Poster-Workshop: Kreatives Gestalten am Computer

Am 22. Februar 2018 fand der erste FELI-Workshop im erweiterten Zielgruppenrahmen statt: Während bei Kindergarten- und Grundschulkindern das spielerische Ausprobieren und die eigene Kreativität im Vordergrund stehen, liegt der Fokus mit fortschreitendem Alter mehr auf gestalterischen und technischen Aspekten sowie informatischen Konzepten. Der Workshop fand in einem universitären Computer-Pool statt, sodass neben der Erfahrung, Neues am und mit dem Computer zu lernen, das atmosphärische Erfahren der Uni wesentlich zum Workshop-Erlebnis beiträgt.

Das im Workshop verwendete Vektorgraphik-Programm Inkscape ist ein professionelles Werkzeug zur Erstellung zweidimensionaler Vektorgraphiken, wie sie zum Beispiel für Logos benötigt werden. Die Teilnehmer des Poster-Workshops lernen Möglichkeiten und Funktionsprinzipien eines Vektorgraphikprogramms kennen.

die Poster der Teilnehmenden

bebilderte Version des Berichts auf der Website von Sanne Grabisch

Workshop-Leitung Sanne Grabisch berichtet: 

Am 22. Februar 2018 fand der erste Workshop im erweiterten Zielgruppenrahmen statt. Die Foto-AG der Don Bosco-Schule Stapelbach kam für drei Stunden an die Uni Bamberg, um im Poster-Workshop eigene Fotos ins rechte Licht zu setzen. Die neun Förderschüler im Alter von dreizehn bis fünfzehn Jahren hatten zuvor mit ihrer Lehrerin Fotos zum Schulthema »Druck« erstellt, welche nun auf den Postern angeordnet und durch Farben, Formen und Text in ihrer künstlerischen Aussage unterstrichen werden sollten.

Im Computerraum setzten wir uns an die PCs, und jeder hatte seinen eigenen. […] Mir haben die Drehstühle gefallen. Und mir hat es gut gefallen, weil Sanne und Michael es so gut erklärt haben.

Anders als bei Kindern, denen wir in der Regel analog zu einer Arbeitssituation mit Papier, Kleber und bereitliegenden Fotos ein vorbereitetes digitales Blatt bereitstellen, von dem aus sie die Bilder von der dem Arbeitstisch entsprechenden Arbeitsfläche auf das digitale Arbeitsblatt ziehen können, begann für die Jugendlichen die Arbeit damit, ihre auf einem USB-Stick mitgebrachten Bilder in ein Netzwerkverzeichnis zu kopieren und von dort in das Programm zu laden.

„[…] Für unsere Bearbeitung der Foto-Collagen zeigten sie uns ein spezielles Programm womit wir viele Effekte zum Einfügen hatten, z.B. Muster hinzufügen, Farben, Formen, Farbverläufe und Hintergrund verändern. […] Mir gefiel der Besuch an der Uni, weil Michael und Sanne sehr nett zu uns waren und weil ich das Programm sehr gut fand.“

Die Jugendlichen arbeiteten sehr konzentriert mit. Während es Kindern in der Regel schwer fällt, auf andere zu warten, wenn sie selbst schon etwas verstanden haben und weiter ausprobieren wollen, war die Arbeit mit den Förderschülern von sehr konzentrierter Ruhe geprägt. Während ich sonst ein Werkzeug so einführe, dass ich die Wirkmechanismen konzeptionell erkläre und dabei kurz den gesamten Anwendungsraum umreiße, musste ich mich hier oft bremsen, denn alles, was ich zeigte, wurde von den Schülern erstmal an ihren Arbeitsrechnern nachvollzogen, bevor ich den nächsten Schalter oder ein Eingabefeld vorstellen konnte. Dies war für mich eine interessante neue Erfahrung.

„Sanne zeigte uns an diesem besonderen Programm verschiedene Funktionen z. B., wie man einen Farbverlauf macht oder den Hintergrund gestaltet und Fotos einfügt. […] Ich fand es toll und interessant wie man eine Fotocollage macht. Ich würde es jeder Zeit nochmal machen.“

Die kleine Gruppe hatte Freude, die Werkzeuge kennenzulernen und zu den Fotoaussagen passende Formen zu finden. Viele Formen entstand zufällig beim Ausprobieren und wurden gleich für gut befunden. Statt sich spielerisch zu nähern, war für die meisten Schüler vor allem Genauigkeit wichtig. Der Tag an der Uni war für alle eine spannende Erfahrung, was mich sehr gefreut hat.