Vernetzung

Regionale, nationale oder internationale Netzwerke sind wichtige Elemente einer interdisziplinären und transferorientierten wissenschaftlichen Forschung. Sie fördern den Austausch und die Sichtbarkeit, helfen beim Erkennen akuter Forschungsbedarfe und lassen Forschende über ihre gewohnte Praxis und Theorie hinauszublicken, um neue Perspektiven einnehmen zu können.

Transfer

Mit der besonderen Schnittstellenkompetenz zwischen geisteswissenschaftlichen Methoden und technischen Fächern sind die Mitglieder des KDwt Experten für den Transfer von Kulturwerten in die Technik und für die verantwortungsbewusste Anwendung neuer Techniken in den kultur- und kulturhistorischen Wissenschaften. 

In der Fächergruppe der Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien spielt der Anwendungsbezug in der Praktischen Denkmalpflege und im Denkmalschutz eine große Rolle. Wie kann Wissen in die Gesellschaft, in Verwaltung, Industrie und Wirtschaft übertragen werden? Die hohe Expertise zu historischen Techniken am KDwt könnte künftig stärker in Beratungsangebote einfließen, bei denen es um die Ressourcenutzung und die Inwertsetzung von Bauten unter Berücksichtigung von Resilienz geht. Auch die Beteiligung an langfristigen Erhaltungs- und Monitoringkonzepten für bestimmte Denkmälergruppen und für Kulturgut in Museen soll ausgebaut werden, um die eigenen Erfahrungen in der Anwendung zu erproben.

Nachwuchsförderung

Das KDwt investiert durch eine aktive Nachwuchsförderung in die Zukunft der Wissenschaft und Forschung im Bereich der Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien. Das stärkt nicht nur das Kompetenzzentrum, sondern auch die jeweiligen Studiengänge und die Lehre und Forschung der Otto-Friedrich-Universität.

Die direkte Verzahnung der Forschung mit der Lehre lässt nicht nur ein schnelles Erproben und Einführen der Forschungsergebnisse zu, sondern bewirkt auch eine Sichtbarkeit des KDwt bei den Studentinnen und Studenten.

Die große Anzahl der am KDwt beschäftigen Personen belegt, dass das KDwt inzwischen eine relevante Rolle bei der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in den Denkmalwissenschaften einnimmt.  

Zwei der einschlägigen Professuren in den Denkmalwissenschaften in der Bundesrepublik Deutschland konnten mit – nun ehemaligen – Angehörigen des KDwt besetzt werden: Nach ihrer Habilitation an der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, venia Kunstgeschichte 2019, wurde die Akademische Oberrätin am Lehrstuhl für Denkmalpflege, Prof. Dr. Johanna Blokker 2021 als Nachfolgerin von Prof. Dr. Leo Schmidt auf den Lehrstuhl Denkmalpflege der BTU Cottbus berufen. Zum Wintersemester 2021/22 wurde Dr. Stephanie Herold, Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Denkmalpflege des KDwt, Professorin für Städtebauliche Denkmalpflege und Urbanes Kulturerbe am Institut für Stadt- und Regionalplanung der TU Berlin.