Das Kompetenzzentrum Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien (KDWT) an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ist eine interdisziplinäre Forschungsplattform. Ziele der Einrichtung sind die Erschließung und kulturhistorische Einordnung von Kulturgut, besonders des baulichen Erbes, die Analyse und Bewertung kultureller und historischer Voraussetzungen und Techniken zur Bewahrung in der Denkmalpflege und die Weiterentwicklung und Integration der Methoden.
Alleinstellungsmerkmale sind:
- die enge Verbindung von Geistes-, Ingenieur- und Materialwissenschaften in Forschung und Lehre
- die hohe interdisziplinäre Analyse-Kompetenz
- die Vernetzung mit einer Vielzahl von einschlägigen Fachcommunities
- eine hohe Expertise im Kultur-Technik-Transfer
Das 2016 gegründete Kompetenzzentrum wird als universitäts-unmittelbare Einrichtung von den Fachgebieten der Abteilung Denkmalwissenschaften betrieben. Weitere Partner werden projektweise assoziiert. Die Leitung obliegt einer Geschäftsführung sowie einer Sprecherin/einem Sprecher.
Die Arbeitsgruppen im KDWT
- Denkmalpflege / Heritage Sciences (Prof. Dr. Gerhard Vinken)
- Digitale Denkmaltechnologien (Prof. Dr. Mona Hess)
- Bauforschung, Baugeschichte, Bauerhalt (Prof. Dr.-Ing. Stefan Breitling)
- Restaurierungswissenschaft (Prof. Dr. Paul Bellendorf, Prof. Dr. Ralf Kilian, Prof. Dr. Marianne Tauber)
Das KDWT betreibt die Labore für Materialtechnische Analyse sowie für Dendrochronologie und Holzgefügeforschung.
Forschungsschwerpunkte
- Historische, soziale und strukturelle Bedingungen für die Erhaltung von kulturellem Erbe
- Denkmalwert-Feststellung durch bauhistorische Beschreibung, Analyse und Einordnung
- Digitale Technologien für die Objekterfassung und Analyse
- Historische Handwerks- und Arbeitstechniken, Materialeinsatz, Ressource-Nutzung
- Städtebauliche Denkmalpflege und kommunale Denkmalkonzepte
- Kontextualisierung von Objekten im räumlichen und kulturellen Zusammenhängen
- Langzeit-Dokumentation, Tradierung von Wissen und nachhaltiges Datenmanagement in der Denkmalpflege und in den historischen Kulturwissenschaften
- Technische und materielle Erhaltungsvoraussetzungen und nachhaltige Restaurierung unter Berücksichtigung von Klimaveränderungen
- Entwicklung von Bauerhaltungskonzepten durch Schadstoff- und Materialdegradationsanalysen, Brandschutzbegutachtung und kunsttechnologische Untersuchungen
- Vielfalt und Diversität als Wertekomplex und Resilienz erhöhende Ressource