Vocatio - Die kirchliche Bevollmächtigung

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Hinweise zu Vocatio und Vocatiogespräch

Allgemeine Informationen

Wer an einer Schule in Bayern das Fach Evangelische Religionslehre unterrichten will, bedarf einer kirchlichen Bevollmächtigung durch den Ev.-Luth. Landeskirchenrat und der Mitgliedschaft in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern oder einer anderen Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland. (vgl. www.ack-bayern.de; der Gaststatus reicht nicht.)

Als Mindestvoraussetzung dafür gilt eine während des Studiums eigenständig vorbereitete und gehaltene Religionsunterrichtsstunde. Sie besuchen dazu das studienbegleitende Praktikum im Fach Evangelische Religionslehre. Studierende der Ev. Religionslehre erwerben darüber hinaus zusätzlich im Bereich der Erziehungswissenschaften (EWS) mindestens 5 ECTS über Veranstaltungen der Ev. Theologie/Religionspädagogik.

Die Bevollmächtigung brauchen Sie für Ihr Referendariat nach der ersten Staatsprüfung. Dazu führen Sie ein etwa 20minütiges „Gespräch zum Abklären der Berufsmotivation und des Berufsbildes einer Religionslehrkraft".

Das Motivationsschreiben

Im Motivationsschreiben stellen Sie dar, worin die Zielsetzung Ihres Studiums besteht bzw. bestand und welche Perspektiven Sie mit Ihrem künftigen Beruf als ReligionslehrerIn verbinden. Hilfreich kann es sein, zunächst die Entstehung Ihrer Beweggründe zur Wahl dieses Studienfaches Evangelische Religionslehre zu beschreiben. Anschließend können Sie bisherige Studienerfahrungen mit Blick auf Ihre Zielsetzung reflektieren und einen Ausblick auf Ihre Vorstellungen und Ziele vom Religionsunterricht und Ihrer Rolle als Religionslehrkraft geben. Das Motivationsschreiben sollte eine Länge von 1,5 - 2 Din A4 Seiten haben.

Das Gespräch

Im Mittelpunkt des Vocatiogespräches stehen Ihre persönliche Berufsmotivation und Ihr Berufsbild einer Religionslehrkraft. Dieses vertrauliche Gespräch  ist nicht als Prüfung, sondern als Orientierungshilfe gedacht. Bitte betrachten Sie das ca. 20-minütige verpflichtende Gespräch und die von Ihnen verlangte schriftliche Äußerung zu Ihrer Berufsmotivation nicht als zusätzliche „Leistung“ oder „Belastung“. Nehmen Sie beides als Chance, sich über sich selbst, Ihre Studienerfahrungen, Ihre Vorstellungen vom Lehrberuf und über die Entwicklung Ihrer eigenen Überzeugungen (und Ihrer Zweifel!) Gedanken zu machen.

Wann beantrage ich die vorläufigeVocatio?

Wenn Sie Ihren Antrag auf Aufnahme in den staatlichen Vorbereitungsdienst stellen - in der Regel etwa ein halbes Jahr vor Dienstantritt - wird es auch Zeit, sich um die kirchliche Bevollmächtigung zu kümmern. Dem staatlichen Antrag fügen Sie einen formlosen Hinweis bei, dass die Vocatio beantragt ist und nachgereicht wird. Mit dem Ende der Prüfungen sollte spätestens dann auch Ihr Antrag ans Landeskirchenamt unterwegs sein.

Wie verläuft das Antragsverfahren?

1) Im Sekretariat erhalten Sie bei Frau Lilge die nötigen Anträge und Unterlagen. Füllen Sie die Formulare aus und informieren Sie sich über den Inhalt der Verpflichtung. Nähere Informationen zum „Kirchengesetz über die kirchliche Bevollmächtigung zur Erteilung von Religionsunterricht“ finden Sie online unter: http://www.ev-theologie.uni-wuerzburg.de/fileadmin/06070200/Vocatio/kirchengesetz.pdf)

2) Vereinbaren Sie, persönlich oder per E-Mail, einen individuellen Gesprächstermin. In der Regel führen Sie dieses Gespräch mit den DozentInnen der evangelischen Religionspädagogik oder anderer theologischer Fächer. Sie können aber auch mit geeigneten VertreterInnen des Landeskirchenamtes oder der Evangelischen Studentengemeinde (ESG), der Gemeinschaft Evangelischer Erzieher (GEE) sowie dem Religionspädagogischen Zentrum Heilsbronn (RPZ) sprechen. Dieses Gespräch wird auf dem Antragsformular bestätigt (mit Unterschrift des/r Beratenden). Im Gespräch wird auch der ordnungsgemäße Ablauf Ihres Studiums mit einem Ausdruck über die belegten Module inkl. Besuch des Begleitseminars zum studienbegleitenden fachdidaktischen Praktikum das die ausgearbeitete und gehaltene Unterrichtsstunde bestätigt.

Lassen Sie dem/der Gesprächspartner/in Ihr Motivationsschreiben und Ihren Lebenslauf etwa eine Woche vor dem Gespräch zukommen!

Mitzubringen sind alle benötigten Anträge, ihr Motivationsschreiben, ein tabellarischer und unterschriebener Lebenslauf sowie das Gutachten Ihres Praktikumsberichts.

3) Nach dem Gespräch schicken Sie folgende Unterlagen an die u.g. Adresse:

  • Antrag auf befristete Bevollmächtigung (ausgefüllt!)
  • Verpflichtungserklärung (unterschrieben)
  • Lebenslauf (tabellarisch mit Ort, Datum und handschriftlicher Unterschrift)
  • Motivationsschreiben (mit Ort, Datum und handschriftlicher Unterschrift)
  • Schreiben in dem Sie angeben, wann Sie das Referendariat beginnen.
  • Zeugnis über das 1. Staatsexamen in Kopie (kann auch nachgereicht werden)

Postadresse:

Evang.-Luth. Kirche in Bayern
Landeskirchenamt
Postfach 200751
80007 München

4) Die vorläufige Bevollmächtigung ist drei Jahre ab Schulbeginn gültig. Geben Sie diese zusammen mit den Anträgen zur Anmeldung zum Vorbereitungsdienst beim Kultusministerium ab bzw. reichen Sie diese zeitnah nach.