - Weg zur Kausalanalyse vorgestellt wird: die modellzentrierte Kausalanalyse. Welche Synergien sich aus der Kombination modell- und datenzentrierter Analyseverfahren ergeben, insbesondere mit den Verfahren des On-Line-Analytical-Processing (OLAP) und Data-Minings, wird empirisch am Beispiel eines Sportartikelherstellers gezeigt.

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Ganztagsschule organisieren - ganztags Unterricht gestalten / hrsg. von Christian Nerowski und Ursula Weier

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Forum Erziehungswissenschaft und Bildungspraxis ; 2)
ISBN 978-3-923507-90-0
Preis: 16,00 €

Ganztagsschulen haben durch ihr Mehr an Zeit einen größeren Spielraum, die Schulgestaltung an den Bedürfnissen der Beteiligten zu orientieren. In einer Auseinandersetzung mit anderen Perspektiven kann es gelingen, die Ausrichtung der eigenen Schule zu diskutieren, zu festigen und zu schärfen. Pädagogische Fortbildungsveranstaltungen bieten dazu eine Möglichkeit.
Der zweite bayerische Ganztagsschulkongress Ganztagsschule gestalten – ganztags Unterricht organisieren am 3. und 4. März 2010 in Forchheim bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern anhand vielfältiger Vorträge und Workshops ein Forum zur Diskussion mit Perspektiven aus Wissenschaft, Schulpraxis und Bildungspolitik. Die Dokumentation der Veranstaltung liegt hiermit vor.

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Empirische Evaluation des Modellversuchs "Kindergarten der Zukunft in Bayern - KiDZ" : Ergebnisse der Kindergartenphase / von Hans-Günther Roßbach, Jutta Sechtig und Ulrike Freund

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 7)
ISBN 978-3-923507-84-9
Preis: 13,50 €

Ein Überblick über die gegenwärtig diskutierten frühpädagogischen Ansätze und Modellprojekte weist auf erhebliche Wissensdefizite darüber hin, was tatsächlich mit diesen Ansätzen und Projekten in der Praxis erreicht wird. Dies gilt vor allem im Hinblick auf die Auswirkungen bei den beteiligten Kindern: Systematische empirische Evaluationen von Modellprogrammen und ihren Auswirkungen auf die teilnehmenden Kinder sind in Deutschland äußerst selten. Der Modellversuch „KiDZ – Kindergarten der Zukunft in Bayern“ (2004-2009), der auf die inhaltliche und strukturelle Verzahnung der beiden Bildungsbereiche Kindergarten und Grundschule zielte und maßgeblich charakterisiert war durch die gemeinsame Bildung, Erziehung und Betreuung von Erzieherinnen, Kinderpflegerinnen und Grundschullehrerinnen im Kindergarten, wurde daher von Beginn an empirisch evaluiert.
Der hier vorliegende Bericht der wissenschaftlichen Begleitung durch den Lehrstuhl für Elementar- und Familienpädagogik (OFU Bamberg) stellt die wesentlichen Ergebnisse dar und zeigt, dass die KiDZ-Kindergartenförderung ein erfolgreicher Weg ist, die tatsächliche Förderqualität im Kindergarten zu verbessern und auf diese Weise die Entwicklung der Kindergartenkinder positiv zu beeinflussen.

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https://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/260

 

Der i-Umlaut im Althochdeutschen : Theorie, Phonetik und Typologie sowie eine optimalitätstheoretische Analyse / von Jan Henning Schulze

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Bamberger Beiträge zur Linguistik ; 3)
ISBN 978-3-923507-92-4
Preis: 13,50 €

In der vorliegenden Arbeit werden Umlautprozesse als intervokalische Assimilationen innerhalb eines prosodischen Wortes rekonstruiert, die von Vokalen in unbetonter Stellung ausgehen. Diese Vokale in Schwächeposition können auch auf Vokale in einer prominenteren Stellung – wie etwa einer betonten Stammsilbe – wirken. Darin unterscheiden sich Umlautprozesse von vokalharmonischen Prozessen.
Intervokalische Koartikulation bildet die phonetische Basis für den Umlaut. Eine entscheidende phonetische Voraussetzung für die Phonemisierung der i-Umlaute im Althochdeutschen ist das Aussetzen der Koartikulationskompensation seitens der Hörer. Nach dieser kognitiven Entkoppelung von Koartikulation und Koartikulationsauslöser werden die umgelauteten Vokale von nachfolgenden Sprechergenerationen zunächst lexikalisiert, um nach der Reduktion der Koartikulationsauslöser schließlich als neue Phoneme zu erscheinen.
Eine maßgebliche Rolle bei der Lexikalisierung der Umlautallophone spielt die Gebrauchsfrequenz. Umlautallophone in Wortformen mit niedriger Gebrauchsfrequenz werden noch vor ihrer Lexikalisierung durch die umlautlosen Stammvokale ersetzt. So erklärt sich unter anderem das morphologisch motiviert erscheinende Unterbleiben des Umlauts im Präteritum Optativ der rückumlautenden Verben, ohne dass dabei auf morphologische Beschränkungen zurückgegriffen werden müsste.
Abschließend wird der althochdeutsche i-Umlaut im Rahmen der Optimalitätstheorie rekonstruiert. Dazu werden Markiertheitsbeschränkungen der AGREE-Familie und die lokale Selbstkonjunktion einer IDENT-Beschränkung verwendet. Diese sind teilweise nur innerhalb eines prosodischen Wortes oder Fußes aktiv, woraus sich die bekannte Verteilung von Primär- und Sekundärumlaut ergibt.

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Numerische Klassifikation (Cluster Analyse) anhand nominaler, ordinaler oder gemischter Merkmale / von Prof. Dr. Friedrich Vogel und Dr. Rudolf Gardill

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 2)
ISBN 978-3-923507-80-1
Preis: 40,00 €

Numerische Klassifikation (oder Cluster Analyse) ist die Zuordnung einer Menge von Beobachtungen (Objekten) zu Teilmengen (Klassen oder Cluster), derart dass die Beobachtungen (Objekte), die einer Klasse angehören, in einem bestimmten Sinne einander ähnlich sind.
Diese Arbeit besteht aus zwei Teilen: Der erste Teil behandelt die theoretischen Grundlagen unseres neuen Klassifikationsprogramms ORMIX. Zunächst werden zwei Verfahren zur Bildung disjunkter Klassen erörtert: ein Austauschverfahren und ein hierarchisch-agglomeratives Verfahren. Dann werden Maße zur Messung der Güte eines Klassifikationsergebnisses im Detail diskutiert, insbesondere im Hinblick auf die Merkmalstypen: nominal, ordinal und metrisch. Im Zusammenhang mit Problemen der Numerischen Klassifikation gibt es bei praktischen Anwendungen häufig gemischte Merkmale. Es wird gezeigt, wie eine Gütefunktion für gemischte Merkmale konstruiert werden kann.
Im zweiten Teil wird die Anwendung unseres Programms ORMIX beschrieben, das nominale, ordinale, metrische Merkmale und gemischte Merkmale verarbeiten kann. Die Konstruktion und das Einlesen der Datenmatrix wird im Detail erläutert. Dann wird gezeigt, wie Datentransformationen (beispielsweise metrische in ordinale Merkmale) durchgeführt werden können. Nach diesen Transformationen kann eine hierarchisch-agglomerative Klassifikation oder eine iterative Klassifikation durch einen gestartet werden. Einige Beispieldateien finden sich auf der CD.
Die Bedienung des Programms ist einfach und meist selbsterklärend. Es können Berechnungen angestoßen und aus einer knappen Auflistung der Resultate ausführliche Detaildarstellungen ausgewählt werden. Aus dem Wert einer Gütefunktion erhält man das Klassifikationsergebnis für die gewünschte Anzahl von Klassen mit einer detaillierten Klassendiagnose. Für die hierarchisch-agglomerative Klassifikation stehen zusätzlich Dendrogramme und ein Struktogramm zur Auswahl.

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Produktionswirtschaftliche Flexibilität in Supply Chains mit hohen Absatzrisiken : strategische Konzepte und operative Erfolgspotenziale / von Bodo Möslein-Tröppner

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Logistik & Supply Chain Management ; 1)
ISBN 978-3-923507-88-7
Preis: 14,50 €

Supply Chains mit hohen Absatzrisiken sind gekennzeichnet durch kurze Verkaufszyklen, einen hohen Anteil an Impulskäufen, eine schwer prognostizierbare Nachfrage, eine hohe zeitliche und räumliche Verfügbarkeit der Produkte, lange Durchlaufzeiten und eine hohe Variantenanzahl. Insbesondere Mode-Supply-Chains stellen idealtypische Beispiele für Supply Chains mit hohen Absatzrisiken dar.
Aufbauend auf den Arbeiten von DIRUF, der sich mit den Verbesserungspotenzialen von hybriden Beschaffungsstrategien beschäftigt
(insbesondere Diruf, G., 2007: Nutzung agiler Produktionsprozesse in Supply Chains für Modeprodukte, Strategien und Optimierungsmodelle zur Reduzierung von Absatzrisiken, Frankfurt am Main u.a.), werden alternative Flexibilitätsstrategien in Supply Chains für Modeprodukte analysiert. Hybride Beschaffungsstrategien sind dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der gesamten Produktionsmenge in einem Niedriglohnland erzeugt wird, wohingegen der andere Teil unter Nutzung einer Quick-Response-Kapazität in räumlicher Nähe zum Absatzmarkt gefertigt wird.
Der Schwerpunkt der vorliegenden Untersuchung liegt darin, die Struktur der Nutzenpotenziale alternativer Flexibilitätsstrategien in vertiefter Form zu untersuchen. Als operative Flexibilitätsindikatoren des Produktionsprozesses dienen dabei die Gesamtmengenflexibilität (in Form einer Kapazitätsoption), die Reaktionszeiten (als Resultat der Prognoseverbesserung) und die Variantenflexibilität, die sich durch die Anzahl technisch verwandter Produkte bestimmt, die mit demselben System produziert werden können.

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Unternehmens- und Arbeitsstrukturen von Automobilkonzernen im Wandel : die Beispiele Daimler, Volkswagen und General Motors / von Markus J. Heibler

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 6)
ISBN 978-3-923507-76-4
Preis: 20,00 €

Die Automobilindustrie, die neben der Chemischen Industrie und dem (Werkzeug-)Maschinenbau zu den Säulen der traditionellen deutschen Industrie zählt, durchlebt seit Jahren einen grundlegenden Wandel. Dieser Wandel äußert sich neben einer zunehmenden Internationalisierung des gesamten Industriezweiges in Konzentrationsprozessen und einer stärker werdenden Konkurrenz- und Wettbewerbssituation. Dies bleibt nicht ohne Folgen für die Unternehmens- und Arbeitsstrukturen.

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Kolloquium 2010 : Beiträge Bamberger Nachwuchswissenschaftlerinnen / hrsg. von Margarete Wagner-Braun ...

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Forschende Frauen in Bamberg ; 3)
ISBN 978-3-923507-86-3
Preis: 16,50 €

Der dritte Band der Schriftenreihe der Universitätsfrauenbeauftragten der Universität Bamberg zum Kolloquium Forschende Frauen in Bamberg bietet Einblick in die Vielfalt der Forschung von Wissenschaftlerinnen an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.
Dieses Buch begleitet das gleichnamige Forschungskolloquium der Frauenbeauftragten der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Im Sommersemester 2008 ins Leben gerufen, bietet es seitdem jungen Wissenschaftlerinnen Gelegenheit, ihre Forschungsprojekte in der Universität unter Beteiligung der Öffentlichkeit vorzustellen und Vortragspraxis zu sammeln, sich zu vernetzen und die Vorträge zu publizieren.
An der Otto-Friedrich-Universität Bamberg gedeiht eine bunte Forschungslandschaft. Nachwuchswissenschaftlerinnen zeigen als forschende Frauen in den vielfältigsten Bereichen Engagement, Tatkraft und Profil.
In diesem Buch finden sich interessante Beiträge zum Fixkostenmanagement in mittelständischen Unternehmen (Staffel), zu sozialen Ungleichheiten beim Erwerb von Wohneigentum in Ost- und Westdeutschland (Kolb), zum subversiven Erzählen bei E.T.A. Hoffmann und Heinrich von Kleist (Wagner) sowie zur Autorisierung in Informationssystemen (Fischer). Frau Dr. des. Zuzana Güllendi-Cimprichová stellt mit ihrem Beitrag zum Prager Werk des slowenischen Architekten J. Plečnik ihre Dissertationsschrift, die in Kürze veröffentlicht wird, in Auszügen vor.

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http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2010/293/

 

Die Emigranten der Französischen Revolution in Hochstift und Diözese Bamberg / Matthias Winkler

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Bamberger historische Studien ; 5)
(Veröffentlichungen des Stadtarchivs Bamberg ; 13)
ISBN 978-3-923507-78-8
Preis: 12,00 €

In den Jahren nach 1789 emigrierten zehntausende Menschen aller Stände aus dem revolutionsgeschüttelten Frankreich in benachbarte Staaten – teils aus politischem Dissens, teils aus Angst um Leib und Leben. Unter den zahlreichen Territorien des Heiligen Römischen Reiches, in denen diese Emigranten Aufnahme fanden, war auch das Hochstift Bamberg.
Die vorliegende Studie nimmt die Geschichte der Revolutionsemigranten in Hochstift und Diözese Bamberg auf der Basis einer neuen Auswertung der Quellen in den Blick. Sie unterzieht die Emigrantenpolitik der Fürstbischöfe Franz Ludwig von Erthal (1779–1795) und Christoph Franz von Buseck (1795–1802) einer differenzierten Analyse, untersucht die Sozialstruktur der Emigranten und geht kulturellen Transferprozessen nach. Die konkrete Alltags- und Lebenswelt sowie die ambivalente Wahrnehmung durch die einheimische Bevölkerung werden anhand von Beispielen rekonstruiert. Detaillierte Daten zu über 260 archivalisch nachgewiesenen Emigranten sind in einem prosopographischen Anhang zusammengefasst.

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Der Verein Deutsche Sprache: Hintergrund, Entstehung, Arbeit und Organisation eines deutschen Sprachvereins / von Karoline Wirth

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Bamberger Beiträge zur Linguistik ; 1)
ISBN 978-3-923507-65-8
Preis: 18,50 €

Bestrebungen, die Sprache von Einflüssen anderer Sprachen freizuhalten, haben in Deutschland eine lange Tradition. Der englischsprachige Einfluss und damit einhergehend die Anglizismenkritik sind in den letzten Jahren wieder verstärkt in den öffentlichen Diskurs gerückt, die derzeitige Entwicklung mit der Neugründung von Sprachvereinen ist als neue Phase des Purismus in Deutschland zu sehen. Die größte Vereinigung, die sich gegen Anglizismen im Deutschen wendet, ist der 1997 gegründete Dortmunder Verein Deutsche Sprache (VDS).
Der VDS blickt mittlerweile auf eine über zehnjährige Vereinsgeschichte zurück. In dieser Zeit hat er sich von einem kleinen zu einem einflussreichen Verein mit mehr als 31 000 Mitgliedern in über 70 Ländern gewandelt. Er wird portraitiert anhand seiner Entstehung, Organisation und Vereinsarbeit. Dies geschieht vor dem Hintergrund der Fremdwortdiskussion und der sprachpflegenden Vereine in Deutschland.
Ziel des VDS ist, gegen die Anglizismen im Deutschen vorzugehen, beziehungsweise Medien, Politik und Wirtschaft auf das Thema aufmerksam zu machen und von den Standpunkten des Vereins zu überzeugen.
Die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung dokumentieren, dass der VDS nicht zu Unrecht als Speerspitze der Anglizismenkritik gilt.

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http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2010/241/

 

The Bible and Homosexuality in Zimbabwe : a Socio-historical analysis of the political, cultural and Christian arguments in the homosexual public debate with special reference to the use of the Bible / by Masiiwa Ragies Gunda

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Bible in Africa Studies ; 3)
ISBN 978-3-923507-74-0
Preis: 18,50 €

BiAS 3 ist eine Monographie, die von der Universität Bayreuth (Deutschland) als Doktorarbeit angenommen wurde. Der Autor untersucht das Thema Homosexualität in Simbabwe, ein Thema, das das Interesse der internationalen Öffentlichkeit erregt hat, seit Präsident Mugabe 1995 Homosexuelle als “Schweine und Hunde” bezeichnet hat. Die Position des Präsidenten wurde in der folgenden Debatte von Christen und Traditionalisten gleichermaßen unterstützt und die Bibel wurde dabei als letztgültiger Maßstab (Wort Gottes) benutzt. Die Bibel wurde aber auch von homosexuellen Personen (und ihren Unterstützern) benutzt, sodass man “mit der Bibel gegen die Bibel” kämpfte. Das Buch beschreibt die Verbindung zwischen Homosexualität, Religion, sozio-ökonomischen und politischen Herausforderungen und stellt die verbreitete selektiv-wörtliche Anwendung der Bibel kritisch in Frage, da sie den sozio-historischen Kontext der Bibel ignoriert. Das Buch wendet sich an Studenten und Dozenten der Bibelwissenschaft, aber auch an die allgemeinen Leserschaft, die sich mit gegenwärtigen sozio-theologischen Fragen befasst.

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Reign With Him for Thousand Years (Rev 20:6) - A Socio-Hermeneutical Exposition of Biblical and Contemporary Millenarian Movements in Zimbabwe as Radical Responses to Deprivation / by David Bishau

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Bible in Africa Studies ; 2)
ISBN 978-3-923507-73-3
Nur als Online-Publikation eschienen

Diese Monographie ist die Druckfassung einer Doktorarbeit, die an der University of Zimbabwe in Harare eingereicht wurde. Sie befasst sich mit dem Milleniarismus, einer Strömung, deren Ursprung der Autor in biblischen Zeiten datiert. Er zieht Verbindungslinien zwischen prophetischen und apokalyptischen Bewegungen in der Bibel einerseits und den zeitgenössischen Bewegungen der Zeugen Jehovas und Johane Masowe in Simbabwe.

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Empirische Untersuchung der Anglizismen im Deutschen : am Material der Zeitung Die WELT (Jahrgänge 1994 und 2004) / von Svetlana Burmasova

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Bamberger Beiträge zur Linguistik ; 2)
ISBN 978-3-923507-71-9
Preis: 15,00 €

Es bestehen unterschiedliche (auch gegensätzliche) Meinungen bezüglich der Verbreitung von Anglizismen im Deutschen. Selbst erfahrene Linguisten können durch ihre persönliche Beobachtung oder intuitive Bewertung sowie auf Grund der absoluten Zahlen einen falschen Eindruck über die Veränderungen im Subsystem der Anglizismen gewinnen und voreilige Urteile fällen. Ohne quantitative Untersuchungen ist eine Abschätzung fast unmöglich und kann nicht über den Status der Vermutungen und Spekulationen herausgehen.
Die vorliegende empirische Untersuchung englischer Entlehnungen bietet eine solide Basis für die Aussagen über den Gebrauch und die Verbreitung der Anglizismen im Deutschen, da sie mittels statistischer Methoden die Dynamik des Entlehnungsprozesses aus dem Englischen ins Deutsche durch den Vergleich zweier Zeitebenen 1994/2004 und 1954/1964 aufzeigt. Somit befasst sich die vorliegende Arbeit mit der aktuellen Entwicklung der 1990er und 2000er Jahre und gibt durch den Vergleich mit einer früheren Untersuchung von B. Engels (1976) über die Zeitebene 1954/1964 einen diachronen Überblick über 50 Jahre hinweg, von der Nachkriegszeit bis heute. Für die Beschreibung des Entlehnungsprozesses aus dem Englischen wurden zwei statistische Werte gewählt: der Mittelwert und die Varianz der relativen Häufigkeit, wobei der erste Wert die quantitative Seite repräsentiert, während der zweite eine qualitative Beschreibung ermöglicht. Die genannten Werte ergänzen sich gegenseitig und liefern ein vollständigeres Bild über den Anglizismen-Gebrauch: Die Häufigkeitswerte deuten auf ein Ansteigen der Verwendung hin, während die Varianz sowie der Vergleich mit der Referenzstudie von B. Engels zeigen, dass es zur Zeit eher um den gesteigerten Gebrauch von bereits entlehnten Anglizismen geht als um neue Entlehnungen, was ein Indiz für Stabilisierung im Gebrauch und somit für Integriertheit sein könnte. In diesem Sinne öffnet die vorliegende Arbeit einen anderen Blickwinkel auf die Integration, bei dem es nicht (nur) um formale Veränderungen der einzelnen Anglizismen im Zuge der Integration geht. Bei der Darstellung der Ergebnisse wurde von den relativen Zahlen ausgegangen, was weitere vergleichende Studien zulässt.
Im Zentrum des Interesses steht auch die Frage, in welchen Themenbereichen das Englische die deutsche Sprache beeinflusst und welches Ausmaß dieser Einfluss annimmt. Die Untersuchung ergab, dass die Verwendung englischer Wörter im Deutschen je nach Sachbereich unterschiedlich ausfällt. Bemerkenswert ist, dass ein Anstieg des Anglizismengebrauchs in allen Themenfeldern außer „Wissenschaft und Technik“ zu verzeichnen ist. Die stärkste Zunahme – um das Dreifache – liegt in der Sparte „Wirtschaft“ vor.
Des Weiteren hat die vorliegende Untersuchung einige irrtümliche Schlüsse widerlegt, z.B., dass Anglizismen keine häufige Erscheinung seien, denn laut zahlreichen Studien machen sie etwa 1% des Textes aus. Diese Behauptung trifft nicht zu, da diese Quote für ein linguistisches Phänomen sehr groß ist. Eine andere Aussage, dass unter Anglizismen mehr Substantive entlehnt werden, stimmt nur auf absolute Zahlen bezogen. Das Wachstumstempo aller untersuchten Wortarten ist ungefähr gleich.

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http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2010/244/

 

Refactoring of Security Antipatterns in Distributed Java Components / von Marc Schönefeld

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Schriften aus der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 5)
ISBN 978-3-923507-67-2
Preis: 18,00 €

Die Bedeutung der Programmiersprache JAVA als Baustein für Softwareentwicklungs- und Produktionsinfrastrukturen ist im letzten Jahrzehnt stetig gestiegen. JAVA hat sich als bedeutender Baustein für die Programmierung von Middleware-Lösungen etabliert. Ebenfalls evident ist die Verwendung von JAVA-Technologien zur Migration von existierenden Arbeitsplatz-Anwendungen hin zu webbasierten Einsatzszenarien.
Parallel zu dieser Entwicklung hat sich die Rolle der IT-Sicherheit nicht zuletzt aufgrund der Verdrängung von mainframe-basierten Systemen hin zu verteilten Umgebungen verstärkt. Der Schutz von Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit ist seit einigen Jahren ein kritisches Alleinstellungsmerkmal für den Markterfolg von Produkten. Verwundbarkeiten in Produkten wirken mittlerweile indirekt über kundenseitigen Vertrauensverlust negativ auf den wirtschaftlichen Erfolg der Softwarehersteller, zumal der Sicherheitsgrad eines Systems durch die verwundbarste Komponente bestimmt wird.
Ein zentrales Ziel dieser Arbeit ist die Erkenntnis zu vermitteln, dass die alleinige Nutzung einer als ´sicher´ eingestuften Programmiersprache nicht als alleinige Grundlage zur Erstellung von sicheren und vertrauenswürdigen Anwendungen ausreicht. Vielmehr führt die Einbeziehung des Bedrohungsmodells der Programmiersprache zu einer verbesserten Risikobetrachtung, da die Angriffsfläche einer Anwendung detaillierter beschreibbar wird.
Die Entwicklung und fortschreitende Akzeptanz einer Programmiersprache führt zu einer Verbreitung von allgemein anerkannten Lösungsmustern zur Erfüllung wiederkehrender Qualitätsanforderungen.
Im Bereich der Dienstqualitäten fördern ´Gegenmuster´, d.h. nichtoptimale Lösungen, die Entstehung von Strukturschwächen, welche in der Domäne der IT-Sicherheit ´Verwundbarkeiten´ genannt werden. Des Weiteren ist die Einsatzumgebung einer Anwendung eine wichtige Kenngröße, um eine Bedrohungsanalyse durchzuführen, denn je nach Beschaffenheit der Bedrohungen im Zielszenario kann eine bestimmte Benutzeraktion eine Bedrohung darstellen, aber auch einen erwarteten Anwendungsfall charakterisieren.
Während auf der Modellierungsebene ein breites Angebot von Beispielen zur Umsetzung von Sicherheitsmustern besteht, fehlt es den Programmierern auf der Implementierungsebene häufig an ganzheitlichem Verständnis. Dieses kann durch Beispiele, welche die Auswirkungen der Verwendung von ´Gegenmustern´ illustrieren, vermittelt werden.
Unsere Kernannahme besteht darin, dass fehlende Erfahrung der Programmierer bzgl. der Sicherheitsrelevanz bei der Wahl von Implementierungsmustern zur Entstehung von Verwundbarkeiten führt. Bei der Vermittlung herkömmlicher Software-Entwicklungsmodelle wird die Integration von praktischen Ansätzen zur Umsetzung von Sicherheitsanforderungen zumeist nur in Meta-Modellen adressiert. Zur Erweiterung des Wirkungsgrades auf die praktische Ebene wird ein dreistufiger Ansatz präsentiert.
Im ersten Teil stellen wir typische Sicherheitsprobleme von JAVA-Anwendungen in den Mittelpunkt der Betrachtung, und entwickeln einen standardisierten Katalog dieser ´Gegenmuster´. Die Relevanz der einzelnen Muster wird durch die Untersuchung des Auftretens dieser in Standardprodukten verifiziert.
Der zweite Untersuchungsbereich widmet sich der Integration von Vorgehensweisen zur Identifikation und Vermeidung der ´Sicherheits-Gegenmuster´ innerhalb des Software-Entwicklungsprozesses. Hierfür werden zum einen Ansätze für die Analyse und Verbesserung von Implementierungsergebnissen zur Verfügung gestellt. Zum anderen wird, induziert durch die verbreitete Nutzung von Fremdkomponenten, die arbeitsintensive Auslieferungsphase mit einem Ansatz zur Erstellung ganzheitlicher Sicherheitsrichtlinien versorgt.
Da bei dieser Arbeit die praktische Verwendbarkeit der Ergebnisse eine zentrale Anforderung darstellt, wird diese durch prototypische Werkzeuge und nachvollziehbare Beispiele in einer dritten Perspektive unterstützt.
Die Relevanz der Anwendung der entwickelten Methoden und Werkzeuge auf Standardprodukte zeigt sich durch die im Laufe der Forschungsarbeit entdeckten Sicherheitsdefizite. Die Rückmeldung bei führenden Middleware-Herstellern (Sun Microsystems, JBoss) hat durch gegenseitigen Erfahrungsaustausch im Laufe dieser Forschungsarbeit zu einer messbaren Verringerung der Verwundbarkeit ihrer Middleware-Produkte geführt.
Neben den erreichten positiven Auswirkungen bei den Herstellern der Basiskomponenten sollen Erfahrungen auch an die Architekten und Entwickler von Endprodukten, welche Standardkomponenten direkt oder indirekt nutzen, weitergereicht werden. Um auch dem praktisch interessierten Leser einen möglichst einfachen Einstieg zu bieten, stehen die Werkzeuge mit Hilfe von Fallstudien in einem praktischen Gesamtzusammenhang. Die für das Tiefenverständnis notwendigen Theoriebestandteile bieten dem Software-Architekten die Möglichkeit sicherheitsrelevante Auswirkungen einer Komponentenauswahl frühzeitig zu erkennen und bei der Systemgestaltung zu nutzen.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2010/240/

 

Nikotin: Molekulare und physiologische Effekte im Zentralnervensystem : ein stereospezifisches Modell zur Analyse der Nikotinperzeption, liking und sensorisch induziertem Craving / von Andrea Goßler

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2010
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 5)
ISBN 978-3-923507-69-6
Preis: 16,80 €

Die Nikotinabhängigkeit ist von großer Bedeutung für die aktuelle Gesellschaft, weil sie die Nummer eins der vermeidbaren Todesursachen unserer Zeit ist. Viele Mechanismen, die ihr zugrunde liegen, werden in neuerer Zeit auch mit der Pathophysiologie verschiedener psychiatrischer Störungsbilder wie z.B. Morbus Alzheimer oder ADHS in Verbindung gebracht. Nikotinerg-cholinerge Schaltkreise stellen sich außerdem zunehmend als entscheidender Faktor für kognitive Prozesse wie Gedächtnis, Lernen, Aufmerksamkeit und Wahrnehmung heraus. Viele grundlegende Mechanismen sind jedoch nach wie vor unbekannt.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit neurophysiologischen und psychophysiologischen Reaktionen von Rauchern, Rauchern im Entzug und Nichtrauchern auf olfaktorische und trigeminale Nikotinreize sowie auf Kontrollsubstanzen. Hierfür wurden die evozierten Antworten mit EEG und funktioneller Magnetresonanztomographie aufgezeichnet und analysiert. Der kombinierte Einsatz verschiedenster Verfahren zur Messung von Reaktionen des menschlichen Gehirns in verschiedenen Zuständen (Rauchen, Nichtrauchen, im Entzug) auf intranasale Reize ist neuartig und liefert neben der Bestätigung bereits vorliegender Ergebnisse eine Reihe neuer Erkenntnisse, die sowohl für die Forschung als auch für die Praxis wertvolle Anregungen geben können.

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