Mind Matters

Mit dem Projekt „Mind Matters: Stärkung der mentalen Resilienz der Bamberger Studierenden und Implementierung des Studierendengesundheitsmanagements“ startet die Universität Bamberg gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse (TK) einen zukunftsweisenden Entwicklungsprozess zur Förderung der mentalen Gesundheit von Studierenden. Die Projektlaufzeit ist von 01.12.2025 bis 30.11.2028 angesetzt.
Mind Matters befindet sich derzeit im Aufbau. Ziel ist es, in den kommenden Jahren nachhaltige Strukturen, bedarfsgerechte Angebote und tragfähige Netzwerke für die mentale Gesundheit von Studierenden zu entwickeln und dauerhaft an der Universität Bamberg zu verankern.
Warum Mind Matters?
Das Studium bringt viele Chancen – aber auch Herausforderungen mit sich. Leistungsdruck, Zukunftsängste, soziale Belastungen oder Selbstzweifel können die mentale Gesundheit beeinträchtigen. Genau hier setzt Mind Matters an: Ziel ist es, die mentale Resilienz von Studierenden gezielt zu stärken und zugleich die strukturellen Grundlagen für ein umfassendes Hochschulgesundheitsmanagement (HGM) an der Universität Bamberg zu schaffen.
Da im Bereich Bewegung zahlreiche Angebote durch das universitäre Hochschulsportzentrum bestehen und Vorträge zu Gesundheitsverhalten, z.B. Ernährung, bereits für die hochschulische Öffentlichkeit über das betriebliche Gesundheitsmanagement angeboten werden, sollen mit Mind Matters insbesondere Angebote für die mentale Gesundheit aufgebaut und etabliert werden.
Unser Ansatz: Gesundheit entsteht durch Stärkung
Grundlage des Projekts ist das Salutogenese-Konzept, das den Fokus auf die Entstehung und Erhaltung von Gesundheit legt. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht Defizite, sondern Ressourcen, Schutzfaktoren und persönliche Stärken der Studierenden.
Orientiert an den vier Säulen der mentalen Gesundheit wird Mind Matters schrittweise ein ganzheitliches Angebot entwickeln:
1. Selbstwirksamkeit

Ein zentrales Ziel des Projekts ist es, Studierende darin zu stärken, ihr Studium und ihren Alltag aktiv, selbstbestimmt und gesund zu gestalten. Hierfür sollen perspektivisch Formate zur Förderung von Selbstmanagement, Handlungskompetenz und Peer-to-Peer-Unterstützung entwickelt werden. Ein besonderer Fokus wird dabei auf Studierende in herausfordernden Lebenslagen sowie auf strukturell benachteiligte oder besonders belastete Gruppen gelegt.
2. Soziales Netz

Soziale Verbundenheit ist ein zentraler Schutzfaktor für psychische Gesundheit. Im Projekt sollen Begegnungsräume, Austauschformate und Unterstützungsnetzwerke weiterentwickelt bzw. neu geschaffen werden. Gleichzeitig soll ein stärkeres Bewusstsein für Diskriminierung, Stigmatisierung und Machtverhältnisse im Hochschulkontext entstehen – insbesondere mit Blick auf vulnerable Gruppen.
3. Selbstfürsorge

Die Förderung von Selbstfürsorge und Resilienz bildet eine weitere wichtige Säule. Geplant ist die schrittweise Entwicklung von Angeboten zu Stressbewältigung, Achtsamkeit, Selbst- und Zeitmanagement sowie Entspannungsverfahren, die perspektivisch in bestehende Strukturen integriert werden können.
4. Sinnerleben

Das Erleben von Sinn und Zielorientierung spielt für Motivation und psychische Stabilität eine zentrale Rolle. Zukünftig sollen Formate zur Zukunftsorientierung, persönlichen Entwicklung und Mentoring entstehen, die Studierende dabei unterstützen, ihren eigenen Bildungs- und Lebensweg bewusst zu gestalten.
