Profil

Am Pädagogikstudium in Bamberg schätze ich, dass ich es nach meinen Interessen (mit-) gestalten kann und auch aktuelle Themen aufgegriffen werden. In einem Seminar haben wir Studierenden beispielsweise einen Diskussionsabend zu Chancen der Fridays for Future-Bewegung für eine nachhaltige Entwicklung geplant und durchgeführt. Als Erstsemestertutor hatte ich die Möglichkeit, die Erstis am Beginn des Studiums zu unterstützen und ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Moritz Ewerling, Student

Die Pädagogik beschäftigt sich mit Problemen und bietet Lösungsansätze sowie Theorien und Methoden des Lernens und Lehrens. Während Ihres Studiums befassen Sie sich intensiv mit Erziehung und Bildung in verschiedenen Lebensaltern, von der frühen Kindheit bis ins hohe Lebensalter. Die Arbeitsfelder von pädagogisch tätigen Personen liegen überwiegend in außerschulischen Arbeitsfeldern wie dem Sozialwesen, der Familie, Rehabilitation oder Erwachsenenbildung. Neben erziehungswissenschaftlichen Forschungsmethoden bekommen Sie ein grundlegendes Verständnis erziehungswissenschaftlicher Fragestellungen und Denkansätze.

Der Studiengang ermöglicht den Aufbau soliden Wissens der erziehungs- und bildungswissenschaftlichen Disziplin. Dazu zählen neben fachwissenschaftlichen Inhalten und der Befähigung zum wissenschaftlichen Arbeiten auch berufsorientierende Schlüsselqualifikationen.

Sie erlangen die Fähigkeit zur kritischen Problemanalyse und konzeptionellem Denken sowie ausgewiesene Methodenkompetenzen.

Bitte beachten Sie

  • Der im Studiengang wählbare Schwerpunkt Sozialpädagogik ist nicht vergleichbar mit einem Bachelorstudiengang Soziale Arbeit an Hochschulen für angewandte Wissenschaften.
  • Eine sog. "staatliche Anerkennung", wie sie für einige staatlich ausgewiesene, spezifische Stellen der Sozialen Arbeit verlangt wird, ist mit dem Abschluss des Bachelorstudiengang Pädagogik nicht verbunden.

Struktur und Inhalt

Im Folgenden können Sie sich über die Inhalte der einzelnen Modulgruppen, also über die Struktur des Studiums informieren. Genauere Informationen zu den einzelnen Lehrveranstaltungen liefert Ihnen das Modulhandbuch.

Der Bachelorstudiengang Pädagogik kann neben dem verbindlichen Studium der Modulgruppe Pädagogik durch die Wahl von zwei Studienschwerpunkten aus den drei Bereichen

zusammengestellt werden. Darüber hinaus kann er individualisiert werden über die Wahl eines zusätzlichen Nebenfaches.

Die notwendige Interdisziplinarität sichern dabei die Module der Bezugswissenschaften Psychologie und Soziologie. Die „Allgemeinen Berufsqualifizierenden Kompetenzen“ und die begleiteten Praktika garantieren eine kontinuierliche Berufsorientierung.

Modulgruppen des Studiengangs

Die Allgemeine Pädagogik befasst sich unter anderem mit Arbeitsfeldern der Erziehungswissenschaft, Qualitätsmanagement und -sicherung sowie Herausforderungen durch neuere Entwicklungen. Der Lehrbereich der empirischen Forschungsmethoden ist am Lehrstuhl Allgemeine Pädagogik angesiedelt und konzentriert sich auf deskriptive und schließende Statistik, sowie auf Einführung in quantitative und qualitative Methoden. Sie lernen, wie Daten erhoben, dokumentiert, aufbereitet, ausgewertet und wissenschaftlich beurteilt werden können. Dazu gehört beispielsweise, was bei der Konstruktion eines Fragebogen zu beachten ist und wie nachfolgend mit den Ergebnissen umgegangen werden muss.

Diese Modulgruppe umfasst insgesamt 45 ECTS-Punkte.

Von drei möglichen Studienschwerpunkten können Sie zwei für Sie passende auswählen.

  • Der Studienschwerpunkt Elementar- und Familienpädagogik konzentriert sich auf wissenschaftliche Befunde zur Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern. Außerdem werden historische und gegenwärtige Entwicklungen elementar- und familienpädagogischer Institutionen in den Blick genommen.
  • Der Studienschwerpunkt Erwachsenenbildung/Weiterbildung behandelt insbesondere Handlungsfelder der Erwachsenenbildung und beruflichen Weiterbildung und befasst sich mit wissenschaftlichen Befunden zu Didaktik und Methodik dieser Disziplin.
  • Der Studienschwerpunkt Sozialpädagogik fokussiert insbesondere sozialpädagogische Historiographie, Theorien und Konzepte der Sozialpädagogik sowie Grundlagen/Methoden der Qualitätssicherung und Evaluation.
    Zum Begriff "Sozialpädagogik"- Unterscheidung zu "Sozialer Arbeit": Die Begriffe "Sozialarbeit", "Sozialpädagogik" und "Soziale Arbeit" werden oft in einem Atemzug genannt, manchmal synonym, manchmal stark dekontextualisiert, (fast) immer aber wenig präzise. In Bamberg werden im weitesten Sinn Theorien, Konzepte und Methoden der "Hilfen zur Lebensbewältigung" aus theoretischer, analytischer, systematischer, vergleichender, historischer und handlungsorientierter Perspektive thematisiert.
    Bitte beachten Sie: Der im Studiengang wählbare Schwerpunkt Sozialpädagogik ist nicht vergleichbar mit einem Bachelorstudiengang Soziale Arbeit an Hochschulen für angewandte Wissenschaften!

Jeder Schwerpunkt umfasst jeweils 15 ECTS-Punkte.

Die Bezugswissenschaften Psychologie und Soziologie sind mit je 15 ECTS-Punkten (circa 17 % des Studiums) neben den Studienschwerpunkten und einem Nebenfach ein Studienbestandteil zur Sicherung von Interdisziplinarität sowie ein traditioneller und bewährter Bestandteil des Pädagogikstudiums in Bamberg. In den Modulen werden die für Interdisziplinarität relevanten Lernziele und der Erwerb von über die Pädagogik hinausgreifendem Anwendungswissen angestrebt.

Die Bezugswissenschaft Psychologie (Modul Psychologische Grundlagen pädagogischen Handelns) am Lehrstuhl für Empirische Bildungsforschung spezifiziert insbesondere Berufsfeldrelevante psychologische Ansätze sowie grundlegende psychologische Befunde und Erkenntnisse zu Fragen von Erziehung, Bildung, Lehren und Lernen. Die Bezugswissenschaft Psychologie ist zwar in der Fakultät Humanwissenschaften angesiedelt, jedoch nicht am Institut Psychologie, sondern am Lehrstuhl Empirische Bildungsforschung. Daher sind die entsprechenden psychologischen Lehrveranstaltungen für die Studierenden des Bachelorstudiengangs Pädagogik im Lehrveranstaltungsverzeichnis univIS auch ausschließlich dort zu finden.

Die Bezugswissenschaft Soziologie (Modul Soziologische Grundlagen pädagogischen Handelns) präzisiert berufsfeldrelevante soziologische Ansätze, grundlegende soziologische Studien und Erkenntnisse zu gesellschaftlichen Fragen (insbesondere von Erziehung, Bildung und Sozialisation). Die Bezugswissenschaft Soziologie ist in der Fakultät Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, genauer der Professur für Demografie (univIS: Sozialstruktur) und an anderen Lehrstühlen oder Professuren für Soziologie angesiedelt. Darüber hinaus sind Module der Soziologie (im Gegensatz zur Psychologie) auch im Rahmen eines Nebenfaches (also zusätzlich zum Modul "Soziologische Grundlagen pädagogischen Handelns") absolvierbar.

Sie erlangen während Ihres Studiums Berufserfahrung, indem Sie sowohl Seminare zu allgemeinen berufsqualifizierenden Kompetenzen in Ihren beiden gewählten Studienschwerpunkten besuchen, als auch zwei mehrwöchige Praktika (eines pro Studienschwerpunkt) absolvieren.

>>>Infos zum Praktikum

Die dreimonatige Abschlussarbeit fangen Sie in der Regel im sechsten Semester an der Universität Bamberg an. Der Besuch eines Begleitseminars (Kolloquium) ist dabei verpflichtend. Die Bachelorarbeit kann auch früher begonnen werden. Voraussetzung für die Anmeldung ist, dass Sie mindestens 105 ECTS-Punkte  im Fach Pädagogik und den Bezugswissenschaften erbracht haben.

Informationen zur Anmeldung der Bachelorarbeit finden Sie auf den Seiten des Prüfungsamtes.

Für die Betreuung wählen Sie in der Regel eine Vertreterin bzw. einen Vertreter der Erziehungswissenschaft(630.9 KB, 9 Seiten).


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