StReBe-Projektverlauf

10/2020: Abschluss der ersten Datenauswertung

10/2020: Abschluss der ersten Datenauswertung

Der Auswertungsprozess der ersten Datenerhebungsphase ist abgeschlossen.

ab 09/2020: Umsetzung der lokalen StReBe-Unterrichtsorganisationsformen

Seit Beginn des Schuljahres 2020/21 werden die lokalen StReBe-Unterrichtsorganisationsformen an den StReBe-Projektschulen umgesetzt. Vier grundlegende Umsetzungsoptionen zur Stärkung des konfessionellen Religionsunterrichts kommen dabei zur Erprobung:

  • Religionsunterricht in erweiterter Kooperation mit Lehrer*innentausch zum Halbjahr
  • Religionsunterricht in erweiterter Kooperation (mit Lehrer*innentausch zum Schuljahresende bzw. im Bildungsgang)
  • Religionsunterricht durchgängig im Teamteaching mit evangelischer und katholischer Religionslehrkraft
  • Religionsunterricht mit Projektcharakter: Konfessionell getrennte Klassen werden in einer ersten Projektphase durch die Lehrkraft der eigenen Konfession, in einer zweiten Projektphase durch die Lehrkraft der anderen Konfession und in einer dritten Projektphase gemeinsam im Teamteaching durch die Lehrkräfte beider Konfessionen unterrichtet.

05/2020-09/2020: qualitative inhaltsanalytische Datenauswertung

Parallel zu allen Prozessen wurden die erhobenen Leitfadeninterview-Daten sowie die Protokolle der teilnehmenden Beobachtungen computergestützt (MAXQDA) ausgewertet. Deduktiv wie induktiv gewonnene Kategoriensysteme leiteten den Auswertungsprozess. Auf Basis der empirischen Erkenntnisse wurden in Zusammenarbeit mit den projektverantwortlichen Lehrkräften der StReBe-Projektschulen die jeweiligen lokalen StReBe-Unterrichtsorganisationsformen entwickelt.

07/2020: Informationsschreiben Kirchenvertreter*innen

Alle evangelischen wie katholischen Kirchenvertreter*innen, die für die Projektschulen zuständig sind, wurden in einem Schreiben zum aktuellen Projektstand informiert.

07/2020: "Hybrides" ISB-Arbeitskreistreffen - Weiterentwicklung der Konzepte

Am 06. Juli 2020 fand das erste ISB-Arbeitskreistreffen Schulprojekt zur Stärkung des konfessionellen Religionsunterrichts an Berufsschulen ian der Otto-Friedrich-Universität Bamberg statt. Dieses Treffen wurde aufgrund der Corona-Lage in einem hybriden Format durchgeführt: Dem Teilnehmerkreis war es zum einen möglich in Präsenzform, unter Wahrung der coronabedingten Hygiene- und Abstandsgebote, teilzunehmen. Zum anderen wurde auch eine digitale Teilnahme über das Videokonferenzsystem der Universität angeboten. Aufgrund der ausgefallenen StReBe-Zwischentagung nahmen – neben dem ISB-Arbeitskreis, der StReBe-Forschungsgruppe – auch alle Projektlehrkräfte sowie OStRin Katrin Wilhelm vom Kultusministerium und StD Martin Krauß vom StReBe-Beirat am Teffenteil. StR Simon Quoika, Leiter des ISB-Arbeitskreises, moderierte die Veranstaltung.

Nach einer kurzen Begrüßung folgte eine Kurzvorstellung der an den Projektschulen erarbeiteten Konzepte. Diese ließen die heterogenen Bedingungen an den Projektschulen in Bezug auf Lehrkräftestunden, Majoritäts-Minoritätskonstellationen bzgl. der evangelischen und katholischen Schülerinnen und Schüler sowie in Bezug auf unterschiedliche Beschulungsformen, die an Berufsschulen vorherrschen, deutlich werden. Nach einem regen Austausch über die lokalen Konzepte, informierte OStRin Katrin Wilhelm über alternative Beschulungsformen im Horizont von Corona. In der Arbeitsphase entwickelten die Projektschulteams in – teilweise digital verbundenen – Tandems ihre lokalen Konzepte, die ab Schuljahr 2020/21 realisiert werden sollen, weiter. Den Abschluss des Treffens bildete eine Feedbackrunde, welche deutlich werden ließ, dass die Veranstaltung von allen Beteiligten als sehr gewinnbringend empfunden wurde, besonders wurde auch das hybride Veranstaltungsformat gelobt.

03/2020-05/2020: Bilaterale Gespräche mit projektverantwortlichen Lehrkräften; Weiterarbeit an der Datenauswertung

Die für März 2020 geplante StReBe-Zwischentagung musste aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Um die StReBe-Planungen für das Schuljahr 2020/2021 dennoch fortführen zu können und die lokale Weiterarbeit an den Konzepten der einzelnen Projektschulen sicherzustellen, initiierte die StReBe-Forschungsgruppe in Absprache mit dem StReBe-Entscheidungsgremium (= Repräsentant*innen der Projektträger) bilaterale Gespräche über Videoschaltung. Diese Gespräche, an welchen je zwei Mitglieder der Forschungsgruppe sowie die projektbeteiligten Lehrkräfte der Projektschulen teilnahmen, dienten zum einen der Identifikation und Reflexion von Herausforderungen und positiven Anknüpfungspunkten der lokalen Praxen an den Projektschulen auf Basis erster Datenauswertungen und zugleich der gemeinsamen Erarbeitung von Entwicklungsperspektiven für die beginnende lokale StReBe-Konzeptbildung. Zudem gab die Forschungsgruppe einen Ausblick auf den weiteren Projektverlauf und das erste ISB-Arbeitskreistreffen, welches im Juli 2020, abhängig von der dann vorherrschenden Corona-Situation, stattfinden sollte. Trotz der außergewöhnlichen Umstände und technischen Herausforderungen konnten alle Gesprächstermine mit den acht Projektschulen produktiv realisiert werden. Ein großer Dank gilt an dieser Stelle den Projektlehrkräften, die sich flexibel und bereitwillig auf das online-Gesprächsformat eingelassen haben!

Parallel zu diesen Planungs- und Koordinationsaktivitäten arbeitete die Forschungsgruppe an der Verfeinerung der Auswertungsinstrumente (Kategorien, Codebäume etc.) und führte die Auswertung der erhobenen Daten fort.

02/2020-06/2020: Koordinationstreffen und Genehmigung alternativer RU-Organisationsformen

Am 18.02.2020 fand ein Treffen zwischen dem StReBe-Beirat und der StReBe-Forschungsgruppe im Religionspädagogischen Zentrum in Heilsbronn statt. Haupttagesordnungspunkt war die Organisation einer für März 2020 geplanten StReBe-Zwischentagung, deren Grundlage erste Auswertungsergebnisse der Daten bilden sollten. Die Tagung sollte vom 19.03.–20.03.2020 im Religionspädagogischen Zentrum in Heilsbronn stattfinden und der Auslotung von Modellen für die Gestaltung eines zukunftsfähigen konfessionellen Religionsunterrichts an Berufsschulen dienen. Zusammen mit dem Projektschulen sollten in diesem Rahmen standortadäquate Optionen eines gelingenden Religionsunterrichts entwickelt werden, die ab Schuljahr 2020/21 umgesetzt werden sollen. Die Forschungsgruppe stellte im Rahmen dieses Treffens zudem erste Ergebnisse aus der Datenerhebung vor. Konsens dieses Treffens war, dass im StReBe-Projektrahmen alternative Organisationsformen für den konfessionellen Religionsunterricht an den Berufsschulen erprobt und evaluiert werden müssen, um adäquat auf die kontextuellen Voraussetzungen an den Projektschulen und damit - ganz im Sinne der Projektausschreibung (vgl. KMS vom 14.12.2018) – „formal tragfähige sowie hinreichend flexible Formen der Organisation des konfessionellen Religionsunterrichts“ entwickeln zu können.

Das Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern sowie das Katholische Schulkommissariat Bayern genehmigte in der Folge der getroffenen Absprachen die Erprobung alternativer Gestaltungsmodelle eines konfessionellen Religionsunterrichts im Rahmen der Entwicklung lokaler StReBe-Konzepte an den StReBe-Projektschulen.

11/2019-02/2020: Sukzessive Auswertung der Daten und Abschluss der Datenerhebungen an den Projektschulen

Die Datenerhebungen vor Ort an den acht Projektschulen wurden von den zwei wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen des Forschungsteams, Dr. Magdalena Endres und StRin Laura Pflaum, zwischen November 2019 und Februar 2020 durchgeführt. Insgesamt lag am Ende der Erhebungsphase folgendes Datenmaterial vor:

  • 16 Beobachtungsprotokolle (teilnehmende Beobachtung von jeweils einer evangelischen und einer katholischen Projektlehrkraft pro Projektschule)
  • 16 Experteninterviews (jeweils zwei Interviews pro Projektschule: eine evangelische und eine katholische Projektlehrkraft)
  • 8 Experteninterviews mit Schulleiter*innen
  • 15 Fokusgruppeninterviews mit Schüler*innen (jeweils eine Gruppe aus evangelischen und eine aus katholischen Schüler*innen; an einer Projektschule kam nur eine Interviewgruppe zustande)

Bereits seit Mitte November erfolgte parallel zum Datenerhebungsprozess eine sukzessive Auswertung, in Form einer induktiven Kategorienbildung aus den erhobenen Daten und einer deduktiven Kategorienbildung aus der Forschungsliteratur. Die Auswertungen der erhobenen Daten wurden computergestützt (MAXQDA) entlang entwickelter Kategoriensysteme vorgenommen. Leitende Forschungsperspektive war es dabei, die Ist-Situationen vor Ort an den StReBe-Projektschulen abzubilden. Darauf aufbauend soll die Bildung von StReBe-Konzepten für die Gestaltung eines zukunftsfähigen konfessionellen RUs an Berufsschulen in Orientierung an den erhobenen Herausforderungen, Bedarfen und Innovationsoptionen erfolgen.

10/2019: Einstellung von studentischen Hilfskräften

Um die großen Datenmengen zeitnah aufbereiten zu können, wurde die StReBe-Forschungsgruppe um drei studentische Hilfskräfte erweitert, welche insbesondere für die Transkription der zahlreichen Experten- und Fokusgruppeninterviews zuständig waren: Anna Maria Lohberger, Eva-Maria Neuberger und Laura Zeder.
Zur Finanzierung dieser Tätigkeiten konnte die Forschungsgruppe weitere Drittmittel einwerben.

06/2019–10/2019: Entwicklung der Datenerhebungsinstrumente und Genehmigungsverfahren

Von Juni bis September 2019 lag die Entwicklung der Datenerhebungsinstrumente (Beobachtungsperspektiven. Leitfragebögen usw.) im Fokus der StReBe-Forschungsgruppe. Erste Entwürfe wurden durch einen Pretest an einer Projektschule validiert. Dieser Pretest bildete die Grundlage für die Nachsteuerung und Weiterentwicklung der Erhebungsinstrumente, welche im Oktober 2019 durch das Staatsministerium für Unterricht und Kultus genehmigt worden sind. Die genehmigten Interview-Leitfäden sind öffentlich zugänglich unter:

06/2019: StReBe-Auftaktveranstaltung im Kultusministerium

Am 05. Juni 2019 wurde im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus das dreijährige Schulprojekt "Stärkung des konfessionellen Religionsunterrichts an Berufsschulen" (StReBe) in feierlichem Rahmen gestartet.

03/2019–05/2019: Erstkontaktgespräche an den StReBe-Projektschulen

Von März bis Mai 2019 führte die StReBe-Forschungsgruppe Erstkontaktgespräche mit den acht StReBe-Projektschulen: Je zwei Personen der Forschungsgruppe besuchten die einzelnen Schulstandorte und führten vor Ort Gespräche mit Schulleitungen und den projektbeteiligen Lehrkräften. Im Zentrum standen das Kennenlernen sowie der Austausch bzgl. offener Fragen, aber auch eine erste Identifikation von Bedarfen oder vorhandenen Innovationen seitens der jeweiligen Berufsschulen hinsichtlich der Ausgestaltung von Religionsunterricht.

02/2019–05/2019: Entwicklung und Ausgestaltung des Forschungsdesigns

Ab Februar 2019 erfolgte der Aufbau der Forschungslogistik an der Universität Bamberg. Die StReBe-Forschungsgruppe begann mit der Recherche und Auswertung von vergleichbaren Studien als Basis der Entwicklung des StReBe-Forschungsdesigns.

Die Forschungsperspektiven von StReBe lassen sich wie folgt charakterisieren:

  • Basis: empirisch gestützte Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Situation des Religionsunterrichts an Berufsschulen in Bayern aus Sicht zentraler Akteure an ausgewählten StReBe-Projektschulen
  • Entwicklung: Erarbeitung, Implementierung und Evaluation von religionsdidaktisch fundierten Entwicklungsperspektiven für einen kontextgerechten RU angesichts der für Bayern charakteristischen Pluralität an BS
  • Ergebnis: wissenschaftlich evaluierte, kontextspezifisch applizierbare Modelle für eine zukunftsfähige Ausgestaltung des konfessionellen Religionsunterrichts an Berufsschulen in Bayern

Die Leitfrage des Forschungsvorhabens lautet: Wie „funktioniert“ der konfessionelle Religionsunterricht an bayerischen BS?

Das Forschungsdesign gestaltet sich wie folgt:

  • teilnehmende Beobachtung: Begleitung der projektbeteiligten Religionslehrkräfte an jeder Projektschule über einen Schultag hinweg, um den Berufsalltag von Religionslehrkräften und unterrichtliche Lehr-Lernsettings zu erschließen
  • leitfadengestützte Experteninterviews mit projektverantwortlichen Lehrkräften, um deren Kontext- und Erfahrungswissen zur Ausgestaltung von RU an der BS zu erheben
  • leitfadengestützte Experteninterviews mit Schulleiter*innen, um strukturelle und organisatorische Rahmenbedingungen des RUs zu erheben
  • leitfadengestützte Fokusgruppeninterviews mit Schüler*innen, um Perspektiven und Erfahrungen der Schüler*innen bzgl. RU an der BS zu erheben

02/2019: Auswahl der Projektschulen; Beginn der wissenschaftlichen Begleitung

Im Februar 2019 wählte der Projektbeirat auf der Grundlage einer größeren Anzahl an Bewerbungen acht Projektschulen aus.

Mitte Februar 2019 nahmen die Projektmitarbeiterinnen, Dr. Magdalena Endres und StRin Laura Pflaum, ihre Forschungstätigkeit an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg auf. Die an der Universität Bamberg angesiedelte wissenschaftliche Begleitung des StReBe-Projekts startete.

12/2018: Projektausschreibung

Im Dezember 2018 erfolgte die Ausschreibung zur Teilnahme am Schulprojekt zur Stärkung des konfessionellen Religionsunterrichts an Berufsschulen in Bayern (kurz: StReBe), welches vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus (StMUK) in Zusammenarbeit mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) und der Katholischen Kirche initiiert wurde. Die Ausschreibung richtete sich an alle bayerischen Berufsschulen, die an einer Weiterentwicklung ihres Religionsunterrichts interessiert sind. Die Bewerbungen waren durch die Schulen bis zum 31.01.2019 an das Referat VI.4 im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus zu richten. Einzureichen war ein maximal zweiseitiges Schreiben, welches eine Kurzbeschreibung der aktuellen Situation des Religionsunterrichts an der jeweiligen Schule sowie die Motivation zur Projektteilnahme enthielt.

Die wissenschaftliche Begleitung des StReBe-Projekts, das ab Schuljahr 2019/20 läuft, liegt bei den beiden Lehrstühlen für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.