Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften

Lehrstuhl für Romanische Sprachwissenschaft

Vorlesung: Grundlagen der Syntax

Bitte auf das jeweilige Titelbild klicken, um den dort verlinkten Screencast herunterzuladen. Die Videodateien sind zwischen 70 und 210 MB groß. Sie können auch als Podcast abonniert werden. Um Fragen, Feedback und Kommentare wird ausdrücklich gebeten. Weiteres Material steht im Virtuellen Campus zur Verfügung, der E-Learning Plattform der Uni Bamberg.

  1. Im ersten Kapitel werden Grundbegriffe der Syntax (Satzlehre) besprochen: Satz, Minimalsatz, Kongruenz, Subjekt, syntaktische Typologie (Subjektprominenz), syntaktische Theorie, Konstituenz, Dependenz. Aufzeichnung vom 22. Oktober 2013.
  2. Im zweiten Kapitel wird die Dependenzanalyse vorgestellt, erst allgemein, dann besonders mit Bezug auf die Valenzgrammatik und schließlich im Rahmen der Theorie von Lucien Tesnière: hier insbesondere die Konnexion (Rektion und Modifikation) und die Translation. Außerdem wird kurz erklärt, was eine Theorie ist. Aufzeichnung vom 29. Oktober 2013.
  3. Im dritten Kapitel wird näher auf das Dependenzmodell von Lucien Tesnière eingangen, und zwar anhand eines komplexen Beispiels. Es geht um Koreferenz (im Sinne von Pronominalreferenz), Apposition, Junktion, Translation des zweiten Grades, komplexe Sätze, Relativsätze, Konversion, Rekursion. Diese Folge ist etwas kürzer, da vorher und nachher noch Fragen von Studierenden diskutiert werden, die nicht aufgezeichnet wurden. Aufzeichnung vom 5. November 2013.
  4. Im vierten Kapitel geht es um Tesnières Theorie der Indizierung in Abgrenzung zur Translation. Es wird verdeutlicht, dass bestimmte Oberflächen-Phänomene je nach den zu Grunde gelegten Annahmen unterschiedlich interpretiert werden können. Schließlich wird Tesnières Gesamtkonzept noch einmal zusammengefasst. Aufzeichnung vom 12. November 2013.
  5. Im fünften Kapitel werden Sätze nach Tesnières Modell analysiert. Es geht also um die Anwendung seines Modells auf konkrete Sprachbeispiele (aus dem Französischen, Italienischen und Spanischen). Dabei werden einige Schwierigkeiten aufgezeigt, die das Modell mit der Analyse spezieller Probleme hat (unpersönliche Konstruktionen, Messphrasen, Mehrdeutigkeiten, unterspezifizierte Konstruktionen). Aufzeichnung vom 19. November 2013.
  6. Im sechsten Kapitel geht es um die Konstituentenanalyse. Dabei wird von einem bereits dependenzgrammatisch analysierten Satz ausgegangen und das Konzept der unmittelbaren Konstituenten (immediate constituents) vorgestellt. Außerdem geht es um terminale Knoten und funktionale Kategorien. Dabei wird erläutert, wie sich ein Dependenzstemma von einem Konstituentenbaum unterscheidet. Aufzeichnung vom 26. November 2013.
  7. Im siebten Kapitel wird auf die Entwicklung der generativen Grammatik eingegangen, die Phrasenstrukturgrammatik vorgestellt und das damit verbundene Konzept der maximalen Projektion angesprochen. Der Satz wird als Complementizer Phrase umdefiniert mit einem prädikativen Kern. Dabei werden morphologische Aspekte in die Syntax eingebunden. Aufzeichnung vom 3. Dezember 2013.
  8. Im achten Kapitel geht es um die Rektions- und Bindungstheorie von Noam Chomsky. Hier wird die Kategorie Infl (für Inflection) eingeführt, es werden verschiedene Bewegungen (Movement) vorgestellt und in die Kasustheorie eingeführt. Außerdem wird der Unterschied zwischen PRO und pro erläutert. Aufzeichnung vom 10. Dezember 2013.
  9. Im neunten Kapitel der Vorlesung werden exemplarisch Sätze aus dem Französischen, Italienischen und Spanischen analysiert im Rahmen des Konstituenten-Modells der Rektions- und Bindungstheorie (Government and Bindung), dabei werden spezielle Probleme diskutiert und wie sie im Rahmen des Modells gelöst werden können: Barrieren und Exceptional Case Marking, Relativsätze, Passiv- und Reflexivkonstruktionen, Raising und Nominaldetermination. Aufzeichnung vom 17. Dezember 2013.
  10. Im zehnten Kapitel wird die neuste Entwicklung der generativen Grammatik vorgestellt: das minimalistische Programm. Um besser zu verstehen, worum es geht und warum die aufgeworfenen Fragen auch für schulgrammatische Betrachtungen Relevanz haben, wird ein Umweg über die morphologische Analyse gemacht. So wird das Konzept MERGE eingeführt, das von fundamentaler Bedeutung für die Architektur des Grammatikmodells hat. Am Ende werden verschiedene aktuelle Diskussionen aufgegriffen. Aufzeichnung vom 7. Januar 2014.
  11. Das elfte Kapitel führt in die Optimalitätstheorie ein. Dabei geht es zunächst um grundsätzliche Überlegungen dazu, inwiefern ein Grammatikmodell wünschenswert ist, das nicht auf Regeln basiert. Über einen Exkurs in die Phonologie wird dann ein beschränkungsbasiertes Modell eingeführt, nämlich die Optimalitätstheorie, die schließlich auch auf syntaktische Probleme angewendet wird, wobei sich zeigt, dass das Syntaxmodell auch sprachpragmatische Fragen mit einschließt. Aufzeichnung vom 14. Januar 2014. Aufgrund eines Fehlers kommt es am Anfang zu einer Doppelung der Aufnahme, ab 3'40'' ist aber alles wieder korrekt.
  12. Im zwölften Kapitel geht es um die Analysen in der Schulgrammatik und auch um die Frage, was diese mit wissenschaftlichen Analysen zu tun haben. Dabei wird auch auf die in der Anglistik übliche (schulgrammatisch motivierte) Analyse eingegangen. Besonders der hybride Charakter schulgrammatischer Modelle wird daran deutlich. Aufzeichnung vom 21. Januar 2014.