Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften

Lehrstuhl für Romanische Sprachwissenschaft

Promotionsthema von Angelika Schubert, M.A.

„castrapo und chapurrado – Kontaktprodukte des galicisch-kastilischen Sprachkontakts“

Aufgrund des jahrhundertelangen Sprachkontakts des Galicischen und Spanischen in Galicien hat sich in dieser comunidad autónoma im äußersten Nordwesten Spaniens eine Vielfalt an galicisch-kastilisch gemischten Varietäten herausgebildet. Zusammen mit diesen gemischten Varietäten sind zwei Bezeichnungen aufgekommen, die sowohl in der Bevölkerung als auch in der Fachliteratur für ihre Benennung kursieren: castrapo und chapurrado. Die galicisch-kastilisch gemischten Varietäten und ihre Bezeichnungen stehen im Zentrum des Dissertationsprojekts und werden anhand eines selbsterstellten Korpus untersucht. Das Hauptinteresse der Arbeit liegt dabei in der Frage, ob sich eine galicisch-spanisch gemischte Varietät Galiciens bereits als eigenständige Mischsprache etabliert hat oder Anzeichen für eine solche Entwicklung zeigt.
In diesem Zusammenhang leistet die Arbeit einen Beitrag in folgenden Bereichen:

  • Kennzeichen von Mischsprachen und Mischsprachenemergenz
  • Bedeutung von Bezeichnungen bei der Frage nach Sprachentstehung
  • Verwendung der Bezeichnungen castrapo und chapurrado in der galicischen Bevölkerung (anhand von Umfragen) sowie in der entsprechenden Forschungsliteratur
  • Erstellung eines Sprachkorpus zu einer bestimmten galicisch-spanisch gemischten Varietät, die Potential für eine Mischsprachenemergenz zeigt
  • sprachlich-strukturelle Analyse einer gemischten Varietät auf ihren Status als
  • Mischsprache (anhand des Sprachkorpus)Mischsprachenemergenz in Galicien