Neuerscheinungen 2009

Modellbasierte Analyse von Führungsinformationssystemen : ein Ansatz zur Bewertung auf der Grundlage betrieblicher Planungs- und Lenkungsprozesse / von Alexander Bach
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Schriften aus der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 4)
ISBN 978-3-923507-52-8
Preis: 24,50 €

Die Komplexität von Managementaufgaben steigt infolge zunehmender Einflüsse aus der Unternehmensumwelt und hieraus resultierenden innerbetrieblichen Zustandsänderungen. Um über eine zur Komplexitätsbeherrschung ausreichende Lenkungsvarietät verfügen zu können, wächst dementsprechend der qualitäts- und mengenbezogene Informationsbedarf des Managements. Führungsinformationssysteme unterstützen die Bereitstellung managementrelevanter Informationen, setzen allerdings voraus, dass für die Gestaltung dieser Systeme durchgängig betriebliche Geschäftsprozesse zugrunde gelegt werden.
In der vorliegenden Arbeit wird die zuvor beschriebene Anforderung aufgegriffen und zunächst ein Vorgehen zur Transformation der Methodik der modellbasierten Geschäftsprozessuntersuchung von der Ebene der betrieblichen Leistungserstellung auf die Ebene der Planungs- und Lenkungsprozesse entwickelt. Durch dieses Vorgehen wird ermöglicht, Aufgaben der strategischen Lenkungsebene strukturieren und analysieren zu können.
Weiterer Gegenstand der Untersuchung in der Arbeit ist die Bewertung des Führungsinformationssystems SAP SEM BPS/CPM anhand von Branchen-Referenzmodellen und Geschäftsprozessmodellen. Auf der Grundlage von Beobachtungsergebnissen aus der Branche ´Öffentliche Versorgung & Infrastruktur´werden anhand von Referenzmodellen Gestaltungspotenziale der Software SAP SEM BPS/CPM abgeleitet. Im Rahmen der praxisorientierten Untersuchung eines Fallstudienunternehmens wird zudem der Anwendungsumfang von SAP SEM hinsichtlich der Faktoren Kosten, Zeit und Qualität evaluiert. Zur Analyse des Anwendungsumfangs werden Geschäftsprozessmodelle genutzt, deren Konstruktion auf der Methodik des Semantischen Objektmodells (SOM) basiert.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2010/204/

 

Deutsch-spanischer Sprachkontakt am Rio de la Plata : eine Untersuchung am Korpus deutsch-argentinischer Zeitungssprache / von Hartmut Stößlein
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 3)
ISBN 978-3-923507-51-1
Preis: 18,00 €

Die synchronisch ausgerichtete Untersuchung von Zeitungsartikeln verfolgt die Absicht auf verschrifteten Sprachkontakt des Deutschen mit dem Spanischen in Argentinien im Rio de la Plata-Raum und darüber hinaus aufmerksam zu machen. Der verschriftete Sprachkontakt selbst, der sich aus bilingualen Situationen in seinen zahlreichen Ausprägungen, Erscheinungsformen und Auswirkungen ergibt, ist Gegenstand der komparatistisch orientierten Untersuchung und Sprachbetrachtung.

Ein Hauptanliegen dieser Untersuchung bestand vor allen Dingen in dem Versuch, im Kontext und auf der Grundlage eines umfassenden Zeitungskorpus anhand repräsentativer Beispiele eine umfassende Sammlung zu spanisch-deutschen Sprachkontakterscheinungen bereitzustellen und zu belegen, dass nicht nur in der Nähesprache, sondern auch in der verschrifteten Sprache, der Distanzsprache, massiver Sprachkontakt stattfindet.

Die Untersuchung wirft eine Menge neuer Fragen auf, die im Rahmen dieser Untersuchung unbeantwortet bleiben müssen. Dennoch können viele Beobachtungen und Feststellungen darüber hinaus als neue Hypothesen verstanden werden und Anlass zu weiteren Untersuchungen auf diesem Gebiet geben.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2009/206/

 

Wirtschaftsethik als Brücke zwischen westlicher Vernunftethik und islamischem Denken / von Peter Schmiedel
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 4)
ISBN 978-3-923507-56-6
Preis: 20,00 €

Die Arbeit zeigt auf, dass die sich auf die Vernunft beziehende Ethik und die auf der Offenbarung des Islam gründende Ethik einen gemeinsamen, unbedingt und universal gültigen normativen Gehalt hinsichtlich einer Ethik des Wirtschaftens haben, der in krassem Gegensatz zu der sich in der gegenwärtigen Praxis des kapitalistischen Wirtschaftssystems äußernden normativen Logik des Marktes steht.

Eine kritische Reflexion der verbreiteten ökonomischen Denk- und Handlungsweisen deckt die hinter der behaupteten reinen Sachlogik des Marktes normativ wirkenden Überzeugungen auf. Dabei erweisen sich die in der Konkurrenz des Marktes angeblich wirkenden Sachzwänge als ein selbst auferlegter Denkzwang und die die Marktwirtschaft rechtfertigende Gemeinwohlthese als eine Ideologie. Beide bewirken eine moralische Enthemmung des Agierens im Markt. Hingegen erweist sich moralisch vertretbares Wirtschaften als legitimes, die moralischen Rechte anderer Menschen berücksichtigendes Handeln, das konkreten Grundsätzen genügt, die ihnen folgendes Handeln als praktisch richtig ausweisen, unbedingt gelten und als objektiv verstanden werden können.

Eine praktische Verwirklichung legitimen ökonomischen Handelns wird entscheidend behindert von den vorwiegend ökonomistisch geprägten Einstellungen der Menschen und der gesetzlichen Rahmenordnung der Wirtschaft, die sich wechselseitig bedingen. Beide sind das Ergebnis einer historischen Entwicklung und daher grundsätzlich änderbar. Diese Entwicklung wird anhand der Auffassungen von Eigentum und Kapitalzinsen sowie deren jeweiliger Begründungen nachgezeichnet, um Aufschluss darüber zu gewinnen, welche Elemente und Motivationen für die Herausbildung der gegenwärtigen Auffassungen dieser Begriffe maßgeblich waren und welche Richtung die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft nehmen müsste, um den moralischen Defiziten ökonomischen Handelns entgegen zu wirken.

Im islamischen Denken wurden im Gegensatz zur westlichen Welt die Prinzipien für ökonomisches Handeln und für Handeln schlechthin nie getrennt. Aus dem islamischem Recht und der islamischen Ethik sowie daraus folgenden Auffassungen von Eigentum und Zinsen wird der normative Gehalt des Islams hinsichtlich ökonomischen Handelns in konkrete, objektiv geltende Grundsätze expliziert. Es zeigt sich, dass die Normativität des Islam für vernunftethisches Denken westlicher Tradition zugänglich ist und beide aneinander anschlussfähig sind.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2010/214/

 

Genealogisches Bewusstsein als Legitimation : inter-und intragenerationelle Auseinandersetzungen sowie die Bedeutung von Verwandtschaft bei Amtswechseln / hrsg. von Hartwin Brandt, Katrin Köhler und Ulrike Siewert
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Bamberger historische Studien ; 4)
ISBN 978-3-923507-59-7
Preis: 18,50 €

Dieser Band ist eine Zusammenstellung von Beiträgen, die auf eine vom Bamberger DFG-Graduiertenkolleg ´Generationenbewusstsein und Generationenkonflikte´ in Antike und Mittelalter veranstaltete interdisziplinären Nachwuchstagung zurückgehen. Darin werden weltliche und geistliche Amts- und Herrschaftswechsel der Vormoderne mit Fragen nach genealogischem Bewusstsein, inter- und intragenerationellen Auseinandersetzungen und der Bedeutung von Verwandtschaften verknüpft und beleuchtet. Der Untersuchungsraum erstreckt sich hierbei von Frankreich nach Persien sowie von Deutschland nach Ägypten; zeitlich wird ein Bogen gespannt vom 5. vorchristlichen bis zum 18. nachchristlichen Jahrhundert.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2010/223/

 

Generationen und gender in mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Literatur / hrsg. von Dina De Rentiis und Ulrike Siewert
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Bamberger interdisziplinäre Mittelalterstudien ; 3)
ISBN 978-3-923507-57-3
Preis: 14,50 €

Dieser Band geht auf eine vom Bamberger DFG-Graduiertenkolleg ´Generationenbewusstsein und Generationenkonflikte in Antike und Mittelalter´ veranstaltete interdisziplinäre Tagung zurück. Ziel der Beiträge ist es zu erproben, inwiefern die am Graduiertenkolleg entwickelten Perspektiven und Konzepte die gender-bezogene Forschung ergänzen und von ihr profitieren können. Aus diesem Grund wird die Verbindung der Generationen- und der gender-Perspektive an Gegenstandsbereichen und geschichtswissenschaftlichen sowie philologischen Fragen verschiedenster Natur erprobt, wobei der gemeinsame Nenner die Entscheidung ist, der diskursiven Konstruktion und literarischen Inszenierung von ´generation and gender identity´ und dabei der Figur und Rolle der Tochter in mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Literatur besondere Aufmerksamkeit zu schenken.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2010/222/

 

Kolloquium 2009 : Beiträge Bamberger Nachwuchswissenschaftlerinnen / hrsg. von Margarete Wagner-Braun, Ada Raev, Mirjam Schambeck
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Forschende Frauen in Bamberg ; 2)
ISBN 978-3-923507-53-5
Preis: 16, 50 €

Der zweite Band der Schriftenreihe der Universitätsfrauenbeauftragten der Universität Bamberg zum Kolloquium Forschende Frauen in Bamberg bietet Einblick in die Vielfalt der Forschung von Wissenschaftlerinnen an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2009/216/

 

Bamberger Feuilleton 2009 : Beiträge von Bamberger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in der deutschsprachigen Presse / hrsg von Godehard Ruppert
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Schriften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 2)
ISBN 978-3-923507-55-9
Preis: 8,50 €

Der vorliegende Band präsentiert ein paar ganz besondere Texte. Unser Bamberger Feuilleton stellt eine Lese in doppelter Hinsicht dar: Früchte der wissenschaftlichen Arbeit von Bamberger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern – aufgelesen in der deutschsprachigen Presse während des vergangenen Jahres. Es handelt sich um Beiträge aus dem Übergang von Wissenschaft zu Journalismus, zum Teil essayistisch, zum Teil feuilletonistisch, Miszellen, Analysen, Berichte – alle zu aktuellen gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Brennpunktthemen.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2009/217/

 

Warum gibt es kaum Ingenieurinnen? : Gründe für eine geschlechts(un)spezifische Berufswahl ; Deutschland und Schweden im Vergleich / Viktoria Gorlov
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Bamberger Beiträge zur Soziologie ; 4)
Nur als Online-Publikation erschienen

Diese Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten der Umgestaltung des Geschlechterverhältnisses, das sich in der Beziehung der Frauen und Männer zur Technik widerspiegelt. Die Frage, warum Frauen keine Ingenieurberufe wählen, wird aus soziologischer Sicht beleuchtet. Geschlechtsspezifische Sozialisation und strukturelle Rahmenbedingungen der Gesellschaft sind nicht die primären Gründe dafür. Die Geschlechter, als soziale Kategorie, stehen in einem Herrschaftsverhältnis zueinander. Diese soziale Ordnung ist im geschlechtsspezifischen Habitus verankert und korrespondiert mit dem beruflichen Habitus. So steht der naturwissenschaftlich-technische Habitus im Widerspruch zum weiblichen Habitus, was zum Ausschluss der Frauen aus dem technischen Feld führt. Eine symbolische Revolution sollte nach Bourdieu die herrschenden Strukturen in Frage stellen. Der Zusammenhang zwischen den Geschlechterleitbildern und dem Zugang der Frauen zu technischen Berufen wird im Vergleich von Deutschland und Schweden deutlich. Dieser zeigt, welche Maßnahmen in Schweden zur Umgestaltung traditioneller Rollenmuster beigetragen haben.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2009/208/

 

Der Einfluss von Coaching auf die Sportaktivität : Konzeption, Vermittlung und Evaluation eines Coachings zur sportbezogenen Ziel- und Handlungsregulation / von Andrea Fuchshuber
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 4)
ISBN 978-3-923507-50-4
Preis: 17,50 €

Trotz der nachweislich positiven Wirkung regelmäßiger sportlicher Aktivität findet man einen gewohnheitsmäßig aktiven Lebensstil nur bei einer Minderheit der Bevölkerung. Die massenmedialen Interventionen zur Bewegungsförderung übersehen immer noch, dass Angebot und Distribution von Interventionsmaßnahmen zielgruppenspezifisch vermittelt werden müssen, um den Erreichungs- und Wirkungsgrad der Maßnahmen zu verbessern.
Die Gestaltung einer zielgruppenspezifischen Intervention kann durch das Coaching zur sportbezogenen Ziel- und Handlungsregulation verwirklicht werden. Einerseits werden im Coaching die Einflüsse der Lebenswelt einer Person berücksichtigt, andererseits werden gezielt die individuellen selbstregulatorischen Fähigkeiten des Klienten gefördert.
Inhalt dieser Arbeit war es, ein Coaching zur Implementierung und Aufrechterhaltung von Sportaktivität theoriegeleitet zu entwickeln, das Konzept an Multiplikatoren zu vermitteln und sowohl den Prozess als auch die Ergebnisse des Coachings zu evaluieren. Teilnehmer der Studie waren 13 sportpädagogisch ausgebildete Fachkräfte, die die Coachings mit je zwei Besuchern eines Fitness-Studios durchführten. Nach sieben Coaching-Sitzungen in einem Zeitraum von zehn Wochen wurde entsprechend des dynamischen Selbstregulationsmodells die Evaluation des Coachings auf drei Ebenen durchgeführt: Als psychometrische Variablen wurden die sportbezogene Selbstwirksamkeit und die sportbezogene Selbstkonkordanz herangezogen; auf der biometrischen Ebene wurden Gewicht, Blutdruck sowie Ruhe- und Belastungspuls gemessen; schließlich konnten die Häufigkeit und die Stabilität der sportlichen Aktivität durch die Verwaltungssysteme der Fitness-Studios objektiv gemessen werden. Der Erfassung der Variablen lag ein Ein-Gruppen-Prätest-Posttest-Design zu Grunde. Nach weiteren zehn Wochen erfolgte eine Follow-up-Erhebung zum Trainingsverhalten. Um den Effekt des Coachings auf die Veränderung im Trainingsverhalten nachzuweisen, wurde ein ABA-Einzelfallversuchsplan eingesetzt. Ergänzend erfolgte die systematische Darstellung der Fallgeschichten von fünf Klienten.
Die Ergebnisse der vorliegenden Studie dokumentieren den Wert einer personenbezogenen Intervention in Form eines Coachings zur Förderung der sportlichen Aktivität. Es konnte nachgewiesen werden, dass das Coaching einen positiven und nachhaltigen Effekt auf die Trainingshäufigkeit und Trainingsstabilität der Klienten hatte. Sowohl der Gesamtwert der sportbezogenen Selbstwirksamkeit als auch der sportbezogenen Selbstkonkordanz stiegen nach dem Coaching signifikant an. Durch die Prozessevaluation wurden konkrete Hinweise zur methodischen Gestaltung von Interventionen zur Förderung von Sportaktivität ermittelt. Qualitative Ergebnisse geben Aufschluss darüber, mit welchen Strategien sich die Klienten unterstützten, um ihr Zielverhalten auszuführen.
Implikationen für die Übertragung der Ergebnisse in die Praxis sowie für die weitere Forschung wurden diskutiert.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2009/201/

 

Emissionen im Museum : eine empirische Studie zur aktuellen Situation und zum Umgang mit Schadstoffen in deutschen Sammlungen / Elise Spiegel
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Restaurierungswissenschaften ; 1)
ISBN 978-3-923507-48-1
Preis: 10,00 €

Die Gefährdung von Kunst- und Kulturgut durch Umgebungseinflüsse ist für Museen ein ernsthaftes Problem. Dabei spielen nicht nur Parameter wie Licht, Temperatur, relative Luftfeuchte und Temperatur- oder Feuchtewechsel eine Rolle: Auch die Zusammensetzung von Bau- und Ausstattungsmaterialien zur Präsentation, Lagerung und Aufbewahrung der Objekte kann Gefahren in sich bergen.
Um schadstoffinduzierte Veränderungen zu vermeiden, sind seit den 1970er Jahren zahlreiche Methoden zur Prüfung von museumsrelevanten Materialien entwickelt worden. Die analytische Bandbreite reicht von orientierenden qualitativen Nachweisreaktionen bis zu hoch spezialisierten quantitativen Analysemethoden aus der Spuren- und Ultraspurenanalytik.
In der vorliegenden empirischen Studie ist die aktuelle Schadstoffsituation in Sammlungen des deutschsprachigen Raums und der Umgang mit den dort verwendeten Materialien abgefragt worden. Von Interesse war, ob das Problem als solches überhaupt wahrgenommen wird und ob sich standardisierte Verfahrensabläufe zur Minimierung schädigender Emissionen durch die Auswahl von Ausstellungsmaterialien etabliert haben. Darüber hinaus wurden Zusammenhänge zwischen dem Auftreten von Schadensbildern und möglichen Einflussfaktoren analysiert.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2009/195/

 

The Bible in Context : Essay Collection / by Lovemore Togarasei
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Bible in Africa studies ; 1)
Nur als Online-Publikation erschienen

This volume opens the series BiAS. Bible in Context is a collection of 9 essays discussing how biblical texts are read and interpreted in different contexts. The book discusses such contexts as Bible translation, HIV and AIDS, urban feminist Christology, denominationalism, conversion in African Christianity, environmental crisis, political conflict, land reform and women dress code. It analyses the ways in which context determines the reading processes and interpretations given to specific biblical texts. The book basically demonstrates that biblical interpretation is influenced by the contexts of the readers and the interpreters.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2009/213/

 

A realistic Approach for the autonomic management of component-based Enterprise Systems / von Jens Bruhn
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Schriften aus der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 3)
ISBN 978-3-923507-49-8
Preis: 18,00 €

Seit einigen Jahrzehnten ist ein stetiges Ansteigen der Leistungsfähigkeit verfügbarer Hardwareressourcen festzustellen. Dieses ermöglicht die Zuweisung immer umfangreicherer Aufgaben an Softwaresysteme, was gleichzeitig ein massives Ansteigen der inhärenten Komplexität der verwendeten Systeme zur Folge hat. Ein für die Zukunft zu erwartender weiterer Komplexitätsanstieg erfordert eine explizite Adressierung. Das Konzept der Komponentenorientierung stellt einen Ansatz zur Komplexitätsreduktion für die Entwicklung und Konfiguration von Software durch funktionale Dekomposition dar. Mit der Vision des Autonomic Computing existiert ein Ansatz zur Komplexitätsbewältigung für Betrieb und Wartung von Softwaresystemen. In diesem Zusammenhang wird der Ansatz verfolgt, Aufgaben zur Feinsteuerung eines verwalteten Systems auf das System selbst zu übertragen. Da die Komponentenorientierung zu klar voneinander abgrenzbaren Elementen innerhalb von Systemarchitekturen führt, erscheint sie als viel versprechende Grundlage zur Realisierung der Vision des Autonomic Computing.

Diese Arbeit stellt eine realistische Infrastruktur für die autonome Verwaltung von komponentenbasierten Geschäftsanwendungen vor. Der Anwendungsbereich solcher Systeme stellt spezielle Anforderungen an verwaltete Systeme und ist besonders von der Komplexitätsproblematik betroffen. Um die praktische Relevanz der verfolgten Konzepte und Verfahren zu gewährleisten, wurde ein etablierter Komponentenstandard als Grundlage des Ansatzes gewählt. Bei diesem handelt es sich um Enterprise JavaBeans, Version 3.0. Die vorgestellte Infrastruktur ist generisch konzipiert und umgesetzt. Sie stellt eine Plattform bereit, auf deren Basis Lösungen für verschiedene Anwendungsfelder des Autonomic Computing realisiert werden können. Zur Unterstützung autonomer Verwaltungseinheiten wird eine Programmierschnittstelle bereitgestellt, welche ein System auf drei Ebenen abbildet und dessen Steuerung ermöglicht: Auf oberster Ebene erfolgt die Betrachtung der einem System zugrunde liegenden Software. Auf mittlerer Ebene wird die Architektur eines verwalteten Systems adressiert. Interaktionen innerhalb eines Systems werden auf der untersten Ebene dargestellt. Auf dieser Grundlage kann ein System ganzheitlich und modellbasiert verwaltet werden. Zur Unterstützung der Laufzeitverwaltung eines Systems dient eine spezielle Komponente, welche in ein betroffenes System integriert werden muss. Sie ist konform zum verwendeten Standard und erfordert keine Anpassung der zugrunde liegenden Komponentenplattform. Für die Herstellung der Verwaltbarkeit von Komponenten wird ein Werkzeug bereitgestellt, welches automatisiert alle nötigen Anpassungen vornimmt. Darüber hinaus ist die Verwaltung eines Systems für dessen Elemente zur Laufzeit transparent. Zusammengenommen bleibt die Entwicklung von Geschäftsanwendungen von einer Verwendung der Infrastruktur unbeeinflusst.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2009/198/

 

Quijotextos, Quijotemas, Quijoteorías : ocho acercamientos a Don Quijote / ed. por Marco Kunz
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Romanische Literaturen und Kulturen ; 2)
ISBN 978-3-923507-47-4
Preis: 20,00 €

Acht Autoren untersuchen Miguel de Cervantes´ Meisterwerk Don Quijote aus verschiedenen Blickwinkeln, wobei sowohl textimmanente Aspekte (das Verwirrspiel um die Autorschaft, die eingeschobenen Novellen, Quellen und Sprachspiele) als auch die Rezeption des Romans (Übersetzungen, Opernfassungen und Verfilmungen sowie sein Einfluss auf die spanische Gegenwartsliteratur) behandelt werden.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2009/200/

 

Individuelles Mensch-Sein in Freiheit und Verantwortung : die Bildungsidee Edith Steins / von Cordula Haderlein
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 3)
ISBN 978-3-923507-46-7
Preis: 16,50 €

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich auf Grundlage der philosophischen Hermeneutik Gadamers mit der Bildungsphilosophie Edith Steins (1891-1942).
Basis dieser Bildungsphilosophie ist Steins Anthropologie, die sowohl philosophisch als auch theologisch fundiert ist. Die Philosophie – Stein stützt sich hier auf die Methode der Phänomenologie – macht es möglich, zu erfassen, was der Mensch ist. Die Theologie ermöglicht es zu sehen, was der Mensch sein soll.
Grundsätzlich gehört es für Stein zum Menschsein, dass der Mensch eine Einheit von Seele und Leib darstellt, dass er einen individuellen Persönlichkeitskern besitzt und dass es ein Ich gibt, das sich seiner selbst bewusst ist, das apriorisch frei ist und das kraft seiner Freiheit Leib und Seele gestalten kann. Aus dieser Freiheit entspringt die Verantwortung des Menschen für sich und sein Tun – auch gegenüber seiner eigenen Entwicklung.
Menschliches Handeln ist so definiert als Realisation von Wesensmöglichkeiten, die durch Können, Wollen und Sollen bestimmt ist. Nicht die Begrenzungen einer Person stehen im Fokus sondern die Möglichkeiten! Dies gilt besonders bei Steins Aussagen zur Frauenbildung, ihre Haltung hier ist als geschlechtsemanzipatorisch zu bezeichnen. Sie leugnet die leiblich-geschlechtliche Identität nicht, sieht das Menschsein aber individuell und frei. Dadurch begründet sich, dass Stein keinen Unterschied der Bildungsinhalte bezüglich des Geschlechts machen will. Nur so ist echte Wahlfreiheit gewährleistet. Bildung als Basis für individuelle Selbstverwirklichung im Beruf könnte als Oberbegriff für Steins Perspektive stehen.
Diese Anthropologie ist Basis ihrer Bildungsphilosophie, in deren Zentrum die Grundgedanken von Individualität, Freiheit und Verantwortung stehen.
Bildung ist für Stein ausdrücklich kein äußerer Wissensbesitz, sondern ein aktiver Prozess der Bildung des ganzen, individuellen Menschen mit all seinen Kräften und Fähigkeiten.
Von dieser Prämisse ausgehend, müssen Bildungsangebote so gestaltet sein, dass sie den Menschen in die Lage versetzen, sich im Leben zurecht zu finden. Dabei ist Bildung immer ein Angebot – der zu Bildende ist Subjekt im Bildungsprozess. Seine Freiheit ist unhintergehbar, er selbst ist verantwortlich für die Entfaltung seiner angelegten Potenzen und seiner Persönlichkeit.
Bildung versteht Stein als Weg, den Menschen bei der Realisation seiner Freiheit zu unterstützen. Damit ist ein emanzipatorischer Anspruch erhoben, der die Freiheit des Menschen ernst nimmt und den Menschen als nicht manipulierbar und nicht verfügbar versteht. Machbarkeit in Bezug auf Bildung von Menschen ist nach Stein ethisch nicht vertretbar, aber auch praktisch nicht durchführbar. Selbst Gott respektiert in Steins Konzept die Freiheit des Menschen.
Steins Bildungsphilosophie fundiert eine zeitlos gültige Idee individuellen Mensch-Seins in Freiheit und Verantwortung. Gerade wenn der Mensch – wie bei Stein – individuell und frei gedacht ist, kann Bildung die Individualität und Freiheit nicht ignorieren, sondern muss das Bildungswesen unter genau diesen Aspekten betrachten – das könnte ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu echter Bildungsgerechtigkeit sein.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2009/184/

 

Der Preis des Erfolges : die „Krise der Geisteswissenschaften“ in feldtheoretischer Perspektive / Julian Hamann
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Bamberger Beiträge zur Soziologie ; 3)
ISBN 978-3-923507-64-1
Preis: 14,50 €

Worin besteht die "Krise der Geisteswissenschaften", und worauf ist sie zurückzuführen? Zur Beantwortung dieser Fragen wird ein Bogen von der Begründung der Geisteswissenschaften zu Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart gespannt. In diesem Zeitraum lässt sich unter Verwendung des kapital- und feldtheoretischen Ansatzes von Pierre Bourdieu beobachten, wie das sozial und kognitiv geschlossene Feld der Geisteswissenschaften durch interne und externe Einflüsse zunächst zu einer sozialen Öffnung gezwungen wird. Der dadurch entstehenden Spannung zwischen sozialer Entgrenzung und kognitiver Schließung wird bald durch eine kognitive Öffnung im Sinne neuer Inhalte und Praktiken nachgegeben. Damit ist der Preis der erfolgreichen Anpassung der Geisteswissenschaften an Praxisanforderungen und Verwertungszwänge beziffert: die Aufgabe des Kerns ihrer traditionellen Identität.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2009/197/

 

Die (Un)Ordnung der Geschlechter : zur Interdependenz von Passion, gender und genre in Gottfrieds von Straßburg 'Tristan' / von Melanie Uttenreuther
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Bamberger interdisziplinäre Mittelalterstudien ; 2)
ISBN 978-3-923507-44-3
Preis: 15,00 €

Die Konstruktion von Geschlecht im Tristan Gottfrieds von Straßburg, die mit den tragenden Liebesdiskursen des Textes – amour passion und ennobling love –, den synthetisierten narrativen Mustern und gender-Diskursen unterschiedlicher Gattungsprovenienz interagiert, offenbart nicht nur die Instrumentalisierung von Weiblichkeit im Zuge der Aufrechterhaltung einer in sich de facto höchst fragilen männlichen Ökonomie, sondern auch die weibliche Übernahme genuin männlicher Machtbereiche.
Das subversive Potential dieser (Un)Ordnung der Geschlechter in den Langversionen des Gottfriedschen Textes tritt im Spiegel der Münchner Tristan-Handschrift noch stärker hervor, die ihrerseits der Dekonstruktion des Helden und der Exeptionalität der Protagonistin dezidiert entgegenwirkt. Eben an diesem Punkt, wo sich Cgm 51 der Komplexität von Gottfrieds Text verweigert, setzt die vorliegende Untersuchung an.
Sie verbindet auf der im Titel bereits angedeuteten Grundlage geschlechtertheoretischer Prämissen und mit dem Rekurs auf emotionstheoretische Fragestellungen zwei die germanistische Mediävistik nach dem performative turn prägende kulturwissenschaftliche Forschungsansätze und greift mit Fragen nach Genealogie und nach Konzepten von (ambivalenter) Identität leitende Problemstellungen der jüngsten Tristan-Forschung auf.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2009/186/

 

Privacy-enhancing Technologies for Private Services / von Karsten Loesing
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Schriften aus der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 2)
ISBN 978-3-923507-45-0
Preis: 17,60 €

Privatsphäre im Internet wird immer wichtiger, da ein zunehmender Teil des alltäglichen Lebens über das Internet stattfindet. Internet-Benutzer verlieren die Fähigkeit zu steuern, welche Informationen sie über sich weitergeben oder wissen nicht einmal, dass sie dieses tun. Datenschutzfördernde Techniken helfen dabei, private Informationen im Internet zu kontrollieren, zum Beispiel durch die Anonymisierung von Internetkommunikation. Bis heute liegt der Fokus bei datenschutzfördernden Techniken hauptsächlich auf dem Schutz von Anfragen an öffentliche Dienste. Diese Arbeit wirft die Frage nach den Risiken beim Betrieb von Internetdiensten durch Privatpersonen auf. Ein Beispiel hierfür sind Instant-Messaging-Systeme, die es ermöglichen, Anwesenheitsinformationen und Textnachrichten in Echtzeit auszutauschen. Üblicherweise schützen diese Systeme die Anwesenheitsinformationen, die auf zentralen Servern gespeichert werden, nicht besonders. Als Alternative verringern dezentrale Instant-Messaging-Systeme dieses Problem, indem Privatpersonen sich gegenseitig Dienste anbieten. Allerdings bringt das Anbieten eines Dienstes als Privatperson im Vergleich zu Organisationen oder Unternehmen neue Sicherheitsprobleme mit sich: Erstens werden durch die Verfügbarkeit eines solchen Dienstes Informationen über die Präsenz des Dienstanbieters preisgegeben. Zweitens soll der Standort des Servers unerkannt bleiben, um nicht den Aufenthaltsort des Dienstanbieters zu offenbaren. Drittens muss der Server besonders vor unautorisierten Zugriffsversuchen geschützt werden.

Diese Arbeit schlägt die Nutzung von pseudonymen Diensten als Baustein von privaten Diensten vor. Pseudonyme Dienste verbergen den Standort eines Servers, der einen bestimmten Dienst anbietet. Der hier geleistete Beitrag soll herausfinden, welche Teile von pseudonymen Diensten, besonders von Tor Hidden Services, fehlen, um sie für private Dienste einzusetzen. Dies führt zu drei Hauptproblemen, zu denen Lösungen vorgeschlagen werden: Erstens skalieren bisherige Ansätze für pseudonyme Dienste nicht für die in Zukunft zu erwartende Anzahl von privaten Diensten. Diese Arbeit schlägt einen neuen Ansatz vor, der Hidden-Service-Beschreibungen in einer verteilten Datenstruktur ablegt, anstatt sie auf zentralen Servern zu speichern. Ein besonderer Fokus liegt auf der Unterstützung von privaten Einträgen, die für private Dienste benötigt werden. Zweitens geben pseudonyme Dienste während des Anbietens im Netzwerk und der Verbindungsherstellung durch Clients zu viele Informationen über die Identität des Dienstes preis. Der in dieser Arbeit verfolgte Ansatz ist, die Informationen, die ein Dienst im Netzwerk bekanntgibt, auf ein Minimum zu reduzieren und nicht-autorisierte Clients am Zugriff auf den Dienst schon während der Verbindungsherstellung zu hindern. Diese Änderungen schützen die Aktivität und das Nutzungsmuster des Dienstes vor nicht-autorisierten Personen. Drittens weisen pseudonyme Dienste eine schlechtere Effizienz auf als Dienste, auf die direkt zugegriffen wird. Der Beitrag dieser Arbeit ist, die Effizienz zu messen, mögliche Probleme zu identifizieren und Verbesserungen vorzuschlagen.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2009/183/

 

Modellierung der Alltagsorganisation : ein psychologisch basiertes Agentenmodell zur Erzeugung der Verkehrsnachfrage / von Ulrike Brüggemann
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 2)
ISBN 978-3-923507-42-9
Preis: 37,80 €

Die Entscheidungsträger unserer Gesellschaft müssen heutzutage hoch komplexe sozio-technische Systeme managen. Dies ist nach Ansicht der Autorin nur mit Hilfe von Computersimulationsmodellen in Form von Multiagentensystemen möglich, die auf einem psychologisch validen Agentenmodell basieren.
Diese These wird in dieser interdisziplinären Dissertation am Beispiel städtischer Mobilität begründet und die Notwendigkeit eines psychologisch basierten Modells der Alltagsorganisation zur Erzeugung der Verkehrsnachfrage hergeleitet. Es wird die Verwendung der PSI-Theorie von Prof. Dr. Dietrich Dörner als psychologische Basis begründet; die Theorie wird entsprechend differenziert, auf Alltagsorganisation angewendet und in Form eines Agentenmodells implementiert.
Hiermit ist ein erster Schritt auf dem Weg zu einer anderen Art von Verkehrsnachfragemodellierung getan, die Verkehrsverhalten kausal und psychologisch valide auf individueller Ebene erklärt. Die Zukunft wird zeigen, ob dies hilft, die im Rahmen der klassischen Verkehrsmodellierung auftretenden Erklärungs- und Prognoseprobleme zu lösen, jedoch zeigen die Systemanalyseergebnisse mögliche Quellen für diese Probleme auf, die durch den in dieser Arbeit vorgeschlagenen Ansatz eliminiert werden.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2009/174/

 

Erbschaften und Schenkungen im Lebenslauf : eine vergleichende Längsschnittanalyse mit dem Sozio-oekonomischen Panel / Thomas Leopold
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Bamberger Beiträge zur Soziologie ; 2)
Nur als Online-Publikation erschienen

Diese Arbeit untersucht die Rolle der Familie als materielles Unterstützungssystem anhand von Erbschaften und Schenkungen, die Eltern und Großeltern an ihre Kinder bzw. Enkel vergeben. Nach der Diskussion ökonomischer und soziologischer Literatur zum intergenerationalen Transfergeschehen wird das Modell intergenerationaler Solidarität nach Szydlik als theoretischer Rahmen gewählt, und es werden Hypothesen für vergleichende Längsschnittanalysen zu Erbschaften und Schenkungen formuliert. Die empirische Überprüfung erfolgt mit retrospektiven Angaben zu größeren Erbschaften und Schenkungen aus der SOEP-Befragung des Jahres 2001. Die Analysen zeigen erhöhte Erbchancen und summen in hohen Sozialschichten, späteren Geburtskohorten und für Personen mit wenigen Geschwistern. Neue Befunde liefert die Schenkungsanalyse: Frauen sind sehr deutlich benachteiligt; in hohen Sozialschichten wird häufiger geschenkt, jedoch geringere Beträge; in den Lebensläufen der Empfänger bestehen nach Eheschließungen und nach Scheidungen erhöhte Chancen, größere Schenkungen zu erhalten. Die abschließende Diskussion skizziert ein erweitertes Erklärungsmodell für intergenerationale Transfers zu Lebzeiten und Anknüpfungspunkte für zukünftige Forschung.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2009/179/

 

Kolloquium 2008 : Beiträge Bamberger Nachwuchswissenschaftlerinnen / hrsg. von Anna Susanne Steinweg, Margarete Wagner-Braun, Susanne Rässler
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Forschende Frauen in Bamberg ; 1)
ISBN 978-3-923507-39-9
Preis: 16, 80 €

Der erste Band der neuen Schriftenreihe der Universitätsfrauenbeauftragten der Universität Bamberg zum Kolloquium Forschende Frauen in Bamberg bietet Einblick in die Vielfalt der Forschung von Wissenschaftlerinnen an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2009/175/

 

Altern in Europa : empirische Analysen mit dem Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe / hrsg. von Henriette Engelhardt
Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2009
(Bamberger Beiträge zur Soziologie ; 1)
Nur als Online-Publikation erschienen

Dieser Band versammelt Beiträge zu ausgewählten Konsequenzen der Bevölkerungsalterung, die auf ein Forschungspraktikum im Fach Bevölkerungswissenschaft an der Universität Bamberg zurückgehen. Die behandelten Untersuchungsgegenstände umfassen die Determinanten intergenerationaler instrumenteller Transfers im europäischen Vergleich, die Effekte von Arbeitsmarktstrukturen auf freiwillige und unfreiwillige Frühverrentung in Deutschland sowie den Zusammenhang von Versicherungsart und der Inanspruchnahme allgemeinmedizinischer Leistungen im Alter. Diese aktuellen sozialwissenschaftlichen Fragestellungen werden anhand der Daten der ersten Welle des Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE) empirisch untersucht.

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2009/172/

 

Second life, Avatare, Cyberwelt - Gibt es ein zweites Leben?/ Dietrich Dörner, Wolfgang Huber, Jan-Hinrik Schmidt, Walther Christoph Zimmerli
Bamberg: Univ.-Verl., 2009
(Bamberger Hegelwochen; 2008)
ISBN 978-3-933463-26-5

Ach, Sie sind neu hier? Dann bestimmen Sie bitte zunächst einmal Ihre Identität! Heute vielleicht mal rothaarige Medienspezialistin, reich und verliebt? – Der „Newbie“ im Multiplayer-Game kreiert sich eine Wunschversion des Ich und lädt sie hoch. Das neue Leben lebt dann zwar ein Avatar für ihn, aber immerhin.

Der Traum von einem anderen Leben ist so alt wie die Menschheit. Neu sind heute die nahezu unbegrenzten Möglichkeiten der Selbstverwirklichung und Kommunikation in den virtuellen Welten des Internet. Mit bald elf Millionen registrierten Nutzern allein im 3-D-Online-Spiel Second Life ist der Cyberspace schon ziemlich voll. Steckt dahinter die Sehnsucht nach einer anderen Identität? Oder nach einer Antwort auf die großen Fragen: Wer bin ich? Und wodurch? Wie virtuell ist das wirkliche Leben geworden – und wieviel wirkliches Leben steckt im virtuellen?

Zugriff auf den Volltext über OPUS:
http://www.opus-bayern.de/uni-bamberg/volltexte/2011/354/