[International Workshop] Theorizing and Practicing Symbols after Symbolism in Twentieth-Century Russian and Soviet Literature and Philosophy
Wir laden alle Interessierten herzlich zu unserem internationalen Workshop „Theorizing and Practicing Symbols after Symbolism in Twentieth-Century Russian and Soviet Literature and Philosophy“ (20.-21. November 2026) ein.
Die Tagung untersucht die Transformation von Denkfiguren des Symbolischen in der sowjetischen Literatur und Philosophie des 20. Jahrhunderts. Ziel ist es, das Symbol als zentrale Reflexionskategorie nach dem historischen Symbolismus sichtbar zu machen. Während entsprechende Entwicklungen im europäischen Kontext breit reflektiert wurden (typischerweise mit Blick auf Ernst Cassirer), sind sie für die Sowjetunion und ihre Republiken bislang nur punktuell erforscht.
Im Zentrum stehen drei Schwerpunkte: erstens die Transformation symbolistischer Fragestellungen – vom Spätwerk Vjačeslav Ivanovs über Viktor Šklovskijs Formalismus und Gustav Špets formal-philosophischer Schule bis zu Michail Bachtins Romantheorie; zweitens die philosophische und sprachtheoretische Neubestimmung des Symbols in der späten Sowjetzeit bei Denkern wie Aleksej Losev und Merab Mamardaąvili; drittens die Funktion symbolischer Modelle für die Aushandlung kultureller Identitäten, etwa in der ukrainischen und belarusischen Literatur.
Die Tagung findet in englischer Sprache statt. Es ist keine Anmeldung notwendig.
Zeit und Ort:
Freitag 20. - Samstag 21. November 2026
Lehrstuhl für Slavische Literaturwissenschaft
Obere Karolinenstraße 8
Raum 02.04 (2. Stock)
96049 Bamberg

