Schulversuch „Kooperation Wirtschaftsschule mit Berufsschule/Berufsfachschule/Beruflicher Oberschule“
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Karl-Heinz Gerholz
Operative Leitung: Dr. Christina Bader
Förderer: Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
Zeitraum des Schulversuchs: 02/2024 - 07/2029
Projektbeschreibung
Wie sieht ein durchlässiges und anschlussfähiges berufliches Bildungssystems aus? – Dieser Frage widmet sich der Schulversuch „Kooperation Wirtschaftsschule mit Berufsschule/Berufsfachschule/Beruflicher Oberschule“. Ziel ist es, Übergänge zwischen den beteiligten Schularten gezielt zu gestalten und zu verbessern. Auf diese Weise sollen die Bildungserfolge der Schülerinnen und Schüler erhöht und die Qualität des beruflichen Schulwesens in Bayern nachhaltig gestärkt werden. Hierzu kooperieren staatliche, städtische und private Wirtschaftsschulen mit einer oder mehreren beruflichen Schulen aus dem Bereich der Berufsschule, Berufsfachschule sowie der Beruflichen Oberschule. Insgesamt nehmen mehr als 120 berufliche Schulen in Bayern am Schulversuch teil.
Die beteiligten Schulen entwickeln und erproben eigenständig Konzepte und Maßnahmen in den Handlungsfeldern (1) des Übergangsmanagements, (2) der Praxisbegleitung und (3) der Lernortkooperation. Die Maßnahmen richten sich primär an die Schülerinnen und Schüler der Wirtschaftsschule sowie die am Schulversuch beteiligten Lehrkräfte. Die Konzepte orientieren sich an den jeweiligen schulischen Voraussetzungen und Bedarfen und sind in Kooperationsverträgen festgehalten.
Die wissenschaftliche Begleitung des Schulversuchs erfolgt durch die Professur für Wirtschaftspädagogik. Ziel ist die Analyse und Begleitung der Kooperationsprozesse sowie die formative Evaluation der erprobten Maßnahmen. Damit soll empirisch fundiert aufgezeigt werden, wie Kooperationen zwischen unterschiedlichen beruflichen Schularten wirksam gestaltet und institutionell verankert werden können. Auf diese Weise soll einen Beitrag zur Weiterentwicklung des beruflichen Bildungssystems und zur Förderung gelingender Bildungsbiografien in einer zunehmend vernetzten Bildungslandschaft geleistet werden.
