Praktiken des onlinegestützten Netzwerkens

Inhalt und Ziele

Soziale Netzwerke gewinnen als Strukturierungsform im beruflichen wie privaten Bereich an Be­deutung, wobei das Internet als Medium interpersonaler Kommunikation eine wichtige Rolle für Aufbau und Pflege sozialer Beziehungen spielt. Im Mittelpunkt des Projekts steht de­ren aktive und regelgeleitete Gestaltung durch den Einzelnen in Praktiken des online­ge­stütz­ten Netzwerkens. Dazu wird die Institutionalisierung neuerer Anwendungen der compu­ter­ver­mittelten Kommunikation ("social software"), namentlich von Weblogs und Kontakt­platt­formen, im privaten und im beruflichen Kontext untersucht.

Forschungsdesign/Methode

Mit einem Multimethodenansatz, der stan­dardisierte und leitfadengestützte Befragungen sowie inhalts- und netzwerk­analy­tische Tech­niken verbindet, werden Merkmale der Anwendungen, der Nutzer, der Nutzungs­episoden so­wie der resultierenden Strukturen (Regeln und Relationen) erfaßt und in ihrer Wechsel­wirkung analy­siert. Der zugrundeliegende Analyse­rahmen konzeptualisiert das online­gestützte Netz­werken als regelgeleitete kommunikative Praxis, in der sich Menschen neue Informations- und Kommunikations­technologien sozial aneignen und dabei rahmende Strukturen (re-) pro­du­zieren. Durch den Kontrast von Anwendungen und Kontexten des Netzwerkens können Ge­mein­samkeiten und Unterschiede der Praktiken sowie des aus ihnen resultierenden Sozial­kapitals identifiziert werden.

Publikation

Ein Abschlussbericht (151.5 KB)für die DFG mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einer Liste der aus dem Projekt entstandeben Publikationen steht zum Download bereit.