Wissenswertes zum modularen Studium im Lehramt

Hier finden Sie diverse Informationen, die für Ihr Modulstudium im Lehramt von (v.a. rechtlicher) Relevanz sein können. Die Seite ist aktuell im Aufbau begriffen und wird permanent erweitert.

Überblick:

1. Regel- und Maximalstudiendauer; Studienzeitverlängerung

Bitte beachten Sie, dass die Studien- und Prüfungsordnungen bzw. Modulhandbücher gemäß LPO-Vorgaben generell zwischen der sog. Regel- und der sog. Maximalstudiendauer unterscheiden:

Die Regelstudiendauer beträgt für die Lehrämter an Grund-, Mittel- und Realschulen jewiels 7 Semester, für das Lehramt an Gymnasien 9 Semester. In beiden Fällen kann das Studium im Rahmen der Maximalstudiendauer ohne jede Formalität um weitere 4 Semester (Lehrämter an Grund-, Mittel- und Realschulen: 11 Semester; Lehramt an Gymnasien: 13 Semester) verlängert werden.

Über die formale Maximalstudiendauer hinaus kann beim Prüfungsamt der Universität Bamberg ein Antrag auf sog. Studienzeitverlängerung um max. weitere 2 Semester gestellt werden. Grundlage dafür ist - spätestens zu Beginn des jeweils letzten Semesters - ein formloser Antrag mit kurzer, valider Begründung für die angestrebte Verlängerung. Bitte beachten Sie, dass die Erweiterung des Studiums durch ein weiteres Studienfach nicht automatisch einen Anspruch auf Verlängerung des Studiums generiert.

Ein letztmaliger Verlängerungsantrag um max. 1 weiteres Semester muss danach direkt beim Prüfungsamt des Bildungsministeriums gestellt werden.

 

2. Grundsätzliches zur LPO I (Lehramtsprüfungsordnung)

Alles Relevante zur Ersten Staatsexamensprüfung finden Sie in der sog. Lehramtsprüfungsordnung I (LPO I): sog. Zulassungsvoraussetzungen (v.a. sprachliche Voraussetzungen), Prüfungsinhalte und Prüfungsteile.

Die LPO I sieht in einem Erweiterungsfach in der Regel keine Leistungserbringung vor; Ausnahmen sind lediglich die Fächer Ethik, Schulpsychologie und Beratungslehramt. In den Erweiterungsfächern ohne Leistungserbringung im Studium bildet sich die Gesamtnote des Ersten Staatsexamens ausschließlich aus dem Quotienten der jeweiligen Teilprüfungen. Bitte beachten Sie, dass eine irrtümliche Einbringung von Leistungen notentechnisch in keinem Fall zur Geltung kommen kann.

Der sog. Wahlpflichtbereich (8 LP) ist in der Summe der studierten Fächer zu erbringen: im Lehramt an Realschulen bzw. Gymnasien in einem der beiden oder in der Summe beider Unterrichtsfächer bzw. im sog. KulturPlus-Grundlagenmodul A, im Lehramt an Realschulen alternativ auch (ganz oder teilweise) in den sog. Gesellschaftswissenschaften und/oder Religion/Philosophie, in den Lehrämtern an Grund- und Mittelschulen ausschließlich im Bereich Gesellschaftswissenschaften und/oder Religion/Philosophie. Bitte beachten Sie hier: Es ist möglich, die gesamten 8 LP im Bereich Religion/Philosophie zu erbringen, nicht jedoch im Bereich Gesellschaftswissenschaften (in jeder Konstellation müssen mindestens 3 LP im Bereich Religion/Philosophie, in einer Konstellation mit Unterrichts- oder Didaktikfach Religion sogar mindestens 5 LP eingebracht werden).

Das Erste Staatsexamen darf insgesamt nur zweimal in derselben Schulart bzw. Fächerkombination abgelegt werden. Sollte dabei ein Unterrichtsfach nicht bestanden sein, so muss (nur) dieses bindend (in seiner Gesamtheit) wiederholt werden (Frist: max. 1 Jahr später); das erstmals bestandene Fach muss nicht wiederholt werden. Bitte beachten Sie: Bei freiwilliger Notenverbesserung eines bestandenen Ersten Staatsexamens muss dieses komplett (aber ohne EWS) wiederholt werden; hierbeit geht dann das jeweils bessere Notenergebnis in die Gesamtwertung ein.

3. Ursachen und Folgen des endgültigen Nichtbestehens eines Moduls

Bestimmte Modulprüfungen dürfen nach erstmaligem Nichtbestehen nur max. ein- oder zweimal wiederholt werden; Genaueres hierzu finden Sie in der Studien- und Prüfungsordnung des jeweils betreffenden Faches. V.a. im Bereich der Erziehungswissenschaften (EWS) weisen zahlreiche Module eine solche Versuchsdeckelung auf.

Bitte beachten Sie auch die einschlägigen Folgen:
- Beim endgültigen Nichtbestehen eines EWS-Moduls muss die bislang studierte Schulart bindend verlassen werden.
- Beim endgültigen Nichtbestehen eines Moduls in einem Unterrichts- oder Didaktikfach muss das Fach in der bislang studierten Schulart verlassen werden. Zwei mögliche Reaktionen hierauf: a) Sie studieren (unter Austausch des nicht bestandenen Faches) eine neue zulässige Fächerkombination in der identischen Schulart; b) Sie studieren (falls seitens der LPO möglich) das Fach bzw. idealerweise dieselbe Fächerkombination in einer anderen Schulart.

4. Zweitstudium

Sie können ein reguläres Zweitstudium in einer anderen Schulart (im Rahmen der von der LPO I zugelassenen Fächerkombinationen) aufnehmen oder sich der sog. Sondermaßnahme Nachqualifikation Grundschule bzw. Mittelschule unterziehen.

Bei Letzterem werden Ihnen auf Antrag beim Bildungsministerium (Abteilung Grund- bzw. Mittelschule) ein ehemaliges Unterrichtsfach sowie EWS komplett anerkannt; nähere Einzelheiten hierzu finden Sie an anderer Stelle.