Zahlen - Daten - Fakten
Das Kompetenzzentrum Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung im Sinn des Art. 29 Abs. 5 Satz 1 BayHIG der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.
Das Kompetenzzentrum verfolgt in der interdisziplinären Ausrichtung zwischen Geistes-, Ingenieur- und Materialwissenschaften unter ausgeprägtem Praxisbezug in Forschung und Lehre
- die fachübergreifende, regionale, nationale und internationale Vernetzung der Forschung zu Zukunftsthemen der Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien,
- den Ausbau des Wissens- und Technologietransfers zu universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, zu Hochschulen, zur Wirtschaft und zum Handwerk,
- den Ausbau der technischen Kompetenz mit der Erweiterung des Transferangebots und die Ergänzung des Lehrangebots u. a. durch die Einrichtung von Referenzlaboren,
- die inhaltliche und technisch apparative Unterstützung in Forschung, Lehre, Transfer und Dienstleistung.
1 Struktur
1.1 Arbeitsbereiche
1.1.1 Denkmalpflege mit seinem geistes- und kulturwissenschaftlichen Profil und inhaltlichen Schwerpunkten in der Geschichte und Theorie der Denkmalpflege sowie der Denkmalkunde und der Denkmalsoziologie/Kulturtheorie der Baudenkmale, insbesondere im internationalen Kulturgüterschutz und in lokalen Erinnerungskulturen und -techniken,
1.1.2 Digitale Denkmaltechnologien mit seinem Schwerpunkt in digitalen Erfassungs-, Archivierungs-, Analyse-, Monitoring-, Simulations-, und Planungsverfahren im Bereich der Denkmalpflege und des Kulturgüterschutzes sowie beim Bauen im Bestand,
1.1.3 Bauforschung und Baugeschichte mit der Bautechnik- und Baukonstruktionsgeschichte, der denkmalgerechten Baudokumentation, der technischen und kulturhistorischen Analyse historischer Bauwerke und deren Erhaltung,
1.1.4 Restaurierungswissenschaft mit den historischen anorganischen und organischen Werkstoffwissenschaften und den technikwissenschaftlich ausgerichteten Angewandten Konservierungswissenschaften mit digitalen 3-D- und non-destructive-testing (ndt) Technologien sowie der Präventiven Konservierung in der Baudenkmalpflege und der Forensischen Restaurierungswissenschaft organischer Polymere.
1.2 Organe
1.2.1 Zentrumsrat
Der Zentrumsrat ist insbesondere zuständig für:
- Entwicklung und Profilschärfung,
- Vorschläge zur Satzungsänderung,
- Einsatz der Ressourcen (Personal, Mittel, Räume)
Dem Zentrumsrat gehören an:
- Inhaber bzw. die Inhaberinnen der Lehrstühle und Professuren der Arbeitsbereiche
Prof. Dr. Gerhard Vinken
Prof. Dr. Mona Hess
Prof. Dr. Stefan Breitling
Prof. Dr. Paul Bellendorf
Prof. Dr. Ralf Killian
Prof. Dr. Marianne Tauber - ein Mitglied der Universitätsleitung
Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs,
Prof. Dr. Thomas Saalfeld - der geschäftsführende Direktor bzw. die geschäftsführende Direktorin des IADK
Prof. Dr. Wolfgang Brassat - ein Mitglied aus der Gruppe der wissenschaftlichen sowie sonstigen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
Leander Pallas [Stellvertretung: Carmen Enss] - der administrative Geschäftsführer bzw. die administrative Geschäftsführerin (beratend)
Kerstin Seidenath
1.2.2 Beirat
Der Beirat nimmt folgende Aufgaben wahr:
- Beratung des Kompetenzzentrums in allen Planungs- und Entwicklungsfragen,
- Abgabe einer gutachterlichen Stellungnahme zu Anträgen und Vorschlägen des Zentrumsrats in grundsätzlichen Angelegenheiten,
- Abgabe einer Stellungnahme zum Jahresbericht gegenüber der Universitätsleitung.
Dem Beirat gehören an:
- Mitglied der Universitätsleitung
Präsident Prof. Dr. Kai Fischbach - der Dekan bzw. die Dekanin der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften
Prof. Dr. Kai Nonnenmacher - ein externer Fachvertreter bzw. eine externe Fachvertreterin der Staatlichen Denkmalpflege oder einer überregionalen Organisation der Denkmalpflege oder des Kulturgüterschutzes
Generalkonservator Prof. Dipl.-Ing. Mathias Pfeil
1.2.3 Geschäftsführende Leitung
1.2.3.1 Sprecher bzw. Sprecherin
- sitzt dem Zentrumsrat vor, koordiniert in Abstimmung mit dem Zentrumsrat die Belange des Kompetenzzentrums und berät und unterstützt den Zentrumsrat in allen Fragen des Kompetenzzentrums,
- führt die laufenden Geschäfte im wissenschaftlichen Bereich,
- erarbeitet Vorschläge für das kurz-, mittel- und langfristige Forschungs- und Serviceprogramm (Programm-/Entwicklungsplanung),
- trägt die Gesamtverantwortung für die Forschungs- und Serviceleistungen sowie die wissenschaftliche Ausrichtung einschließlich Qualitätssicherung.
1.2.3.2 Administrativer Geschäftsführer bzw. administrative Geschäftsführerin
- vollzieht die Beschlüsse des Zentrumsrats, vertritt das Kompetenzzentrum gegenüber den Organen und Einrichtungen der Universität und führt die laufenden Geschäfte des Kompetenzzentrums,
- lädt mindestens einmal im Semester zu Sitzungen des Zentrumsrats ein.
- informiert den Zentrumsrat unverzüglich über zu treffende Entscheidungen,
- stellt jährlich den Wirtschaftsplan für das nächste Jahr auf, der eine Übersicht über alle dem Kompetenzzentrum voraussichtlich zur Verfügung stehenden Mittel und erwarteten Ausgaben enthält.
1.3 Mitglieder
- Inhaberinnen und Inhaber der denkmalwissenschaftlichen und -technologischen Professuren
- Auf Stellen des KDwt beschäftigte Personen / aus Mitteln des KDwt finanzierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
- Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Drittmittelprojekten des KDwt
- Personen, die auf Antrag des Zentrumsrats von der Universitätsleitung zu Mitgliedern bestellt werden
2 Personal
Insgesamt zählt das KDwt in 2025 59 Mitarbeiter:innen:
- 6 Professorinnen und Professoren [2 ♀, 4 ♂],
- 27 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter [18 ♀, 9 ♂],
- 10 Personen mit wissenschaftsunterstützender Tätigkeit [7 ♀, 3 ♂: 2 Labormitarbeiterinnen, 2 IT-Techniker, 1 Geschäftsführerin, 2 Projektassistentinnen, 2 Sekretärinnen und 1 Sekretär],
- 15 studentische Hilfskräfte [10 ♀, 5 ♂].
2.1 Stellen des KDwt
Der Freistaat hat dem KDwt insgesamt acht Stellen unterschiedlicher Wertigkeit bewilligt:
- 6,5 Stellen für wiss. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
- 0,5 Stelle für Labortechnik
- 1,0 Stelle für das Sekretariat
Weitere Personen sind befristet in Drittmittelprojekten eingestellt.
Zur Gewinnung einer Professorin sowie eines Professors in den Denkmaltechnologien wurden 2,5 Stellen befristet auf deren jeweilige Dienstzeit abgetreten (1xA13, 05xE6; 0,5E13, 0,5E11); Eine E13- Stelle wurde für die Besetzung der administrativen Geschäftsführung herangezogen. 25% der E6-Stelle wurde für die Administration des Masterstudiengangs enkmalpflege abgeordnet.
2.1.1 Wiss. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Insgesamt stehen dem KDwt aktuell 4 Stellen zur Besetzung mit wiss. Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung: 2 dieser Stellen sind unbefristet besetzt (1,0 BF, 1,0 DP), die anderen beiden Stellen werden jeweils befristet besetzt (1,0 BF, 1,0 DP). Darüber hinaus werden aktuell zwei Personen (RTE, 0,5 E13; FPR, 0,25 E13) aus Mitteln des KDwt finanziert.
2.1.2 Wissenschaftsstützendes Personal
Von den etatisierten Stellen stehen 75% der Sekretariatsstelle sowie die 0,5 E11-Stelle aufgrund von Berufungszusagen bzw. auf Beschluss des Zentrumsrats dem KDwt aktuell nicht zur Verfügung. Die verbliebenen 25% der Sekretariatskapazität werden für das Rechnungswesen am KDwt eingesetzt.
Aus Haushaltsmitteln werden drei Personen beschäftigt: 1 IT-Techniker 1 Labormitarbeiterin und 1 Sekretär.
2.2 Projektmitarbeiter
2.2.1 Wiss. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
In Projekten sind insgesamt 16 Personen (9 ♀, 7 ♂) beschäftigt.
2.2.2 Wissenschaftsstützendes Personal
Aus Projektmitteln werden aktuell 2 Projektassistenzen in Teilzeit beschäftigt.
3 Haushaltsmittel
Etatisierter Haushalt: 399.200,00 €
Haushaltssperre: 20.300,00 €
Zur Verfügung: 378.900,00 €
Festlegungen: Zukunftsfonds: 100.000,00 €
Mitarbeiter*innen: ca. 160.000,00 €
Die verbleibenden 106.000,- € werden auf die Arbeitsbereiche und die Geschäftsführung verteilt.
4 Drittmittel
Für den Zeitraum 2020 bis Juli 2025 haben die Angehörigen z.T. mit Verbundpartner:innen insgesamt 92.630.666,25 € an Drittmitteln beantragt, davon 41.354.748,75 € für das KDwt. Bewilligt wurden bislang letztendlich 10.859.334,17 € [≙ 26,26 %]. 11 Projekte mit einem Anteil von 2.462.411,50 € für das KDwt befinden sich aktuell noch in der Antragsphase.
Die laufenden Projekte befassen sich u.a. mit Kriegsschadenskartierungen, Fensterglas, Schadstoffen in Baudenkmalen, Zustandsanalysen historischer Hölzer, Iranischen Wandmalereien etc.. Geforscht und gearbeitet wird in der Region (z.B. jüd. Friedhof in Walsdorf), national (z.B. Thüringen, Oberes Mittelrheintal) und international (z.B. Notre Dame, Frankreich; Rouffach, Frankreich; Cordoba, Spanien; Buenos Aires, Argentinien).
Das aktuell höchstdotierte Einzelprojekt ist ein Verbundprojekt in Kooperation mit der Hochschule Coburg und der Handwerkskammer Oberfranken: InTraBau. Innovation aus Tradition - Transferstrukturen für nachhaltiges und klimagerechtes Bauen im Bestand und in der Denkmalpflege. In diesem Pilotprojekt, für das das BMBF insgesamt 5 Mio € bewilligt hat (Anteil KDWT bislang 542.272,67 €) können die Verbundpartner eigenständig Projekte im Gesamtwert von 4 Mio € fördern. Das Projekt läuft seit dem 01.01.2025 und endet zum 31.12.2028. Ziel ist der Aufbau eines Netzwerks (von Wissenschaftler:innen, Handwerker:innen, Ingenieur:innen usw.) rund um das Bauen im Bestand und das Baudenkmal.
Stand Juli 2025