Neuerscheinungen 2016

Der Diskurs der deutschen Bundesregierung über Unternehmensverantwortung 1991–2013 : Freiheit in Verantwortung? / von Johanna Horzetzky

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 27)
978-3-86309-448-5

Preis: 21,00 €

Corporate Social Responsibility (CSR) wird heute in Deutschland auch im politischen Raum als Begriff verwendet, um an Unternehmen gerichtete Erwartungen hinsichtlich verantwortungsvollen Verhaltens zu formulieren. Unternehmensverantwortung in ihren vielfältigen Facetten hat jedoch in Deutschland – unabhängig von diesem Begriff – eine lange Tradition. In der Wissenschaft wird kontrovers diskutiert, ob die relativ neue Bezeichnung auch für eine veränderte Erwartung von Politik und Gesellschaft an Unternehmensverantwortung steht. Diese Frage ist nicht nur für den politischen sondern auch für den wirtschaftsinternen Diskurs von Interesse. Denn Legitimität wird Unternehmen nur dann zugesprochen, wenn sie den Erwartungen gerecht werden, die aus Politik und Gesellschaft an sie gerichtet werden. Die Haltung der Bundesregierung ist dabei von besonderer Bedeutung. Denn sie kann einerseits gesellschaftliche Erwartungen an Unternehmen beeinflussen. Andererseits kann sie bei einem Verlust von Legitimität Unternehmen rechtlich bindende Vorgaben machen. Es stellt sich also die Frage, ob aus der Verwendung des Begriffs CSR durch die Bundesregierung eine veränderte Erwartungshaltung gegenüber Unternehmen abgeleitet werden kann. Dieser Frage wird in einer auf der Wissenssoziologischen Diskursanalyse und der institutionellen Logik-Perspektive aufbauenden Analyse von Redemanuskripten aus dem Bundeskanzleramt der Jahre 1991 bis 2013 nachgegangen. Ergebnis dieser Analyse ist die Erkenntnis, dass die Veränderung eher gradueller Natur ist und einer zunehmenden Verantwortungszuschreibung der Bundesregierung an Unternehmen entstammt. Die Bundesregierung misst jedoch in dem untersuchten Zeitraum dem Fortbestand von Unternehmen eine grundlegende Bedeutung zu. Die eigene Aufgabe sieht sie darin, langfristig die Ziele Unternehmensverantwortung und Wirtschaftlichkeit am Standort Deutschland in Übereinstimmung zu bringen. Für Unternehmen ergibt sich daraus die Erkenntnis, dass die Zuschreibung von Verantwortung durch die Bundesregierung auch davon abhängt, ob die Regierung wirtschaftlichen Handlungsspielraum für Unternehmen in dem relevanten Bereich sieht. Auf die Wahrnehmung eines wirtschaftlichen Handlungsspielraums können Unternehmen in gesellschaftlichen Diskursen jedoch Einfluss nehmen. Auf diese Weise ist verantwortungsvolles Unternehmenshandeln nicht nur als Reaktion auf externe Verantwortungszuschreibung zu sehen. Sondern diese Verantwortungszuschreibung und damit letztlich auch der Inhalt von an sie gerichteten Erwartungen können von Unternehmen aktiv beeinflusst werden.

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Distal and Proximal Indicators of Teacher Effectiveness : As Predictors of Students' Mathematics Competence in Germany (Grade 5 – 7) / von Saba Hanif

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 26)
978-3-86309-452-2

Preis: 17,50 €

The study aims to investigate the role of teacher factors (teacher belief, professional training, planning, cooperation among teachers, job satisfaction and stress in planning and classroom) and their instruction (cognitive activation, cooperative learning, cognitively challenging tasks, student engagement and differentiation.) in the mathematics competence development of students. The design of my study is longitudinal in nature. National Educational Panel (NEPS) data is used to investigate the effect of teachers on students’ mathematics competence development from grade 5-7 with a sample of 151 teachers and their 1706 students. Confirmatory factor analysis was carried out on the data in order to confirm the construct validity of the questionnaires. Mathematics competence was measured by NEPS through a standardized test at the beginning of grade 5 and grade 7. Multiple regression analyses and multi-group analyses were carried out in Mplus 7.11 to analyze the research questions. The study found that the following distal indicators are significant predictors of mathematics competence belief about deep learning, professional collaboration, individual needs of students, and stress in planning and classroom. Among proximal indicators student engagement, cognitively challenging tasks and differentiation showed the significant effect. Distal indicators explained 11% and proximal indicators explained 6% of the total variance in mathematics competence of students. The study found that distal indicators are stronger predictors of mathematics competence than proximal indicators and the importance of distal factors cannot be undermined. Once student previous mathematics competence was controlled for professional collaboration was no longer significant predictor and the amount of variance explained by distal and proximal factors decreased. A multi-group analysis was performed in order to examine do teachers in different school tracks (lower secondary school, middle secondary school, multi-track school, comprehensive school and grammar school) vary in effectiveness. However, no meaningful pattern of difference in teacher effectiveness across schools types was found. Implications of the findings are discussed.

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Regionale Bindung von Familienunternehmern : Konzeption und Einfluss auf Entscheidungsprozesse zur Verlagerung von Arbeitsplätzen in deutschen und spanischen Familienunternehmen / von Sonia Vilaclara Fatjo

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 24)
978-3-86309-411-9

Preis: 22,50 €

Eine insbesondere in Deutschland gängige Vorstellung über ein typisches Charakteristikum von Familienunternehmen bezieht sich auf eine ihnen unterstellte Verbundenheit mit dem heimischen Standort des Unternehmens, die sowohl auf der Betonung von Traditionen wie auch einem Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Region und dem dort beschäftigten Personal basiert. Diese regionale Bindung von Familienunternehmern fand als eigenständiges Konstrukt bislang nur wenig Beachtung in der betriebswirtschaftlichen Forschung. Dennoch kann angenommen werden, dass sich eine regionale Bindung von Familienunternehmern auch auf strategische Entscheidungen in diesen Unternehmen auswirkt. Zudem sehen sich im Zuge einer allgemein steigenden internationalen Ausrichtung von Unternehmen auch Familienunternehmen der Notwendigkeit gegenüber, ihre Wertschöpfungsketten international zu optimieren. Ausgehend von dieser Forschungslücke liefert die Studie eine systematische Erfassung der regionalen Bindung von Familienunternehmern und untersucht diese empirisch im Rahmen von Arbeitsplatz-verlagerungsentscheidungen ins Ausland. Besonderheiten in Familienunternehmen können mit dem Einfluss von familiensystemischen Eigenschaften auf die Unternehmensführung erklärt werden. Für die ländervergleichende Arbeit werden Familienunternehmen aus dem eher individualistischen Deutschland sowie dem vergleichsweise stärker kollektivistisch geprägten Spanien gegenübergestellt. Auf diese Weise werden auch landeskulturelle Besonderheiten regionaler Bindung von Familienunternehmern untersucht.

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A blend of MaLT: Selected contributions from the Methods and Linguistic Theories Symposium 2015 / Hanna Christ, Daniel Klenovšak, Lukas Sönning, Valentin Werner (eds.)

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Bamberger Beiträge zur Linguistik ; 15)
978-3-86309-457-7

Preis: 17,50 €

Over the past few decades, linguistic theorizing has benefited from an increasing trend towards empirical methodologies across all disciplines. Methodological know-how – both productive and receptive – has thus become one of the key qualifications for researchers. The empirical turn in linguistics has gone hand in hand with a considerable diversification of research methods. This diversity, which has come to be seen as a strength of linguistics as a field, has also benefited linguistic theory building. The present volume contains selected contributions from the 2015 Methods and Linguistic Theories (MaLT) symposium that address the aforementioned issues from an empirical and/or theoretical perspective. They can be seen as the essence of what MaLT was about, and illustrate the range of topics covered as well as the various concerns and approaches that featured during the event.

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Bamberger physisch-geographische Studien 2008 - 2015 : Teil III: Geomorphologisch-quartärgeologische Kartierungen im bayerischen Lech-, Wertach- und Schmuttertal / Gerhard Schellmann (Hrsg.)

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Bamberger Geographische Schriften - Sonderfolge ; 12)
978-3-86309-456-0

Preis: 36,00 €

Der vorliegende Band ist der dritte Teil einer Reihe physisch-geographischer Arbeiten, die in den Jahren 2007 bis 2015 am Bamberger Lehrstuhl für physische Geographie und Landschaftskunde entstanden sind. Dabei handelt es sich um quartärgeologische Kartierungen im Lech-, Schmutter- und Wertachtal.

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Figur und Psyche : Neudefinition des Unheimlichen / Dina De Rentiis.

2., bearb. u. erg. Aufl.

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Romanische Literaturen und Kulturen ; 7)
978-3-86309-389-1

Preis: 17,50 €

Der Psychoanalytiker verspürt nur selten den Antrieb zu ästhetischen Untersuchungen“, aber „[h]ie und da trifft es sich doch, dass er sich für ein bestimmtes Gebiet der Ästhetik interessieren muß“ (297), – so Sigmund Freud zu Beginn seines berühmten Aufsatzes über das „Unheimliche“ (S. Freud: Das Unheimliche, 1919). Das „Unheimliche“ ist seit Freud eng mit dem Verdrängungsbegriff verknüpft, als „etwas dem Seelenleben von alters her Vertrautes, das ihm nur durch den Prozeß der Verdrängung entfremdet worden ist“ (314), bzw. als „etwas wiederkehrendes Verdrängtes“ (297). Dieses Buch schlägt eine Neubetrachtung des Phänomens vor. Gezeigt wird, dass sich die psychologische Dimension des „Unheimlichen“ präziser erfassen lässt, wenn man die ästhetische Diskursivierung und Figuration des Phänomens systematisch und eingehend betrachtet. Analysiert werden "Der Sandmann", "Die Verwandlung" und "Le Horla".

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Störung durch Glücksspielen : Entwicklung und Bewertung von Unterstützungsmöglichkeiten für Angehörige / von Ursula Gisela Buchner

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 22)
978-3-86309-391-4

Preis: 17,50 €

Die vorliegende Arbeit beleuchtet erstmalig das Versorgungssystem für Personen mit pathologischem Glücksspielverhalten und ihre Angehörigen in Deutschland und identifiziert vorhandene Lücken in der Versorgung. Als wesentlicher Bestandteil werden innovative zielgruppenspezifische Angebote für Angehörige entwickelt und bewertet. Die erhobenen Daten zeigen, dass es sich bei hilfesuchenden Angehörigen tatsächlich um eine hoch belastete, zum Teil im klinisch relevanten Bereich belastete, Klientel handelt. Dies spricht für einen hohen Hilfebedarf und die Notwendigkeit adäquater Angebote. Das neu entwickelte Entlastungstraining ETAPPE kann gut in das vorhandene Hilfesystem integriert werden, lässt sich von Beraterinnen und Beratern effizient anbieten und zeigt signifikante, zum Zeitpunkt der Katamnese anhaltende, positive Ergebnisse. Die Adaptation des Angebots als E-Mental-Health-Programm EfA bietet unter Nutzung neuer Medien einen niedrigschwelligen Zugang zum Hilfesystem und stellt als mögliche Ergänzung traditioneller Angebote eine gute Erweiterung des Portfolios zur Unterstützung dieser Klientel dar. Perspektivisch gilt es, die Angebote auszubauen und weitere Lücken in der Versorgung dieser Klientel zu schließen.

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Die Proliferation regionaler Integrationsabkommen in Südamerika : Die Entstehung des institutionellen Komplexes und seine Konsequenzen / von Julia Dinkel

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 22)
978-3-86309-403-4

Preis: 21,00 €

Seit mehr als fünf Jahrzehnten sind intensive Bemühungen seitens der südamerikanischen Staaten zu beobachten, regionale Institutionen für eine verstärkte Zusammenarbeit und Integration in Südamerika zu etablieren. So besteht auf dem südamerikanischen Kontinent seit 1969 die Andengemeinschaft (Comunidad Andina de Naciones, CAN), seit 1980 die Lateinamerikanische Integrationsvereinigung (Asociación Latinoamericana de Integración, ALADI), seit 1991 der Gemeinsamen Markt des Südens (Mercado Común del Sur, Mercosur), seit 2005 die Bolivarianische Allianz für die Völker unseres Amerika (Alianza Bolivariana para los pueblos de Nuestra América, ALBA), seit 2008 die Union Südamerikanischer Nationen (Unión de Naciones Suramericanas, UNASUR) und schließlich seit 2012 die Pazifische Allianz (Alianza del Pacífico). Diese Institutionen formen ein Netz an Institutionen, das im Verlauf der vorliegenden Arbeit als institutioneller Komplex zur regionalen Integration in Südamerika bezeichnet wird. Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, die Entstehung dieses institutionellen Komplexes zur regionalen Integration in Südamerika und den sich ergebenden Konsequenzen theoretisch und empirisch zu untersuchen. Das Modell zur Erklärung der institutionellen Komplexe in Südamerika wird auf der Grundlage der Forschung zu institutionellen Komplexen entwickelt. Zur Untersuchung der Konsequenzen, die sich aus der Entstehung des institutionellen Komplexes ergeben haben, wird auf kausale Mechanismen aus der Forschung zur Wechselwirkung von Institutionen und auf Argumente aus der Organisationsökologie zurückgegriffen. Dazu wird mittels qualitativer Fallstudien und der Methode der Prozessanalyse untersucht, wie die Performanz der bestehenden Institutionen einen Einfluss auf die Entstehung des institutionellen Komplexes entwickeln konnte und welche Konsequenzen sich hieraus ergeben haben.

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Portability of Process-Aware and Service-Oriented Software : Evidence and Metrics / von Jörg Lenhard

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 23)
978-3-86309-399-0

Preis: 22,00 €

The development of modern distributed software systems has been shaped by the trends of service-orientation and process-awareness. Execution platforms supporting these trends are called engines. Applications and engines interface via language standards. A primary motivation for the usage of standards is the portability of applications, the ability to move software among different execution platforms without the necessity for full or partial reengineering. Nevertheless, practice shows that service-oriented and process-aware applications today are limited with respect to their portability. The reason for this is that engines rarely implement a complete standard. This work contributes to the development of portable service-oriented and process-aware software in two ways: Firstly, it provides evidence for the existence of portability issues and the insufficiency of standards for guaranteeing software portability. Secondly, it derives and validates a novel measurement framework for quantifying portability. We present a methodology for benchmarking the conformance of engines to a language standard and implement it in a fully automated benchmarking tool. On this basis, this work derives a measurement framework for portability, which is aligned to the ISO/IEC SQuaRE model and measurement methodology. This quality model separates the software quality characteristic of portability into the subcharacteristics of installability, adaptability, and replaceability. Each characteristic is addressed by a separate analysis, metrics derivation, evaluation, and validation.

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The Bible and Violence in Africa : Papers presented at the BiAS meeting 2014 in Windhoek (Namibia), with some additional contributions / Johannes Hunter & Joachim Kügler (Eds.)

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Bible in Africa Studies ; 20)
978-3-86309-393-8

Preis: 19,00 €

BiAS 20 contains papers presented at the BiAS meeting 2014 in Windhoek (Namibia), with some additional contributions. Scholars from Nigeria, Cameroon, Botswana, Zimbabwe, South Africa, Namibia and Germany are dealing with the urgent question of how the Bible is involved in the widespread use of violence in political, social, religious, and gender conflicts. One leading question is how to deal with the textual representation of violence in the Bible. It is taken up by more general hermeneutical contributions. The other leading question is how biblical texts and/or concepts are used to cause and justify violence. This is taken up by a greater number of articles which deal with concrete societal and political contexts in Zimbabwe and other African countries. The conference in Namibia was supported as a Humboldt-Kolleg on the Bible and Violence in Africa by the German Alexander von Humboldt Foundation.

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Meta-Containerplattform : Ein wirtschaftlicher Ansatz zur Verbesserung von Sicherheit und Wirtschaftlichkeit in der Containerlogistik? / von Andreas Döring

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Logistik & Supply Chain Management ; 13)
978-3-86309-395-2

Preis: 27,00 €

Die Globalisierung und Liberalisierung der Märkte haben zu komplexen internationalen Wertschöpfungsnetzwerken geführt. Zugleich haben in den vergangenen Jahren Entwicklungen wie die Prinzipien der Lean Production an Bedeutung gewonnen. In der Konsequenz operieren Wertschöpfungsnetzwerke mit einem minimalen Sicherheitspuffer an Beständen und Zeit, was sie zunehmend verwundbar macht. Ein Großteil der erforderlichen Verbringung von Waren innerhalb der Netzwerke wird mit Hilfe von Containern abgewickelt. Diese Transporte sind gegenüber rein nationalen Beförderungen, nicht zuletzt aufgrund der gestiegenen Transportentfernung und -dauer sowie zunehmenden Umschlagsvorgängen und Zwischenlagerungen, deutlich mehr Risiken ausgesetzt. Zugleich bestehen beim Transport von Containern weiterhin Intransparenzen, welche Ineffizienzen verursachen und Risiken treiben. Die vorliegende Dissertation verfolgt das Ziel, durch die Untersuchung der Vernetzung von IT-Systemen in der Logistik und deren Anbindung an eine zentrale Plattform, aus wissenschaftlicher wie anwendungsbezogener Sicht einen Beitrag zur potenziellen Gestaltung von transparenten, effizienten und sicheren Containertransporten und damit ganzheitlichen Supply Chains zu liefern.

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Mit Teamreflexion zum Teamerfolg: Analyse, Modellierung und gezielte Förderung kollektiver Reflexionsprozesse / von Ilona Weixelbaum

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 23)
978-3-86309-415-7

Preis: 40,00 €

In der Literatur wird der Reflexion, also dem kritischen Hinterfragen des eigenen Denkens und Handelns, eine Schlüsselrolle für die Steuerung von Anpassungsprozessen zugeschrieben. Trotz dieser zentralen Bedeutung ist der Erkenntnisstand über das Wesen und die Effekte von individueller und Teamreflexion bis dato unzureichend. Darüber hinaus existieren derzeit wenige standardisierte und in ihrer Wirksamkeit erprobte Trainingsansätze zur Schulung von Reflexionskompetenz in Arbeitsgruppen. Die vorliegende Arbeit trägt zur Erweiterung des bisherigen Erkenntnisstands bei, indem Reflexionsprozesse in Gruppen unter einem ganzheitlichen Blickwinkel erforscht werden. Zu diesem Zweck wurde auf der Basis einer umfassenden Literaturanalyse und einer Interviewstudie mit Praktikern aus der Produktentwicklung eine Theorie der Teamreflexion und ihrer Effekte entwickelt. Die theoretischen Annahmen wurden in einer quasi-experimentellen Laborstudie mit acht Studententeams validiert. Die gewonnenen Erkenntnisse bildeten die Basis für die Konzeption eines dreitägigen Trainingsprogramms zur Förderung von Reflexionskompetenz in Produktentwicklungsteams, welches im Rahmen einer empirischen Einzelfalluntersuchung auf seine Wirksamkeit überprüft wurde. Dazu nahmen drei Projektteams aus deutschen Unternehmen an der Trainingsmaßnahme teil. Für die Beurteilung des Trainingserfolgs wurde deren Reflexionsverhalten beim Lösen einer komplexen Problemstellung mit dem einer studentischen Kontrollgruppe verglichen. Zusätzlich wurde in allen Gruppen eine qualitative Analyse der Zusammenarbeit, der Entwicklung geteilter mentaler Modelle und des Problemlöseerfolgs vorgenommen. Die Ergebnisse der Untersuchung sprechen für die Wirksamkeit des Trainingsprogramms und liefern darüber hinaus Erkenntnisse über die positiven Auswirkungen von Teamreflexion auf das Denken, die Zusammenarbeit und die Arbeitsergebnisse von Gruppen.

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Mobility in a Globalised World 2015 / Eric Sucky, Jan Werner, Reinhard Kolke, Niels Biethahn (Hg.)

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Logistik & Supply Chain Management ; 14)
978-3-86309-419-5

Preis: 20,00 €

The term mobility has different meanings in the following science disciplines. In economics, mobility is the ability of an individual or a group to improve their economic status in relation to income and wealth within their lifetime or between generations. In information systems and computer science, mobility is used for the concept of mobile computing, in which a computer is transported by a person during normal use. Logistics creates by the design of logistics networks the infrastructure for the mobility of people and goods. Electric mobility is one of today’s solutions from engineering perspective to reduce the need of energy resources and environmental impact. Moreover, for urban planning, mobility is the crunch question about how to optimise the different needs for mobility and how to link different transportation systems. In this publication we collected the ideas of practitioners, researchers, and government officials regarding the different modes of mobility in a globalised world, focusing on both domestic and international issues.

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Osmanische Welten : Quellen und Fallstudien ; Festschrift für Michael Ursinus / hg. von Johannes Zimmermann, Christoph Herzog und Raoul Motika

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Bamberger Orientstudien ; 8)
978-3-86309-413-3

Preis: 26,50 €

Die Festschrift für Michael Ursinus versammelt insgesamt 23 internationale Forschungsbeiträge in deutscher, englischer und französischer Sprache zumeist aus dem Gebiet der Osmanistik. Die Beiträge stammen von Hüseyin Ağuiçenoğlu, Jean-Louis Bacqué-Grammont, Rainer Brunner, Elif Elmas, Werner Ende, Susanne Enderwitz, Rossitsa Gradeva, Tobias Heinzelmann, Christoph Herzog, Colin Heywood, Colin Imber, Raif Georges Khoury, Klaus Kreiser, Robert Langer, Hans Georg Majer, Nenad Moačanin, Viorel Panaite, Claudia Römer, Nicolas Vatin, Henning Sievert, Martin Strohmeier, Erdal Toprakyaran, Benjamin Weineck und Johannes Zimmermann.

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Leadership in der Lehrerbildung / hg. von Markus Heibler, Katrin Bartel, Kristina Hackmann und Birgit Weyand 

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Forum Erziehungswissenschaft und Bildungspraxis ; 6)
978-3-86309-409-6

Preis: 19,00 €

Mit der Dezentralisierung von Bildungssystemen geht die Fokussierung des Führungsverhaltens in eigenverantwortlichen pädagogischen Einrichtungen einher. Die Expertenorganisation Schule, als integraler Bestandteil der Bildungslandschaft, verlangt jeder Lehrkraft schon durch das Kerngeschäft Unterricht Führungskompetenzen ab. Hinzu kommen weitere Handlungsfelder im Rahmen der Schul- und Unterichtsentwicklung sowie der externen und internen Evaluationen eingebettet in das Qualitätsmanagement der Schule. Dabei wird nicht jede Führungstätigkeit explizit benannt oder einer Führungsfunktion zugeordnet. Durch diese Entwicklungen ist die Lehrerbildung gefordert, das Thema Leadership aufzunehmen, theoretisch zu fundieren und Räume zur praktischen Kompetenzentwicklung für angehende Lehrkräfte zu schaffen. Der 8. Bundeskongress der Zentren für Lehrerbildung an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg im Jahre 2015 hat die Herausforderungen, die mit der notwendigen Leadership-Orientierung der Führungskräfte einhergehen, zum Thema gemacht. Im vorliegenden Band diskutieren die Tagungsbeiträge den gegenwärtigen Stand von Forschung und Entwicklung auf drei Ebenen: - Leadership, Schulentwicklung und Lehrerbildung - Leadership und Unterichtshandeln - Leadership und Lehrerpersönlichkeit.       

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Innovation landscape in developed and developing markets : A conceptual and empirical study on technology convergence and low cost innovations / von Nivedita Agarwal

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 21)
978-3-86309-397-6

Preis: 18,00 €

Innovation is proven to be an absolute requirement for growth in both developed and developing countries, but the type and motivation of innovations differ depending on various surrounding factors. In developed countries innovations are often technology-driven and associated with delighting the end customers. On the contrary, in the emerging markets; due to the unique settings and infrastructural gaps innovations are focused towards meeting customer’s fundamental needs. Considering these vast differences, this research focuses on the comparison of the on-going innovation fostering in both developed and developing world individually.

In developed world, where information technology (IT) is emerging out as the key enabling technology, thesis focuses on technology convergence and IT enabled business transformations. It illustrates the case of General electric and describes its Industrial Internet initiative.

On emerging markets side, thesis discusses various types of innovation approaches adopted by local firms and multi-national companies to develop bottom-up low-cost products. It attempts to consolidate the research insights into a unified framework. It also touches upon the topic of social enterprises as a medium to diffuse social innovations into emerging markets to address social challenges and developmental issues like poverty and access to healthcare services.

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Who retires when and why? : A Comparative Analysis of Retirement Processes on the Case Study Denmark / by Julia Schilling

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 23)
978-3-86309-401-0

Preis: 21,00 €

The present dissertation traces how trends relating to globalization and demographic change impact on the labor market situation and retirement processes of older workers. The work focuses on Denmark, which is often cited as a role model for other OECD countries due to its specific institutional context and its traditionally high labor market participation of older people. In addition, the results from this Danish country study are compared to findings from Germany and the Netherlands, enabling an assessment of Denmark’s performance from a cross-country comparative perspective. In that context, the empirical analyses combine an examination of observed experiences in both the late career and the retirement process with how people themselves view their transition into the state of retirement.

 

Funktion und Normativität bei Darwin und Aristoteles / hg. von Marko J. Fuchs und Annett Wienmeister

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 23)
978-3-86309-407-2

Preis: 22,00 €

In immer mehr Bereichen der modernen Humanwissenschaften wird die Evolutionstheorie als maßgebliches Erklärungsmodell angewendet. Die Attraktivität dieses Modells für andere Wissenschaften besteht in der Verbindung der historischen Entwicklungsdimension mit einer naturwissenschaftlich-nüchternen Betrachtungsweise, in der Phänomene funktional als auf Anpassung ausgerichtete Zusammenhänge begriffen werden. Mit Blick auf die Moral scheint dies jedoch auf die Alternative hinauszulaufen, entweder die Moral auf evolutionäre Anpassungsleistungen zurückzuführen oder moralische Normativität als irreduzibel anzukennen, was dann aber dazu führt, dass Ethik und Evolutionstheorie als zwei Perspektiven, unter denen menschliches Verhalten betrachtet werden kann, unvermittelt nebeneinander stehen. Dieser Befund ist jedoch insofern defizitär, als in der gegenwärtigen philosophischen Ethik in zunehmendem Maße die Notwendigkeit gesehen wird, menschliches Verhalten an die Natur zurückzubinden. Daher wird im modernen ethischen Diskurs nicht nur die Vernünftigkeit des Menschen, sondern auch seine biologische Verfassung zum Gegenstand der Untersuchung. Dieser Perspektivwechsel ist maßgeblich mit einer Wiederaufnahme aristotelischer Grundfiguren verbunden, so dass sogar von einer ‚Re-Aristotelisierung der praktischen Philosophie‘ (Höffe) gesprochen wird. Was diese antike Ethik so attraktiv erscheinen lässt, ist die Verwendung eines Naturbegriffs (physis), der zugleich die Grundlage der aristotelischen Naturphilosophie darstellt. Es scheint somit, dass die aristotelische Philosophie die Möglichkeit eröffnet, den Menschen sowohl als natürliches als auch als moralisches Wesen zu begreifen, ohne die moralische Dimension auf Naturvorgänge zu reduzieren. Der Sammelband diskutiert unter anderem die Frage, inwieweit Aristoteles’ Philosophie mögliche Lösungsansätze für das oben beschriebene Problem der Disparität von Moral und Evolutionstheorie anbieten kann.

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Im Anfang war das Wort: Tom Phillips' illustrativ-poetische Dante-Rezeption / Kerstin F. M. Blum

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Bamberger Studien zu Literatur, Kultur und Medien ; 17)
978-3-86309-405-8

Preis: 28,50 €

Die Auseinandersetzung mit Neubearbeitungen der Divina Commedia in unterschiedlichen Medien, bei welchen Sprache und Bild in wechselseitigen Dialog treten, ist ein schier unerschöpfliches Territorium, in dem die Überprüfung der Gewichtung und der Wechselwirkungen zwischen Kunst und Sprache immer wieder neue Fragen aufwirft. Dantes Divina Commedia wurde seit ihrem Erscheinen nahezu ohne Unterbrechung in Wort und Bild rezipiert und für eine Verortung jeder neuen Bearbeitung ist die Kenntnis der Tradition der Dante-Rezeption grundlegend. Aufgrund ihrer ungewöhnlichen Herangehensweise fällt die Dante-Rezeption des britischen Künstlers Tom Phillips aus dem Rahmen der traditionellen Dante-Illustration heraus. Vor allem in akademischen Kreisen wird diese Bearbeitung unterschätzt oder sogar ignoriert. Phillips‘ Herangehensweise bezieht nicht nur das Originalwerk in seine Überlegungen ein, sondern nutzt die gesamte Tradition als Folie für seine persönliche, zuweilen spielerische Bearbeitung der Commedia. Diese Arbeit bewertet Phillips‘ Rezeption als vielschichtige Aktualisierung des mittelalterlichen Texts in Wort, Illustration und Film, die durch unerwartet hohe Werktreue neue Maßstäbe setzt. Sie zeigt auf, dass Phillips‘ Herangehensweise innovativ und tiefgreifend durchdacht ist und dass eine genaue Untersuchung der Rezeption das Studium des Inferno und der Dante-Forschung bereichern und erfrischen kann. In gewisser Weise nimmt Phillips‘ Rezeption sogar eine Vorreiterrolle ein, welche die Türen öffnet für nachfolgende Rezeptionen.

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Humor als Förderfaktor für Innovationen : Analyse eines Innovationscoachings und Entwicklung eines theoretischen Modells ; (qualitative Einzelfallstudien) / von Christina Dornaus

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 24)
978-3-86309-421-8

Preis: 38,00 €

Humor erfolgreich als Förderfaktor für Innovationen nutzen – ein Zusammenhang, den inzwischen einige Ratgeber thematisieren und durchaus mit Erfolg propagieren. Wissenschaftliche Forschung zu diesem Thema existiert bislang jedoch nur für den Zusammenhang von Humor und bestimmten Teilkonzepten von Innovation. Daher hat sich diese Arbeit zwei Ziele gesetzt: Zum einen die Entwicklung und Evaluierung eines Personalentwicklungsinstruments (Innovationscoaching), das mit Humor arbeitet und Führungskräften zeigt, wie sich Humor zur Innovationsförderung einsetzen lässt; zum anderen die Entwicklung eines theoretischen Modells für die Beziehungsstruktur zwischen Humor und innovationsbezogenem Verhalten. Anhand qualitativer Einzelfallstudien wird deshalb untersucht, wie Humor als Förderfaktor Innovationen unterstützen kann. Zur Förderung von Humor im Rahmen eines Innovationscoachings werden im Anschluss an die Diagnostik des Humors der Teilnehmer verschiedene humorbezogene Methoden erprobt und evaluiert. Ebenso findet eine Überprüfung statt, inwiefern sich erlebnisaktivierende Methoden mit Humor kombinieren lassen. Zur Erörterung des theoretischen Zusammenhangs von Humor und Innovation können mit Hilfe qualitativer Interviews im ersten Schritt subjektive Theorien für die Einzelfälle erstellt werden. Eine Zusammenführung und Erweiterung der individuellen Modelle führt im zweiten Schritt zu einem theoretischen Modell, das Erklärungen liefert, wie Humor Innovationen fördern kann. Hierzu finden ein Abgleich mit bereits bestehenden Forschungsergebnissen sowie eine Reflektion der methodischen Herangehensweise statt. Eine Integration der beiden Zielstellungen führt abschließend zu einem neuen Trainingskonzept für die Nutzung von Humor als Förderfaktor für Innovationen und zeigt weiteren Forschungsbedarf in diesem Bereich auf.

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Nibelungische Memoria : Zur Erinnerungsfunktion von Emotionalität und Geschlecht in der ‚Klage‘ /
von Sabrina Hufnagel

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Bamberger Germanistische Mittelalter- und Frühneuzeit-Studien ; 1)
978-3-86309-417-1

Preis: 22,00 €

Das ‚Nibelungenlied‘ endet bekanntermaßen mit der exorbitanten Katastrophe am Hunnenhof, die die meisten Protagonisten des Werkes in einer Eskalation der Gewalt in den Tod reißt. An dieser Stelle hebt die ‚Nibelungenklage‘ an und erzählt, was ‚danach‘ geschah. In der Rekapitulation der außergewöhnlichen Ereignisse, der Diskussion und Bewertung der Handlungen und Motivationen der Protagonisten des ‚Liedes‘ und vor allem in der Trauer um die Verstorbenen installiert die ‚Nibelungenklage‘ konkrete Erinnerungsmaßnahmen des ‚Lied‘-Geschehens und seiner Figuren. Diese Untersuchung analysiert, wie sich in der schriftlichen Überlieferung von ‚Lied‘ und ‚Klage‘ dabei eine ‚nibelungische memoria‘ formiert, die den Erzählkomplex als Teil einer Gedächtniskultur narrativiert, und wie diese memorierende Trauerartikulation im Kontext der normativen Anforderungen von Status, Macht und Geschlecht und damit im Sinne der Reorganisation der Gegenwart für eine funktionale nachnibelungische Zukunft organisiert wird.

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Die Anerkennung der Europäischen Union in internationalen Kooperationsprojekten / von Marc Mühleck

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 25)
978-3-86309-427-0

Preis: 19,50 €

Der Europäischen Union (EU) gelingt es zunehmend, in dem um Staaten zentrierten internationalen System als eigenständiger Akteur anerkannt zu werden. Sie beansprucht damit eine herausgehobene Rolle im Vergleich zu anderen nichtstaatlichen Akteuren und tritt neben oder gar an die Stelle ihrer eigenen Mitgliedsstaaten. Es stellt sich die Frage, wann und warum die EU in einem internationalen Kooperationsprojekt eine solche Anerkennung erfährt. Die vorherrschenden Ansätze der EU- und IGO-Forschung bieten keinen geeigneten Rahmen für diese Frage. Daher wird ein neuer Ansatz auf der Basis von James Colemans korporativen Akteur, seinem Modell der Ressourcenzusammenlegung und systemtheoretisch-inspirierten Autonomieüberlegungen entwickelt. Eine Anerkennung der EU für ein Kooperationsprojekt wird auf der Basis von Relevanz, welche sich aus interner Handlungsfähigkeit ergibt, erklärbar. Auf empirischer Seite werden 24 Fälle aus der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) sowie dem Regime zur Bekämpfung weiträumiger grenzüberschreitender Luftverschmutzung (LRTAP) untersucht und auf die Anwendbarkeit und Erklärungskraft des Ansatzes geprüft. Dabei handelt es sich um alle Subregime im Rahmen der FAO, um das Engagement der Union in der FAO-Organisation selbst sowie um die Konventions- und Protokollverhandlungen des LRTAP-Regimes.

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Stabilität, Kontinuität und interindividuelle Unterschiede in der Entwicklung schriftsprachlicher Kompetenzen / von Maximilian Pfost

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Humanwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 25)
978-3-86309-433-1

Preis: 15,50 €

Der sichere Umgang mit Schrift ist Voraussetzung für die Partizipation an den wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Möglichkeiten unserer Gesellschaft. Schulleistungsstudien verweisen allerdings auf substanzielle interindividuelle Unterschiede in der Fähigkeit, geschriebene Texte zu lesen und zu verstehen: Neben Schülerinnen und Schülern mit sehr guter Lesekompetenz finden sich auch Schülerinnen und Schüler mit sehr schwacher Lesekompetenz. Die vorgelegte Synopse zur kumulativen Habilitation bezieht Position zur Entwicklung interindividueller Unterschiede schriftsprachlicher Kompetenzen, insbesondere der Lesekompetenz. Ferner wird die Frage nach dem Potenzial pädagogischer Einflussnahme diskutiert. Die Arbeit führt zunächst in relevante Konzepte von Stabilität und Entwicklungskontinuität ein. Im Anschluss werden die einzelnen dieser Synopse zugrunde liegenden Publikationen jeweils kurz dargestellt. Die Studien werden drei thematischen Schwerpunkten zugeordnet: 1) Die Rolle der phonologischen Bewusstheit für die Entwicklung schriftsprachlicher Kompetenzen, 2) Kumulative, stabile und kompensatorische Entwicklungsmuster schriftsprachlicher Kompetenzen, 3) Der Einfluss individueller Verhaltenstendenzen auf die schriftsprachliche Entwicklung – Lesepraxis und Lesekompetenz. Aus der Gesamtsicht der im Rahmen dieser Synopse diskutierten Studien werden fünf Hypothesen über die Entwicklung schriftsprachlicher Kompetenzen formuliert.

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Adverbien und Depiktive im Spanischen als radiale Kategorien : eine korpuslinguistische Untersuchung im Rahmen der Konstruktionsgrammatik / von Katrin Betz

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Bamberger Beiträge zur Linguistik ; 14)
978-3-86309-425-6

Preis: 17,00 €

Das Spanische verfügt über zwei Möglichkeiten zur Bildung von Adverbien auf adjektivischer Basis: Adverbien können mittels des Suffixes MENTE gebildet werden (correr rápidamente) oder es können Adjektive in ihrer Zitierform in adverbialer Funktion verwendet werden (correr rápido). Außerdem können Adjektive als depiktive sekundäre Prädikate verwendet werden: comer la carne cruda, bañarse desnudo. In dieser Konstruktion designiert das sekundäre Prädikat einen Zustand eines Partizipanten, der sich zeitlich mit der Hauptprädikation überschneidet. Unter bestimmten Bedingungen kann es zu formalen oder semantischen Überschneidungen zwischen den drei genannten Konstruktionen kommen. In der vorliegenden Arbeit wurden die drei Konstruktion sowie ihre Beziehungen zueinander im Rahmen einer Analyse des ‚Corpus Oral de Referencia de la Lengua Española Contemporánea‘ untersucht. Für eine systematische Beschreibung der Verwendung der Konstruktionen im Korpus, ihrer Eigenschaften und der Überschneidungen zwischen ihnen erwies sich das Modell der radialen Kategorien als theoretischer Hintergrund als geeignet: Die MENTE-Adverbien und die depiktive Konstruktion werden auf der Basis einer qualitativen Korpusanalyse als radiale Kategorien mit einem Kern- und einem Randbereich modelliert. Für die depiktive Konstruktion werden Instanzen, die mit Adjektiven des semantischen Typs KÖRPERLICHER ZUSTAND gebildet werden, als zentral interpretiert. Für die MENTE-Adverbien werden die prädikatsbezogenen Instanzen als zentraler Bereich erarbeitet. Für beide Konstruktionen wird zudem auf der Basis einer quantitativen Korpusanalyse gezeigt, dass sie im zentralen Bereich am produktivsten sind. Die Nennformadverbien unterliegen im Gegensatz zu den MENTE-Adverbien verschiedenen Beschränkungen und konnten auf Grund ihres seltenen Auftretens im Korpus nicht als radiale Kategorie modelliert werden. Stattdessen wird für sie aus theoretischer Sicht dafür argumentiert, dass es sich bei ihnen um prototypische Instanzen der adverbialen Modifikation handelt.

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Eiscreme Bier /  Miro Gavran. Hrsg., komm., übers., erl. u. mit Materialien vers. von Tihomir Glowatzky

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Bamberger Texte für Bühne und Film ; 4)
978-3-86309-435-5

Preis: 15,50 €

Es werden zwei aktuelle Stücke (Eiscreme / Bier) des z.Zt. meistgespielten kroatischen Autors Miro Gavran in dt. Übersetzung präsentiert, kommentiert, mit wissenschaftlichen und journalistischen Materialien versehen. Die Stücke sind miteinander verklammert: Im ersten spielen Mutter und Tochter, im zweiten Vater und Sohn das Eltern-Kind- Verhältnis über ca. 60 Jahre hinweg durch. Ein Kapitel ist speziell dem Problem des literarischen Übersetzens gewidmet.

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Römer - Baiern - Franken : Archäologie, Namenforschung, Sprachgeschichte im Main-Donau-Raum / hrsg. von Rolf Bergmann u. Stefanie Stricker

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Bamberger interdisziplinäre Mittelalterstudien / Vorträge und Vorlesungen ; 7)
978-3-86309-431-7

Preis: 21,50 €

Der Band stellt ausgewählte Aspekte der älteren Siedlungs- und Sprachgeschichte im Main-Donau-Raum in den Mittelpunkt. Durch die interdisziplinäre Ausrichtung wird es möglich, archäologische Befunde mit den sprachlichen Spuren in den Namen in Beziehung zu setzen. In römischer Zeit teilte der Limes das nördliche Bayern. Die Frage nach römischen Namenspuren berührt sich direkt mit der archäologischen Problematik der Kontinuität Spätantike-Frühmittelalter. Mit der wiederum durch Grabungen nachgewiesenen germanischen Siedlung hängen zentrale sprachhistorische Probleme zusammen, insbesondere das der Entstehung des bairischen Sprachraums. Bairische Kennwörter wie Ertag für Dienstag und Pfinztag für Donnerstag weisen dabei auf ostgotische Einflüsse, während im System der Wochentagsbezeichnungen ansonsten die römischen Grundlagen dominieren. Vom Nordwesten her setzt sich seit der Merowingerzeit fränkischer Einfluss in Herrschaftsstrukturen durch, die bei einer aktuellen Grabung bei Gerolzhofen sichtbar geworden sind.

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Die medizinische Bibliothek des Adalbert Friedrich Marcus : Privater Buchbesitz und ärztliches Wissen in Bamberg um 1800 / von Michaela Schmölz-Häberlein u. Mark Häberlein

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Bamberger Historische Studien ; 15)
978-3-86309-429-4

Preis: 19,00 €

Der aus einer jüdischen Familie stammende Arzt Adalbert Friedrich Marcus (1753–1816) hat das Gesundheitswesen der Stadt Bamberg als Leibarzt des Fürstbischofs Franz Ludwig von Erthal, Direktor des 1789 eingeweihten Allgemeinen Krankenhauses und Initiator weiterer medizinischer Einrichtungen, die nach dem Übergang des Hochstifts Bamberg an Bayern 1802/03 gegründet wurden, maßgeblich geprägt. Seine medizinischen Reformen und Publikationen erregten zudem breite überregionale Aufmerksamkeit. Die vorliegende Studie präsentiert die Ergebnisse der Auswertung von Marcus’ handschriftlichem Katalog seiner medizinischen Bibliothek, der in der Staatsbibliothek Bamberg aufbewahrt wird und rund 550 Titel von Büchern und Zeitschriften auflistet. Dieser Katalog demonstriert Marcus’ Vertrautheit mit grundlegenden Werken der Medizingeschichte sowie zeitgenössischen wissenschaftlichen Entwicklungen und reflektiert zentrale Arbeitsfelder des Bamberger Arztes; er zeigt aber auch, dass diese Bibliothek das medizinische Wissen seiner Zeit nur selektiv widerspiegelt.

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Slavic Alphabet Tables : Volume 3 - Odds and Ends (1530-1963)  /  von Sebastian Kempgen

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Bamberger Beiträge zur Linguistik ; 13)
978-3-86309-446-1

Preis: 34,00 €

The third and final volume on "Slavic Alphabet Tables" rounds out the first two volumes with a lot of additional material. Several Slavic sources are being published here for the first time, and Romanian primers printed with Old Church Slavonic letters present a special focus of this volume.

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Emergence of a new type of family? : Parenting intentions of homosexual women and men / von Christian Haag

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Bamberger Beiträge zur Soziologie ; 16)
978-3-86309-444-7

Preis: 17,50 €

Christian Haag holds a diploma degree in Sociology from the University of Bamberg and also studied at the National University of Ireland in Galway. He has taught and researched at the chair of Sociology I at the University of Bamberg, at the State Institute for Family Research at the University of Bamberg (ifb), and at the Goethe University Frankfurt. His work is focussed on social inequality, life course research, and family sociology. Specialties include employment of women and mothers, reconciliation of family and employment, same-sex relationships and homosexuality, attitudes towards the family and normative images of the family, and parenting intentions, particularly in the context of artificial reproductive techniques. In his dissertation, Christian Haag contributes to the body of research in family sociology in providing original results on parenting intentions of homosexual women and men. Based on a quantitative German dataset from the State Institute for Family Research at the University of Bamberg (ifb), the thesis delineates parenting intentions, finds evidence for influencing factors which are important in the development of these intentions, and furthermore describes and discusses intended family patterns of homosexual women and men. The implications are discussed at an individual and a societal level. Results throughout point towards the importance of the social and legal framework. Results and their implications extend to common issues and topics for all couples in treatment with assisted reproductive techniques.

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Unternehmensüberwachung in der Europäischen Aktiengesellschaft (SE) : Gestaltungsmöglichkeiten und Leistungsfähigkeit des Überwachungsorgans / von Markus Moelgen

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 26)
978-3-86309-437-9

Preis: 24,00 €

Die Überwachungspraxis des Aufsichtsrats der deutschen Aktiengesellschaft ist wiederholt sowohl im Hinblick auf ihre organrechtliche Verfasstheit als auch auf ihre personelle Zusammensetzung und Arbeitsweise kritisch hinterfragt worden. Wiederkehrende Diskussionspunkte betreffen vor allem die mangelnde Gestaltungsfreiheit des deutschen Gesellschaftsrechts im Hinblick auf die Wahl des Leitungssystems, die Größe des Überwachungsorgans sowie die Auswirkungen der Mitbestimmung auf Entscheidungsprozesse und personelle Zusammensetzung. Mit der Europäischen Aktiengesellschaft (SE) hat der europäische Gesetzgeber zum 8. Oktober 2004 eine Rechtsform eingeführt, die den Anspruch erhebt, für grenzüberschreitende Belange im europäischen Binnenmarkt ein effizienteres und sachgerechteres Bündel spezifischer Rechtsnormen zu bieten. Die SE bietet in Deutschland ansässigen Unternehmen erstmals die Möglichkeit, in einer Aktiengesellschaft zwischen einem System aus Vorstand und Aufsichtsrat oder einem Verwaltungsrat zu wählen, die Organgröße unternehmensindividuell anzupassen sowie Arbeitnehmervertreter aus verschiedenen europäischen Mitgliedsstaaten in das Aufsichtsorgan zu integrieren. Ziel der Untersuchung ist es, der Frage nachzugehen, inwiefern die SE neue Gestaltungsoptionen für die Unternehmensüberwachung eröffnet und welche Auswirkungen von der Nutzung dieser Optionen auf die Überwachungspraxis ausgehen.

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Inklusiver Mathematikunterricht – Mathematiklernen in ausgewählten Förderschwerpunkten : Tagungsband des AK Grundschule in der GDM 2016 / hg. von Anna Susanne Steinweg

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Mathematikdidaktik Grundschule ; 6)
978-3-86309-439-3

Preis: 15,00 €

Dieser Tagungsband dokumentiert die Ergebnisse der Jahrestagung des Arbeitskreises Grundschule in der Gesellschaft für Didaktik der Mathematik (GDM), die vom 11. bis 13. November 2016 in Bad Salzdetfurth stattfand, widmete sich der Arbeitskreis dem Thema „Inklusiver Mathematikunterricht – Mathematiklernen in ausgewählten Förderschwerpunkten“. Mathematiklernen im inklusiven Kontext stellt eine besondere Herausforderung für die Unterrichtspraxis sowie die mathematikdidaktische Forschungs- und Entwicklungsarbeit dar. Dieser Themenkomplex wurde im Rahmen von vier Hauptvorträgen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet und im Plenum diskutiert. Zusätzlich setzten sich acht Arbeitsgruppen mit den Themenfeldern Arithmetik, Geometrie, Sachrechnen, Daten, Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit, Lehrerfortbildung, Kommunikation und Kooperation, Lernen, Lehren und Forschen mit digitalen Medien sowie vorschulische Bildung intensiv mit aktuellen Forschungs-und Praxisfragen auseinander. Zentrale Ergebnisse dieser Arbeitsgruppen sind ebenfalls in diesem Band dokumentiert.

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Die Ansiedlung von Aufgaben in der Aufbauorganisation deutscher Landesministerialverwaltungen : Eine handlungstheoretische Erklärung von Organisationsentscheidungen über aufbauorganisatorische Arrangements am Beispiel der Migrations- und Integrationspolitik / von Daniel Schamburek

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Schriften aus der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ; 28)
978-3-86309-454-6

Preis: 29,00 €

Das Kernanliegen dieser Arbeit besteht darin, zu ergründen, wie Politikfelder in der Aufbaustruktur von Ministerialverwaltungen angesiedelt werden. Diesem Ziel folgend werden vier zentrale Erkenntnisbausteine gewonnen. Der erste Baustein ist deskripti-ver Natur: Am Beispiel der Migrations- und Integrationspolitik wird gezeigt, dass sich die organisatorische Ansiedlung von Politikfeldern in Landesministerialverwaltungen über Zeit und Bundesländer hinweg stark unterscheidet. Dies zeigt die empirische Aufarbeitung von Aufbaustrukturen in insgesamt sechs Bundesländern (Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen) über einen Zeitraum von 15 Jahren mittels einer detailtiefen Formalstrukturanalyse. Es drängt sich die Frage auf, wie sich die gefundene Varianz erklären lässt. Zur Beant-wortung dieser Frage wird ein theoretisches Argument herausgearbeitet, welches den zweiten Erkenntnisbaustein darstellt. Das theoretische Argument stellt der Komplexität von Aufbauorganisationen einen Wirkmechanismus gegenüber, der mit wenigen Fak-toren das Zustandekommen organisatorischer Arrangements erklären kann. Damit unterscheidet sich das Argument von herkömmlichen Erklärungsversuchen in diesem Bereich, die oft auf sehr umständliche Theoriemodelle setzen. Der Wirkmechanismus zeigt auf, dass die Ansiedlung von Politikfeldern in komplexen Aufbauorganisationen im Wesentlichen a) vom Interesse des Akteurs am Politikfeld, b) von der Zielrichtung, die vom jeweiligen Akteur verfolgt wird, und c) von den institutionellen Rahmenbedin-gungen, in denen die beteiligten Akteure handeln, abhängt. Einige Versäumnisse der Politikwissenschaft insbesondere bei der theoretischen Mikrofundierung von Salienz-basierten Konzepten in komplexen Auswahlsituationen machen es dabei notwendig, einige Modifikationen am bisherigen Forschungsstand vorzunehmen. Der empirische Test bringt sodann die beiden verbleibenden Erkenntnisbausteine her-vor. Zunächst fördert dieser Test Erkenntnisse zu politischen Positionen der maßgeb-lichen Akteure in sechs Bundesländern über einen Zeitraum von 15 Jahren zutage, die sich gut untereinander vergleichen lassen. Die Bestimmung von Akteurspositionen erfolgt dabei vorwiegend über primärdatenbasierte Textanalysen und die Auswertung zahlreicher Interviews. Zudem plausibilisiert der empirische Test das herausgearbeite-te theoretische Argument und verdeutlicht den ‚Primat der Politik‘ bei der Ansiedlung politikfeldspezifischer Aufgaben in der Aufbaustruktur von Landesministerialverwaltungen.

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Die hochmittelalterliche Stadtmauer der Bamberger Inselstadt  : unter besonderer Berücksichtigung der Ergebnisse der Ausgrabung "Am Kranen 14" / Roman Schöpplein

Bamberg: Univ. of Bamberg Press, 2016
(Forschungen des Instituts für Archäologie, Denkmalkunde und Kunstgeschichte ; 3)
978-3-86309-423-2

Preis: 12,50 €

Im Zuge der raschen Expansion der im frühen 11. Jahrhundert gegründeten Kaiser- und Bischofsstadt Bamberg entwickelte sich bereits hundert Jahre später auf einer Flussinsel der Regnitz eine neuer Stadtteil. Diese vor allem von Bürgern, Händlern und Handwerkern bewohnte Siedlung wurde vermutlich schon kurz nach ihrer Entstehung mit einer Stadtmauer umschlossen. Ein solches Bauwerk war nicht nur zum Schutz der Bürger, sondern auch zur Abgrenzung eines Rechtsbezirks notwendig. Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung einer Befestigung stammt allerdings erst aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Bei einer im Jahr 2011 von der Universität Bamberg durchgeführten Stadtkerngrabung auf dem Anwesen „Am Kranen 14“ traten Reste dieses Bauwerks zu Tage. Die Ergebnisse der Grabung gaben Anlass zu einer Neubewertung der bis dato bekannten Fakten. Fragen nach der Erbauungszeit, dem Verlauf und dem Habitus dieser Stadtmauer konnten neu bewertet werden. Dabei wurde der Versuch unternommen, alle verfügbaren bildlichen, archäologischen, schriftlichen und baulichen Quellen zu analysieren und im Zusammenhang mit den jüngsten Untersuchungen kritisch zu beurteilen. Das besondere Interesse dieser Arbeit gilt vor allem der Rekonstruktion des Verlaufs sowie dem Versuch einer Datierung dieses Bauwerks, da es bisher keine eindeutigen Befunde zum genauen Alter der hochmittelalterlichen Stadtmauer der Bamberger Inselstadt gab.

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