Neuerscheinung: Wie realistisch sind unsere Erwartungen an KI im Literaturunterricht?

Aufsatz zur Förderung funktionaler und personaler Aspekte digitaler Souveränität durch die Lehrkräftefortbildung „Digitale Souveränität im Umgang mit KI im Literaturunterricht“, die im Rahmen des Verbundforschungsprojekts „Digitale Souveränität als Ziel wegweisender Lehrer:innenbildung in den Sprachen, Gesellschafts- und Wirtschaftswissenschaften in der digitalen Welt“ (DiSo-SGW) entwickelt, evaluiert und disseminiert wurde.

Der Beitrag diskutiert, inwiefern Erwartungen an generative Künstliche Intelligenz im Literaturunterricht realistisch sind, und leitet daraus Anforderungen an die Professionalisierung von Deutschlehrkräften ab. Auf Basis theoretischer Überlegungen und empirischer Befunde wird gezeigt, dass Large Language Models wie ChatGPT zwar Potenziale für literarische Verstehensprozesse bieten, zugleich jedoch durch fachliche Unzuverlässigkeit, inkonsistente Outputs und begrenzte Lernerangemessenheit gekennzeichnet sind. Vor diesem Hintergrund wird das Konzept digitaler Souveränität als Ziel fachlicher Lehrkräftebildung eingeführt, das funktionale und personale Facetten umfasst. Am Beispiel von Fortbildungsangeboten aus dem Projekt DiSo-SGW werden Ansätze aufgezeigt, wie Lehrkräfte dazu befähigt werden können, Potenziale und Grenzen von KI im Kontext des Literaturunterrichts reflektiert einzuordnen und Schüler:innen zu einem kritischen Umgang anzuleiten.

 

Brüggemann, J., Ascherl, C. & Okesson, L. (2026). Wie realistisch sind unsere Erwartungen an KI im Literaturunterricht? Zur Professionalisierung von Deutschlehrkräften und Deutschdidaktik für einen digital souveränen Umgang mit generativer KI. In Bamberg: Otto-Friedrich-Universität, 1–2. https://doi.org/10.20378/irb-115133