Ehemalige Mitarbeiter/-Innen
Rebekka Denz
Biographie
2017-2025
Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Professur für Judaistik an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Seit 2019
Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Israel Jacobson Netzwerks e.V.
Seit 2017
Gründungsmitglied und Redakteurin des Online-Netzwerks Centralverein.net. Forschungsnetzwerk zum C.V.
Seit 2015
Herausgeberin der Buchreihe Pri haPardes
Seit 2015
Herausgeberin der Buchreihe Genisa-Blätter
Seit 2011
Konzeption, Organisation und Durchführung von Nachwuchstagungen und -workshops für die Vereinigung für Jüdische Studien e. V. (Tagungen: 2011 in Wittenberg, 2012 in Bamberg, 2015 in Frankfurt/M.; Workshops: 2012, 2013, 2015; 2017 in Veitshöchheim)
2011 bis 2013
Projektmanagerin Kooperationsprojekt Landjudentum in Unterfranken
Seit 2010
Mitarbeit in der Stiftung Bücherei des Judentums, Buchen
2009 bis 2011
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiendekanat der Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg
2009 bis 2011
Lehrbeauftragte im Fachbereich Judaistik an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Seit 2008
Gründungsmitglied und Redakteurin des Online-Netzwerks bundism.net. A network devoted to research on the Jewish Labor Bund
2007 bis 2014
Herausgeberin der Zeitschrift PaRDeS. Zeitschrift der Vereinigung für Jüdische Studien e.V.
Ausbildung
Disputation 2016
Promotionsstudium im Fach Geschichte an der Freien Universität Berlin, Betreuerin: Prof. Dr. Gertrud Pickhan, Titel: „Bürgerlich, jüdisch, weiblich. Frauen im Centralverein Deutscher Staatsbürger Jüdischen Glaubens (1918–1938)”
Oktober 2011
Forschungsaufenthalt am Center for Jewish History, New York City, gefördert durch das DHI Washington D. C.
März 2011
Forschungsaufenthalt in den Central Archives for the History of the Jewish People, Jerusalem
WiSe 2007/08
Forschungsaufenthalt an der Uniwersytet Warszawski, Direktstipendium Freie Universität Berlin/University of Warsaw
2007
Studienabschluss in Geschichte und Jüdische Studien, Freie Universität Berlin und Universität Potsdam
Schwerpunkte in Lehre und Forschung
- Jüdische Frauen- und Geschlechterforschung
- Deutsch-jüdische Geschichte in der Moderne
- Osteuropäisch-jüdische Geschichte in der Moderne
- Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (C.V.)
- Allgemeiner Jüdischer Arbeiterbund (Bund)
- Ländliches Judentum (in Franken)
- Jüdisches Bildungswesen
Publikationen
Monographien
Bürgerlich, jüdisch, weiblich. Frauen im Centralverein Deutscher Staatsbürger Jüdischen Glaubens (1918–1938), Berlin 2021.
- Bundistinnen. Frauen im Allgemeinen Jüdischen Arbeiterbund („Bund”), dargestellt anhand der jiddischsprachigen Biographiensammlung „Doires Bundistn” (=Pri ha-Pardes,vol. 5), Potsdam 2009. https://publishup.uni-potsdam.de/frontdoor/index/index/start/0/rows/10/sortfield/score/sortorder/desc/searchtype/simple/query/Bundistinnen/docId/2729
Wissenschaftliche Artikel
Moritz Bauerfeind und Rebekka Denz: Einführung in den Themenschwerpunkt: Das vergangene ländliche Judentum im deutschsprachigen Raum, in: Medaon – Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bildung, 18 (2024), 34, S. 1–5. http://www.medaon.de/pdf/medaon_34_bauerfeind_denz.pdf
Doing Gender? Frauenbilder in deutsch-jüdischen Pressemedien vom Ende des Ersten Weltkriegs bis zu den ersten Wahlerfolgen der NSDAP, in: Susanne Marten-Finnis, Michael Nagel (Hg.): The Historical German-Jewish Press: Platform, Mouthpiece, Sources. Die historische deutsch-jüdische Presse: Forum, Sprachrohr, Quellenfundus (= Die jüdische Presse – Kommunikationsgeschichte im europäischen Raum, Bd. 24), Bremen 2022, S. 93–102.
- Pionierinnen und Pioniere der ersten Dekade. Das Reichsvereinsgesetz von 1908 als Modernisierungsmarker des Centralvereins, in: Dies./Tilmann Gempp-Friedrich (Hg.): Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Anwalt zwischen Deutschtum und Judentum, Berlin 2021, S. 121–134.
Revolutionär, bürgerlich, religiös, akkulturiert? – Jüdinnen und Juden in der jungen Weimarer Republik, in: Thomas Martin Schneider (Hg.): Unterwegs in der ersten deutschen Demokratie. Rheinischer Protestantismus und Weimarer Republik (=Schriftenreihe des Vereins für Rheinische Kirchengeschichte, Kleine Reihe H. 13), Bonn 2021, S. 93–103.
- Der Centralverein in Bayern – ein Werkstattbericht, in: Medaon – Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bildung, 13 (2019), 25, S. 1–15. https://www.medaon.de/de/ausgabe/13-2019-25/
- „Treue Freundin[nen] des Palästina-Aufbaus“? Positionen von CVerinnen gegenüber der zionistischen Idee in den 1930er Jahren. In: Deutschsprachige Zionismen. Verfechter, Kritiker und Gegner, Organisationen und Medien (1890-1938), hg. v. Lisa Sophie Gebhard und David Hamann. Berlin 2019, S. 93–107.
- Aus dem Lehrmittelfundus eines jüdischen Religionslehrers auf dem Lande, in: Dies./Gabi Rudolf (Hg.): Genisa-Blätter II, Potsdam 2017,S. 97–108. https://publishup.uni-potsdam.de/frontdoor/index/index/start/19/rows/10/sortfield/score/sortorder/desc/searchtype/simple/query/Rebekka+Denz/docId/10464
- (mit Gabi Rudolf): Werkstattbericht. Genisot in Franken, in: Dies./Dies. (Hg.): Genisa-Blätter II, Potsdam 2017, S. 7–14.https://publishup.uni-potsdam.de/frontdoor/index/index/start/13/rows/10/sortfield/score/sortorder/desc/searchtype/simple/query/Rebekka+Denz/docId/10446
- Fragen und Antworten zu Gott und den Menschen. Einblicke in jüdische religiöse Bildung auf dem Land um 1900, in: Dies./Gabi Rudolf (Hg.): Genisa-Blätter, Potsdam 2015,S. 145–163.https://publishup.uni-potsdam.de/frontdoor/index/index/start/17/rows/10/sortfield/score/sortorder/desc/searchtype/simple/query/Rebekka+Denz/docId/7738
- Die „Judenschul” im Dorf. Vom Umgang mit Spuren jüdischen Lebens in Unterfranken, in: Juden in Mitteleuropa, 2015, S. 56–62.
- Sites of (Dis)memory? Former Synagogues in the Countryside: the Case Study Lower Franconia, in: Jewish Architecture – New Sources and Approaches, ed. by Katrin Keßler/Alexander von Kienlin (=Schriftenreihe der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur, Bd.8), Petersberg 2015, S. 123–132.
- Musica Mobilis – Klez(s)mer und über das Gedächtnis einer Stadt, in: Jewish Lifeworlds and Jewish Thought Festschrift presented to Karl E. Grözinger on the Occasion of his 70th Birthday, edited by Nathanael Riemer, Wiesbaden 2012, S. 255–263.
- Texte jüdischer Erinnerungskultur: Das Beispiel jiddischsprachiger Biografien über die Lubliner Bundistin Bela Shapiro (1891-1943/44?), in: Susanne Blumesberger; Ilse Korotin(Hg.): Frauenbiografieforschung. Theoretische Diskurse und methodologische Konzepte (=biografiA. Neue Ergebnisse der Frauenbiografieforschung, Bd. 9), Wien 2012, S. 101–119.
- Zwischen „russischer Steppenfurie” und Idealtyp einer Revolutionärin. Das bewegte Leben der Sozialistin Sarah Rabinovitsh, in: Ariadne. Forum für Frauen- und Geschlechtergeschichte, 57 (Mai 2010) S. 28–31.
- Der „Froyenvinkl“: Die Frauenrubrik in der bundischen Tageszeitung „Naye Folkstsaytung“, in: PaRDeS: Zeitschrift der Vereinigung für Jüdische Studien e.V. 14 (2008),S. 96–124. http://opus.kobv.de/ubp/volltexte/2008/2278/pdf/pardes14_Art04.pdf
Weiteres
(Gemeinsam mit Wolfgang Hegel und Tina Weidemann): Einblicke in die Praxis - über die Dokumentation jüdischer Friedhöfe. In: Schönere Heimat. Bewahren und gestalten. Hg. vom Bayerischen Landesverein für Heimatpflege e.V. H. 3 (2023), S. 181-186.
Jüdischer Abwehrkampf gegen Antisemitismus. In: Vier Viertel Kult. Vierteljahresschrift der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz. Herbst 2021, S. 12–13.
(gemeinsam mit Tilmann Gempp-Friedrich): „Kurz stillhalten, bitte!“ Portraitaufnahmen jüdischer Menschen von Karl Weiß, in: Der Wartturm. Heimatblätter des Vereins Bezirksmuseum Buchen e.V. (Doppelausgabe Oktober 2020), S. 74.
Jüdische Friedhöfe – ein Faszinosum einst und heute, in: hierzuland. Das Regio-Magazin von Rhein, Neckar & Main, 2016, Nr. 49, S. 5–9.
- „Die Zukunft hat eine lange Vergangenheit“ – Vom ‚Wir‘ und ‚Ihr‘ einst und heute. In: initiativ. Ökumenische Initiative eine Welt, November 2016, S. 3.
- Far a besserer Welt. Der Jüdische Arbeiterbund gehört zu den Verlierern der Geschichte, doch bleibt der Traum von Gleichheit und Gerechtigkeit aktuell, in: Zukunft. Informationsblatt des Zentralrats der Juden in Deutschland, Nr. 5, Jg. 15, 29. Mai 2015. https://www.zentralratderjuden.de/angebote/publikationen/informationsblatt-zukunft/
- Vom Umgang mit jüdischen Friedhöfen. Beobachtungen aus Unterfranken, in: Wenn Steine sprechen ... Die Spuren Pappenheimer Juden II (=Schriften zur Literatur und Geschichte der Stadt und Grafschaft Pappenheim, Bd. 6), Pappenheim 2014, S. 12–17.
- Einführung, in: Spuren jüdischer Geschichte in Stadt und Landkreis Würzburg. Ein Wegweiser für junge Leute, hg. vom Landkreis Würzburg, Würzburg 2013, S. 6–9.
- Fachglossar, in: Spuren jüdischer Geschichte in Stadt und Landkreis Würzburg. Ein Wegweiser für junge Leute, hg. vom Landkreis Würzburg, Würzburg 2013, S. 79–85.
- Höchberg (mit Andrea Sterzinger), in: Spuren jüdischer Geschichte in Stadt und Landkreis Würzburg. Ein Wegweiser für junge Leute, hg. vom Landkreis Würzburg, Würzburg 2013, S. 34–41.
- Überleben in der Nazi-Zeit. Die Geschichte von Susan Loewenberg, in: Spuren jüdischer Geschichte in Stadt und Landkreis Würzburg. Ein Wegweiser für junge Leute, hg. vom Landkreis Würzburg, Würzburg 2013, S. 62–69.
- Glossar (mit Michał Szulc), in: Miłosława Borzyszkowska-Szewczyk / Christian Pletzing(Hg.): Jüdische Spuren in der Kaschubei. Ein Reisehandbuch (deutsch/polnisch), München 2010, S. 406–423.
- Kartuzy (mit Katarzyna Kończal; Miłosława Borzyszkowska-Szewczyk; Christian Pletzing), in: Miłosława Borzyszkowska-Szewczyk / Christian Pletzing (Hg.): Jüdische Spuren in der Kaschubei. Ein Reisehandbuch (deutsch/polnisch), München 2010, S. 113–151.
- Kościerzyna (mit Katarzyna Kończal), in: Miłosława Borzyszkowska-Szewczyk /Christian Pletzing (Hg.): Jüdische Spuren in der Kaschubei. Ein Reisehandbuch (deutsch/polnisch), München 2010, S. 153-183.
- Sopot (mit Katarzyna Kończal), in: Miłosława Borzyszkowska-Szewczyk / Christian Pletzing (Hg.): Jüdische Spuren in der Kaschubei. Ein Reisehandbuch (deutsch/polnisch), München 2010, S. 307–325.
Rezensionen
Frank Beer/Markus Roth (Hg.) (2021): Von der letzten Zerstörung. Die Zeitschrift „Fun letstn churbn“ der Jüdischen Historischen Kommission in München 1946–1948, in: Schnittstelle Germanistik, Bd. 2, H. 1 (2022), S. 217–220. (https://doi.org/10.33675/SGER/2022/1/17)
- Anne-Katrin Henkel / Thomas Rahe (Hg.): Publizistik in jüdischen Displaced- Persons-Camps. Charakteristika, Medien und bibliothekarische Überlieferung (=Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie. Sonderbände, Bd. 112), Frankfurt am Main 2014, in:PaRDeS. Zeitschrift der Vereinigung für Jüdische Studien e.V. 22 (2016), S. 252–255. https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/frontdoor/index/index/docId/9541
- Susanne Bennewitz (Hg.): Briefe aus dem Exil in Guatemala, in: WERKSTATT Geschichte, H. 69, Dezember 2015, S. 96–98.
- Christian Dietrich: Verweigerte Anerkennung. Selbstbestimmungsdebatten im „Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens” vor dem Ersten Weltkrieg. Berlin 2014, in: PaRDeS. Zeitschrift der Vereinigung für Jüdische Studien e.V. 21 (2015), S. 252–255. https://publishup.uni-potsdam.de/frontdoor/index/index/start/0/rows/10/sortfield/score/sortorder/desc/searchtype/simple/query/Christian+Dietrich/docId/34225
- Kay Schweigmann-Greve: Chaim Zhitlowsky. Philosoph, Sozialrevolutionär und Theoretiker einer säkularen national jüdischen Identität, Hannover 2012, in: PaRDeS.Zeitschrift der Vereinigung für Jüdische Studien e.V. 19 (2013), S. 250–253. http://opus.kobv.de/ubp/volltexte/2013/6527
- Luise Hirsch: Vom Schtetl in den Hörsaal. Jüdische Frauen und Kulturtransfer (=minima judaica, Bd. 9). Berlin 2010, in: PaRDeS. Zeitschrift der Vereinigung für Jüdische Studien e.V. 18 (2012), S. 176–178. http://opus.kobv.de/ubp/frontdoor.php?source_opus=5925
- Tamara Or: Vorkämpferinnen und Mütter des Zionismus. Die deutsch-zionistischen Frauenorganisationen (1897-1938) (=Zivilisationen & Geschichte, Bd. 3), Frankfurt a. M.2009, in: PaRDeS. Zeitschrift der Vereinigung für Jüdische Studien e.V. 17 (2011), S. 274–278. http://opus.kobv.de/ubp/volltexte/2011/4938/
- Petra Ernst/Gerald Lamprecht (Hg.): Konzeptionen des Jüdischen. Kollektive Entwürfe im Wandel (=Schriften des Centrums für Jüdische Studien, Bd. 11), in: PaRDeS. Zeitschrift der Vereinigung für Jüdische Studien e.V. 16 (2010), S. 214–215. https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/frontdoor/index/index/start/0/rows/10/sortfield/score/sortorder/desc/searchtype/simple/query/Petra+Ernst%2FGerald+Lamprecht/docId/4162
- Nicolas Berg: Luftmenschen. Zur Geschichte einer Metapher. Mit einem Vorwort von Dan Diner (=Toldot, Bd. 3), Göttingen 2008, in: David. Jüdische Kulturzeitschrift, 21. Jg. Nr. 82, September 2009, S. 109.
- Elvira Grözinger/Magdalena Ruta (eds.): Under the Red Banner. Yiddish Culture in the Communist Countries in the Postwar Era (=Jüdische Kultur, Bd. 20), Wiesbaden 2008, in:PaRDeS. Zeitschrift der Vereinigung für Jüdische Studien e.V. 15 (2009), S. 188–191. http://opus.kobv.de/ubp/frontdoor.php?source_opus=3460&la=de
- Susanne Marten-Finnis/Markus Bauer (Hg.): Die jüdische Presse. Forschungsmethoden – Erfahrungen − Ergebnisse (=Die jüdische Presse −Kommunikationsgeschichte im europäischen Raum/The European Jewish Press – Studies in History and Language, Bd. 2), Bremen 2007, in: Judaica. Beiträge zum Verstehen des Judentums, H. 1, März 2009, S. 91–92.
- Stephanie Braukmann: Die »jüdische Frage« in der sozialistischen Frauenbewegung 1890-1914, (=Campus Forschung, Bd. 904), Frankfurt/M 2007, in: Judaica. Beiträge zum Verstehen des Judentums, H. 4, Dezember 2008, S. 374.
- Ulrich Knufinke: Bauwerke jüdischer Friedhöfe in Deutschland (=Schriften der BetTfila - Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa, Band 3, herausgegeben von Aliza Cohen-Mushlin und Harmen Thies), Petersberg 2007, in: Judaica. Beiträge zum Verstehen des Judentums, H. 4, Dezember 2008, S. 371–374.
- Susanne Marten-Finnis/Markus Winkler (Hg.), Die jüdische Presse im europäischen Kontext. 1686-1990 (=Die jüdische Presse – Kommunikationsgeschichte im europäischen Raum/The European Jewish Press – Studies in History and Language, Bd. 1), Bremen 2006, in: Judaica. Beiträge zum Verständnis des Judentums, H. 4, Dezember 2008, S. 374–375.
- Margarete Grandner/Edith Saurer (Hg.): Geschlecht, Religion und Engagement. Die jüdischen Frauenbewegungen im deutschsprachigen Raum (=L’Homme Schriften. Reihe zur Feministischen Geschichtswissenschaft, Bd. 9), Wien 2005, in: PaRDeS. Zeitschrift der Vereinigung für Jüdische Studien e.V. 13 (2007), S. 164–167. http://opus.kobv.de/ubp/frontdoor.php?source_opus=1544&la=de
Herausgebertätigkeit
- Das vergangene ländliche Judentum im deutschsprachigen Raum (hrsg. von Moritz Bauerfeind und Rebekka Denz). Themenheft der Zeitschrift Medaon 18 (2024) https://www.medaon.de/de/ausgabe/medaon-18-2024-34/
- Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Anwalt zwischen Deutschtum und Judentum, (hrsg. von Rebekka Denz und Tilmann Gempp-Friedrich) (Berlin 2021)
- Deutsch-jüdische Geschichte im Spiegel des Centralvereins (hrsg. von Rebekka Denz und Tilmann Gempp-Friedrich). Themenheft der Zeitschrift Medaon 13 (2019) https://www.medaon.de/de/ausgabe/13-2019-25/
2008–2014 Herausgeberin der judaistischen Zeitschrift PaRDeS im Universitätsverlag Potsdam
- Seit 2017 Mitbegründerin und Herausgeberin von Centralverein.net.Forschungsnetzwerk zum C.V. www.centralverein.net
- Seit 2015 Herausgeberin der Genisa-Blätter im Universitätsverlag Potsdam
- Seit 2015 Herausgeberin der judaistischen Reihe Pri haPardes im Universitätsverlag Potsdam
- Seit 2008 Mitbegründerin und Herausgeberin von bundism.net. A network devoted to research on the Jewish Labor Bund www.bundism.net
Tina Weidemann
Biographie
2011 bis 2017 Studium der Germanistik und Theologie an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg
2017 bis 2020 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Alttestamentliche Wissenschaften an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Kurse Althebräisch)
07/18 bis 09/2018: Forschungsaufenthalt und Sprachausbildung an der Hebräischen Universität in Jerusalem, Israel
seit 2020 Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Professur für Judaistik an der Otto-Friedrich Universität (Elite-Masterstudiengang Cultural Studies of the Middle East)
seit 2023 Projektmitarbeiterin im Projekt Steinerne Zeugen digital zur Erfassung jüdischer Friedhöfe in Deutschland gefördert durch die Akadmien-Union
Auszeichnungen und Stipendien:
- Preis der Universitätsfrauenbeauftragen der Universität Bamberg für Studenntinnen mit hervorragenden Leistungen (PUSh) für die Abschlussarbeit: „Sieben Texte auf dem Weg in das Paradies. Die Verräumlichung und Verzeitlichung des Paradieses in biblischen, frühjüdischen, frühchristlichen und frühislamischen Texten“ (2017)
- IPID4all-Stipendium des Deutschen Akadmischen Austauschdiensts (Juli - September 2018)
Schwerpunkte in Lehre und Forschung
Teaching and Research focus
- Sprachausbildung Hebräisch
- Die Psalmen aus linguistischer und literaturwissenschaftlicher Perspektive
- Geschichte des Staates Israel
- Kultur, Gesellschaft und Religion im modernen Israel
- Hebräische Epigraphik
Die Sprache der Psalmen (Dissertationsprojekt)
[abgeschlossen Sommersemester 2025, Publikation geplant 2026]
Abstract:
Im Sefer Tehilim/Buch der Psalmen liegt uns eine sehr heterogene Sammlung an althebräischen Texten vor, die sich in ihrer Sprache und ihren Inhalten deutlich von den Erzähltexten und den prophetischen Texten/Reden der hebräischen Bibel unterscheiden. Es handelt sich um »Lobpreisungen« (תהילים), um »Gesänge« (מזמור). Schon alleine in ihren Bezeichnungen zeigen diese Texte ihre Heterogenität – und doch verbindet diese 150 so unterschiedlichen Texte etwas miteinander: Es handelt sich um Texte, die mit Lyrik in Verbindung gebracht werden. Sie werden mit Musikalität verbunden, jedoch auch ihre Struktur und ihre sprachlichen Eigenheiten sprechen dafür, dass es sich hier nicht um Erzähl-, Gesetzestexte oder Sprüche von Propheten handelt.
Sowohl die christliche historisch-kritische als auch die jüdische-rabbinische Bibelwissenschaft haben sich intensiv mit dem Sefer Tehilim auseinandergesetzt und unterschiedliche Zugänge zu diesen Texten freigelegt und erarbeitet. Jedoch können nicht nur Ansätze aus der Bibelwissenschaft, sondern auch solche aus der Literaturwissenschaft einen nicht unbeträchtlichen Beitrag zur Auseinandersetzung mit den hebräischen Texten liefern. Nicht nur das hebräische Denken, sondern auch die hebräische Sprache bringen eine eigene Dynamik mit, die in der Arbeit mit den Texten der hebräischen Bibel ihre Berücksichtigung finden müssen. So ist es nötig, die Eigenheiten (alt)hebräischer Lyrik ernst zu nehmen, diese nicht nicht nur wahrzunehmen, sondern zu beschreiben und für die Arbeit mit dem Sefer Tehilim nutzbar zu machen.
Innerhalb der Literaturwissenschaft hat sich im 20. und 21. Jahrhundert ein gattungs- und lyriktheoretischer Ansatz entwickelt, der großes Potential auch für hebräischsprachige Texte und gerade die heterogene Sammlung im Sefer Tehilim birgt. Klaus W. Hempfer entwickelt einen transhistorischen und sprachenunabhängigen gattungstheoretischen Ansatz der »Prototypischen Kerne«, der davon ausgeht, dass es für jede Gattung einen (abstrakten) Kern gibt, um den sich Einzeltexte in unterschiedlicher Nähe und Ferne gruppieren. Dabei verbindet er das Konzept der Wittgensteinschen Familienähnlichkeit mit kognitionspsychologischen Ansätzen. Gerade für die Lyrik als »spezielle« Großgattung bietet dieses Konzept weitreichende Möglichkeiten. So entwirft Hempfer einen solchen »Lyriktypischen Kern«, der sich u.A. vor allem aus einer lyrikspezifischen Kommunikationssituation ergibt. So sieht er Lyrik als »inszenierte Performativität«:
»Das spezifisch Lyrische scheint im Unterschied zum Erzählen gerade darin zu liegen, dass nicht eine Instanz – sei sie nun hetero- oder homodiegetisch – eine Geschichte vermittelt, sondern, dass ein Sprecher im Akt des Sprechens das tut bzw. erfährt, worüber er zeitgleich spricht. Ein lyrisches Sprechen erzählt also nicht, was geschehen ist, sondern konstituiert im Sprechen, worüber gerade gesprochen wird, oder anders formuliert: Lyrisches Sprechen basiert auf der Simultanität bzw. Koinzidenz von Sprechsituation und besprochener Situation. Diese Simultanität ist nun freilich eine fiktionale, insofern der schriftlich fixierte Text diese nicht de facto realisieren, sondern immer nur ›inszenieren‹ kann […]«.
Dieses theoretische Fundament hat den entscheidenen Vorteil, dass ein solcher Prototyp »[…], der die historisch unterschiedlichen kommunikativen Kompetenzen beschreibbar macht, als theoretisches Konstrukt nicht einfach unser heutiges Lyrikverständnis nachkonstruiert, […].« Es ist also möglich über die 150 Psalmen (und in weiterem Blick sogar unter Hinzunahme lyrischer Texte außerhalb des Psalters) einen hebräischen »Lyriktypischen Kern« zu entwickeln – einen »Psalmenkern«. Dieser würde die Eigenheiten althebräischer Lyrik ernst nehmen, neue Interpreationsansätze liefern und die Erklärung dafür liefern, warum die Psalmen transhistorisch über ein sehr hohes Identifikationspotential für den Leser bzw. Hörer verfügen und innerhalb der Litrugie einen hohen Stellenwert aufweisen.
Publikationen
Tina Weidemann: Der jüdische ‚Landfriedhof‘ als wertvolle judaistische Quelle am Beispiel Aufseß, in: Medaon – Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bildung, 18 (2024), 34, S. 1–7. https://www.medaon.de/pdf/medaon_34_weidemann.pdf
Rebekka Denz, Wolfgang Hegel und Tina Weidemann: Einblicke in die Praxis - über die Dokumentation jüdischer Friedhöfe, in: Schönere Heimat. Bewahren und Gestalten (112/3), 2023.
Tina Weidemann: Eindeutig mehrdeutig. Jüdische Spiritualität(en) als Spiegel jüdischer Mosaik-Identität, in: Münchner Kirchenzeitung 28/2023, S.27.
Tina Weidemann: PONS Schreiben üben! Hebräisch. Das hebräische Alphabet Schritt für Schritt lernen und üben, 2022.
Tina Betz, Lena Janneck: Wo ist der Ort des Menschen? - Überlegungen bezüglich Gen 2-4, in:
Bründl, Jürgen; Laubach, Thomas; Lindner, Konstantin (Hg): Zeichenlandschaften : Religiöse Semiotisierungen im interdisziplinären Diskurs, 2021, S.233-253.
