
Paul Clemens Teich M.A.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am KDWT
Projekt Bauteilhütte kommunal. Innovative Prozesse für lokale Bauteilkreisläufe – Wissenschaftliche Analyse, Evaluation und Transfer (BTH-K)
Paul Clemens Teich studierte Architektur im Bachelor an der Bauhaus-Universität Weimar sowie Denkmalpflege an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Aktuell studiert er Architektur im Master, wiederum in Weimar.
Seine Bachelorarbeit beschäftigte sich mit dem Funkhaus Weimar, welches ursprünglich von Paul Schulze-Naumburg als Nietzsche-Gedächtnishalle errichtet wurde. In dem Gebäude überlagern sich technisch-wissenschaftliche Denkmalwerte der DDR-zeitlichen Rundfunkanstalt mit erinnerungskulturell bedeutsamen Zeitschichten aus der Bauzeit. Anstoß für die denkmalpflegerische und architektonische Auseinandersetzung lieferte die zu diesem Zeitpunkt anstehende Zwangsversteigerung nach 20 Jahren Leerstand.
In seiner Masterarbeit beschäftigte er sich mit zivilgesellschaftlichem Engagement für den Stadterhalt in der DDR, im Wendejahr und in der Zeit nach der Wiedervereinigung. Der Fokus der Arbeit lag auf informellen Möglichkeitsräumen des substanziellen Erhalts, darunter besonders der sogenannten "Ausbauwohnung" als staatlicher Rahmen für persönliches Engagement, aber auch dem subversiveren, aber ebenfalls produktiven "Schwarzwohnen". Untersucht wurden die Mechanismen einer Denkmalpflege, die nicht auf formellen Gesetzen, sondern auf zivilgesellschaftlichem Engagement basierte.
Seit Juni 2026 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei dem InTraBau-Projekt: Bauteilhütte kommunal. Seine Aufgaben im Projekt sind wissenschaftliche Analyse, Evaluation und Transfer.
- Theorie und Geschichte der Denkmalpflege
- Partizipation und zivilgesellschaftliches Engagement für baukulturelles Erbe
- Zirkuläres Bauen, Bauteilwiederverwendung und Spolien in der praktischen Denkmalpflege
- Diversität und Repräsentation im Denkmaldiskurs