Dissertationsprojekt von Dr. Carola Haas, Dipl. rer. com.

Wie lernen Unternehmen aus dem Auslandsaufenthalt ihrer Expatriates? Organisationales Lernen und Reintegration

2012 erschienen im Lit.-Verlag als Band 3 der Reihe externer Link folgt „Studien zur Organisationskommunikation“

Auslandsentsendungen sind gängige Praxis in vielen Unternehmen. Bezogen auf den Mitarbeiter ist es offensichtlich, dass eine Entsendung eine Chance für ihn ist, Neues dazu zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Bezogen auf das Unternehmen lässt sich dies nicht so eindeutig sagen. Die Dissertation widmet sich der Frage, ob Unternehmen aus den Auslandsaufenthalten ihrer entsandten Mitarbeiter lernen und wie sie das tun können. Der Fokus liegt dabei auf kulturellem Wissen.

Die Arbeit ist als eine empirische Studie auf systemtheoretischer Basis aus Sicht der Kommunikationswissenschaft konzipiert. Kommunikation wird dabei als ein dreigliedriger Selektionsprozess definiert, bei dem das Verstehen ein essentieller Bestandteil von Kommunikation ist. Das Verstehen ist ein selektiver Prozess, der auf speziellen Selektionshintergründen basiert. Einer dieser Selektionshintergründe ist die Kultur. In der Arbeit soll dargestellt werden, welche Besonderheiten Kultur als möglicher Verweisungshorizont aufweist. Damit sollen die Relevanz und denkbare Problematiken der Kultur herausgearbeitet werden. In der Arbeit wird ferner analysiert, was  Unternehmen zur Verfügung stellen und welche Regeln, Routinen oder Medien sie etablieren müssen, damit sie von ihren Expatriates lernen können. Dazu ist zu klären, unter welchen Bedingungen der Expatriate selbst lernt und wie er das Wissen anschließend in die Kommunikation einbringen und so für andere Mitarbeiter verfügbar machen kann. Die Fragen werden sowohl theoretisch als auch am Fallbeispiel eines Unternehmens beantwortet.