4. Arbeitstreffen des Netzwerks Italienforschung
Machtfragen. Machtkritik als Methode, Aufgabe und Herausforderung der Italienforschung
4. Treffen des Netzwerks Italienforschung
Bamberg, 12. November – 14. November 2026
Organisation: Giuseppe Peterlini, Marie-Luise Kosan, Andreas Huth
Kunst hatte schon immer ein besonderes Verhältnis zur Macht: sie stützte, nutzte und konterkarierte sie, litt unter ihr, suchte ihre Nähe, wahrte Distanz oder strebte nach ihrer Überwindung. Auch die Kunstwissenschaft ist nicht ohne ihre ambivalente Beziehung zur Macht zu denken. Der kritische oder eben affirmative Umgang mit Macht prägt und prägte Leben, Identitäten sowie Denk- und Ausdrucksweisen von Künstler:innen wie Forschenden. Macht – hier vor allem als Mittel zur Durchsetzung und Sicherung von Herrschaft und Ausbeutung begriffen – braucht Erzählungen, Konstruktionen und Mechanismen der Begünstigung und Benachteiligung. Manches hiervon hat eine lange Tradition, manches ist vergleichsweise neu. Letzteres gilt auch für die Machtkritik in Kunst und Kunstwissenschaften.
Beide Aspekte – Macht und Machtkritik – stehen beim diesjährigen Arbeitstreffen des Netzwerks Italienforschung epochen- und medienübergreifend im Fokus. Ziel ist es, bereits vorhandene machtkritische Perspektiven mit Blick auf Identitätsnarrative und Rassismen, sozioökonomische Fragen, Mensch-Natur-Beziehungen und Geschlechterkonstrukte zur vormodernen und modernen Bild- und Baukunst in Italien in Beziehung zu setzen und zu diskutieren – auch im Rekurs auf frühere Ansätze einer machtkritischen Italienforschung.
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