Der Stille Don (Vortrag auf dem 51. Konstanzer Treffen)
Prof. Kempgen trug auf dem 51. Konstanzer Slavistischen Arbeitstreffen, das dieses Jahr (erstmals) in Münster stattfand (Sept. 26), vor und erklärte die Etymologie der Flußnamen Don, Dnjepr und Dnjestr sowie ihrer griechischen Gegenstücke Tanais, Tyras und Borysthenes. Einige der Etymologie waren ganz neu (Dnjestr, Tyras), andere wurden präzisiert (Dnjepr, Borysthenes). Alles zusammen ergeben ein konsistentes Bild, bei dem man sich fragen kann, inwieweit es zu Schlüsssen auf die idg. “Urheimat” beiträgt. Die Ergebnisse stützen jedenfalls diejenigen Hypothesen, die das ursprüngliche Verbreitungsgebiet dieser Ethnien (Stämme, Clans….) in die Steppengegend nördlich des Schwarzen Meeres legt.
Die eingeblendete Folie zeigt im übrigen, daß es in Europa nicht nur einen Don gibt, den bekannten, sondern auch mehrere kleine, die alle an der Peripherie liegen.
