Vortrag von Prof. Dr. Gerson Neumann
Bamberger Vorträge zum Literatur- und Kulturtransfer
Das Brasilienbild des deutschen Reisenden Friedrich Gerstäcker
Der deutsche Schriftsteller Friedrich Gerstäcker (1816-1872) gehört zu den wichtigsten Reiseliteraten des 19. Jahrhunderts. Anders als Karl May (1842-1912), war Gerstäcker ständig unterwegs und seine literarische Produktion nährte sich aus seinen Reiseerfahrungen. Im Vortrag sollen der Autor Friedrich Gerstäcker und sein Werk präsentiert und seine enge Beziehung zur deutschen Migrationsbewegung im 19. Jahrhundert nach Brasilien dargestellt werden. Zu Brasilien hat Gerstäcker fiktionale und informative Texte veröffentlicht, in denen er auch den sehr unruhigen politisch-historischen Kontext thematisiert.
Prof. Dr. Gerson Neumann arbeitet seit 2011 an der UFRGS (Porto Alegre), wo er sich mit der deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts und der Literatur in deutscher Sprache in Brasilien sowie Übersetzung beschäftigt. Studium der Sprachwissenschaft Portugiesisch/Deutsch an der UNISINOS in São Leopoldo (1990-1994); von 1995 bis 2001 Master in Komparatistik an der UFRJ in Rio de Janeiro; Promotion in Literaturwissenschaft an der FU-Berlin (2004); 2014 bis 2015 Post-Doc mit einem Alexander-von-Humboldt Stipendium an der Universität Potsdam.
Alle Interessierten sind sehr herzlich eingeladen!
gez. Prof. Dr. Enrique Rodrigues-Moura
