UniGardening

Beim UniGardening der Universität Bamberg können alle Universitätsangehörigen auf dem Campus Gemüse und Kräuter pflanzen, pflegen und ernten. Dabei werden brachliegende und versiegelte Flächen nach nachhaltigen Gesichtspunkten begrünt. So entsteht ein ökologischer Gestaltungsraum, der Gleichgesinnte über Generationen und Hierarchieebenen hinweg zusammenbringt. Mit dem Ziel, eine lebenswerte Gesellschaft im Sinne einer Kultur der Nachhaltigkeit aktiv mitzugestalten, setzen sich die Teilnehmenden aktiv mit ökologischen Problemen auseinander, entwickeln gemeinsam Lösungsansätze und setzen diese auf den grünen Inseln praktisch, direkt und zwanglos um. Dadurch soll das Gemeinschaftsgefühl gestärkt, das Umweltbewusstsein gefördert und Raum für ein integratives und inklusives Miteinander geschaffen werden. Unterstützt wird das UniGardening von der Transition-Gruppe Essbare Stadt Bamberg". Um lokale Sorten und das Wissen um deren Anbau zu erhalten, kooperiert das UniGardening mit dem Bamberger Sortengarten.
Bei Fragen bitte an nachhaltigkeit(at)uni-bamberg.de wenden. Wir vermitteln weiter und informieren über aktuell geplante Aktionen. Auch eigene Projektideen können gerne vorgeschlagen werden.
Im Rahmen von UniGardening werden zahlreiche Projekte durchgeführt, z.B:
Kontakt und Aktuelles
Im VC-Kurs "UniGardening" werden Termine freigeschaltet, weitere Hochbeete geplant und die Möglichkeit zur Betreuung eines Beetes vergeben. Gerne können sich hier Studierende und MitarbeiterInnen der Universität eintragen.
Projektziele
Übergeordnete Ziele des UniGardenings sind:
- Wertschätzung für eine regionale Nahrungsmittelerzeugung schaffen
- ökologisches Gärtnern in der Stadt fördern
- Universitätsangehörige für das Gärtnern nach ökologischen Gesichtspunkten begeistern
- eine Wahrnehmung der Universität nicht nur als Lehr- und Lernraum, sondern auch als Gestaltungsraum
- der Erhalt der Vielfalt Bamberger Lokalsorten
GreenCampus

Im Frühjahr 2018 startete das UniGardening mit dem Bau von Hochbeeten auf dem Markusgelände. Seitdem wurden weitere Hochbeete an verschiedenen Standorten der Universität gebaut und bepflanzt. Neben dem Anbau von Lebensmitteln steht auch der Schutz von Bestäubern durch eine "bienenfreundliche" Bepflanzung im Fokus. Im Rahmen der „Blühinitiative Bamberg“ wurden in Zusammenarbeit mit dem Umweltamt Bamberg insgesamt 650 Stauden auf 12 Hochbeeten gepflanzt.
"Urban Gardening" Demonstrationsgarten

In Kooperation mit der Transition-Bewegung Bamberg und dem UniGardening hat die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau im Winter 2019 und Frühjahr 2020 einen "Urban Gardening" Schaugarten am Schillerplatz 15 angelegt, um Ideen für den eigenen Gemüseanbau im urbanen Raum zu zeigen.
Neben klassischen Beeten wie Hochbeet und Kistengarten wurden auch ein Pflanzturm als vertikales System sowie ein Wasserbeet für Hydrokulturen angelegt. Außerdem wurden eine Blühfläche und eine Igelburg als Überwinterungsmöglichkeit angelegt.
Der Garten ist ganzjährig öffentlich zugänglich.
Folgende Methoden sind zu sehen und werden auf Schautafeln erklärt:

Das Hochbeet lebt davon, dass viele verschiedene Sorten auf kleinem Raum wachsen. Wer Omas Gemüsegarten nachempfinden will, pflanzt Pflücksalate, Petersilie, Schnittlauch, Kohl und Möhren. Auch Kartoffeln, Zwiebeln, Lauch und Co. können die Ernte aus dem Beet bereichern.

Kräuter, Gemüse und essbare Blüten selber ernten: Mit der Verwendung von Pflanzkisten, -kübeln oder -säcken kann der Traum von selbst gezogenen Tomaten, Radieschen, Kartoffeln und Co. auch auf kleinen und versiegelten Flächen wahr werden,

Wenn der Platz knapp wird, geht es nach oben: Vertikale Systeme bieten viele Möglichkeiten auf kleinstem Raum auch nachhaltig Gemüse zu produzieren. Sowohl Kräuter, als auch Salate und Knollengemüse können frei stehend oder vor einer Fassade wachsen.

Mit einem hydroponischen System lassen sich Salate, Gemüse und Kräuter auch auf der Terrasse, im Innenhof oder anderen befestigten Flächen rund ums Haus anbauen. Nicht nur die Anbaufläche, sondern auch Wasser und Düngemittel werden dabei effizient genutzt.

In den Städten fehlt es häufig an Platz, um selbst gärtnerisch aktiv zu werden. Wem nur ein kleines Grundstück im Garten zur Verfügung steht, der stößt schnell an seine Grenzen. Für Gemüse- und KräuterliebhaberInnen kann der Pflanzturm als eine Variante des vertikalen Gärtnerns ausreichend Fläche für eine üppige Ernte bieten.

Gemüse und Kräuter wachsen in Erde heran. Die Nährstoffe werden auf natürliche Weise aus den organischen Abfällen der Pflanzen gewonnen. Ein in sich geschlossener Wasser- und Nährstoffkreislauf sorgt für die optimale Versorgung der Pflanzen. Das Herzstück des Geco-Gartensystems ist der integrierte Wurmkompost.

Gärten und andere kleine grüne Oasen in der Stadt können wertvollen Lebensraum für eine große Vielfalt von Pflanzen und Tieren bieten. So sorgen artenreiche Blühflächen für Nahrung und Unterschlupf für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und eine Vielzahl weiterer Insekten.
UniGardening & Insektenschutz
Bestäuberfreundliche Bepflanzung der Hochbeete
Zur Förderung der Biodiversität wurden im Herbst 2024 die Hochbeete auf dem Markusgelände mit regionalen Blühpflanzen aus dem Bamberger Staudengarten bepflanzt. Dabei wurde auf eine möglichst große Vielfalt und ein ganzjähriges Blühangebot geachtet, um auch spezialisierten oder erst im Herbst fliegenden Bestäuberinsekten Lebensraum und Nahrung zu bieten.
Biodiversitätsnachmittag im Bamberger Hain
Seit 2023 treffen sich jedes Jahr im Frühjahr am Insektenschutz Interessierte im Bamberger Hain, um die Vielfalt insbesondere der unzähligen Insektenarten zu erforschen. Mit wissenschaftlichen Methoden wie Keschern und Klopfschirmen konnten über 30 verschiedene Insektenarten bestimmt werden. Im Vordergrund stand die Sensibilisierung für die Lebensraumvielfalt des Hains mit seinem hohen Totholzanteil.
Ein Herz für Bienen - Bau eines Wildbienen-Sandariums im Bamberger Hain
Von den ca. 600 in Deutschland vorkommenden Wildbienenarten gelten etwa die Hälfte als gefährdet oder ausgestorben. Das Aufstellen von Insektenhotels" als Nisthilfe ist weit verbreitet, jedoch nisten ca. 75% aller Wildbienenarten im Boden. Um den Wildbienenschutz im Hainpark auch auf bodenbrütende Arten auszuweiten, bauten Interessierte in Kooperation mit der BiBa Bamberg im Herbst 2024 ein herzförmiges Wildbienensandarium im Bamberger Hainpark.
Faszination Mohnbiene - Kartierungsaktion
Eines der größten bekannten Vorkommen der seltenen Mohnbiene (Osmia papaveris) befindet sich in der Feldflur nördlich von Kemmern. In einer groß angelegten Kartierungsaktion untersuchen Interessierte seit 2024 jährlich im Sommer den Bestand der Mohnbiene. Neben der Mohnbiene leben in der kleinstrukturierten Feldflur von Kemmern viele weitere interessante und durchaus seltene Arten wie die Kreiselwespe oder die Heuschrecken-Sandwespe, die beim Nestbau beobachtet werden konnte.
Außeruniversitäre Kooperationen
Essbare Stadt Bamberg als Gruppe von Transition Bamberg
Transition Bamberg ist eine offene Gruppe von Menschen, die den Wandel in Bamberg hin zu einer solidarischen, nachhaltigen und lebenswerten Gesellschaft aktiv mitgestalten. Ihr Engagement basiert auf Freiwilligkeit.
UniGardening kooperiert mit der Transition-Gruppe „Essbare Stadt Bamberg“ , die zum städteübergreifenden, im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative geförderten Projekt „Essbare Stadt“ gehört.
Die Essbaren Stadt Bamberg besitzt bereits Erfahrung in der Betreuung des gemeinschaftlichen Gärtnerns. Diese Erfahrung wird auch im Rahmen des UniGardening zur Verfügung gestellt, um die Universität in ihrer Rolle als Träger der gesellschaftlichen Verantwortung zu unterstützen.
Bamberger Sortengarten – Grünes Erbe Bamberg e. V.
Mit seiner Arbeit hilft der Verein Bamberger Sortengarten, bereits verschwundene oder vergessene Bamberger Gemüsearten und -sorten wieder zu entdecken.
In der Vergangenheit gingen das Saatgut vieler lokaler Pflanzen und das Wissen um deren Anbau verloren. Diesem Aussterben möchte der Verein entgegenwirken, um das „grünen Erbes“ der Bamberger Gärtnerinnen und Gärtner zu bewahren. Dazu gehört auch die Weitergabe des Wissens um den Anbau und die Pflege, dieses immateriellen Erbes. Der Verein möchte eine bunte Vielfalt der Gemüsearten erfahrbar machen. Daher werden mehrere Sorten einer Pflanzenart im Vergleich angepflanzt und erläutert.