Polonistische Dissertation erschienen

Katarzyna Plucińskas Dissertation ist im Druck erschienen

Katarzyna Plucińska hatte 2023 bei Prof. Kempgen promoviert - vgl. auch die Newsmeldung dazu. Ihre Dissertation “(Fremde) initial vorkommende Wortbildungseinheiten im gegenwärtigen Polnischen” ist jetzt gedruckt beim Verlag Dr. Kovač erschienen. (Link zum Verlag). Katarzyna Plucińska darf mit der Veröffentlichung ihrer Dissertation nunmehr ihren Dr.-Titel tragen – zu diesem erfolgreichen Abschluß einen herzlichen Glückwunsch!

Aus der Ankündigung des Verlages:

"Fremde initiale Wortbildungseinheiten (IWE) wie anty-, eko- oder super- gehören inzwischen zu Wortbildungsmitteln, die das heutige Polnische erfolgreich erweitern. Ihre Verbreitung lässt sich auf ein Zusammenspiel außersprachlicher Einflüsse, sprachübergreifender Tendenzen und sprachinterner Entwicklungen zurückführen.

Um der Komplexität des Phänomens gerecht zu werden, verfolgt die Monografie einen breit gefassten Ansatz. Sie beschreibt nicht nur rein sprachliche Innovationen, sondern bezieht auch Aspekte wie Internationalisierung, Umgangssprachlichkeit sowie politische, gesellschaftliche und kulturelle Veränderungen in Polen ein – einschließlich des Einflusses der Medien auf die Sprache.

Bei der Beschreibung einzelner Erscheinungen greift die Autorin auf bestehende Forschungsergebnisse zurück, reflektiert diese kritisch und entwickelt daraus eine solide Grundlage, die den Leserinnen und Lesern eine Übersicht über das moderne Polnische bietet. Eine systematische Einordnung sowie die theoretische Fundierung – gestützt durch anschauliche Beispiele – ebnen den Weg für eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Wortbildung unter Einbezug fremder Elemente. Mit der Formulierung der Definition der IWE wird schließlich der Übergang zum zweiten, empirischen Teil der Arbeit geschaffen.

In diesem Teil der Studie erfolgt eine detaillierte Analyse konkreter Wortbildungsmuster, in denen die 14 ausgewählten IWEs enthalten sind, und anhand authentischer Sprachbelege nachgewiesen werden. Auf diese Weise wird das Phänomen greifbarer und seine praktische Umsetzung im Sprachgebrauch sichtbar gemacht. Die anschließende Datenauswertung liefert eine Momentaufnahme des Phänomens, knüpft an bestehende Forschung an und erweitert diese um neue Erkenntnisse.

Die Autorin legt großen Wert auf eine verständliche Aufbereitung der Beispiele, die durch ihre Übersetzung ins Deutsche nachvollziehbar gemacht und durch eine thematische Gruppierung systematisch geordnet sind. Darüber hinaus wird auf eine übersichtliche Darstellung der Untersuchungsergebnisse in Form von Diagrammen und Tabellen geachtet. Dadurch wird das Buch zu einem zugänglichen Werk für alle sprachwissenschaftlich Interessierten; auch für Leserinnen und Leser ohne vertiefte Kenntnisse im Polnischen."